Lokales Marketing – in 6 Schritten zu mehr Aufträgen

Kategorie: Lokales Online Marketing

Online Marketing ist nur etwas für große Marken? Für die global Player mit dickem Budget? Falsch gedacht. Denn auch für lokale Anbieter mit kleinerem Budget hält der Onlinebereich eine Vielzahl an lukrativen Chancen bereit. Erfahre in diesem Artikel, wie du dein lokales Marketing modernisiert und mit einfachen Strategien mehr Kunden gewinnst.

Deine Website ist dein bester Vertrieb. Sie arbeitet 24 Stunden am Tag, macht niemals Urlaub und kostet auch noch deutlich weniger als ein menschlicher Vertrieb. Sie effizient zu unterstützen, kann dir lukrative Aufträge bringen. Mit nur 6 einfachen Schritten kannst du mehr Interessenten erreichen und neue Kunden gewinnen.

  1. Wähle die richtigen Kanäle
  2. Höre auf deine Kunden
  3. Sei mobil
  4. Nutze lokales Advertising
  5. Sei konsistent
  6. Kontrolliere deinen Erfolg
  7. Fazit

1. Wähle die richtigen Kanäle

Eine optimale Marketingstrategie bespielt die diversen Marketingkanäle mit optimal angepassten Inhalten. Das gilt auch für lokales Marketing. Das bedeutet viel Arbeit – alleine mit den sozialen Kanälen übersteigt dies oft das Maß, das lokale Anbieter neben ihrem Tagesgeschäft kontrollieren können. Schon mit den größeren Anbietern Facebook, Twitter, Instagram und YouTube ergeben sich vier gänzlich verschiedene Anforderungen – Text, Bild oder die Kombination aus beiden, sowie zusätzlich die Herausforderung, Bewegtbildmaterial zu produzieren.
Kommen dazu noch Pinterest, Snapchat, XING und LinkedIn sind Inhalte nur mit viel Aufwand zusammenstellbar. Additiv müssen auch die eigene Website, Branchen- oder Telefonbücher und weitere Fachportale gepflegt werden.

Konzentriere dich anfangs daher auf wenige Kanäle und gestalte diese so effizient wie möglich. Die eigene Website sollte immer mit hoher Priorität gepflegt werden, da sie das wichtigste Aushängeschild deines Unternehmens ist.
Bei den sozialen Kanälen gestaltet sich die Auswahl schwieriger. Stelle dir daher die Frage, wo deine Kunden aktiv sind – oder frage diese einfach danach. Facebook scheint häufig die nächstliegende Möglichkeit zu sein; gerade im B2B-Sektor lohnt sich aber auch ein Blick auf Portale wie XING und LinkedIn.

Wähle für den Anfang höchstens zwei verschiedene soziale Medien aus und erweitere diese fortlaufend. Wichtig sind aktuelle Inhalte, keine Plattform mit Firmenprofil darf alte Informationen enthalten oder seit mehr als einem Monat nicht gepflegt worden sein.

1.1. Branchen- und Telefonbücher

Du benutzt heute noch bezahlte Einträge in Branchen- oder Telefonbüchern? Wenn du diese Frage mit “Ja” beantworten solltest, kündige so schnell wie möglich alle kostenpflichtigen Einträge. Kostenlose Einträge solltest du hingegen weiterführen, sie bieten dir zusätzliche Kontaktpunkte zu deiner Zielgruppe und sind als Links auf deine Website auch aus der Suchmaschinenoptimierungs-Sicht sinnvoll. Bezahlte Online-Branchenbuch- oder Telefonbucheinträge bieten dir hingegen keine oder nur sehr geringe Kontrollmöglichkeiten, welchen Nutzen du aus den Profilen ziehst – zuverlässige Statistiken sind meist nicht vorhanden. Vermeide solche Plattformen!

1.2. Fachportale

Die gute Netzwerkarbeit in Foren und Fachportalen bietet im lokalen Marketing sowohl für dich wie auch für deine Kunden Vorteile. Es gibt für jede Branche entsprechende Portale zum Austausch untereinander, was für dich den Vorteil von mehr Visibilität im Markt und höherer Profilierung bietet. Auch zusätzliche Aufträge können hier entstehen.
Der Vorteil für deinen Kunden ergibt sich aus der guten Vernetzung mit anderen Händlern und Dienstleistern, so kannst du auch ausgefallene Wünsche und Spezialanforderungen zuverlässig erfüllen. Doch Achtung, eine gute Präsenz in Foren bedarf Zeit und sollte von der Menge an Arbeit nicht unterschätzt werden.

1.3. Lokale Suchmaschinen

Interessant werden in Zukunft Suchmaschinen, die sich auf das lokale Geschäft konzentrieren – etwa das Startup Locafox aus Berlin. Locafox listet Produkte lokaler Anbieter inklusive dem Preis; der Konsument bekommt bei der Suche damit nicht nur den günstigsten Anbieter, sondern auch direkt die Entfernung zum Händler angezeigt. Der Verkauf erfolgt nicht online, sondern direkt bei dir im Laden.
Leider sind auch einige Nachteile zu nennen: Zuerst ist ein digitales Warenwirtschaftssystem erforderlich. Warenbestände müssen in Echtzeit aufrufbar und übertragbar sein, um die verfügbaren Artikel anzuzeigen. Gleichzeitig finanziert sich Locafox über eine Provision, die Marge pro verkauftem Artikel sinkt leicht. Außerdem besitzt Locafox noch keine hohe Verbreitung im Markt – in Osnabrück sind zum Beispiel lediglich ein Reifen- und ein Elektronikanbieter gelistet. Die Bekanntheit des Portals bei der breiten Masse ist dementsprechend eher gering.

2. Höre auf deine Kunden

Du fragst dich, woher du die interessanten Inhalte für lokales Marketing auf Website, Blogs oder sozialen Medien erhalten sollst? Die Antwort: Höre auf deine Kunden!
Wiederkehrende Fragen sind eine hervorragende Möglichkeit, diese einmal anschaulich zu beantworten und damit einen echten Mehrwert für die Leser zu bieten.
Gleichzeitig musst du bei Kommentaren und Nachrichten blitzschnell reagieren können – schaffe hierzu die passenden Prozesse. Wird eine Frage über ein Kontaktformular, in einem Kommentar oder per direkter Nachricht gestellt? Je schneller du antwortest, desto professioneller der Eindruck.
Das gilt auch für Kritik jeder Art – reagierst du sachlich, bist du deiner Konkurrenz schon ein Stück voraus.

3. Sei mobil

Im Bus, im Zug, auf dem Sofa: Unser Leben spielt sich auf mobilen Endgeräten ab. Im Jahr 2015 nutzen in Deutschland 24% aller Einwohner drei oder mehr verschiedene Geräte, um sich im Internet zu informieren. Im Vergleich zum Jahr 2012 ist dies ein Anstieg um 21%.

Mehr als 40% der Millenials haben sich vor ihrem letzten Kauf auf einem Smartphone informiertQuelle: Consumer Barometer 2015, Think with Google, Grafik: MSO Digital

Diesen Trend erkennt vor allem Google selbst. Websites ohne mobile Optimierung werden in den Suchergebnissen abgestraft – denn die Nutzer wollen optimierte Websites sehen. Schon mal eine Website mit zwei Fingern zoomen müssen? Unpraktisch.

Biete deshalb deinen Interessenten auch im lokalen Bereich eine optimale Nutzungserfahrung und lasse sie auch unterwegs gerne auf deiner Seite stöbern. Selbst wenn die Nutzer hinterher das Produkt im Laden kaufen wollen, so wird vorher im Internet nach Informationen zum Produkt geschaut. Die unterschiedlichen Möglichkeiten mobiler Websites fasst Google im Whitepaper “Websites für den Multiscreen-User” zusammen.

4. Nutze lokales Advertising

Die wenigsten lokalen Händler nutzen Online-Advertising für ihr lokales Marketing – und lassen sich damit eine große Chance entgehen. Lokalisierte Keywords sind häufig wenig umkämpft und damit auch deutlich günstiger als die überregionalen Pendants.
Die Möglichkeiten sind im Online-Advertising so groß wie die Anzahl an möglichen Kanälen im Marketing, die interessantesten möchten wir dir kurz vorstellen.

Das aktuell größte Werbenetzwerk bietet Google. Hier können nicht nur Werbebanner geschaltet werden, die ersten drei Ergebnisse bei jeder Suche können zudem als Anzeige gestaltet werden. Das zugehörige Produkt nennt sich Google AdWords.
Du bietest bei Google AdWords in Echtzeit auf bestimmte Keywords, z.B. “Gärtner”. Bietest du die höchste Summe pro Klick wird deine Anzeige auf Platz 1 ausgespielt. Du bezahlst dabei nur bei einem Klick, Streuverluste werden minimiert.
Großartig ist die Option, Geotargeting für Anzeigen zu nutzen. Somit werden die Anzeigen nur Personen innerhalb eines bestimmten Umkreises um einen Punkt angezeigt, beispielsweise 10 Kilometer rund um dein Geschäft. Ein Tipp: Gerade bei dieser Art Anzeigen lohnt sich die Erweiterung des Keywords um einen Ort, z.B. “Gärtner Osnabrück”. Die Kombination aus mehreren Keywords wird als Longtail bezeichnet, gerade die Orte bieten hier, wie anfangs erwähnt, wenig Konkurrenz und somit niedrigere Klickpreise.

Ähnlich wie bei Google können auch auf Facebook Anzeigen geschaltet werden. Durch die umfassenden Informationen, die Facebook über seine Nutzer sammelt, kann man hier besonders gut nach bestimmten Interessen oder Karrierestand steuern. Da Instagram ebenfalls zu Facebook gehört, lassen sich Anzeigen auch auf beiden Plattformen gleichzeitig schalten und somit die Zielgruppe um ein statistisch jüngeres Publikum erweitern.

Twitter und Facebook bieten zudem Lead-Kampagnen an. Ein Nutzer kann bei dieser Anzeigenform seine E-Mail-Adresse hinterlegen und erhält im Gegenzug etwas von dir – beispielsweise ein PDF mit näheren Infos zu einem Produkt oder einen wissenswerten Artikel. Die so gewonnene Mailadresse lässt sich beispielsweise für Newsletter nutzen (Vorsicht: Double-Opt-In beachten).

Die Business-Plattformen XING und LinkedIn sind bisher noch zurückhaltend, was die Werbeausspielung angeht. Die Möglichkeiten sind deutlich begrenzter, ein Geotargeting ist nicht möglich. Passt die Zielgruppe jedoch besonders gut, sind beide Plattformen unter Umständen erfolgreicher als Facebook oder Google.

Für alle Plattformen werden Kampagnen budgetbasiert angelegt. Das bedeutet, wenn das tägliche Budget aufgebraucht ist, werden keinerlei Anzeigen mehr ausgespielt – du behälst die vollständige Kostenkontrolle.

MSO Digital bietet ein speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen zugeschnittenes Paket für eine optimale Präsenz an. Unter dem Namen Direct Lead wird Budget im Suchmaschinenmarketing mit einer kontaktoptimierten Landingpage kombiniert, welche perfekt auf deine Anzeigen und deine Angebote zugeschnitten ist. Trackingmaßnahmen wie Conversion- und Telefontracking kontrollieren den Erfolg der Kampagne. Mehr Informationen zu Direct Lead findest du auf www.directlead.de

5. Sei konsistent

Eine eigene Homepage, mehrere soziale Kanäle, zusätzliche Einträge in Branchenverzeichnissen – nichts ist jetzt gefährlicher als eine inkonsistente Pflege der Daten. Was banal klingt, kann für den Kunden zu einem großen Ärgernis werden: Unterschiedliche Telefonnummern, Anschriften oder Öffnungszeiten führen zu Verwirrung und damit zum Verlust des potenziellen Kunden.
Checke deshalb alle paar Wochen auf allen Plattformen, ob die Daten noch aktuell sind und bessere gegebenenfalls nach.

6. Kontrolliere deinen Erfolg

“Sei immer kritisch”, so könnte dieser letzte Absatz wohl auch lauten. Vertraue keinem Marketingkanal, den du nicht messen kannst.
Zur Messung deiner Website lohnt sich Google Analytics. Die Funktionen sind sehr umfangreich, nach kurzer Eingewöhnung ist die Bedienung intuitiv und du bekommst Google Analytics kostenlos. Wer Sorgen vor mangelndem Datenschutz hat, den beruhigen wir an dieser Stelle und verweisen auf unseren Blogartikel zum Datenschutz mit Google Analytics. Soviel vorweg: Der Einsatz ist vollkommen konform mit allen deutschen und Internationalen Gesetzen möglich und einfach umzusetzen.

Mit Google Analytics kannst du nicht nur messen, wieviele Interessenten deine Website besuchen. Du kannst darüber hinaus nachvollziehen, welche Seiten sie in welcher Reihenfolge besuchen, woher sie stammen (direkt, von Google oder Facebook, von Advertising-Kampagnen…) und auch, über welche externen Links sie die Seite wieder verlassen.
Das hat zwei Vorteile: Auf der einen Seite kannst du den Erfolg deiner Kanäle (Social Media & Advertising) messbar gestalten. Und mit konfiguriertem Conversion Tracking erkennst du zudem, welcher Kanal für welche Anfragen verantwortlich ist. Gleichzeitig erkennst du aber auch, welche Inhalte auf deiner Website gefragt sind und kannst basierend darauf weitere Inhalte planen.

Fazit

6 Schritte – mehr bedarf es nicht für ein effizientes lokales Marketing. 6 Schritte, die dir zu mehr Kunden und Aufträgen verhelfen. Starte noch heute und werde online erfolgreich!
Du möchtest gerne professionelle Beratung, einen geschulten Blick über deine Aktivitäten? Dann kontaktiere uns und wir optimieren gemeinsam deinen Onlineerfolg!