So können lokale Läden ihr Geschäft online ankurbeln

Kategorie: Presse

Fünf Tipps für regionales Online-Marketing

Osnabrück, 6.10.2016. 91 Prozent der deutschen Internetnutzer suchen online nach Produkten, Dienstleistungen und Läden in der Nähe, so eine Google-Studie.* Für lokale Geschäfte ist es also wichtiger denn je, ihre Zielgruppe online abzuholen und in den Laden zu bringen. Schahab Hosseiny, CEO der Performance-Marketing-Agentur MSO Digital, gibt stationären Unternehmen fünf Tipps, wie sie über Online-Werbemaßnahmen ihre Zielgruppe optimal ansprechen können.

1. Ins Schwarze treffen

Setzen Sie bei Suchmaschinen-Werbung (SEA) sowie Display-Werbung auf clevere Targeting-Möglichkeiten, um potenzielle Kunden zum passenden Zeitpunkt anzusprechen. Ein Umkreis-Targeting ist beispielsweise bei Facebook-Anzeigen bis auf einen Kilometer möglich. Für Händler, die auf gutes Wetter angewiesen sind, wie Eisdielen oder Strandbars, ist ein Wetter-Targeting von Vorteil. Auch ein situatives Targeting kann die Zielgruppen in das Geschäft oder an den Standort locken. Ein Beispiel: Flughafennahe Hotels können dann werben, wenn ein später Flug ausfällt.

2. Auf Telefonanrufe setzen

Telefonanrufe sind im Bereich lokales Marketing einer der wichtigsten Umsatzbringer. Schlüssel vergessen, Rechtsstreit, Todesfall – ist der Kunde in Not, will er keine E-Mail schreiben, sondern direkt mit einem Experten in der Nähe sprechen. Für jene Unternehmen ist es wichtig, Landingpages anzulegen, auf denen individuelle Telefonnummern angezeigt werden. Diese ermöglichen ein Telefontracking, also die Zuordnung des Anrufs als Reaktion auf ein bestimmtes Werbemittel oder eine Kampagne.

Schaubild Telefontracking

Mit dem Telefontracking (oder auch Call-Tracking genannt) kann der Anruf eines Interessenten einem bestimmten Werbemittel oder einer Kampagne zugeordnet werden.

3. Regionalbanner buchen

Regionale Tageszeitungen stehen wie kaum ein anderes Medium für die lokale Berichterstattung. Wenn Sie in den Printausgaben regionaler Tageszeitungen werben, lohnt sich eine Parallelbuchung auf den entsprechenden Online-Präsenzen der Medien. So können Sie die Regionalbanner nicht nur im Einzugsbereich der Tageszeitung schalten, sondern auch auf umliegende Regionen ausweiten.

4. Google My Business updaten

Laut Google hat jede dritte Suche einen lokalen oder regionalen Bezug. Meist haben die Nutzer ein konkretes Kontakt- oder Rechercheziel. Gerade deshalb ist es wichtig, Ihre Angaben auf Google My Business aktuell zu halten. Das Branchenbuch von Google ist kostenfrei und kann selbst administriert werden. So werden die Informationen über Ihr Unternehmen auf Google Maps, in den Suchergebnissen und auf Google+ optimal dargestellt. Tipp: Besitzen Sie mehrere Filialen, legen Sie unbedingt Einzeleinträge für die Geschäfte an. Google My Business bietet auch die Möglichkeit, eine 360-Grad-Ansicht Ihres Geschäfts anzuzeigen.

5. Persönlichkeit zeigen

Bilder erzeugen Emotionen und fungieren als Entscheidungshilfe. Werben Sie nicht mit Stock-Bildern, sondern zeigen Sie die Personen hinter Ihrem Unternehmen. Das macht die Anzeige persönlicher und weckt die Neugierde. Besonders für die Bewerbung beratungsintensiver Produkte oder Dienstleistungen sind Bilder mit echten Mitarbeitern gut geeignet.

Schahab Hosseiny, CEO von MSO Digital, rät dazu, das Trial-and-Error-Prinzip bei regionalen Online-Marketing-Maßnahmen zu vermeiden: „Für viele Unternehmen ist es schwierig, die Digitalisierung des Marketings aus der eigenen DNA heraus zu gestalten. Aber langwierige Learnings kosten viel Geld. Stationäre Unternehmen ohne Onlinemarketing-Fachkenntnisse beschleunigen ihr Geschäft am besten, indem sie sich Partner ins Boot holen, die beispielsweise eine Strategie entwickeln oder interne Mitarbeiter thematisch fit machen.“

*Local Search Study von Google, durchgeführt von Ipsos MediaCT, n=3.500 deutsche Smartphone-Nutzer, 2015