Neue Google Features für AdSense und Ad Exchange

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Kategorie: Yield Management

Welcher Publisher wünscht sich nicht aus der vorhandenen Reichweite einen höheren Werbeerlös zu generieren? Viele haben dabei aber nicht das nötige Kleingeld um über umfangreiche Investitionen in SEO-Maßnahmen die Sichtbarkeit der eigenen Domain im organischen Google – Ranking zu erhöhen, um damit einen höheren Werbeumsatz durch Traffic-Zuwachs zu generieren. Andere konzentrieren sich in Ihren Optimierungsstrategien allein auf die Tatsache der Zusatz-Integration von Anzeigen auf der Seite.

Neue Google Feature in den Werbenetzwerken Google AdSense und Google Ad Exchange ermöglichen es Euch als Publisher nun die existierende Anzeigen-Infrastruktur Eurer Seite noch effizienter zu vermarkten. Was es mit dem SetUp der Funktionen auf sich hat, wo ihr diese findet und ob wir Euch eine Aktivierung und Integration empfehlen würden, erklären wir Euch hier:

1. AdSense Native Ads with StyleFrame

Mit den AdSense Native Ads wird Google mit seinen Produkten Teil der viel gehypten Welt des Native Advertising. Jeder Publisher, der über ein AdSense – Konto verfügt, kann diese neue Feature bereits nutzen und auf seiner Seite einsetzen. Über spezielle CSS-Style-Vorgaben seid ihr in der Lage die Ads an das Corporate Design Eurer Seite individuell anzupassen.

Wie integriert Ihr die Anzeigen?

Nach erfolgreichem Login in Euren AdSense Account klickt ihr auf “Meine Anzeigen” → “Neuer Anzeigenblock”. Hier aktiviert ihr die neue Funktion “Enable native”. Dann öffnen sich neue Konfigurationsmöglichkeiten auf der Seite (vgl. Screenshot):

  • “Textanzeigenvorlage”
  • “Anzahl Anzeigen”
  • “Stylesheet dieses Anzeigenblocks bearbeiten”
  • “Vorschau” & “Breite und Höhe”

AdSense Native Ads with Styleframe

Empfehlung: Die AdSense Native Ads führen zu einer besseren User Experience und reduzieren Banner Blindness. Die Formatgröße der AdSense Native Ads können darüberhinaus individuell festegelegt werden. Den Nachweis, dass Sie eine höhere TKP-Performance im Vergleich zu den klassischen IAB-Standardformaten erreichen, bleiben die AdSense Native Ads aber bisher schuldig. Empfehlenswert ist eher eine Zusatz-Integration auf bisherigen Weißflächen der Seite.

2. AdSense Matched Content

AdSense Matched Content oder auf deutsch “Contentempfehlungen” sind neue Google Formate für den Bereich Recommendation Ads. Hier verdient der Publisher nicht unmittelbar mit Klick auf die Anzeige, sondern “nur” mittelbar, indem er die Verweildauer des Users auf der Seite & die Loyalität des User zur Seite erhöht, damit mehr AdImpressions erzeugt werden, was sich schließlich nachgelagert in einem Uplift der Werbeerlöse widerspiegelt.

Dieses Feature steht nicht jedem Publisher zur Verfügung, sondern wird separat auf URL-Ebene von Google freigeschaltet. Ob Eure URL für diese Funktion zugelassen wurde, findet Ihr heraus, indem Ihr im eingeloggten Zustand des AdSense-Accounts auf “Einstellungen” → “Konto” → “Websiteverwaltung” klickt. Dort erhaltet ihr eine Übersicht der Freigabe der Contentempfehlungen nach Website.

AdSense Matched Content

Wie bekomme ich nun den AdSlot auf die Seite?

Ganz einfach: Wie gewöhnlich legt ihr einen neuen Anzeigenblock an und wählt unter Anzeigentyp “Contentempfehlungen” aus. Der Anzeigenblock enthält allerdings nur dann Empfehlungen, wenn er auf freigegebenen Websites platziert wurde.

AdSense Matched Content-2

Empfehlung: AdSense Matched Content kann eine gelungene Alternative zu den gängigen Anbietern der Recommendation Ads (z.B.: Plista & Outbrain) sein. Wichtig ist hier, dass Ihr ein Test-Szenario entwerft, indem Ihr unter gleichen Voraussetzungen die Performance von AdSense Matched Content mit alternativen Anbietern benchmarkt. Sind gleiche Voraussetzungen gewährleistet, ist ein Test der Performance im Benchmark in jedem Fall erstrebenswert.

3. Vignettes – Mobile Web Interstitials

Vignettes – Mobile Web Interstitials sind so genannte Full-Page Werbeformate für Mobile-Devices, die innerhalb einer Sitzung auf einer mobilen Domain vor dem Aufruf einer Seite ausgeliefert werden. Wichtig: Dieses Format wird im Gegensatz zu so genannten “Interstitials” oder “Prestitials” nicht beim erstmaligen Aufruf einer mobilen Seite ausgeliefert. Es ist nicht für Applikationen konzipiert und wird über das gesamte Google Display Netzwerk mit einem scharfen Frequency Capping ausgeliefert, um zu jeder Zeit eine hohe User-Experience gewährleisten zu können.

Dieses interessante und attraktive Werbeformat steht leider nicht jedem Publisher zu sofort zur Verfügung, sondern muss separat auf Property-Basis durch Google freigeschaltet werden. Wenn Ihr Interesse an diesem Format habt, sprecht uns gerne an.

Beispiele von Google Mobile Web Interstitials eines unserer Kunden (Android und iOS):

Mobile Web Interstitial

Empfehlung: Da Interstitials die performantesten und klickstärksten Werbemittel im mobilen Segment sind, raten wir Euch dazu dieses Ad-Format in jedem Fall zu integrieren. Es stellt eine effektive Möglichkeit der Monetarisierung der mobilen Reichweite dar.

4. Sticky Ads

Das so genannte “Sticky Ad” ist eines der spannendsten Neuerungen, welche nun ab sofort exklusiv in der Google Ad Exchange angelegt werden können. Bis heute war es ein offizieller Google Policy – Verstoß, wenn man einen Anzeigenblock (i.d.R. den Skyscraper) “sticky” auf deutsch “klebrig” machte.

Was bedeutet dies? Beim Runterscrollen der Seite “scrollt” der Skyscraper mit nach unten. Die Werbebotschaft des Advertisers ist über einen längeren Zeitraum sichtbar und damit wesentlich aufmerksamkeitsstärker. Folge sind höhere Klickraten und steigende Werbeeinnahmen über die Ad Exchange. Sticky Ads von Google gibt es auch für mobile Endgeräte. Hier sind sie bekannt als “Google Anchor Ads”.

Empfehlung: Hier gibt es unsererseits eine ganz klare Integrationsempfehlung. “Sticky Skyscraper” weisen erfahrungsgemäß eine höhere Performance auf als normale Skyscraper-Formate.

Nachteil: Nur Publisher mit Zugang zur Ad Exchange erhalten Zugriff auf das Format, außerdem muss Google dieses Format ebenfalls separat auf Publisher-Ebene freigeben.
Auch hier gilt: Bei Interesse sprecht uns gerne an!

5. AdX Custom and Flexible Sizes for Desktop & Mobile Web

AdX Custom-Sizes

Eine spannende neue Konfigurationsmöglichkeit weist die Google Ad Exchange seit Juni 2015 auf. Über den Punkt “Regeln” → “Display” → “Flexible Größen” ist es nun möglich die Ausspielung von kleineren Anzeigen auf einem Ad-Format zu unterbinden.

Beispiel: Über diese Regel könnt Ihr ab sofort konfigurieren, dass auf der monetär sehr attraktiven Google Billboard Position kleinere AdFormate nicht zur Auslieferung gelangen (z.B.: Medium Rectangle oder Leaderboard). Da die Nachfrage der Advertiser nach Billboard-Inventar stetig steigt, ist zu erwarten, dass über die Werbeposition auch zukünftig attraktive TKPs erzielt werden können.

Die Google Ad Exchange hat darüberhinaus eine weitere sinnvolle Ergänzung geupdatet. Während es im Google AdSense Konto schon längere Zeit möglich war benutzerdefinierte Anzeigenformate (“Google CSI-Anzeigen”) zu erstellen und auf einer Seite auszuliefern, musste der Publisher sich bisher in der Google Ad Exchange ausschließlich vorgefertigter Anzeigengrößen bedienen.

Diese Funktion hat Google aber nun auch für die Ad Exchange freigeschaltet. Über “Inventar” kann mittels der Erstellung eines Anzeigencodes nun flexibel ein Anzeigenformat erstellt werden:

AdX Custom-Sizes

Einfach Breite und Höhe definieren, schon kann die Werbeauslieferung auf dem “flexiblen Anzeigenformat” beginnen.

Warum sind flexible Anzeigengrößen so spannend? Hierüber können Anzeigen derart erstellt werden, dass Sie sich perfekt in das CMS, in das Design einer bestehenden Website einfügen. Ideal um vorhandenen Weißraum, der nicht mittels IAB-Standardformaten vertaggt werden kann, zu monetarisieren.

6. Google Consumer Surveys (GCS)

Google Consumer Surveys sind Umfragen zum Zweck der Marktforschung. Für Advertiser sind Google Consumer Surveys ein attraktives Tool um Marketingentscheidungen (z.B. bei einer Produktneueinführung) voranzutreiben. Publisher können sich mittels Google Consumer Surveys einen zusätzlichen Revenue-Stream in der eigenen Reichweitenvermarktung aufbauen.

Google Consumer Surveys

Das Abrechnungsmodell unterscheidet sich je nach Anzahl ausgefüllter Fragen (Vergütung für eine ausgefüllte Frage vs. Vergütung für 10 ausgefüllte Fragen, usw.)

Einsatz-Opportunity: Der Einsatz einer GCS (Google Consumer Survey) eignet sich insbesondere vor der Freischaltung von Premium-Features oder Premium-Inhalten auf einer Seite (z.B. vor dem Abruf eines Videos, oder zur Freischaltung eines Paid-Articles).

Empfehlung: Ein wirklich interessantes und monetär attraktives Zusatz-Feature mit dem Ihr als Publisher signifikante Zusatzeinnahmen generieren könnt.

GCS müssen separat freigeschaltet werden. Wer dieses Instrument testen möchte und Hilfestellung bei der Implementierung benötigt, darf gerne Kontakt zu uns aufnehmen.