Skip to content
 

PPC News – Alle neuen Features der Social Media Plattformen auf einen Blick

Autor

Jessica Ackermann
Jessica Ackermann

Die letzten Neuerungen auf Facebook & Co. zeigen verstärkter als je zuvor den Fokus auf Shopping. Welche kreativen Lösungen Social Media Kanäle mitbringen, um das Advertising für B2C- als auch die B2B-Branchen zu revolutionieren, erfährst Du in unserem neuen PPC News Artikel.

1. Revolution des Social Commerce? In der Facebook Familie geht es bald womöglich einen entscheidenden Schritt nach vorne

Die Corona-Krise hat für jeden seine ganz eigenen Auswirkungen. Grade klein- und mittelständische Unternehmen, die bisher im E-Commerce und dabei besonders im Social Commerce noch keine oder wenige Erfahrungen gesammelt haben, können sich freuen. Am 20.05. ist die Facebook Familie einen entscheidenden Schritt nach vorne gegangen und hat Shops für Facebook und Instagram gelaunched. Grade klein- und mittelständische Unternehmen dürfte das freuen, da so mit weniger Aufwand als bisher der Online-Auftritt gestärkt werden kann.

In einem Blogpost erklärt Facebook die neuen Features:

Businesses can choose the products they want to feature from their catalog and then customize the look and feel of their shop with a cover image an accent colors that showcase their brand. This means any seller, no matter their size or budget, can bring their business online and connect with customers wherever and whenever it's convenient for them.

Facebook

Unternehmen, die bereits einen Online Shop auf Instagram betreiben, werden nach und nach freigeschaltet. Über einen Link von Facebook kommt man auf eine Shop-Builder-Plattform, auf welcher man entsprechende Anpassungen vornehmen kann oder sich mit einem der Anbieter, wie Shopify, Big Commerce, WooCommerce, ChannelAdvisor, CedCommerce, Cafe24, Tienda Nube und Freedonomics verbinden kann. Unternehmen soll es damit leichter gemacht werden, ihre Produkte auf Facebook und Instagram darzustellen. Für den User hat das hauptsächlich den Vorteil des vereinfachten Kaufprozesses.

Quelle: Facebook

Shopping direkt im Chat

Zusätzlich zu den Shops kommen neue Messaging-Optionen, welche Kunden die Möglichkeit geben, aufkommende Fragen während des Online Shoppings direkt via Messenger zu stellen. Danach soll dann die Möglichkeit bestehen, in den Messengern WhatsApp, Instagram Direct oder Facebook Messenger einen Shop zu öffnen und Produkte zu kaufen. Dabei soll eine Atmosphäre ähnliche wie im Offline Geschäft entstehen, wo Konsumenten direkt mit Verkäufern in Kontakt treten können und nach Empfehlungen fragen können. Nach dem Verkaufsgespräch werden die Kunden zur virtuellen Kasse weitergeleitet.

Marktplatz auf Instagram - Instagram Shop

Die Profile der Instagram Seiten sollen nun eine Marktplatz ähnliche Unterseite als Shop bekommen. Dieses startet vorerst ab Sommer in den USA. Über die Explorer Page sollen sich User inspirieren lassen, um von dort aus nach Produkten von bestimmten Creatorn zu suchen. Ein kompletter Shopping-Tab soll zum Ende des Jahres dann überall in der Navigationsleiste zu finden sein. Auf dem Screenshot erkennt man, dass anstelle des Herzens der neue Shopping-Tab eingefügt ist. Hinzukommen soll auch noch eine Vereinfachung des Story-Shoppings.

Live Shopping Features

Instagram stellt mit allen Änderungen das Shopping-Erlebnis für seine User in den Vordergrund. So auch die neuen Live Shopping Features. Mit diesen können in Zukunft Produkte über Videos und Live Videos angeboten werden. Mit Hilfe von Facebook Shops sollen Creator oder Businesses die Möglichkeit bekommen, Produkte direkt in ihrem Video zu taggen. Diese werden dann dem User am unteren Bildschirmrand eingeblendet, welcher bei Interesse mit einem Klick zu weiteren Informationen und dem Bestellvorgang kommt.

Social Commerce Revolution

Das Shopping Erlebnis auf Facebooks Plattformen dürfte sich in den nächsten Wochen und Monaten rasant verändern. Schon jetzt sind auf den Kanälen viele Produkte zu sehen, welche direkt über die Plattform erworben werden können. Doch mit den neuen Funktionen der Shops und der zu erwartenden Bedienungsfreundlichkeit, dürfte sich das Social Commerce nachhaltig verändern. Welche Auswirkungen das auf den „Social“-Aspekt der Plattformen hat und wie sich Brands und Unternehmen hinsichtlich dieser Änderungen positionieren, bleibt abzuwarten.

2. Facebook kauft Giphy für geschätzte 400 Millionen US$

GIPHY, a leader in visual expression and creation, is joining the Facebook company today as part of the Instagram team. GIPHY makes everyday conversations more entertaining, and so we plan to further integrate their GIF library into Instagram and our other apps so that people can find just the right way to express themselves.

Facebook

Giphy soll als eigenes Unternehmen innerhalb von Instagram weitergeführt werden, um vor allem erstmal diese Verbindung zu stärken. Bisher kam nach Schätzungen knapp die Hälfte des Traffics von Giphy ohnehin schon aus der Facebook-Familie und davon wiederum ein großer Teil von Instagram.

Was ändert sich für die User?

Hinsichtlich der Nutzung ändert sich wohl erstmal wenig. Man dürfte aber erwarten, dass bessere Integrationsmöglichkeiten in Zukunft auf die User zukommen. Facebook will es damit Usern besser ermöglichen, das beste GIF für die Story oder die Nachricht zu finden. Ansonsten soll sich für die User, insbesondere Entwickler, API-Partner oder Creator nichts ändern. Facebook will mit dem Kauf von Giphy das Potenzial hinsichtlich der Technologie und Anwendungsmöglichkeiten weiter fördern und dementsprechend Usern ein besseres Nutzerverhalten auf den Plattformen und in den Funktionen bieten.

Mehr Daten für Facebook?

Aus der Politik in den USA kam schon die erste Kritik. Dort wird kritisiert, dass Facebook keine Firmen übernehmen sollte, solange noch ältere Übernahmen untersucht werden. Facebook würde, ähnlich wie Google, nach Wegen und Möglichkeiten suchen, weitere Daten der User zu generieren.

Facebook keeps looking for even more ways to take our data. Just like Google purchased DoubleClick because of its widespread presence on the internet and ability to collect data, Facebook wants Giphy so it can collect even more data on us.

US Demokrat Josh Hawley via The Verge

Mit dem Kauf von Giphy hat Facebook nun Zugang zu vielen Daten, die über Giphy hinweg gesammelt werden. Nicht nur in der Facebook-Familie ist Giphy häufig vertreten. Auch auf Netzwerken wie Twitter oder Reddit werden häufig GIFs über die Giphy API verwendet. Über diese API weißt Facebook nun, wo und in welchem Umfang GIFs eingesetzt werden. Welchen Einfluss das konkret haben wird, ist sicherlich ungewiss.

3. Neue Instagram Story Sticker zum Support kleinerer Unternehmen

Ebenfalls zur Unterstützung von Unternehmen launcht Instagram nach und nach weitere Story Sticker. So können Restaurants über Lieferdienst-Sticker auf ihre Anbindung zu Lieferando.de aufmerksam machen und Unternehmen können den Verkauf von Gutscheinen über Partnerportale ankurbeln und dies in den Stories für ihre User markieren.

ppc-news-06.20-story-sticker
Quelle: Instagram

Mit dem Local Support Sticker können User durch ihren Content auch bewusst auf lokale Unternehmen und deren Angebote aufmerksam machen und dadurch für die Unternehmen eine viel höhere Reichweite generieren. Hiermit schafft Instagram eine schöne Möglichkeit, grade jene Unternehmen zu unterstützen, die nicht die größten Marketingbudgets einsetzen können, um Verluste in Krisenzeiten mit resultierenden Umsätzen zu kompensieren.

4. LinkedIn setzt jetzt ebenfalls auf das Story-Format

Nachdem das Story-Format von Instagram, Facebook und dem Facebook Messenger nicht mehr wegzudenken ist, zieht LinkedIn nun nach und schaltet Stories mit verschiedenen Filtern und Stickern für seine User frei. Schon wenige Wochen nach der Ankündigung konnten sich User aus Brasilien und den Niederlanden freuen und das Format auf der Business-Plattform entdecken. Angelehnt an die klassischen Stories von Snapchat, Instagram & Co., sind auch die LinkedIn-Stories für 24 Stunden verfügbar und haben eine maximale Länge von 20 Sekunden. Im Gegensatz zu Facebook und Instagram, die die Story-Funktion auch auf Desktop zulassen, gibt LinkedIn das Feature zunächst nur in der mobilen App frei. Die erstellten Stories können von Followern gesehen und geteilt werden.

ppc-news-06-20-linkedin-stories
Quelle: LinkedIn

Analog zu Facebook und Instagram können auch Unternehmensseiten Stories erstellen und teilen, so dass das Feature nicht nur individuellen Personen vorbehalten ist.

Privatsphäre wird bei LinkedIn groß geschrieben

Im Gegensatz wiederum zu Facebook, Instagram und Snapchat bietet LinkedIn für die Story Viewer mehr Kontrollmöglichkeiten. Während man bei Snapchat und Instagram den kompletten Usernamen sehen und bei Facebook zumindest die Namen der Follower sehen kann, die die eigene Story angeschaut haben, stellt LinkedIn die Möglichkeit zur Verfügung, Stories privat anzuschauen. Als Viewer hat man also die Möglichkeit zu entscheiden, ob und welche Informationen man mit dem Story-Ersteller teilen möchte.

ppc-news-06-20-linkedin-stories-privatsphäre-01
Quelle: Twitter
Quelle: onlinemarketing.de

Aktuell bleibt es noch abzuwarten, ob das Feature noch weiter ausgerollt wird, wovon auszugehen ist. Soweit sich LinkedIn Stories etabliert haben, kann man davon ausgehen, dass diese künftig auch als spannende Werbeplatzierung zur Verfügung stehen.

5. Snapchat bietet neue Premium-Anzeigenplatzierung an

Neben den klassischen Anzeigenplatzierungen zwischen angeschauten Snaps und Stories gibt es schon seit längerem das Format der Commercials, die innerhalb von Snap Original Shows angezeigt werden. Die Besonderheit bei den Commercials ist, dass diese in den ersten 6 Sekunden nicht übersprungen werden können. Mit dem Kauf der First-Commercial Platzierung können Advertiser 24 Stunden lang alle User erreichen, die für den Tag zum ersten Mal in ein Snap Original hineinschauen. Der Vorteil ist die hohe Reichweite, denn Snapchat selbst gibt an, monatlich mit den Shows mehr als 10 Millionen Zuschauer zu erreichen. Bislang sind First Commercials nur in den USA verfügbar und lassen sich nur über den direkten Kontakt mit dem Snapchat Sales Team buchen. Allerdings wurde bereits angekündigt, dass die Platzierung künftig programmatisch buchbar sein soll.

Kleine Zusatzhilfe: Das Vertical Video Conversion Tool

Während die First Commercials eine spannende Erweiterung der Präsenz für Unternehmen mit höheren Budgets darstellen, lässt Snapchat die Unternehmen mit geringerer Marketingkraft nicht im Stich und launcht das Vertical Video Conversion Tool.

ppc-news-06-20-snapchat-vertical-video-conversion-tool
Quelle: Snapchat

Inzwischen dürfte es kein Geheimnis mehr sein, dass das Creative und das richtige Format, gerade auf Social Media Plattformen, einer der wichtigsten Hebel für den Kampagnenerfolg ist. Obwohl Facebook, Instagram, YouTube und viele andere Social Media Kanäle wie eben Snapchat schon lange verstärkt auf Vertical Videos gehen, werden dennoch viele ansprechende Videos der Einfachheit halber im Querformat produziert.

Hier greift das neu gelaunchte Tool von Snapchat, in dem mit verschiedenen Templates aus einem horizontale Video ein ansprechendes vertikales Video erstellt werden kann. So steht dem Kampagnenerfolg auf Snapchat nichts mehr im Wege!

6. Pinterests neueste Features für mehr Performance

Wie wir in unserem Webinar von MSO Digital TV schon gezeigt haben, bietet Pinterest einen hohen Mehrwert im Marketing-Mix durch die spannende Verknüpfung von Suchmaschine und sozialem Netzwerk und die verschiedenen Möglichkeiten zur Anzeigen- und Unternehmensdarstellung. In den letzten Monaten setzt Pinterest verstärkt auf Shopping-Strukturen und launcht immer wieder neue Features, so dass Advertiser ihre Produkte auf Pinterest mit allen wichtigen Informationen wie Preis und Produktlink vertaggen können.

Eine übergreifende Darstellung von Shopping Tabs und Shops ermöglicht es Advertisern, eine hohe Reichweite von Nutzern mit ihren getaggten Produkten erreichen zu können – auch als organisches Listing zu Suchanfragen oder anhand der Interessen von Nutzern an ähnlichen Produkten. Die Einbindung von Produkten zum Tagging wurde zudem deutlich erweitert, sodass auch kleinere Unternehmen in Deutschland das zuvor sehr privilegierte Feature nutzen können. Außerdem vereinfacht die im Mai gelaunchte Verknüpfung zwischen Shopify und Pinterest die Einrichtung von Produktkatalogen vieler Online-Shops, um Shopping-Pins erstellen zu können.

ppc-news-06-20-pinterest-features
Quelle: Pinterest

Das neueste Feature spricht insbesondere Fashion-Influencer und -Publisher an und bietet die Möglichkeit, Shopping-Pins in einer Liste zusammenzufassen und Nutzern im Search-Tab zu präsentieren. Mit diesen Shopping Spotlights können Pinner somit nochmals zum Kauf der neuesten Fashion-Styles inspiriert werden.

7. IGTV - Just for fun oder monetarisierst Du schon?

Was zunächst noch als Sorgenkind galt, hat sich inzwischen zu einem Volltreffer entwickelt: IGTV ist von der Plattform Instagram nicht mehr wegzudenken. Ob Tipps & Tricks zu verschiedenen Themen, zur Belustigung angedachte Sessions oder Ansprache ernster Themen. Die inzwischen sehr bunte Vielfalt von Inhalten wird von den Nutzern dankend angenommen. Instagram möchte daher nun die Creator belohnen, die sich auf IGTV eine hohe Reichweite erkämpft haben und bietet erstmalig eine Monetarisierungsoption an.

Etwa 200 Creator in den USA haben nun die Möglichkeit, in ihren IGTV-Channels Video Ads einbinden zu lassen. Ob die 15-sekündigen Video Ads skippable sind oder nicht, ist noch nicht in Stein gemeißelt. Laut Instagram werden in der Testphase verschiedene Anzeigenformate eingebunden, um das bestmögliche Erlebnis für Creator, Viewer und Advertiser zu finden.

8. Mehr Retargeting Möglichkeiten auf LinkedIn

Auch der B2B-Sektor darf sich freuen, denn LinkedIn erweitert Retargeting-Optionen um spannende Möglichkeiten. Ähnlich wie bei Facebook ist es nun möglich, User erneut mit Ads anzusprechen, die sich 25 %, 50 %, 75 % oder 100 % eines Videos angeschaut haben. Außerdem lassen sich Retargeting-Listen von Usern bilden, die mit einer Lead Gen Form auf LinkedIn interagiert haben, zum Beispiel durch das Öffnen oder Absenden des Formulars.

Mit diesen Möglichkeiten lässt sich eine besonders interessierte und interaktive Zielgruppe auf LinkedIn nochmal verstärkt mit Werbebotschaften ansprechen, was sich in einer etwa 2- bis 3-fachen CTR niederschlägt. Ein besonders schöner Vorteil dieser Retargeting-Optionen ist die Loslösung von der Website. Wer also Retargeting auf LinkedIn betreiben möchte, ohne einen Trackingcode auf der Website zu verbauen, kann das mit Hilfe der neuen Features gut umgehen.

Neben den neuen Audience-Features hat LinkedIn zudem sein Audience Network ausgebaut. Das Audience Network beinhaltet Webseiten und Apps, die Werbeplatzierungen außerhalb der LinkedIn-Plattform anbieten. Durch die Erweiterung des Audience Networks um weitere Publisher wie Flipboard, Microsoft News und MSN.com lässt sich die Reichweite von Werbekampagnen um 25 % erhöhen. Laut LinkedIn lassen sich durch diese Erweiterung außerdem bis zu 9-mal mehr Touchpoints im Monat von aktiven LinkedIn Usern erreichen.

9. Off-Topic: Google verschenkt Werbeguthaben an Advertiser

Wie Google bereits zuvor angekündigt hatte (wir berichteten), können sich KMUs nun richtig freuen, wenn sie in ihr Google Ads-Konto schauen. Das Werbeguthaben in Form von Gutscheinen wurde automatisch den Konten von Advertisern hinterlegt und kann für künftige Werbeausgaben bis Ende 2020 gegengerechnet werden. Insgesamt 340 Mio. $ Werbeguthaben hat Google somit weltweit ausgeschüttet und bedankt sich damit bei den Advertisern, die 2019 mind. 10 Monate lang und im Januar oder Februar 2020 Werbung über Google Ads geschaltet haben.

Laut Google ist die Höhe des Werbeguthabens abhängig vom Rechnungsland, der Währung des Google Ads-Kontos und der bisherigen Werbeausgaben. Der maximale Betrag liegt bei 1.000 $. In unserem Verwaltungskonto konnten wir Beträge zwischen 80 € und 710 € festmachen, wobei sich die Höhe des Betrages nur zum Teil an den vergangen Werbeausgaben richtet. In manchen Fällen wiederum, lässt sich der Gutscheinbetrag im Vergleich zu anderen Werbekonten nicht ganz nachvollziehen. Dennoch bleibt es eine schöne Geste – ob wirklich vollkommen uneigennützig oder nicht.

Empfohlene Beiträge

Noch kein Kommentar, Füge deine Stimme unten hinzu!


Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.