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PPC News – Advertising News aus dem Facebook & TikTok Kosmos

Autor

Julian Piossek
Julian Piossek
In den letzten PPC News haben wir viele aktuelle Themen zu Neuerungen bei Google Ads in Sachen Targeting und Automatisierung beschrieben. Diese Woche schauen wir genauer auf die Social Media Plattformen Facebook und TikTok und was es bei diesen Plattformen Neues gibt – insbesondere das iOS 14.5 Update mit großen Auswirkungen auf die Advertising Welt.

Apple iOS 14.5 ist live

Was sich schon vor geraumer Zeit angekündigt hatte, ist nun Realität: iOS 14.5 wird mit dem Start in die letzte Aprilwoche auf sämtlichen Apple-Geräten bereitgestellt. Wie bereits in den vergangenen Wochen zu lesen war, wird damit die “App Tracking Transperency” (ATT) aktiv, sodass jeder Nutzer künftig gefragt wird, ob Tracking erlaubt sein soll. Somit werden dann auch ab dem Release-Zeitpunkt sämtliche Online Marketing- und Targeting-Maßnahmen für Werbetreibende deutlich erschwert.

Mehr zum iOS 14.5 Update!

Bist Du an weiteren Insights zum Thema „iOS 14 vs. Facebook Advertising – Was jetzt zu tun ist?“ interessiert? Dann lies unseren Fachartikel hierzu!

Instagram verliert bei der Jugend

Als Facebook den Milliardendeal mit Instagram im Jahr 2012 abschloss, erhoffte sich der Konzern wieder mehr Verbindung zur jungen Zielgruppe herstellen zu können. In den vergangen Jahren galt Instagram auch stets als Platzhirsch bei Teenagern, aber das Blatt scheint sich von Jahr zu Jahr mehr zu wenden.
Was vor einigen Jahren bei Facebook begonnen hat, trifft nun auch den kleinen Bruder Instagram: die jungen Nutzer rennen weg bzw. treten dem Instagram-Kosmos gar nicht erst bei, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschers Toluna für die Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor nun aufzeigt.

Zwar konnte Instagram seine Marktposition über fast alle Altersgruppen weiter ausbauen, bei den 16 bis 19-jährigen ist aber ein Negativtrend zu erkennen. Nach Jahren mit starkem Wachstum verliert Instagram unter den Jüngsten mit einem Schlag elf Prozentpunkte. Mit einem Anteil von 80 % der Instagram-Nutzer:innen in dieser Altersgruppe erreicht Instagram zwar nach wie vor einen hohen Wert, fällt damit aber hinter die Altersgruppe der 20 bis 29-jährigen (82 %) zurück.

Es zeichnet sich insgesamt also eine ähnliche Entwicklung ab, wie bei Facebook vor einigen Jahren. Auch hier haben sich die jungen Nutzer:innen von der großen Plattform abgewendet und nach neuen Möglichkeiten gesucht, die ihren Bedürfnissen mehr entsprechen. Zudem bietet der Markt auch immer neue Plattformen wie z.B. TikTok und Snapchat – , die mit ihren kreativen Ideen junge Nutzer:innen an die Geräte locken.

Diese Entwicklung zeigt insgesamt, dass es für Werbetreibende nicht mehr ausreicht, sich auf eine Plattform als Universallösung zu fokussieren, wenn eine breite Masse adressiert werden soll. Stattdessen müssen Advertiser:innen klare Strategien entwickeln und sich mit den Interessen ihrer Zielgruppen intensiv auseinandersetzen, um diese über die richtigen Kanäle anzusprechen.

TikTok: Personalisierte Werbung

TikTok macht es wie Facebook, Twitter, Snapchat und Co: Seit dem 15. April 2021 werden auf der Plattform personalisierte Ads ausgespielt. Dafür haben die Werbeeinstellungen auf der Plattform ein automatisches Update erhalten.
Seit dieser Neuerung wird Nutzer:innen standardmäßig Werbung ausgespielt, die auf den Daten basiert, die TikTok nach ihrem Nutzerverhalten in der App gesammelt hat. Dies konnte bis zum 15. April noch ausgeschlossen werden. Inzwischen ist die Zustimmung der Verwendung der eigenen Daten zu Werbezwecken per Default in der App eingestellt.

Die Nutzenden haben jedoch weiterhin die Möglichkeit, die personalisierten Anzeigen in den Einstellungen in der App zu deaktivieren und zurück zu generalisierten Werbeanzeigen zu wechseln. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass dies ein Großteil der Nutzer:innen nicht tun wird, da die Ankündigung einen Monat vor dem Update kommuniziert wurde, sodass viele die Ankündigung bis dahin wieder vergessen haben dürften.
Eine Ausnahme bilden Nutzer:innen in der Europäischen Union, da sie von der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geschützt sind. Die DSGVO macht einen Opt-In verpflichtend. Europäische Nutzer:innen müssen also auch in Zukunft der personalisierten Werbung bewusst zustimmen.

Durch diese Neuerung sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, die Nutzer:innen, die ihnen wichtig sind, auf kreative und bedeutsame Weise zu erreichen und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer:innen zu respektieren. Nutzenden, die sich oft Inhalte bestimmter Profile anschauen, wird in Zukunft nun also vermehrt Werbung für z.B. Marken dieser Profile angezeigt.
Quelle: adseed

Facebook Ads: Neues Anzeigenformat für Video-Streamingdienst

Mit Dynamic Ads for Streaming kündigt Facebook ein neues Anzeigenformat speziell für Marken und Unternehmen der Video-Streaming-Branche an. Mit dem neuen Anzeigenformat haben Streaming-Dienste ähnliche Möglichkeiten wie Onlineshops, die Dynamic Product Ads im Einsatz haben und können ihr gesamtes Portfolio über einen Feed der breiten Masse präsentieren.

Basierend auf gezeigten Interessen auf Facebook und Instagram bekommen Nutzer:innen über dieses neue Format für sie relevante Titel angezeigt, die auf der Streaming-Plattform zur Verfügung stehen. Werbetreibenden müssen also nicht mehr ihre Medientitel einzeln bewerben und können neue Nutzer:innen noch gezielter mit einer personalisierten Titelauswahl ansprechen.
Das neue Format ist mit Sicherheit nicht nur für die Werbetreibenden selbst sehr interessant, sondern kann auch dem Nutzenden viele Vorteile bieten. Zum einen bekommt er auf einen Blick schon einen Eindruck davon, was ihn auf der Streaming-Plattform erwartet. Zum anderen können personalisierte Anzeigen ihm bei der Auswahl helfen, da es ja mittlerweile doch ein sehr großes Angebot an Titeln aber auch an Streaming-Diensten gibt.

TikTok Ads: Neue Anzeigenformate

Bei TikTok gibt es positive Nachrichten für alle Werbetreibenden. TikTok plant seine E-Commerce Möglichkeiten weiter zu vergrößern und bietet Advertisern demnächst weitere Optionen der Bewerbung auf der Plattform. Konkret können demnächst neue Anzeigenformate geschaltet werden. Offiziell bestätigt sind diese Änderungen noch nicht, jedoch wurden unterschiedliche Pitch-Decks von TikTok an Advertiser in den USA geleakt. Demnach fokussiert sich TikTok dabei besonders auf das In-Stream Shopping und versucht dadurch sein Umsatzpotenzial zu maximieren.
Die erste neue Option sind “Collection Ads”, mit denen Marken ihre Produktkataloge und Werbevideos kombinieren können, um Nutzer:innen zu relevanten Produkten aus ihren Videos zu führen. Collection Ads ähneln den Produktlisten in Videos bei YouTube und helfen dabei, die direkte Reaktion auf die Anzeigen zu steigern.

Neben den Collection Ads möchte TikTok außerdem “Dynamic Product Ads” einführen, mit denen Nutzer:innen automatisch mit relevanten Produkten, ausgehend von ihren Aktivitäten in den Apps oder Websites, der Werbetreibenden erneut angesprochen werden können. Diese Dynamic Product Ads sind ähnlich zu den selbigen bei z.B. Facebook Advertising.

Wann genau diese beiden Anzeigenformate verfügbar sein werden ist noch unbekannt.

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