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Das Zusammenspiel aus UX und SEO

 

Das Zusammenspiel aus UX und SEO

Autor

Erik Etzel
Erik Etzel

Was ist UX und welchen Einfluss hat sie auf SEO? Die User Experience (UX) ist mittlerweile ein entscheidender Einflussfaktor für SEO. Die Ansprüche, Erwartungen und Bedürfnisse der Nutzer sollten nicht nur befriedigt, sondern idealerweise auch übertroffen werden. Beim Nutzer sollen positive Assoziationen geweckt werden!

Die User Experience umfasst das Nutzererlebnis bzw. die gesamte Customer Journey. Also alle Effekte, die mit der Nutzung einer Bedienoberfläche vor, während und nach der Nutzung für den Nutzer entstehen. Ins deutsche übersetzt, heißt UX daher auch Nutzererfahrung oder Nutzererlebnis. Mit anderen Worten: die Gebrauchstauglichkeit wird mit ästhetischen und emotionalen Faktoren ergänzt.

Wo liegt der Unterschied zwischen User Experience und Usability?

Es besteht ein Unterschied zwischen User Experience und Usability. Die Usability beschreibt die Gebrauchstauglichkeit bzw. Benutzerfreundlichkeit und bildet die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik. Die offizielle Definition laut DIN EN ISO 9241 definiert die Usability als das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Anwendungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.

Elemente von UX

Eine gute User Experience startet bereits vor dem eigentlichen Besuch der Website. Wo hier genau die Schnittstellen zu SEO sind, zeigen die folgenden Punkte beispielhaft:

  1. Relevanz

Eine gute UX beginnt bereits in der SERP. Das Snippet soll verdeutlichen, worum es auf der Seite geht und zur Suchintention passen. Es sollten aber keine falschen Erwartungen geweckt werden! Diese würden nur dazu führen, dass der Besucher mit falschen Erwartungen auf die Seite gelangt und enttäuscht von der Seite abspringt. Das wäre ein schlechtes Nutzersignal und hat Auswirkungen auf SEO. Auf die Nutzersignale gehen wir weiter unten ein.

  1. Vertrauen

Würdest Du in einem Geschäft einkaufen, das unseriös wirkt? Nein? – Wir auch nicht! Das gleiche gilt im online Bereich. Eine Website muss vertrauensvoll wirken, damit der Besucher entspannt einkaufen kann. Bei wichtigen Entscheidungen wollen wir kein Risiko eingehen. Hier ein paar Tipps, wie Du auf Deiner Website Vertrauen aufbauen kannst:

  • Trust-Elemente und Gütesiegel
  • Social Proof Signale
  • Professionelles Design
  1. Orientierung

Website-Besucher haben eine geringe Toleranz gegenüber Barrieren. Daher muss man dem Benutzer direkt verdeutlichen, worum es auf deiner Webseite geht und wo er was findet. Sofern ein Besucher sich nicht auskennt, oder sich mit der Auswahl überfordert fühlt, steigt die Chance, dass er die Website verlassen wird. Sorge daher für eine klare Ordnung auf Deiner Website. Ein paar Tipps für eine klare Orientierung:

  • Content strukturieren
  • Inhalte nach Gesetz der Nähe
  • Nutzer zeigen, wo er sich befindet (Breadcrumb)
  1. Stimulanz
Die Inhalte sollen beim Nutzer Emotionen wecken. Denn ohne Stimulanz wird beim Besucher keine Handlung ausgelöst. Es ist daher grundlegend wichtig, seine Zielgruppe zu kennen. Nur so ist eine emotionale Nutzeransprache möglich.
  1. Komfort
Eine wichtige Regel: Lege Deinen Nutzern keine Steine in den Weg. Gestalte die Strukturen und Prozesse auf Deiner Website so einfach wie möglich. Eine Frustration gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Greife auf altbekannte Muster und gelerntes Handeln zurück, denn so ist es einfacher für den Besucher, sich zu orientieren.

Die goldenen Regeln für eine außergewöhnliche UX

Folgende Fragen können bei der Einschätzung einer „guten UX“ helfen:

  1. Kann ich die Seite überhaupt finden?
  2. Bietet die Website das an, was ich erwarte?
  3. Funktioniert die Website, wie ich es erwarte?
  4. Macht mir der Besuch/Kauf hier Spaß?
  5. Sind alle wichtigen Informationen leicht ersichtlich?
  6. Komme ich (schnell) zum Ziel?
  7. Möchte ich länger auf der Seite sein?
  8. Würde ich zurückkommen?

Mehrwert UX & SEO für Unternehmen und Nutzer

Der Mehrwert einer guten UX wird zum Teil noch unterschätzt und somit stiefmütterlich behandelt. Doch ein gutes Nutzererlebnis hat einen großen Einfluss. So hat Google für 2021 angekündigt, dass sie der User Experience mit dem Rankingfaktor „Page Experience“ einen größeren Stellenwert zukommen lassen wollen. Welche positiven Synergien ergeben sich daher durch eine gute User Experience und optimierter Webseiten?

  1. Neukundengewinnung
  2. Umsatzsteigerung
  3. Effektive Nutzung der Seite
  4. Reduzierung der Supportkosten
  5. Glückliche Nutzer und Kunden

Wichtige User Signals

Der Einfluss der User Signals (Nutzersignale) auf SEO zeigt sich auch darin, dass die von Google positiv gewerteten User Signals unmittelbar zu einem besseren Ranking beitragen. Neben den oben genannten Punkten führt die positive Entwicklung wichtiger User Signals also zu einem Mehrwert für alle Beteiligten. Zu diesen Kennzahlen gehören beispielsweise:

  • Wiederkehrende Besucher
  • Absprungrate
  • Scrolltiefe
  • Verweildauer
  • Traffic
  • Social Signals
  • Click-Through-Rate

Eine fortlaufende Betrachtung und Optimierung dieser Kennzahlen spielt somit eine bedeutende Rolle.

Warum das „Responsive Design" so wichtig ist

Die Bedeutung eines guten Zusammenspiels beider Disziplinen im Zuge von Optimierungen zeigt sich immer stärker am Verhalten und den Erwartungen der Nutzer. Die steigenden Erwartungen, Multiscreening sowie die zunehmende Bedeutung mobiler Endgeräte sorgen dafür, dass das Responsive Design einer Website inzwischen als Grundvoraussetzung angesehen werden sollte. Dabei handelt es sich um die dynamische Anpassung der Inhalte sowie einer effizienten Nutzung des Darstellungs-Bereiches des aktuell genutzten Endgerätes.

Google hat diesem Punkt und der Bedeutung eines Responsive Designs mit der Umstellung auf den Mobile Index und dem veröffentlichten Mobile-Friendly-Update (2015) bereits mehrfach Rechnung getragen.

Typische Fehler vermeiden

Bei der Betrachtung von Websites finden sich häufig die gleichen, typischen Fehler wieder, welche im Zuge einer Optimierung gemacht wurden. Eine unerwartete Entwicklung der Kennzahlen unter den zuvor definierten Zielen lässt sich häufig auf diese Fehler zurückführen.

Optimierungen finden dabei immer wieder unter separater Betrachtung der beiden Disziplinen SEO und UX statt. Dies führt bspw. dazu, dass die Website hinsichtlich ihrer UX als Ganzes betrachtet wird, den individuellen Einstieg des Nutzers, im Zuge der unterschiedlichen Suchanfragen, jedoch unbeachtet lässt. Eine unübersichtliche Navigation und eine falsche Nutzererwartung können die Folge sein und letztlich zum Abbruch des Besuches führen.

Diese Ergebnisse und die schleppende Entwicklung der User Signals ergeben sich auch durch die unzureichende Betrachtung des Nutzerverhaltens und der Nutzung verschiedener Endgeräte. So werden Vermutungen zum Nutzerverhalten und deren Anforderungen in manchen Fällen gegenüber Fakten und fundierten Nutzeranalysen vorgezogen. Auch die Erstellung, Bearbeitung und Betrachtung der Inhalte erfolgt häufig ausschließlich aus der Desktop-Perspektive mit der Begründung: „Mobile ziehen wir dann noch nach.“

Die bekannte Relevanz geräteübergreifender Optimierungen aus Sicht der Suchmaschinen und der Nutzer sollte zeigen, dass eine Einzelbetrachtung sowie das Nachziehen keine zielführende Methode darstellt.

Um diese typischen Fehler zu vermeiden, möchten wir Dir 4 Tipps zum mitnehmen geben:

  • Stets den SXO Gedanken pflegen – denn beide Disziplinen sind alleine nur halb so erfolgreich
  • Nutzerbrille aufsetzen – was will meine Zielgruppe wirklich?
  • Erwartungen erfüllen – Nutzer auf seiner jeweiligen Customer Journey abholen
  • Geräteübergreifende Optimierungen – von Beginn an & zu jeder Zeit

Fazit & Resümee - Das Zusammenspiel aus UX und SEO

Das veränderte Verhalten und die Anforderungen der Nutzer sowie die Relevanz- und Rankingbewertungen der Suchmaschinen anhand zahlreicher Updates der Algorithmen, zeigen eine vermehrte Verschmelzung der Disziplinen SEO und User Experience. Dies führt dazu, dass immer häufiger von SXO gesprochen wird. Der Nutzer steht unmittelbar im Fokus, wodurch die Nutzererfahrung zu jedem Zeitpunkt der Customer Journey und im Zuge der Website Optimierung betrachtet werden sollte. Es kommt also auf ein stimmiges Gesamtpaket an, welches einen Mehrwert und den bestmöglichen Nutzwert für alle Beteiligten bietet: Für Nutzer, Website Betreiber und Suchmaschinen.

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