Google AMP – Werbebuchungen im DFP anlegen und steuern

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Kategorie: Yield Management

Zu Google AMP Thematik wurde bereits im letzten Jahr ein Blogpost veröffentlicht. AMP wurde seither ständig weiterentwickelt und erhielt in den letzten Monaten nochmals eine neue Dynamik. Neben der Einführung von AMP Ads (eine beschleunigte Variante von Anzeigen, momentan für AMP optimiert) wurde die Auslieferung der Inhalte nochmals beschleunigt.

Google hat Ende August das Feature „Fast Fetch“ aktiviert. Damit wird die Anzeigenanfrage für alle Anzeigenblöcke frühestmöglich bei dem Aufruf einer Seite gestartet und das Rendering der Anzeigen erst dann initialisiert, kurz bevor der Nutzer diese ansteuert. Anzeigenanfrage und Anzeigenausspielung werden damit separiert und beschleunigt, was die „Viewability“ auf der Seite erhöht.

„Fast Fetch“ erlaubt einen nahezu gleichzeitigen Seitenaufbau und Anzeigenauslieferung über den Ad Server.

Google Fast Fetch

Google Fast Fetch, Quelle: Google

Auf der Google I/O 2017 hat Google zudem angekündigt, zukünftig weitere AMP Features in den DFP einfließen zu lassen. So sollen in den nächsten Monaten AMP Ads über den DFP als Custom Creatives geschaltet werden können. Aktuell ist dieses Feature geplant, aber derzeit noch nicht verfügbar.

AMP Custom Creative

AMP Custom Creative im Doubleclick For Publishers, Quekke: Google

Seit kurzer Zeit kann man AMP Tags nun direkt im DFP erstellen. Zuvor musste man einige Änderungen und Einstellungen noch manuell für das/den Ad Tag vornehmen.

Hinweis: Diese neue Funktion im DFP ist noch im Beta-Status und sollte daher genau beobachtet werden.

Wie lege ich eine AMP Anzeige im Doubleclick For Publishers/DFP an?

Für die Einrichtung der Aufträge und Werbebuchungen sollten die Anzeigenblöcke im DFP für AMP neu angelegt und benannt werden, damit das Targeting und Reporting besser getrennt werden können.

Anschließend legt man eine Werbebuchung im DFP an. Hier ein Beispiel für eine Werbebuchung im DFP:

DFP Testwerbebuchung für AMP

DFP Testwerbebuchung für AMP

DFP Testwerbebuchung für AMP

In unserem Beispiel ist der DFP mit der Ad Exchange der MSO Digital verknüpft.
Neben der genauen Bezeichnung der Werbebuchung haben wir das Medium Rectangle (300×250) für die Werbebuchung ausgewählt. Wir sehen in diesem Fall von Multisizing, der Option mehrere Anzeigengrößen auf einem Anzeigenblock zuzulassen und so den Konkurrenzdruck zu erhöhen, ab. Zudem kann man derzeit nur fest definierte, statische Größen oder native Anzeigen mit statischen Größen über AMP ausspielen und somit keine responsiven Anzeigen.

Als Anzeigenprovider ist die Ad Exchange ausgewählt. Im Targeting haben wir den AMP_MR1 Anzeigenblock ausgewählt, der zuvor angelegt wurde. Weitere Einstellungen nehmen wir im „Targeting“ Bereich des DFP nicht vor, da dieser Anzeigenblock exklusiv für die AMP Reichweite vorgesehen ist. Speziellere Einstellungen über Schüssel/Wertpaare oder Gerätekategorien sind somit nicht notwendig. Anschließend generieren wir das Creative für die Buchung. Das Anlegen der Werbebuchung im DFP ist damit abgeschlossen.

Generieren des AMP Ad Tags im DFP

Nun kann man im DFP den Ad Tag für AMP erstellen. Dazu geht man zunächst in die Sektion “Inventar”, anschließend klickt man auf “Anzeigenblöcke”und auf den Punkt “Tags” erstellen:

AMP Anzeigenblock

Hier sucht man sich nun den entsprechenden AMP Anzeigenblock:

AMP Anzeigenblock

Anschließend erhält man ein Dropdown Menü, in dem man nun neben dem „Google Publisher Tag“ und „Mobile Ads Tag“ auch den „Accelerated Mobile Pages-Tag“ auswählen kann:

Erzeugter AMP-Tag

Im zweiten Schritt erhält man folgende Optionen zur Auswahl:

AMP Tagoptionen

Validierung unterschiedlicher Größen

Hat eine AMP – Anzeige mehrere Größen, dürfen die nachfolgenden Größen nicht um ⅔ kleiner sein als die ursprünglich definierte Hauptgröße, wie im nachfolgenden Bild dargestellt.

Die Hauptgröße ist 700×90. Die nachfolgenden Größen sind kleiner (700×60 und 500×60) und sind damit immer noch über dem Limit von ⅔ der Primärgröße.

Beispiel mit und ohne "Multi-Size-Request"

Beispiel mit und ohne „Multi-Size-Request“, Quelle: Github

AMP-Platzhalter einschließen

Diese Option ermöglicht, einen Code für einen Platzhalter und ein Fallback einzufügen. Falls die Position nicht mit einem Werbemittel gefüllt wird, aktiviert sich dann ein vorher definiertes Fallback oder der Platzhalter und generiert eine Anzeige.

Klassifizierung als Inhalte für Kinder (TFCD)

Der generierte Code stellt sicher, dass das US – Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern, kurz COPPA, eingehalten wird. Teile einer Webseite oder die gesamte Webseite können damit klassifiziert werden. Wird dieser Tag gesetzt, werden Remarketing – Anzeigen und interessenbezogene Werbung für die Inhalte einer Seite deaktiviert.

Nachdem die gewünschten Optionen ausgewählt wurden auf weiter klicken und man erhält folgenden generierten Code:

Generierter AMP HTML-Tag

Der obere Teil (Dokumentenkopfzeile) spiegelt deneines AMP Setups wieder. Wir kopieren uns jetzt lediglich den generierten AMP Anzeigenblock und tragen ihn in denAbschnitt der AMP Seite ein, in dem die Anzeige erscheinen soll. Weitere manuelle Anpassungen des Ad Codes, wie sie zuvor erforderlich waren, entfallen jetzt.

Damit ist das Setup abgeschlossen. Sobald man den Code auf der Webseite eingepflegt – und im DFP die AMP Buchung freigegeben ist, kann die Auslieferung beginnen.

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