PPC Rockets: Throwback Thursday #März

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Kategorie: Online Marketing, PPC Rockets

Das erste Quartal in diesem Jahr ist bereits um und man möchte meinen, dass es für Advertiser auf Facebook, AdWords und Co. jetzt erst richtig los geht. Besonders Facebook veröffentlichte im letzten Monat zahlreiche neue Anzeigenformate und Features, die Sie unbedingt zeitnah austesten sollten. Natürlich wird auch die kommende DSGVO immer präsenter, was sich in diversen Änderungen an Targeting-Optionen manifestiert. Mit kreativen Lösungen trotzen Google, Facebook & Co. den neuen Herausforderungen, um weiterhin ein angenehmes Werbe-Erlebnis gewährleisten zu können.

AdWords: Google Merchant Center kappt Verknüpfung zu Shop-Betreibern

Wer für seinen Onlineshop BigCommerce, Magento oder PrestaShop nutzt, konnte immerhin etwas über ein Jahr hinweg die Möglichkeit nutzen, das Google Shopping Feed über eine Integrationsschnittstelle direkt in das Merchant Center zu pushen. Seit dem 20. März ist damit jetzt Schluss – zumindest für den Direktupload. Wer seine Artikel weiterhin weitestgehend direkt aus dem Shop pushen möchte, muss dies über Alternativen lösen. Dabei sind die eCommerce-Plattformen wie beispielsweise BigCommerce natürlich mit diversen Apps und Lösungen am Start und helfen bei einer möglichst einfachen Umsetzung.

Was es dabei noch zu beachten gilt? Mit diesem Schritt sollten Advertiser sicherstellen, dass die Verknüpfung des Shops mit dem Merchant Center auch wirklich aufgehoben ist und das Shopping-Feed einmal gelöscht wird. Steht alles auf Null, kann das neue Feed dann einfach neu eingestellt werden. Was es beim Feed und den Google Shopping-Kampagnen allgemein zu beachten gilt, erfahren Sie außerdem hier.

Pinterest: Shopping Ads werden weiter ausgerollt

Wer Design und kreative Ideen liebt, der kommt als Nutzer an Pinterest nicht vorbei. Die Social Media Plattform überzeugt nicht nur Nutzer durch ihr klares Design, eine simple Bedienung und die gemeinsame Begeisterung für Fashion, Beauty und Design. Auch auf Unternehmensseite zeigen sich immer mehr Chancen, das Netzwerk zu nutzen, um die Customer Journey positiv zu beeinflussen. Seit dem Roll-Out von Shopping Ads in Deutschland dürfte klar sein, dass Pinterest künftig in den Vermarktungsstrategien vermehrt eine Rolle spielen wird. Die Anzeigen sind gelungen gelöst, sodass Nutzer bei ihrem Lieblingslook direkt die Produkte nachkaufen können.

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Mit den neuen Shopping Ads auf Pinterest könnte sich ein weiterer Performance-Kanal etablieren (Quelle: Pinterest)

Instagram: Das neue Shopping-Erlebnis jetzt auch in Deutschland

Der Shopping-Trend geht weiter: Mit den neuen Shopping Ads auf Instagram wird nochmal ganz klar, dass sich Nutzer ein möglichst einfaches und entspanntes Shopping-Erlebnis wünschen. Dafür wird das Lifestyle-Layout auf Facebook jetzt auf ein Instagram Shopping-Format adaptiert. Innerhalb eines Bildes lassen sich einfach die Produkte markieren und verlinken, sodass Nutzer nicht nur Inspirationen zum Beispiel für einen neuen Look erhalten, sondern direkt in den Shop zum gewünschten Produkt weitergeleitet werden – ein ganz klarer Effizienzgewinn für alle Werbetreibenden.

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Besonders wichtig für Shopping Ads auf Instagram ist die visuell ansprechende Darstellung

AdWords: Video Ads im Google Play Store verfügbar

Vorhang auf für die neuen Video Ads! Wer schon einmal eine universelle App-Kampagne auf Google AdWords geschaltet hat, ist schnell an die Grenzen der optimalen App-Präsentation gestoßen. Damit ist jetzt aber Schluss, denn Google rollt innerhalb der nächsten Monate Video Ads für den Google Play Store aus. So lassen sich insbesondere erklärungsbedürftige Apps oder Spiele optimal inszenieren.

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Mit Video-Anzeigen im Google Play Store lassen sich die Inhalte der App optimal rüberbringen (Quelle: Google)

Um die User Experience mit Werbeanzeigen innerhalb von Gaming Apps zu verbessern hat Google außerdem mit AdMob die Schleusen für interaktive Reward Ads geöffnet. Dabei soll das Gaming Flair aufrecht erhalten und Nutzer durch das Zulassen der Werbeanzeige mit kleinen Incentives wie einem Extra-Leben im eigentlichen Spiel belohnt werden.

AdWords: Google kombiniert die Power von Search und YouTube

Das Targeting auf YouTube bekommt einen spannenden Anstrich. Bisher wurden YouTube Nutzer allein basierend auf deren Nutzungsverhalten innerhalb des Videoportals einkategorisiert und die Targeting-Optionen entsprechend gematcht. Häufig deckt sich das Video-Verhalten aber auch nicht zwangsläufig mit den gesamten Interessen eines Nutzers. Um das Nutzer-Bild zu vervollständigen, bezieht Google jetzt auch das Suchverhalten in der Google Suche ein.

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Erreichen Sie Nutzer, die in der Google Suche nach Ihren Produkten suchen jetzt mit Videoanzeigen auf YouTube (Quelle: Google)

Was das konkret bedeutet? Wenn ich nach “Wellness Urlaub günstig” suche und mir später auf YouTube ein Video von Caroline Kebekus anschaue, dann kann es sein, dass ich eine Anzeige von einem Urlaubsportal sehe. Da ich auf YouTube sonst eher Comedy- oder Musikvideos anschaue, wäre ich bisher nicht zum Interesse Urlaub einsortiert worden. Advertiser können nun also Keywordlisten zum YouTube-Targeting hinzufügen, die mit der Google Suche ebenso wie mit der YouTube-Suche gematcht werden – eine spannende Bereicherung!

AdWords: Google räumt inaktive AdWords-Konten auf

Sie haben ein AdWords-Konto irgendwo rumfliegen aber seit über einem Jahr keine Anzeigen mehr geschaltet? Dann könnte es sein, dass Google Ihr Konto demnächst abschaltet. Diese Maßnahme klingt erst einmal drastisch, aber verfallen Sie nicht direkt in Panik.

Wird ein AdWords-Konto aufgelöst, bekommt der Kontoinhaber eine Benachrichtigung per Mail und kann das Konto im Zweifel recht simpel wieder reaktivieren. Dafür muss man sich nur im AdWords-Konto anmelden und die Reaktivierung über die Einstellungen in Gang bringen. Diesen Schritt sollten Sie aber auch nur gehen, wenn Sie wirklich AdWords-Anzeigen schalten wollen. Denn bleiben reaktivierte Konten weitere drei Monate inaktiv, werden diese erneut aufgelöst.

Googles AdWords-Frühjahrsputz soll letztlich dazu dienen, dass aktive Werbetreibende durch die frei gewordenen Speicherplätze ein noch schnelleres AdWords-Erlebnis erfahren können.

Facebook: Jobangebote direkt über die Facebook-Seite bewerben

Schon lange suchen Unternehmen Ihre Traumkandidaten nicht mehr nur über Ausschreibungen auf der eigenen Unternehmensseite oder auf Branchenportalen. Aufgrund der unheimlichen Reichweiten werden auch immer mehr die sozialen Netzwerke herangezogen.

Mit dem neuen Feature von Facebook, Jobangebote direkt auf der FB-Seite veröffentlichen und bewerben zu können, bewegt sich der Social Media-Riese immer mehr zu einem der Vorreiter im “Social Recruiting”.

Damit können Unternehmensseiten direkt Job-Angebote einstellen und letztendlich den Post bewerben. Dies eignet sich eher für kleinere Stellenausschreibungen, bei denen wenig Infos gefordert werden, da sich die Eingabemaske aktuell noch nicht stark individualisieren lässt.

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Job-Angebote über die Unternehmensseite von Facebook – Ansicht für den Nutzer (Quelle:
allfacebook.de)

Ähnlich zu den sogenannten Lead Ads also, kann der Nutzer die Daten direkt über Facebook eintragen und muss die Plattform dazu nicht einmal verlassen. Die eingegangen Bewerbungen gelangen direkt in das Messenger-Postfach des Unternehmens.

Mittlerweile gibt es auf Facebook auch einen separaten Bereich, in dem die Bewerbungen verwaltet werden können:

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Bewerbungen verwalten und neue Job-Angebote einstellen (Quelle: allfacebook.de)

Da die Bewerbung des Nutzers direkt von seinem Facebook-Profil abgesendet wird, sollte der Bewerber bestenfalls vorher noch einmal drüber schauen und dies pflegen.

Nice to know: Für alle eingestellten Job-Angebote der jeweiligen Region bietet Facebook demnächst auch einen zentralen “Marktplatz” an, der zum Stöbern einlädt.

Diesen findet ihr demnächst in diesem Bereich: https://www.facebook.com/jobs_coming_soon/

Wie so einige Roll-Outs von Facebook ist auch dieses Feature der Bewerbung von Stellenanzeigen noch nicht in ganz Deutschland verfügbar. Lediglich 40 andere Länder und einige Einzelunternehmen in DE durften die neue Funktion seit Februar testen. Es sollte demnach nicht mehr allzu lange dauern…

Facebook: “Trip Consideration” mit Dynamic Travel Ads nutzen

Unternehmen der Reisebranche aufgepasst! Mit der neuen Funktion “Trip Consideration” können bald gezielt Personen erreicht werden, die bereits Interesse an einer Reise gezeigt oder auf der Suche nach entsprechenden Hotels, Flügen etc. waren, sich aber noch nicht für ein Reiseziel entschieden haben.

Durch die Optimierungsmöglichkeit für die Anzeigenausspielung “Priorisierte Auslieferung für Personen mit Reiseabsicht” werden Reisefreunde zunächst in den Funnel gebracht:

Dynamic Travel Ads

Das bietet den Vorteil, dass User nicht erst auf den jeweiligen Produktdetailseiten des Reiseanbieters unterwegs gewesen sein müssen, damit sie mit Dynamic Travel Ads bespielt werden. “Trip Consideration” zieht die Personen mit statischen Ads auf die Unternehmensseite, um sie dann mit Dynamic Travel Ads auf konkrete Angebote aufmerksam zu machen.

Instagram: Verwendung von GIFs wird entfernt

Haben Sie es schon bemerkt? Kaum war die Möglichkeit, GIFs in Insta Stories und Snaps zu verwenden, wurde sie auch schon wieder eingestampft.

Der Grund dafür ist der offenbar rassistische Hintergrund einiger GIFs, die auf den verschiedenen Plattform zu finden waren. Sowohl Instagram als auch Snapchat entfernten daraufhin die Möglichkeit, GIFs zu nutzen.

Die animierten Grafikformate wurden bis dato durch den externen Anbieter Giphy bezogen, der in dem Zug natürlich auch sofort benachrichtigt wurde und laut eigenen Angaben den GIF-Content künftig besser kontrollieren möchte. Bis auf Weiteres wurde die Verknüpfung aus beiden Apps entfernt.

Facebook: Weitere Anzeigenplatzierungen in den Marketplaces

Bereits seit einiger Zeit gibt es in der Facebook App den Bereich Marketplace, auf dem Nutzer Kleinanzeigen platzieren können. Die Angebote reichen mittlerweile von iPhones über Bekleidung bis hin zu Dienstleistungen wie eine Wimpernverlängerung.

Für Privatpersonen also sehr nützlich, wird dieser Bereich jetzt auch vor allem für E-Commerce-Unternehmen interessant.

Facebook rollt die Facebook Marketplace Ads aus und gibt Advertisern damit die Möglichkeit, ihre Anzeigen neben den vielen weiteren Platzierungsmöglichkeiten auch im Marketplace auszuspielen.

Dabei können Anzeigen im einfachen Bildformat oder als Karussell geschaltet werden.

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Facebook Ads können demnächst auch im Bereich Marketplace platziert werden (Quelle: allfacebook.de)

Das Feature kann im Zusammenhang mit den Kampagnenausrichtungen auf Traffic, Conversions und Produktkatalogverkäufe verwendet werden.

Leider ist auch diese Funktion noch nicht in allen Werbekonten sichtbar und daher warten wir gespannt auf den globalen Roll-Out.

Facebook: Dynamic Ads für Lead-Generierung

Je nach Branche bietet es sich an, die durch Facebook zur Verfügung gestellten Werbeformate entsprechend zu nutzen. Besonders für den Dienstleistungssektor oder B2B-Kunden bieten sich die sogenannten Lead Ads an.

Facebook geht jetzt einen Schritt weiter und bietet Dynamic Ads für die Lead-Generierung, d.h. es werden dem Nutzer die jeweiligen Angebote angezeigt, die er sich bereits auf der Unternehmensseite angeschaut hat.
Jetzt sagen Sie, das kenn wir doch bereits von den einfachen DPAs, die dann über klassisches Retargeting zurück die auf Produktdetailseite führen? Ja klar, aber bei den Lead-Formaten gibt es den Vorteil, dass der Nutzer nicht zurück auf die Website des Unternehmens, sondern in die Eingabemaske von Facebook, eben die einer klassischen Lead Ad, gelangt. Der zusätzliche Vorteil ist also, dass der Kunde nicht einmal Facebook verlassen muss und sich somit nicht mit längeren Ladezeiten von Ladingpages oder lästigem Ausfüllen der Eingabefelder beschäftigen muss.

In der Lead Ad sind die Felder vorausgefüllt, der Nutzer muss diese Anfrage nur noch absenden. Besonders eignet sich das Anzeigenformat also zum Beispiel in der Automobilbranche, bei denen sich Personen bestimmte Modelle angeschaut und wieder abgesprungen sind.

Mit einer dynamischen Lead Ad können diese wieder angesprochen und zur direkten Kontaktaufnahme, beispielsweise für eine Probefahrt, geleitet werden.

Facebook: Partnerkategorien sind bald Geschichte

Im Zuge der bald in Kraft tretenden neuen DSGVO und dem kürzlichen Datenskandal rund um Cambridge Analytica ist das Thema Datenschutz aktuell in aller Munde.

Facebook zeigt jetzt eine erste Reaktion und stampft die Partnerkategorien für Werbetreibende ein.

Bisher konnten zur gezielten Targeting-Aussteuerung Drittanbieter-Daten von Unternehmen wie Acxiom oder Datalogix hinzugezogen werden, um weiterführende Erkenntnisse über Themen und Nutzer in die entsprechende Zielgruppe mit einfließen zu lassen.

Targeting Facebook

Detailliertes Targeting durch Ausrichtung auf Partnerkategorien von beispielsweise “Acxiom” 

Dieses Vorgehen hatte sich auf Facebook bislang grundsätzlich bewährt und keine weiteren Probleme aufgeworfen, dennoch wird der Social-Media-Riese dieses Feature vorerst für die nächsten sechs Monate abschaffen. Den Facebook-Nutzern soll damit ein Stück weit mehr Privatsphäre in ihrer Zeit auf der Plattform zukommen.

In Kraft treten soll diese Regelung erstmalig ab dem 10. Mai, wonach einige Kampagnen mit Partnerkategorien aber noch eingeschränkt weiterlaufen können. Bis Oktober diesen Jahres soll das Thema dann endgültig der Vergangenheit angehören.

Haben Sie die Partnerkategorien bereits in Ihren Kampagnen genutzt? Falls ja, sollten Sie zeitnah Ihre Targetings noch einmal anpassen oder ggf. überarbeiten. Falls nicht, haben Sie vielleicht auch gar nicht viel verpasst, da die Meinungen zur Qualität der Daten ohnehin auseinander gingen. Für die jeweiligen Drittanbietern wird diese Meldung aber wahrscheinlich eher negativ ankommen…

Stay Tuned!

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