Amazon Spark – Das Phänomen Social Shopping wird nun ernsthaft auf Erfolg programmiert

Kategorie: CEO Blog

Nach dem Kauf von Whole Foods wagt sich Amazon in ein neues Metier vor: Soziale Medien. Im Juli startete das 430-Milliarden-Dollar-Unternehmen mit Amazon Spark einen sozialen Feed aus benutzerdefinierten Bildern. Viele wiesen schnell auf die Ähnlichkeiten von Spark mit anderen bild-schweren sozialen Netzwerken (z. B. Instagram) hin, allerdings gibt es mehrere wichtige Unterschiede, die Spark zu etwas machen, das Agenturen, Marken und andere soziale Plattformen genau beobachten sollten

Nur Amazon Prime-Kunden können auf Spark Beiträge veröffentlichen und kommentieren … vorerst

Während die meisten sozialen Netzwerke sich auf Massenwerbung und gezielten Anzeigen verlassen, ist Amazon Spark exklusiv für Amazon Prime-Kunden (die für eine Vielzahl von Leistungen eine Gebühr von 69€/Jahr zahlen). Der Inhalt kann zwar von jedem Kunden gesehen werden, doch nur Prime-Mitglieder können Beiträge veröffentlichen und kommentieren. Dieser Schritt sorgt dafür, dass Spark-Inhalte produktorientiert und an aktive Käufer gebunden sind. Die 80 Millionen Prime-Mitglieder geben im Vergleich mit Nicht-Prime-Mitgliedern  jährlich durchschnittlich 600 $ mehr aus. Neben der Veröffentlichung von Fotos (markiert mit Produkten und Interesse), Produkten und Links können Benutzer Vergleichsabfragen für zwei Amazon-Produkte ausführen. Damit kann das eigene Netzwerk genutzt werden, um Feedback zu dem potenziellen Kauf einzuholen.

Smile als das neue Gefällt mir

Wie jedes gute soziale Netzwerk, bietet Spark einige Funktionen für Interaktion und Organisation an. Benutzer können die Inhalte, die sie erhalten, nach bestimmten Interessen und Personen organisieren. Man kann Themen wie Technik, Fitness und Gesundheit sowie Beauty folgen. Benutzer, die man als „Influencer“ bezeichnen könnte, werden von Amazon jedoch als „Enthusiasten“ bezeichnet. Zusätzlich führte Amazon anstatt eines Likes oder einem Love das neueste Soziale-Medien-Engagement mit einem Spaßfaktor ein : das Smile. Die Verbraucher können Produkte, die sie auf Spark sehen,  direkt aus der Anwendung heraus kaufen

Der kaufbare Feed ist vielleicht die spannendste Funktion von Spark. Während Instagram damit kämpfte, seine soziale Erfahrung kaufbar zu machen, macht Spark sein Einkaufserlebnis sozial. Jedes Bild, das veröffentlicht wird, kann mit bestimmten Produkten markiert werden, die am unteren Rand des Beitrags erscheinen, wenn der Benutzer klickt. Das Klicken auf ein Tag führt den Verbraucher sofort auf die Produktseite, um diesen Artikel in den Einkaufswagen zu legen oder sogar mit einem Klick zu kaufen. Dieser benutzerfreundliche Fluss macht Impulskäufe zu einem Kinderspiel. Darüber hinaus könnte Spark je nach Qualität der Inhalte und Benutzerinteraktionen zu einem Ort der Produktforschung und Diskussion werden.

Marken können keine Beiträge veröffentlichen, aber ihre Influencer können es

Während noch nicht klar ist, ob Marken zum Erstellen von Profilen eingeladen sind (eine Prime-Mitgliedschaft ist erforderlich, doch ein persönliches Prime-Konto könnte jetzt auch schon als Marken-Seite verwendet werden), ist es klar, dass aktuelle und zukünftige Kunden Produkte, über von Benutzern veröffentlichte Bilder entdeckt werden können. Bereits jetzt erscheinen Beiträge mit #sponsored und weisen darauf hin, dass einige Marken bereits bei ihren Influencern anfragen, sodass diese Inhalte mit der entsprechenden Marke erstellen.

Marken sollten Spark als neuen Social Media Kanal behandeln, um Pioniermöglichkeiten zu überwachen und zu identifizieren. Wenn eine Marke aktiv auf Amazon verkauft, muss Sie Spark sehr ernst nehmen. Nur die Zeit wird zeigen, ob Spark abheben wird und eine Investition für Unternehmen rechtfertigt. Derzeit besteht ein Potenzial, vor allem für First-Mover. Bei der Entwicklung einer Strategie für Spark sind folgende Leitfragen zu bedenken.

Was ist die eigene Contentstrategie in Bezug auf Spark?

  • Während Sie Ihre Marke nicht als Beitrag veröffentlichen können, können Sie beeinflussen, welche Art von Inhalt Influencer teilen sollten.
  • Wer sollten Ihre Einflussnehmer sein? Berücksichtigen Sie die Verpflichtung von Einzelpersonen, die derzeit Ihre Produkte auf Amazon rezensieren, da sie wahrscheinlich eine starke Grundlage bilden werden. Es wird sich mit der Zeit herausstellen, wer die „Enthusiasten“ mit der größten Reichweite sein werden. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Kategorie auf der Plattform überwachen, um darüber auf dem Laufenden zu bleiben, welche die meiste Aufmerksamkeit erhält.
  • Wie kann ich meine Markenpräsenz auf Spark überwachen? Enterprise Social-Listening-Tools werden Amazon Spark zeitnah nicht als Plattform aufführen (oder möglicherweise niemals, wenn Amazon das crawlen von ihrer mobilen Website blockiert). Ihre Marke muss die Plattform händisch überwachen und so den Schlüsselthemen und Einzelpersonen, die mit Ihrer Marke in Verbindung stehen, folgen.
  • Wie kann ich den Erfolg auf Spark messen? Bei der Einführung sind On-Plattform-Engagements, wie die Smiles und Kommentare, die primären Leistungskennzahlen. Hoffentlich wird Amazon den Content-Erstellern erlauben, Klicks für ihre Beiträge und potenzielle Käufer zu überwachen. Während Spark eine große Social-Verkauf-Möglichkeit für Marken darstellt, bleibt die Zuordnung ohne entsprechende Transparenz oder eine Partnerschaft mit Amazon eine große Herausforderung.

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