PPC Rockets: Throwback Thursday #April

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Kategorie: PPC Rockets

Alles neu macht der Mai: Es gibt neue Features für Google-Shopping-Ads, AdWords bietet endlich einen Versionsverlauf von Anzeigen an,  Snapchat wird mit neuen Formaten immer attraktiver für Advertiser und Facebook startet eine Transparenz-Offensive. Das Wichtigste aus dem PPC-Universum, präsentiert von unseren PPC Rockets.

Wortmarke "Black Friday" muss gelöscht werden

Bereits in unseren Weihnachtstipps im letzten Jahr hatten wir darauf hingewiesen, dass der Begriff “Black Friday” seit 2013 rechtlich geschützt und damit in Werbemitteln nicht mehr ohne Weiteres verwendet werden darf.

AdWords-News_Black_Friday_geschützt

Bisher ist “Black Friday” noch als Wortmarke rechtlich geschützt (Bild: Pixabay)

AdWords: Google testet doppelte Ausspielung von Shopping Ads

Dass Google Shopping schon längst nicht mehr nur eine nebensächliche Disziplin im Online Marketing darstellt sondern immer mehr an Bedeutung gewinnt, erkennen wir durch weitreichende Performances  und neue Anzeigenformate der Product Listing Ads (PLAs).

Nun hat Google einen weiteren Test gestartet, um die PLAs weiter zu fokussieren. In der mobilen Suche sollen zukünftig doppelte PLA-Karussells angezeigt werden, die übereinander stehen.

In der oberen Reihe werden somit die direkten Produktanzeigen ausgespielt und in der unteren Reihe Anzeigen von Shops, welche das gesuchte Produkt und evtl. ähnliche Artikel anbieten. Diese Anzeigen erscheinen als sogenannte Showcase Ads, welche beim Klick zunächst auf eine Auflistung mehrerer Produkte und danach auf die Produktdetailseite leiten.

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Doppelte Ausspielung von PLAs (Quelle: The SEM Post)

Wie der Screenshot zeigt, werden unter den beiden Shopping-Karussells keine weiteren Search-Anzeigen eingeblendet. Somit werden hier lediglich Google-Shopping-Anzeigen ausgespielt, was die Bedeutung des Formats deutlich erhöht.

Aktuell scheint die Ausspielung der doppelten Shopping-Anzeigen noch nicht weit verbreitet, wodurch wir Ihnen leider keine weiteren Beispiele zur Verfügung stellen können. Wie zu allen anderen Updates halten wir Sie aber selbstverständlich auch hier auf dem Laufenden …

AdWords: Versionsverlauf von Anzeigen

Wie bereits kürzlich in unserem Webinar zur neuen AdWords-Benutzeroberfläche erwähnt, speichert Google jetzt den historischen Verlauf von Anzeigen.

Sobald der Advertiser eine Anzeige direkt im AdWords Next bearbeitet, wird eine neue Version erstellt. Bisher waren die eingelaufenen Performance-Daten zurückgesetzt worden, jetzt lassen sich diese durch den Versionsverlauf wieder aufrufen. Die Anzeige kann mit diesem Schritt dann auch wieder aktiviert werden.

AdWords-Anzeigen-Versionsverlauf

Wird jetzt also mal schnell ein Typo in der Überschrift verbessert, sind die Leistungsdaten der bisherigen Anzeige dennoch vorhanden.

Leider gewährleistet der AdWords Editor dieses Feature noch nicht, sodass z.B. Bulk-Upload, bei dem vorhandene Anzeigen geändert wurden, die historischen Daten nicht sichern. Hierzu sollten dann neue Anzeigen erstellt werden.

Snapchat: Neues Anzeigen-Format "Commercials" wird getestet

Der kostenlose Instant-Messenger-Dienst Snapchat startet einen Test für ein neues Werbeformat. Demnach soll es Advertisern bald möglich sein, 6-sekündige Videos vor den sogenannten Snapchat Show’s zu schalten, die zudem vom Nutzer nicht zu überspringen sind.

Für Werbetreibende sicherlich eine interessante Möglichkeit, ihre Botschaften kurz und knapp zu übermitteln. Für Snapchat-Nutzer wird dies zu einer unumgänglichen Voraussetzung, weiterhin die Snapchat Shows zu konsumieren.

Die sogenannten Shows lassen sich im Bereich “Entdecken” anschauen, welche über neueste Nachrichten, große Sportveranstaltungen oder auch Promis auf dem Laufenden halten sollen.

Facebook: Transparenz bei Zielgruppentargeting

Im Zuge der DSGVO und der Kritik an seiner Datenschutz-Politik reagiert Facebook jetzt erneut.

Zukünftig soll der Facebook-Nutzer einen Überblick darüber bekommen, welche seiner Daten über Facebook zu Werbezwecken verwendet werden.

Somit lässt sich einerseits ansehen, mit welchen Werbetreibenden interagiert wurde und wodurch die Advertiser Ihren Kontakt in einem Datenupload, für eine Custom Audience, nutzen. Zudem werden Pixel-Informationen sichtbar, die beispielsweise von einem Besucher auf der Website oder einem entsprechenden Kauf stammen.

Facebook-DSGVO

Persönliche Werbepräferenzen über Facebook einsehbar (Quelle: Thomas Hutter)

Facebook legt damit offen, zu welchen Zwecken ihre Kontaktdaten verwendet werden und ermöglicht den Nutzern, diese Verbindungen zu lösen und somit direkt Einfluss auf ihre Werbepräferenzen zu nehmen.

Mit welchen Unternehmensseiten etc. Sie aktuell verbunden sind, können Sie hier einsehen.

Bing: Lassen Sie die Shopping-Korken knallen

Im April hat sich Bing insbesondere die Shopping-Kampagnen vorgeknöpft und mehrere Änderungen gelauncht. Wer gerade erst mit Bing Shopping Kampagnen starten möchte, kann die Website neuerdings ganz einfach über das UET-Tag verifizieren, welches man grundsätzlich eingebunden haben sollte, um die Performance der Kampagnen wirklich beurteilen zu können.

Stehen die Shopping-Kampagnen bereits, lassen sich diese in Bezug auf die enthaltenen Produkte nun auch besser durch eine eigene Berichtsdimension analysieren. Dadurch können detailliertere Informationen als im Bing Merchant Center abgerufen werden.

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Der Berichtstab umfasst jetzt einen eigenen Bericht für Bing Shopping-Kampagnen. (Quelle: Bing)

Ein ganz besonderes Highlight ist die Erweiterung der Shopping Ads um mehrere Bilder. Bis zu 10 zusätzliche Bilder können pro Produkt hinzugefügt werden, um dem Nutzer direkt in der Anzeige verschiedene Ansichten des Produkts abzubilden. Ein praktisches Feature, welches irrelevante Klicks auf die Anzeigen noch weiter reduziert.

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Einbindung von zusätzlichen Bildern für eine bessere User Experience. (Quelle: Bing)

YouTube: Mehr Reichweite & Conversions mit den neuen Anzeigenformaten

Eins wird bei der Entwicklung von YouTube immer deutlicher: Video Advertising gewinnt stetig an Bedeutung! Mit neuen Anzeigenformaten sollen Advertiser jetzt eine noch höhere Reichweite oder gezielt Conversions einfahren können.

TrueView for Reach ist das erste neue Anzeigenformat, welches die Vorteile einer Bumper Ad und einer TrueView In-Stream Ad kombiniert. Das Anzeigenformat ist auf eine höhere Reichweite als die 6-sekündige Bumper Ad ausgelegt und wird auf CPM-Basis abgerechnet. Gleichzeitig ist man, wie bei der klassischen TrueView-Anzeige, nicht an die Dauer von 6 Sekunden gebunden und der Nutzer kann die Anzeige wie gewohnt nach 5 Sekunden überspringen.

Ebenfalls auf Reichweite ausgelegt ist die neue Out-Stream-Anzeige, die sich allein auf Mobilgeräte fokussiert. Auch die Out-Stream-Ads werden auf CPM-Basis abgerechnet und sind nur verfügbar bei der Wahl des Kampagnenziels “Markenbekanntheit und Reichweite”. Dieses Anzeigenformat wird nicht auf YouTube ausgeliefert, sondern auf mobilen Webseiten und Apps des Google Werbenetzwerkes. Das Besondere dabei ist, dass die Anzeige zunächst ohne Ton startet und der Nutzer frei entscheiden kann, ob er diese maximiert oder nicht. Kosten entstehen erst, wenn die Hälfte des Anzeigenbereichs für mindestens zwei Sekunden sichtbar ist.

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Out-Stream-Anzeigen sind ähnlich wie Bumper Ads als eigene Kampagne anzulegen.

Da Reichweite und Markenbekanntheit zwar wichtig, aber kurzfristig selten zu Umsätzen führen, gibt es noch ein weiteres Anzeigenformat in der TrueView-Familie – die TrueView for Action Anzeige. In Verbindung mit Custom Intent Audiences können gezielt Nutzer mit Video Ads angesprochen werden, die bereits nach ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen gesucht haben. Neben dem spitzen Targeting beinhaltet die Anzeige zudem einen Call-to-Action-Button, der auch nach Überspringen der Anzeige unter dem Video sichtbar bleibt. Außerdem hilft auch der Google-Algorithmus bei der performanten Aussteuerung, indem die Anzeige mit der automatisierten Gebotsstrategie “Ziel-CPA” bestückt wird. Also dann: Action!

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Die neuen TruView for Action Anzeigen sind nun endlich auch in Deutschland verfügbar – im neuen AdWords Interface (Quelle: Google)

Facebook: Anzeigen je nach Platzierung individuell gestalten

Erfahrene Advertiser wissen, dass jede Anzeigenplatzierung nur dann optimal laufen kann, wenn das Anzeigenformat an das Umfeld angepasst ist. Dasselbe Creative kann auf Instagram, Facebook und im Audience Network deutlich unterschiedliche Ergebnisse erzielen, sodass manche Placements auf den ersten Moment ineffizient scheinen. Individuelle Creatives je Placement ließen sich bisher nur über verschiedene Anzeigengruppen abbilden, was allerdings auch die Ausdehnung des Gesamtbudgets bedeutet.

Doch jetzt lassen sich ganz einfach die Creatives für jedes Placement innerhalb einer Anzeigengruppe anpassen. Somit steuert weiterhin der Facebook-Algorithmus automatisch die Anzeigenplatzierung  je nach Performance an und man kann sich sicher sein, dass die Creatives zumindest auf das Anzeigenumfeld optimal eingestellt sind.

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Asset Customization für verschiedene Placements jetzt auch in Deutschland verfügbar (Quelle: Facebook)

Facebook: Anpassung der Targeting-Möglichkeiten

Wie wir bereits im letzten PPC Rockets Newsletter berichtet haben, arbeitet Facebook akut an den Targeting-Optionen und optimiert diese für die optimale User Experience auf Facebook. Dabei stehen vor allem Datenschutz und Anti-Diskriminierung im Fokus.

Das Ende der Partnerkategorien von Drittanbietern hat jetzt eine festgelegte Deadline vor sich. Ab dem 24. Mai wird diese Targeting-Option abgeschafft und Advertiser sollten ihre aktiven Kampagnen hinsichtlich der Nutzung von Drittanbieter-Segmenten prüfen. Als Hilfestellung gibt Facebook im Werbekonto nochmal einen Hinweis darauf und betroffene Anzeigengruppen lassen sich einfach herunterladen, um sich so einen schnellen Überblick zu verschaffen.

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Am 24. Mai heißt es Bye-Bye Partnerkategorien, es war schön mit euch.

Außerdem prüft Facebook sämtliche Targeting-Optionen aktuell darauf, ob diese zu einer diskriminierenden Zielgruppe führen können. Insbesondere das Ausschluss-Targeting soll begrenzt werden, um die eigenen Werbeanzeigen nicht etwa ethnischen, religiösen oder politischen Gruppen gezielt vorzuenthalten. In der Regel wird das Ausschluss-Targeting genutzt, um die Zielgruppe zu verfeinern und beispielsweise die Bewerbung von Fake-Profilen möglichst zu vermeiden. Es ist abzuwarten, inwieweit die Einschränkungen sich auf eine richtlinienkonforme Zielgruppen-Anpassung auswirken.

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Facebook geht immer stärker aktiv gegen Diskriminierung auf der Werbeplattform vor.

Snapchat: Marken-Engagement erhöhen mit neuen Lenses-Optionen

Snapchat versucht weiter, sich als Performance-Kanal für Advertiser und Brands zu etablieren. Schon länger ist es für Unternehmen möglich, eigene Kreationen auf Snapchat hochzuladen. Jetzt können die beliebten Snapchat Lenses um einen “Shop Now”- oder “Install Now”-Button erweitert werden, um User direkt auf die Seite bzw. in den App Store zu leiten. Um das Format auch möglichst vielen Advertisern anbieten zu können, wurde gleichzeitig das Snapchat Lens Studio gelauncht, wodurch sich Face Filter schnell und unkompliziert mit vorhandenen Bausteinen selbst erstellen lassen.

Wer ein positives Markenerlebnis oder ein höheres Engagement für die App erreichen möchte, kann dies mit den neuen Snappables erreichen. Damit können Snapchat-User kleinere Games spielen und ihren Highscore untereinander teilen. Das Beste an dem Format: Nicht nur das Engagement mit anderen Unternehmen steigt dadurch, auch die User-Aktivitäten innerhalb von Snapchat können somit nochmal gesteigert werden.

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