PPC Rockets: Throwback Thursday #Mai

Autor:
Kategorie: Online Marketing, PPC Rockets

Mehr Funktionen zur Automatisierung bei Google Shopping, einfachere Werbeschaltung bei Instagram: Der Juni brachte allerlei Erleichterungen für Advertiser. Mehr darüber und weitere wichtige News zu allem, was pro Klick abgerechnet werden kann, gibt’s von unseren PPC-Rockets.

 

AdWords: Zielvorhabenoptimierte Shopping-Kampagnen

Google geht einen weiteren Schritt in Richtung Automatisierung – diesmal mit den Shopping-Kampagnen. Zielvorhabenoptimierte Shopping-Kampagnen nennen sie sich und der Name ist Programm. Statt jeweils eigene Kampagnen je nach Kanal zu erstellen, werden hierbei alle Kanäle, von der Google Suche bis hin zu YouTube abgedeckt – einschließlich dem dynamischem Remarketing. In der Erstellung lässt sich ein Ziel einrichten, welches Google durch verschiedenste Automatismen versucht, zu erreichen.

google-shopping-kanal

Für Advertiser ist dies eine erhebliche Arbeitserleichterung. Schließlich werden Anzeigenplatzierungen, Anzeigenvariationen, Targeting und Gebote automatisch eingerichtet und angepasst. Um die standardmäßigen Shopping-Kampagnen kommen wir dennoch noch nicht herum, denn eine Voraussetzung ist das Erreichen von mindestens 20 Conversions in den letzten 45 Tagen – über Google Shopping!

Einen Test ist das neue Wunderkind von Google sicherlich wert, doch sollte dieser mit Bedacht durchgeführt werden. Negative Keywords lassen sich derzeit nicht hinterlegen und die Erfahrung hat bisher gezeigt, dass weniger sinnvolle Suchanfragen häufig von den Google Automatismen nicht als solche erkannt werden und entsprechend teuer werden können.

 

Facebook: Gleichzeitige Link- und Conversion-Optimierung wird abgestellt

Richte ich meine Facebook Anzeigen lieber auf Conversions oder Link-Klicks aus? Für diese Frage hatte Facebook den Advertisern als Hilfestellung die Option mitgegeben, einfach beides zuzulassen und den Algorithmus damit selbst entscheiden zu lassen, wann er genügend Futter für eine optimale Conversion-Ausrichtung hat. Ein ganz nettes Feature, welches offensichtlich nicht den gewünschten Effekt gebracht hat. Daher hat Facebook entschieden, diese Option ab dem 30. Mai zu entfernen.

facebook-conversion-link-optimierung

Prinzipiell ist die Idee ganz nett, erst auf Link-Klicks zu optimieren, damit der Algorithmus Daten für die Conversion-Optimierung sammeln kann. Doch wer sich mit dem Kanal Facebook, der Zielgruppe und der Funktionsweise des Algorithmus einmal auseinandergesetzt hat, wird sich über die mangelnde Performance durch die Option nicht wundern.

Wer wiederum die Option in seinen AdGroups aktiviert hatte, sollte diese nochmal durchgehen. Mit der Umstellung am 30. Mai wurden alle AdGroups automatisch auf Conversions ausgerichtet und sollten einmal hinsichtlich der Zielsetzung überprüft werden

 
 

AdWords: Technische Optimierungen für eine bessere Nutzer-Erfahrung

Wir wollen Sicherheit – und zwar ganz schnell! Nein, wir wollen hier nicht auf die neue DSGVO vom 25. Mai eingehen, sondern auf die technischen Anpassungen von Google.

Haben Sie sich beispielsweise bisher davon abschrecken lassen, dass eine Website noch nicht auf HTTPS umgestellt hat? Wenn nicht, könnte dies in naher Zukunft der Fall sein. Wo bisher ein relativ unauffälliges Zeichen im Chrome Browser darauf aufmerksam macht, dass eine Webseite eine unverschlüsselte Datenverarbeitung nutzt, wird künftig ein auffällig roter Warnhinweis zu sehen sein. Damit sollen Webseitenbetreiber angehalten werden, die Datenverarbeitung zu verschlüsseln und auf HTTPS umzustellen.

chrome-sicherheit

Ein weiteres Feature für eine optimierte Nutzer-Erfahrung ist das parallele Tracking für Search- und Shopping-Kampagnen, auf das Google AdWords bis Oktober 2018 umstellen möchte. Dies betrifft Advertiser, die neben Google noch weitere Anbieter fürs Klicktracking nutzen. Ziel des parallelen Trackings ist es, die Ladegeschwindigkeit zu erhöhen und dadurch die Absprungrate zu verringern.

Für den potentiellen Kunden passiert nichts weiter, als dass er nach dem Anzeigenklick schneller auf die Zielseite gelangt. Das geschieht, indem die Vorgänge im Hintergrund verändert werden: Bisher verhält es sich wie mit einer Kette: Nach dem Anzeigenklick wird zunächst der AdWords-Klick-Tracker, gefolgt von den weiteren Tracking-URLs, geladen. Erst wenn alle Prozesse durchlaufen sind, sieht der Nutzer die Zielseite.

parallel-tracking

Mit dem parallelen Tracking werden diese Ladeprozesse in den Hintergrund verschoben, sodass der Nutzer sich bereits auf der Zielseite aufhalten kann, während der AdWords-Klick-Tracker und die Tracking-URLs noch nacheinander geladen werden. Diese Möglichkeit können Advertiser ab sofort nutzen, sollten jedoch sicherstellen, dass der externe Tracking-Anbieter die Funktion auch unterstützt. Mit der Testen-Schaltfläche neben den Tracking-Vorlagen lassen sich diese auch vor dem Abspeichern überprüfen.

 

Instagram: Bewerbung organischer Posts im Anzeigenmanager

Über den Facebook Werbeanzeigenmanager konnte man schon länger die Platzierung Instagram Newsfeed oder auch Instagram Stories auswählen. Bisher war dazu allerdings notwendig, die Anzeigen direkt über Facebook zu erstellen.

Bis Mitte Juni soll in allen Instagram Business-Accounts eine Funktion ausgerollt werden, über die sich auch organische Instagram-Bilder und -Posts direkt über die App bewerben lassen.

Der Vorteil besteht darin, dass der Content auf Facebook und Instagram nun auch im Advertising getrennt werden kann. Außerdem können organische Instagram-Posts, die schon mühevoll aufgesetzt wurden, nun direkt gepusht werden, ohne dass man parallel dazu eine Anzeige über den Facebook-Werbeanzeigenmanager schalten muss.

Das neue Format Instagram Shopping kann weiterhin leider nur in organischen Posts beworben werden. Wir sind aber gespannt, was Facebook und Instagram da noch ausrollen..

Wie bewerben Sie jetzt genau einen Instagram Posts? Ganz einfach – unter jedem geposteten Bild wird im Unternehmensprofil die Funktion “Hervorheben” angezeigt.

Dann gehen Sie noch folgende Schritte kurz durch:

1. Ziel festlegen

2. CTA-Button definieren

3. Zielgruppe definieren

4. Budget und Laufzeit festlegen

Und GO!

Auswerten können Sie die Bewerbung über die Statistik-Funktion, hier lassen sich unter anderem beworbene Beiträge und organische Posts vergleichen.

 

Facebook: neues Anzeigenformat “Tabs for Canvas with Collection”

Facebook führt die bekannten Formate Collection und Canvas zu einem neuen und weiterentwickelten Anzeigenformat Tabs for Canvas with Collection zusammen. Die Nutzer können jetzt innerhalb der Canvas zwischen mehreren Tabs surfen und Produkte aus dem Produkt-Katalog entdecken. Dabei werden die relevantesten Produkte angezeigt, wie es schon in den Dynamic Ads gelöst ist. Ein richtiges Shopping-Erlebnis wird es durch die Titelbilder der einzelnen Tabs.

tabs_for_canvas

Um das neue Format anlegen zu können, müssen die Canvas Vorlagen Produkte verkaufen: Raster Layout oder Produkte verkaufen: Lifestyle Layout mit dem Kampagnenziel Conversion oder Traffic angelegt werden. Ein Produkt-Katalog für die Produktempfehlungen in der Collection ist auch nötig.

 

DoubleClick: Audio Ads bei Spotify und Co.

Der DoubleClick Manager bietet neues Werbeinventar bei den beliebtesten Streaming-Anbietern und folgt damit dem Trend der digitalen Audio-Angeboten. Mit der Möglichkeit von DoubleClick können die Nutzer nun über Display, Video und Audio-Formate erreicht werden. Die Werbetreibenden dürften die vereinfachten Abläufe durch programmatischen Ad Kauf freuen.

Es sollen Inventare von Google Play Music, Spotify, SoundCloud und TuneIn, zukünftig auch Pandora buchbar sein.

 

AdWords: Notizen im neuen Interface

Bei Analytics sind die Werbetreibenden die Notizen in den Diagrammen schon gewohnt, jetzt sind sie auch im neuen AdWords-Interface verfügbar. Notizen können auf Konto-, Kampagnen- und Anzeigengruppen-Ebene angelegt werden.

adwords_notes

Eine Notiz über die Leistungsgrafik einzufügen ist einfach. Sobald sich Ihr Mauszeiger auf der Grafik befindet, erscheint ein eine Karte mit der Möglichkeit eine Notiz anzulegen. Im Notizenbereich, den Sie bei den 3 Punkten finden, sind alle Notizen aufgelistet und können bearbeitet oder wieder gelöscht werden.

Somit sind die Tage vorbei, an denen die handgeschriebenen Notizen für außergewöhnliche Ereignisse im AdWords-Konto rausgesucht werden müssen.

Was beachtet werden sollte: Notizen sind für alle Nutzer mit einem Zugang sichtbar.

 

AdWords: Vorhang auf für Responsive Search Ads

Advertiser dürfen sich über ein neues Anzeigenformat für Search-Anzeigen freuen, denn Responsive wird ab jetzt auch im Suchnetzwerk thematisiert.

Aktuell noch in der BETA-Phase, durften wir schon in einigen Konten auf die neuen Responsive Ads zugreifen:

Neben den bereits bestehenden Dynamic Search Ads und auch im neuen Interface gelaunchten automatisierten Anzeigenvorschlägen, soll mit den Responsive Search-Ads die Anzeigenschaltung auf der Basis maschinellen Lernens stattfinden.

Großer Vorteil für Advertiser und Nutzer: Die Anzeige kann im neuen Format bis zu drei (statt bisher zwei) Überschriften beinhalten und auch die Beschreibung wurde auf 90 (statt 80 Zeichen) erweitert.

Beim Erstellen der Anzeige hat der Werbetreibende die Möglichkeit, bis zu 15 verschiedene Headlines und vier separate Beschreibungen zu hinterlegen. Die anderen Felder gleichen den bisher erweiterten Textanzeigen von Google.

Auf Grundlage des Algorithmus wird dann die Anzeige mit den für den Nutzer am relevantesten bewerteten Elementen ausgespielt.

Im Nachgang lässt sich die Ausspielung ganz einfach über die Berichtskategorie einsehen.

Vorsicht ist geboten: Beachten Sie, dass die Anzeigenvarianten je nach Suchanfrage variabel ausgespielt werden können. Demnach sollten die einzelnen Elemente jeweils ihre eigene Aussage haben und auch untereinander zusammenpassen.

 

AdWords: In-Market Audiences für das Suchnetzwerk

Bereits aus der Ausrichtung von Display- oder Youtube-Kampagnen sind uns verschiedene interessenbasierte und kaufbereite Zielgruppen von Google bekannt.

Advertiser dürfen sich freuen, denn jetzt können diese Zielgruppen auch im Suchnetzwerk genutzt werden.

Aktuell sind mehr als ein Dutzend Kategorien verfügbar und wir sind uns sicher, dass die ein oder andere Kategorie für die verschiedenen Branchen relevant ist. Die Einstellungen können unter dem Bereich “Zielgruppen” im neuen AdWords Interface vorgenommen werden.

Also, sobald diese Funktion in Ihrem Konto ausgerollt ist, sollten Sie sich durch die Kategorien klicken und Passendes auswählen. Bevor Sie Ihre Anzeigengruppe dann auf dieses Targeting ausrichten, können Sie wie gewohnt mit der Einstellung “Beobachtung” starten, ohne dass Sie gleich zu Anfang die Reichweite Ihrer Kampagne einschränken.

Einen Kommentar hinterlassen

Suchbegriff eingeben und mit Enter Suche starten