PPC Rockets: Throwback Thursday #Februar

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Kategorie: Online Marketing, PPC Rockets

„It’s all about Tool Optimization!“ Jedenfalls erhalten Advertiser in den letzten Monaten den Eindruck, dass Google, Facebook & Co. einen besonderen Fokus auf die ständige Auffrischung der Nutzer-Backends legt. Kaum ist das neue Adwords-Interface bei Advertisern etabliert, kommt auch Facebook mit einem neuen Werbeanzeigenmanager um die Ecke. Wir haben Ihnen die Neugestaltungen und noch weitere spannende PPC News aus dem letzten Monat #Februar zusammengefasst.

Facebook: Test and Learn - Das neue Tool

Schon im Oktober 2017 hatte Facebook mit dem Rollout des Split-Tests auch das Tool “Test and Learn” angekündigt. Jetzt können Advertiser von spannenden Insights aus dem Tool endlich profitieren. Aber was verbirgt sich hinter den Tests?

Zuerst einmal: “Test and Learn” ist keine weitere Möglichkeit, Split-Tests zu erstellen. Wer also testen möchte, welche Werbeanzeige die größere Performance liefert oder welche Kampagneneinstellungen besonders effizient sind, muss auf den bewährten Split-Test zurückgreifen. “Test and Learn” ist ein umfangreiches Tool, welches deutlich tiefgreifendere Analysen erlaubt.

Derzeit gibt es zwei Testmöglichkeiten. Bei der ersten Option lassen sich zwei Kampagnen gegeneinander testen, um die effizienteste Kampagne herauszustellen. Dabei teilt Facebook die Zielgruppen so auf, dass es eine Kontrollgruppe gibt, die keine Anzeigen erhält und je Kampagne eine Testgruppe, die die Anzeigen zu sehen bekommt. Mithilfe der gesammelten Daten kann Facebook analysieren, welche Kampagne letztlich die höchste Anzahl an Conversions zu den geringsten Kosten einfahren würde. Der Testzeitraum kann zwischen zwei und vier Wochen frei gewählt werden.

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Der Kampagnenvergleich erlaubt Analysen über die Kosten-Effizienz der erreichten Conversions.

Bei der zweiten Option ist es möglich, die gesamten Effekte der Facebook Werbeanzeigen zu analysieren. Damit lässt sich feststellen, inwieweit die Facebook-Anzeigen insgesamt zu den Umsätzen beitragen. Außerdem lässt sich der Test regelmäßig durchführen, um beispielsweise Unregelmäßigkeiten oder Trends festzustellen. Die Ergebnisse jedes einzelnen Tests werden von Facebook dann derart aufbereitet, dass sie sich in die künftige Kampagnenerstellung leicht integrieren lassen.

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Der Account-Test erlaubt Analysen über die gesamten Effekte der Werbeanzeigen auf die Umsätze.

Facebook: 3D-Posts jetzt möglich

Der Facebook-Feed ist mit der Zeit immer interaktiver geworden und somit enthalten Beiträge von Unternehmen und Privatpersonen schon längst nicht mehr nur einfache Textinhalte.
Facebook bringt mit 3D-Posts eine neue Möglichkeit für Nutzer und Seiten heraus, Aufmerksamkeit erregende Beiträge zu veröffentlichen.

Facebook-User können mit den Inhalten der 3D-Posts sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Desktop interagieren und die Objekte durch einen Klick und Ziehen bewegen – ähnlich wie bei 360 Grad Bildern.

Doch bis solch ein Post veröffentlicht werden kann, sollte mit dem Validierungstool von Facebook zunächst überprüft werden, ob die 3D Formate den Facebook-Spezifikationen entsprechen und verwendet werden können.

Das Modell muss als gld-Datei angeliefert werden, hier gibt es einige Vorlagen zum Download.

Zusätzlich kann der Hintergrund verändert werden, so wie wir es bereits von den einfachen Text-Posts kennen.

Auch die Virtual Reality-Brille “Oculus” spielt bei diesem Feature eine Rolle. Mit ihr aufgenommene Inhalte können ebenfalls für die 3D-Posts verwendet werden. Zukünftig möchte Facebook die 3D-Objekte auch in der Oculus Facebook App für den Nutzer “greifbar” machen.

Ein Beispiel für einen 3D-Posts finden Sie z.B. auf der Facebook-Seite von Lego.

Facebook: Eigene Kamera Filter und Rahmen für Bilder möglich

Bestimmt haben Sie im Newsfeed schon einmal Profilbilder Ihrer Facebook-Community gesehen, die plötzlich einen bunten Hintergrund hatten oder mit einem Filter zu aktuellen Themen versehen waren.

Jetzt gibt es im sogenannten Facebook Frame Studio die Möglichkeit, als Privatperson eigene Filter und Hintergründe für Profilbilder anzulegen und Facebook-Freunden zur Verfügung zu stellen. Auch Unternehmen können dieses Feature für ihre Facebook-Fans nutzen.

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Das Facebook Frame Studio ermöglicht kreative Ideen für eigene Hintergründe und Filter (natürlich ist hier noch Potenzial nach oben :-) )

Hierzu lassen sich einzelne PNGs im Hoch-, Quer- und Quadratformat hochladen, um beispielsweise Logos, Rahmen und weitere Modell hinzuzufügen. Diese umgeben dann letztendlich das Profilbild.

Probieren Sie es einfach mal aus!

Facebook: Rollout des aktualisierten Werbeanzeigenmanagers

Der aktualisierte Werbeanzeigenmanager wurde schon vor einiger Zeit von Facebook angekündigt. Dennoch war der ein oder andere Social Media Advertiser sicherlich erstaunt, als man von einem Tag auf den nächsten plötzlich Änderungen im Werbeanzeigenmanager explizit veröffentlichen musste.

Und was genau kann der aktualisierte Werbeanzeigenmanager schlussendlich? Er vereint die ursprünglichen Vorteile des Ad Managers und Power Editors in einem nun performanteren Tool. Ein Wechsel in den Power Editor ist nun also nicht mehr notwendig, um größere Kampagnen oder erste Entwürfe anzulegen. Ebenfalls entfällt der stetige Wechsel, um die richtige Funktion für die eigene Kampagne auch auswählen zu können. Social Media Advertiser, die sehr viel mit Facebook Ads arbeiten, kennen das Problem von “früher” nur zu gut: Da wollte man endlich die neueste Funktion austesten, wechselt in den Power Editor und siehe da – die Funktion ist aktuell nur im Ads Manager verfügbar.

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Der aktualisierte Werbeanzeigenmanager vereint die Vorteile des Power Editor mit dem ehemaligen Werbeanzeigenmanager, in dem alle Änderungen direkt live gestellt wurden.

Zeitersparnisse liefert der aktualisierte Werbeanzeigenmanager somit auf jeden Fall. Wie bei jedem Rollout scheint dieser allerdings auch etwas fehleranfälliger zu sein. Es bleibt noch abzuwarten, ob der aktualisierte Ads Manager auch wirklich effizienteres Arbeiten ermöglicht und eine höhere Stabilität aufweist als der Power Editor.

Facebook: Reduzierung der Anzeigenmetriken für eine bessere Übersicht

Im Dschungel der Facebook-Metriken wird sich jeder Online Marketer verloren haben, der zum ersten Mal einen benutzerdefinierten Bericht erstellen wollte. Auch hier legt Facebook Hand an und reduziert die Anzahl aller KPIs, sodass irrelevante oder gar doppelte Metriken bald der Vergangenheit angehören.

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Endlich mehr Übersicht: Facebook entfernt redundante oder selten genutzte KPIs, um die Auswertungen übersichtlicher zu gestalten.

Doch Facebook kommt den Ad Managern noch weiter entgegen und labelt künftig alle Metriken, sodass die Berechnung der Metrik klarer ersichtlich sein wird. Damit werden wir auf Anhieb erkennen können, ob es sich bei der Kennzahl zum Beispiel um Schätzwerte oder Beta-KPIs handelt.

Instagram: Karussell-Format für Stories

Ob im Alltag oder Urlaub, von unterwegs oder zuhause – Instagram-User nutzen regelmäßig das Feature “Stories”, um Momente in Bildern und Videos online zu stellen und mit ihrer Community zu teilen.
Auch für Unternehmen hat sich das Format schon länger bewährt. Zwischen den einzelnen Aufnahmen können Ads geschaltet werden, die je nach Intention der Werbebotschaft als Bild oder Bewegtbild bereitgestellt werden können.
Jetzt dürfen sich Werbetreibende freuen, denn Facebook bringt demnächst die Möglichkeit heraus, mehrere Creatives in einer solchen Instagram Stories Ad zu präsentieren.

Damit können branchenspezifisch Produkte abwechslungsreicher dargestellt oder in der Kombination aus Bild und Video auf aktuelle Aktionen hingewiesen werden.
Der Nutzer kann natürlich jedes einzelne Format weiterklicken oder zur Seite wischen.

Außerdem ist es möglich, die eigentlichen 15-Sekünder in ein einziges Video mit 45 Sekunden Länge zusammenzufügen.

Auch Instagram-Nutzer können in ihren organischen Story-Posts Kombinationen aus Bild und Video veröffentlichen. Das neue Feature für Story Ads soll die bezahlten Anzeigen also ein Stück weit mehr in die übliche Instagram-Stories Erfahrung der Nutzer integrieren.

AdWords: Neues Design für Google Text Ads

Wer sich in letzter Zeit irgendwie an den Google Text Ads gestört hat und nicht herausfiltern konnte, woran es lag, dem wird jetzt ein Licht aufgehen. Google hat das Design der Text Ads minimal verändert. Der Bindestrich, welcher bisher die Headlines voneinander getrennt hat, wurde durch einen senkrechten Trennstrich ersetzt.

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Neue Anzeigendarstellung für Google Search Ads

Google AdWords: Keyword-Planner Update im neuen Interface

Schon bereits seit letztem Jahr können Advertiser im neuen AdWords Interface arbeiten und langsam aber sicher werden auch die letzten Funktionen zugänglich gemacht.

Auch der Keyword-Planer, zu finden in der oberen Menüleiste, bekommt ein Makeover. Nur in wenigen Konten ist das neu organisierte Tool aktuell ausgerollt doch schon jetzt ist bekannt, dass das Tool strukturierter gestaltet sei.

Auch das Design ändere sich grundlegend, dies wird entsprechend an das neue Interface angepasst.

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Endlich mehr Übersicht: Facebook entfernt redundante oder selten genutzte KPIs, um die Auswertungen übersichtlicher zu gestalten.

Ein Vergleich zeigt, dass die aktuell untereinander stehenden Funktionen erheblich reduziert werden. Somit hat der Nutzer gleich einen besseren Überblick und kommt dorthin, wonach er wirklich sucht.

Generell gibt es folgende Neuerungen:

  • Monatliches Suchvolumen der Keywords für Mobil wird auf der Startseite im Graphen direkt angezeigt (vorher wurde dies nur über das Drop-Down-Menü ersichtlich).
  • Die Darstellung der Prognose für max. CPCs wird einfacher gestaltet. Über einen Slider kann der Nutzer sich Auswirkungen höherer oder geringerer CPCs anschauen.
  • Gerätespezifische Prognosen pro Keyword sind direkt im Keyword-Planer-Tab ersichtlich, sodass der Nutzer nicht mehr zwischen Tabs switchen muss, um diese Infos zu entsprechenden Keywords zu erhalten.

Wann der neue Keyword-Planer für alle Konten erreichbar ist, hat Google (noch) nicht definiert. Wir halten euch auf jeden Fall über ein offizielles Rollout auf dem Laufenden.

AdWords: Darstellung weiterer Anbieter in Google Shopping erweitert

Wie wir bereits berichtet haben, gab es für Google im letzten Jahr eine milliardenschwere Anfechtung der Wettbewerbsaufsicht. So hieß es, Preisvergleichsportale seien durch die Google Shopping-Suche benachteiligt und daher müsse Google neben einer zu zahlenden Rekordstrafe auch zulassen, dass Preisvergleichsportale wie billiger.de oder Kelkoo in Google Shopping erscheinen können.

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Preisvergleichsportale können ihre Angebot auch in Google Shopping listen lassen …

Trotz der neuen Möglichkeit, ließ sich doch nur schleppend erkennen, wie viele Preisvergleichsportale diese Chance nun tatsächlich nutzen. Vereinzelt lässt sich bei einigen Suchanfragen das ein oder andere Portal in den Shopping-Ergebnissen finden. Der gewaltige Wettbewerb blieb vermeintlich aus.

Doch erst vor kurzem konnten wir erkennen, dass Google bereits an weiteren Darstellungsmöglichkeiten feilt. So erscheint immer häufiger am Ende des Google Shopping Carousels eine Liste aller Anbieter des Produkts. Beim Klick auf das jeweilige Preisvergleichsportal landet man entsprechend in der Suchmaske des Portals, welche den verwendeten Suchbegriff bereits eingetragen hat.

Ob die Auflistung als zusätzliche Platzierung dient oder die Darstellung weiterer Anbieter künftig darauf reduziert wird, bleibt vorerst abzuwarten.

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… und erhalten am Ende des Shopping-Carousels eine prominente Auflistung.

AdWords: Mobile Speed Scorecard und Impact Calculator gelauncht

Mobile Speed matters! Dieser Tatsache sind sich inzwischen wohl alle Advertiser und Webseitenbetreiber bewusst, haben aber oftmals nicht im Blick, wie es um die eigene Website steht. Daher stellt Google bereits eine Vielzahl an Tools bereit, die den Werbetreibenden einen Einblick über den aktuellen Stand verschaffen sollen, wie beispielsweise das “Landingpage”-Tab im neuen AdWords-Interface oder das bewährte Tool “PageSpeed Insights”, welches neben Daten zur aktuellen Ladegeschwindigkeit auf Mobile und Desktop auch Optimierungsvorschläge liefert, um die Zeiten zu verbessern.

Die Mobile Speed Scorecard dagegen ermöglicht den Vergleich der eigenen Domain mit denen verschiedener Wettbewerber und ordnet jede Domain in eine Reihenfolge gemäß der Mobile Page Speed.

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Alle Domains werden nach der mobilen Ladezeit in eine Reihenfolge gebracht.

Außerdem gibt es einen Impact Calculator, der dem Webseitenbetreiber eine grobe Übersicht liefern soll, welche zusätzlichen Umsätze theoretisch möglich wären durch eine weitere Reduzierung der Ladegeschwindigkeit. Dafür müssen lediglich Daten zur Anzahl der durchschnittlichen Webseitenbesucher pro Monat, der Conversion-Rate und des durchschnittlichen Warenkorbwerts angegeben werden. Aktuell lässt sich der Impact Calculator nur mit US-Dollar nutzen und die Ergebnisse sind mit sehr viel Vorsicht zu genießen. Dennoch ist es ein schönes kleines Tool, mit dem sich grob abschätzen lässt, ob eine weitere Reduzierung der Ladegeschwindigkeit vorteilhaft ist – etwa, um gegenüber Konkurrenten einen Vorteil zu ergattern.

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Der Impact Calculator liefert eine grobe Einschätzung zusätzlicher Umsätze, wenn die Ladegeschwindigkeit der Webseite reduziert werden würde.

Snapchat: Insights Tool für Creators gelauncht

Snapchat gab im Februar bekannt, ein Tool herauszubringen, das Snap-Usern mit großen Communities und Reichweiten den Einblick in Daten und Analysen ihres Accounts gewährt.

Damit soll der Snapchat-Nutzer folgende Erkenntnisse einsehen können:

  • Gesamte Aufrufe der Snap-Stories (Woche / Monat / Jahr)
  • Dauer, wie lange Fans die Story angesehen haben (Woche / Monat / Jahr)
  • Tägliche einzelne Story-Nutzer, deren Zeitspanne und Abschlussquote
  • Angaben zum Targeting (Aufschlüsselung nach Geschlecht, Alter und beliebte Regionen)
  • Interessen der Zielgruppen (Beliebte Lifestyle-Kategorien: Ernährung, Kleidung, Sport, Filme; TV, Reisen usw.)
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Insight Tool für Creators gewährt Einblicke in Analysen des Snapchat Accounts

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Comments
  • farmanic

    Beispielweise muss man bei einer Ziel-CPA Gebotsstrategie mindestens 15 Conversions pro Kampagne in den letzten 30 Tagen erzielt haben.

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