Inline Ads – eine neue Werbeform für das mobile Internet kann getestet werden

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Kategorie: Yield Management

Spätestens mit dem Aufkommen des Smartphones und der massenweisen Durchdringung des Marktes mit neuen, leistungsfähigen Modellen kommt der traditionelle Onlinewerbemarkt, zuvor klar dominiert von den Desktops, massiv in Bewegung.

“Mobile first” ist seit der immer stärkeren Nutzung von Smartphones und Tablets das Gebot der Stunde im Netz. Webseiten, die nicht auf mobile Endgeräte ausgerichtet sind werden nicht nur durch die Nutzer abgestraft, die schnelle Ergebnisse wünschen und oft nach wenigen Sekunden abspringen, sondern auch von Suchmaschinen. So unternimmt Google derzeit einiges (wie z.B. die Hervorhebung ‘mobile friendly’ in der Suche oder das AMP-Projekt), damit Webseiten besser auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtet werden und Webseiten schneller laden.

Vor allem im Bereich mobiler Onlinewerbung testet Google immer wieder neue Formate und Ansätze, um einer gewissen “Werbemüdigkeit” bzw. Gewohnheit bei den bereits etablierten Werbeformen entgegenzuwirken. So ist man darum bemüht, bessere und wirkungsvollere Werbemittel zu finden. Sie sollen die Usability der mobilen Webseite nicht zu stark behindern, gleichzeitig einen Mehrwert für den Nutzer bieten und zudem eine bessere Sichtbarkeit für den Werbenden gewährleisten.

Dazu hat Google im Juni den Start von experimentellen Projekten, den „AdSense Labs“, angekündigt. Die AdSense Labs dienen dazu, neue Werbeansätze als „Beta Funktionen“ in AdSense zu testen. Diese sind ganz klar experimentell ausgelegt. Die neuen Funktionen dienen zunächst primär dazu, die Ansätze und Werbeformen zu testen, einen Einblick auf die Performance zu erhalten und diese ersten Bewertungen zu unterziehen. So erhofft sich Google auch ein Feedback von den Testern zu den neuen Anzeigenformaten, um die Projekte weiter zu verbessern.

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"Always Beta" - Gut zu wissen

Da es sich um Testversionen handelt, wird es wahrscheinlich im weiteren Entwicklungsverlauf der Labs Änderungen geben. So können die Funktionalitäten angepasst oder ein Lab komplett eingestellt werden. Zudem übernimmt Google keine Garantie über die Höhe der Monetarisierung und kann keine Aussage über die Leistung eines Labs geben.

Eine Nutzung der Labs hat generell keinen Einfluss auf den Status des AdSense-Kontos und die Nutzung ist freiwillig. Hat man sich für einen Test entschieden und möchte doch nach einer Zeit diesen wieder einstellen, kann man zu jedem Zeitpunkt die Labs deaktivieren, ohne weitere Folgen.

Wo finde ich die Adsense Labs?

Die Adsense Labs findet man nach dem Login im AdSense Konto. Anschließend klickt man im Menü auf den Punkt Optimierung (oben rechts im Menü). Auf der linken Menüleiste sollte das Subtab „Labs“ erscheinen. Unter „Verfügbare Labs“ werden dann die Labs für deine Seite angezeigt (siehe nachfolgender Screenshot).

Screenshot Beispiel: AdSense Labs mit Lab "Weniger Anzeigen" - MSO Digital

Screenshot Beispiel: AdSense Labs mit Lab „Weniger Anzeigen“ – MSO Digital

Wichtig: Es ist möglich, dass nur ein oder mitunter keines der Labs angezeigt werden. Google zeigt nur dann Labs an, wenn sich die Seite für den Test eines Labs aus Googles Perspektive eignet bzw. diese Labs zu der Webseite passen. Da wir es hier noch mit „Beta Features“ zu tun haben, sind sie nicht für den großen, generellen Rollout gedacht und stehen somit auch nicht allen Publishern zur Verfügung.

Zum Start des AdSense Labs beginnt Google mit den Labs „Show fewer Ads“ (dt. „zeige weniger Anzeigen“) und den „Inline Ads“. In diesem Post konzentrieren wir uns auf die „Inline Ads“.

Was sind Inline Ads eigentlich?

Inline Ads sind Banneranzeigen für die Ausspielung im mobilen Bereich, d.h. für Smartphones, Tablets und andere mobile Endgeräte. Neu ist, dass diese Anzeigen im Format 320×100 vollautomatisch von Google auf der mobilen Webseite eingespielt werden, sobald der Nutzer auf der Webseite nach unten scrollt.

Laut dem Blogeintrag von Emma Burrows, Software Engineer bei Google, muss man mit diesem neuen Ad Format nicht weiter den Code zur dynamischen Platzierung auf deiner Webseite programmieren. Somit ist es nicht notwendig, für die Platzierung eine genaue Position festzulegen. Ebenfalls eine Besonderheit ist, dass Anzeigen nur dann eingeblendet werden, wenn der durchschnittliche eCPM des Inline Ads deutlich über den erwartenden eCPM deiner Webseite liegt. D.h. das Inline Ad muss eine höhere CPM ausweisen, als der Rest der Anzeigen auf der Webseite – erst dann wird die Anzeige vollautomatisch von Google ausgespielt. Die Anzeigen werden jedoch zunächst nur für einen kleinen Kreis der Besucher ausgeliefert werden.

Wie aktiviert und nutzt man die Inline Ads?

Nach Aktivierung des Labs im Adsense Konto generiert man den Code für die Inline Ads. Das Codesnippet sollte anschließend so aussehen:

See the Pen Inline Ads by MSO Digital (@msodigital) on CodePen.

Wichtig: Der Adx_or_AFC_property_code muss durch dein AdSense oder dem Ad Exchange property code (auch Adx ID genannt) ersetzt werden. Gleiches gilt für die channel_id, wenn du planst, die Entwicklung des neuen Formates auf deiner mobilen Webseite zu verfolgen und dafür Abfragen einrichten willst. Die zehnstellige Channel ID für den den neuen Channel erhältst du von deinem AD Exchange Account Manager.

Anschließend kopierst du den Code in den <head>-Bereich jeder Webseite ein und speichert ihn dort ab. Danach sind die Inline Ads aktiviert.

Zu beachten: Da Inline Anzeigen zu den Anzeigen auf Seitenebene zählen, muss der Anzeigencode ebenfalls auf Webseitenebene verfügbar sein – man muss also die Anzeigen einmal pro Seite auf der Seitenebene einrichten.

Was sind die möglichen Vorteile für einen Publisher?

Zunächst kann man positiv hervorheben, dass mit der einmaligen Einbettung des Code Snippets auf der Webseite dem Publisher weitere Arbeit erspart bleibt. Zudem werden die Inline Ads sorgsam eingesetzt, so dass man keine Bedenken haben muss, dass Nutzer mit unnötig vielen Werbebannern konfrontiert werden. Vor allem die Aussicht, eine über dem Durchschnitt liegende CPM zu erreichen und damit eine bessere Monetarisierung der mobilen Webseite für Publisher scheint vielversprechend. So hat Google nach eigenen Angaben bei Tests herausgefunden, dass Publisher mit Inline Ads durchaus Ertragssteigerungen verzeichnen konnten.

Letztendlich kann man nicht viel verlieren und erhält, neben der Möglichkeit höhere Erlöse zu generieren, einen Einblick in mögliche zukünftige Entwicklungen der Online-Werbung.

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