PPC NEWS – Neueste Google Updates & wissenswertes für den Ads-Alltag

Kategorie: Online Marketing

Google arbeitet weiterhin an Produktlösungen, um in der aktuellen Situation insbesondere kleinere Unternehmen im Umgang mit Google Ads zu unterstützen. Hier gab es kürzlich zwei Produkt Updates, die den einen oder anderen Marketer durchaus erfreuen werden und die Möglichkeit bieten, Neues zu testen. Auch drei kleine Good to knows im täglichen Umgang mit Google Ads erleichtern zukünftig das daily doing. Diese möchten wir Dir nicht vorenthalten.

Inhalt

  1. Der Video Builder – Erstellung von Video Ads
  2. Free Shopping Listings in den USA
  3. Synchronisierungsspalten im Google Ads Interface 
  4. Conversion-Delay als grafischer Hinweis
  5. Neues Google Tool: Wachsende Retail Trends aus der Suche

1. Der Video Builder – Erstellung von Video Ads

Google hat Anfang des Jahres ein neues Tool ausgerollt, um einfach eigenen Video Content zu erstellen. Der sogenannte Video Builder befindet sich in der Beta-Phase und ist ein kostenloses Tool zur Produktion von Video Ads durch Zusammenschneiden aus Bildern und einer Marketing Message.

You can choose from a variety of layouts based on your message and goals, customize colors and font and quickly generate a short YouTube video. – Google

Video Ads sind grundsätzlich ein beliebtes Ad-Format, um schnell die Aufmerksamkeit der Nutzer zu generieren. Der Video Builder soll die Kommunikation der Werbetreibenden zum Kunden, insbesondere in Corona-Zeiten erleichtern. Bei guter Umsetzung können bestehende Kundenbindungen einfacher aufrecht erhalten und Neukunden leichter akquiriert werden.

Der Fokus bei der Nutzung des Video Builders liegt bei kleineren Unternehmen, welche meist keine eigenen Ressourcen zur Produktion von Video Content haben. Hiermit wird eine kostenlose und effiziente Möglichkeit geboten, ohne großen Aufwand in die Videowerbung einzusteigen. Aber auch Unternehmen, die bereits eigenen Video Content haben, können das Tool nutzen, um mit neuen Inhalten zu experimentieren. Bei Erfolg kann mit diesen Ads langfristig eine Strategie aufgebaut werden.

Die Voraussetzung zur Nutzung der frei verfügbaren Beta, sind ein eigener GoogleMail Account und ein Youtube Channel bzw. seitens uns, als Agentur, der entsprechende Zugang zum Youtube Channel des Kunden. In drei einfachen Schritten wird es uns somit für jeden Kunden möglich individuellen Video-Content zu erstellen:

Schritt 1 - Wahl eines Layouts

Es steht eine Auswahl an verschiedenen Layouts zur Verfügung, die je nach angestrebtem Kampagnenziel ausgewählt werden. Beispielsweise gibt es hier Layouts für eine reine Brand- bzw. Imagekampagne, aber auch Vorlagen für die Bewerbung von speziellen Produkten. Es besteht die Möglichkeit, 6-sekündige Videos (beispielsweise für Bumper Ads), aber auch 15-Sekünder für z.B. TrueView In-Stream Kampagnen zu erstellen.

Schritt 2 - Einfügen der Creatives

Nach Wahl des passenden Layouts musst Du Bilder, Logos und Texte bzw. CTAs hochladen bzw. einfügen. Je nach Layout wird eine unterschiedliche Anzahl an Bildern in verschiedenen Formaten benötigt. Der Textanteil dient als Unterstützung zur Aussagekraft der einzelnen Creatives und umfasst je nach Sequenz max. 20 Zeichen. Im Storyboard können wir in der Vorschau sehen, an welchem Punkt des Videos welche Bilder und welcher Text ausgespielt werden.

Zusätzlich müssen eine zu verwendende Schriftart und musikalische Begleitung für den Hintergrund ausgewählt werden.

Schritt 3 – Verwenden des Videos

Nach Einfügen der einzelnen Inhalte wird das personalisierte Video zusammengeschnitten und anschließend auf dem entsprechenden Youtube Channel hinterlegt. Von dort aus ist die Erstellung einer Videokampagne mithilfe der Video-URL wie gewohnt möglich. 

Insgesamt wird mit dem Video Builder Tool insbesondere kleineren Händlern eine super Lösung geboten, um das Format Video Ads auszuprobieren und noch erfolgreicher in der Google Ads Welt unterwegs zu sein. Was es hierbei jedoch zu beachten gilt: Nach Freischaltung für die Beta musst Du den Video Content innerhalb von 30 Tagen erstellen und in einer entsprechenden Kampagne aufsetzen.

2. Free Shopping Listings in den USA

Ein weiteres Update aus der Google Ads Tool-Landschaft sind die Free Google Shopping Listings, die seit dem 27. April 2020 in den USA ausgerollt sind. Mit dieser Neuerung ist es Händlern möglich, kostenfrei die Produkte im Google Shopping Tab zu listen. Im Zusammenhang mit der Corona Krise sollen insbesondere kleinere Händler hiervon profitieren. Die Idee dahinter ist es, dem Einzelhandel die Möglichkeit zu geben, trotz geschlossener stationärer Geschäfte, weiterhin für ihre Kunden verfügbar zu sein und Umsatz zu generieren.

Für bestehende Google Shopping Händler bedeutet dies, dass ihre Shopping Kampagnen um Free Listings erweitert werden können. Hier müssen keine speziellen Anpassungen zur Nutzung der Erweiterung vorgenommen werden. Bezahlte, herkömmliche Anzeigen dieser Händler funktionieren aber nach wie vor, stehen über den organischen Ergebnissen und erhalten damit die größere Aufmerksamkeit.

Webseiten von Händlern, die bisher noch kein Google Shopping nutzen, werden mithilfe des Listings kostenlos in den Suchindex von Google aufgenommen. Hierfür muss kein eigenes Google Ads Konto vorhanden sein. Die Einrichtung der Free Listings ist insgesamt sehr simpel gehalten.

Folgende drei Voraussetzungen sind zur Implementierung notwendig: 

  1. Einrichtung eines Google Merchant Center Kontos
  2. Zustimmung zum Programm “Google Plattformen” innerhalb des Merchant Center Kontos (dient der Zustimmung zur Anzeige der Produkte in unbezahlten Einträgen u.a. auf dem Tab “Google Shopping” in der Google Oberfläche)
  3. Erstellung eines Produktdatenfeeds gemäß Google Produktkategorien. Dieser wird wie beim herkömmlichen Shopping dem Konto übermittelt.

 

Dieses Produktupdate stellt eine Win-Win-Situation für Händler und Google dar. Durch die kostenlose Nutzungsmöglichkeit wird der Shopping Kanal jetzt auch für kleine, lokale Händler interessant, die zuvor meist aufgrund von Komplexität und Kosten diesen Kanal nicht in Betracht gezogen haben. Für Google selbst bedeutet diese Öffnung, durch die größere Produktauswahl, auf lange Sicht mehr Nutzer, welche die Suchmaschine verwenden. Dadurch gewinnt Google gegenüber der Konkurrenz, wie z.B. Amazon und eBay, an Relevanz und kann im besten Fall langfristig mehr Nutzer an sich binden. 

Auch wenn Google durch die kostenlosen Einträge zunächst auf Werbeumsätze verzichten muss, steigt dadurch nachhaltig die Vielfalt an Händlern und Produkten im Google Shopping Bereich. Hiervon werden langfristig gesehen beide Parteien profitieren. Bis Ende des Jahres 2020 soll der globale Rollout erfolgen, sodass die Free Listings dann (hoffentlich auch) in Deutschland verfügbar sind.

3. Synchronisierungsspalten im Google Ads Interface

Die Kollegen von Adseed haben in ihren Konten eine Neuerung entdeckt die hoffentlich bald für uns alle zugänglich ist – die Option der “Synchronisierungsspalten”. Diese Option bietet die Möglichkeit, Segment- und Spalteneinstellungen für notwendige Leistungsspalten von einem oder mehrerer Accounts zu übernehmen. 

Bei Klick auf den Menüpunkt “Spalten” findest Du hoffentlich zukünftig die Auswahlmöglichkeit “Synchronisierungsspalten”. Innerhalb dieser Option kann dann ausgewählt werden, ob die Segment- und Spalteneinstellung eines Kontos übernommen werden, oder ob die Auswahl aus verschiedenen Konten erfolgen soll. Trifft zweites zu, können für jeden Kampagnentyp die Spalten- und Segmenteinstellungen eines anderen Kontos zu übernehmen. 

Momentan sieht es danach aus, dass es sich bei dieser Neuerung um eine Beta von Google handelt, welche aktuell nur in von Google ausgewählten Konten verfügbar ist. Generell können die “Synchronisierungsspalten” nach aktuellem Stand nur für MCC-Accounts genutzt werden, da die Segment- und Spalteneinstellungen von anderen Accounts übernommen werden. Dies betrifft somit Agenturen und Unternehmen mit mehreren Accounts. 

Wenn diese Beta (hoffentlich bald) in allen Konten ausgerollt wird, wird der ein oder andere vermutlich einen kleinen Freudensprung machen, da diese Neuerung vor allem Zeit spart. 

4. Conversion-Delay als grafischer Hinweis

Eine weitere Beta die Google aktuell durchführt ist ein grafischer Hinweis zum Conversion-Delay

Schaut man sich die Übersicht der Kampagnen an wird in einigen Accounts nun eine blaue Linie angezeigt. Diese Linie stellt grafisch den Conversion-Delay dar.

Kurz zur Erläuterung: Nicht jeder User führt nach einer Impression direkt eine Conversion durch. Es kann je nach Produkt und Dienstleistung also durchaus sein, dass ein User bspw. erst sechs Tage später konvertiert. Der Conversion-Delay stellt somit den Zeitraum zwischen der ersten Impression, also dem ersten Kontakt und der oft auftretenden verspäteten Durchführung einer Conversion dar. Die Basis diese Hinweises sind die jeweiligen Conversion Daten eines Accounts. 

Unabhängig von dieser Beta hat jeder Google-Ads User die Möglichkeit, sich in seiner Kampagnenübersicht über den Menüpfad “Segment” > “Conversions” > “Tage bis  zur Conversion” den Conversion-Delay anzeigen zu lassen. 

Eine zweite Möglichkeit wird über die Pfadmessewerte geboten. Diese lassen sich unter “Tools und Einstellungen” > “Messung” > “Attribution” > “Pfadmessewerte” finden. 

Die grafische Darstellung des Conversion-Delays ist auf jeden Fall ein “nice to have” und erleichtert die Gesamtübersicht der Leistungsdaten. 

5. Neues Google Tool: Wachsende Retail Trends aus der Suche

Dass sich das Konsumentenverhalten rasend schnell ändern kann, hat uns die Coronakrise in den letzten Wochen gelehrt. Google hat dementsprechend reagiert und das neue “Rising Retail Categories Tool” zur Verfügung gestellt. 

Mit diesem Tool ist es möglich tägliche Updates zur Entwicklung der Suchanfragen der Konsumenten zu erhalten. Dies erleichtert es auf sich verändernde Suchanfragen mit entsprechenden Kampagnen reagieren zu können. Aktuell sind nur Daten aus Australien, dem Vereinigten Königreich und den USA verfügbar, welche sich aktuell auf wöchentlich, monatlich und jährlich begrenzen lassen. Diese Einschränkung dürfte sich aber schon bald ändern, sodass zukünftig auch Daten für Deutschland verfügbar sind. Das Tool ist zwar noch nicht ganz ausgereift, könnte aber auf jeden Fall interessant für die zukünftige Kampagnenplanung sein. 

Neueste Beiträge

Einen Kommentar hinterlassen

Suchbegriff eingeben und mit Enter Suche starten