AMP Header Bidding

Kategorie: Yield Management

Was ist AMP und wie funktioniert es?

AMP steht für Accelerated Mobile Pages. AMP ist ein Projekt, das von Google ins Leben gerufen wurde.

Aufgrund der immer weiter steigenden Anzahl an mobilen Website-Zugriffen und der immer komplexer werdenden Websites haben sich die Ladezeiten auf den mobilen Endgeräten des Users erhöht. Wenn eine mobile Website nicht innerhalb von 5 Sekunden vollständig geladen wird, bricht der User in 90% der Falle den Seitenladevorgang wieder ab und ruft eine andere Website auf.

Dieser Entwicklung wollte Google mit dem AMP Project entgegenwirken. Durch eine Verschlankung des Websites-Codes und einer Reduzierung der verfügbaren Werbeformate wurde die Ladezeit mobiler Websites in der AMP-Umgebung drastisch reduziert. Eine AMP-optimierte Website lädt durchschnittlich in weniger als 0,3 Sekunden. Dies ist durchschnittlich 4-mal so schnell wie eine normale Website bei nur einem Zehntel an Datenverbrauch.

Die AMP-Seite wird dabei nicht wie üblich über den eigenen Server geladen sondern über das Google Content Delivery Network (CDN). Dafür werden Kopien der Seite auf verschiedenen Servern weltweit gespeichert. Wenn ein User eine AMP-Seite aufruft, wird diese vom am schnellsten verfügbaren Server abgerufen.

Vorteile von AMP

Der wohl größte Vorteil für den User ist die extrem schnelle Ladezeit der Seite. Die Nutzerfreundlichkeit wird erhöht und die Belastung des Datenvolumens des Nutzers signifikant reduziert.

Abgesehen von der positiven User Experience hat die Ladegeschwindigkeit einer Seite auch Auswirkungen auf das Ranking in der Google SERP. Seiten mit positiven SEO Signalen (Relevanz der Inhalte, Seitenladegeschwindigkeit, User Experience, und weitere) werden bevorzugt. In den Google-Suchergebnissen werden die AMP-Seiten mit einem kleinen Blitz gekennzeichnet. News Artikel erscheinen oberhalb der generischen Suchergebnisse in einem eigenen AMP News Carousel.

AMP Header Bidding

Die Vorteile von AMP-Seiten lassen sich auch für die Vermarktung nutzen. Für Publisher bieten AMP-Seiten eine weitere Monetarisierungs-Möglichkeit neben der klassischen Vermarktung im Desktop- und Mobile- Web- Bereich.

Die AMP-Anzeigenblöcke werden über spezielle AMP-Tags aus dem Google AdManager auf den AMP-Seiten integriert. Nachteil dieser Tags ist eine fehlende “collapseEmptyDivs-Funktion”. Wenn kein entsprechendes Werbemittel für den User geliefert werden kann, klappt der Anzeigenblock, nicht wie im Web üblich, zusammen, sondern er bleibt leer. Das Ergebnis sind unschöne weiße Leerflächen für den User und nicht optimale Füllraten für den Publisher.

Durch den Einsatz von AMP Header Bidding kann dieser Nachteil allerdings bereits deutlich reduziert werden. Genau wie bei dem Einsatz von Header Bidding im Desktop/Mobile-Bereich werden auch im AMP-Umfeld mehrere SSPs (Supply Side Platform) mit in die Echtzeit-Auktion für die Auslieferung einer Impression eingebunden. Der einzige Unterschied ist die Art der Verbindung: Häufig wird eine clientseitige Verbindung bevorzugt, im AMP hingegen ist eine Server-to-Server-Verbindung erforderlich.

Durch die Anbindung verschiedener SSPs in Kombination mit einer programmatischen Vermarktung über die Google AdExchange / den Google AdManager wird die Füllrate des zur Verfügung stehenden Inventars deutlich erhöht. Das Ergebnis sind weniger Leerimpressionen auf Seiten des Users und eine effiziente Steigerung von TKP und Umsatz auf Seiten des Publishers.

Die Einbindung des AMP Header Biddings erfolgt über kleine Änderungen (Stichwort: RTC Config) im AMP-Tag und erfordert auf Publisher-Seite überschaubaren Integrationsaufwand. Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der MSO Digital können wir Konfiguration mit anschließender Yield Optimierung für Sie gerne übernehmen. Kontaktieren Sie uns einfach, wenn Sie Interesse haben Ihre AMP Reichweite mittels Header Bidding TKP optimiert zu monetarisieren.

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