SEO-Day 2017 in K├Âln – Recap

Kategorie: Veranstaltungen

Unsere SEO Managerin┬áAnna B├Âttcher, war auf dem SEO Day in K├Âln und hat ihr neu gewonnenes Wissen und Erfahrungen in einem Recap zusammen gefasst.

Wie stark unterscheidet sich eigentlich SEO mittlerweile auf Mobile, Desktop und anderen Ger├Ąten?

9:00-9:30 ÔÇô Marcus Tober Searchmetrics

Den Start machte f├╝r mich Marcus Tober. Mit seiner Aussage, dass die Marcus Tober - SearchmetricsUnterschiede zwischen Mobil und Dekstop gr├Â├čer werden, sich dies jedoch auch von Land zu Land unterscheidet, startete er in seinen 30 min├╝tigen Vortrag. Die Unterschiede machen sich besonders in der Suchintention bemerkbar. KNOW YOUR AUDIENCE! Was suchen Kunden auf welchem Endger├Ąt? Die┬áSuchintention wirkt sich mit┬ádarauf aus, auf welchem Device Suchergebnisse ranken. Ein weiteres Thema, welches f├╝r die mobile Suche gro├če Relevanz hat, ist AMP. Gegen Ende kam das Thema Voice Search noch auf den Tisch. Die Problematik, die Tober ansprach, war die Ungenauigkeit und die Fehlerquote, mit der Smart Speaker noch zu k├Ąmpfen haben.

Fazit:

  • Suchintention unterscheidet sich auf desktop und mobil
  • Know your audience!
  • AMP gewinnt immer mehr an Relevanz und Dominanz in der mobilen Suche
  • (noch) recht hohe Fehlerquote bei Antworten in der Voice Search

Voice Search: Alexa, wir m├╝ssen reden!

9:40 ÔÇô 10:10 ÔÇô Gero Wenderholm

Gero Wenderholm begann seinen Vortrag mit „Daisy, eine Folie vor! Daisy, zwei zur├╝ck!“. Klappte, dank der assistierenden Moderatorin ganz hervorragend, die flei├čig vor- und zur├╝ck dr├╝ckte. Trotz des anf├Ąnglichen Scherzes machte der Speaker deutlich, dass die Sprachsuche kein Scherz sei, sondern „the next big thing“. Bereits jeder zehnte Haushalt in den USA sei schon mit einem Smart Speaker ausgestattet. Nur noch eine Frage der Zeit, bis die gro├če Welle auch uns erreicht?! Die Problematik der Sprachsuche liege an den unterschiedlichen Redensarten, Dialekten und Wortsch├Ątzen, die in die Suche und deren Auswertung mit einbezogen werden m├╝ssen. An dem Beispiel „Was ist die beste Pizzeria in meiner N├Ąhe“ machte Gero deutlich, dass die Maschine am Ende entscheidet, ob es dich (in diesem Falle die Pizzeria in der N├Ąhe) gibt oder nicht. Local SEO ist da das Stichwort! Und wenn wir ├╝ber die Optimierung f├╝r verschiedene Devices sprechen, wieso dann nicht auch ├╝ber eine Website als Sprachversion?

Fazit:

  • verschiedenen Sprechweisen und der Kontext der Frage muss bei der Sprachsuche mit ber├╝cksichtigt werden
  • Local SEO beachten!
  • Optimierung auf Longtail und W-Fragen

Top 10 SEO Fragen - Von Google beantwortet - John Mueller

John Mueller von Google10:20 – 10:50 ÔÇô John Mueller von Google

Der Vortrag von John Mueller war, wie zu erwarten, brechend voll. Dementsprechend schlecht waren die Fragen aus dem Publikum zu verstehen. Meine ung├╝nstige Position am Rand, verborgen hinter einem Riesen, tat ihr ├╝briges.

Schlussendlich wird aber deutlich, dass der mobile first Index und die gesamte Umstellung auf mobile first┬áwichtige┬áThemen sind und zu leicht panischen Fragen der Zuh├Ârer f├╝hren. Auch das Thema AMP und die Relevanz von schnellen Ladezeiten d├╝rfen da nat├╝rlich nicht fehlen. John Mueller versucht jedoch das Ganze etwas zu beruhigen mit seiner Aussage, dass der mobile Index nach und nach ausgerollt und nicht von einen auf den anderen Tag ├╝bergest├╝lpt wird.

Au├čerdem sei eine „normale“ Seitenladezeit v├Âllig ausreichend, da Google aktuell nur generelle Unterschiede zwischen schnell und langsam treffe. Eine weitere Frage kam zur Vererbung des Linkjuices bei Canonical-Tags auf. Die Vererbung geschieht n├Ąmlich nicht automatisch an die im Canonical-Tag angegebene URL.

Fazit:

  • mobile Index kommt, wird aber nach und nach ausgerollt
  • CSS muss Suchmaschinen zug├Ąnglich sein!
  • SEO-Optimierung ├╝ber den Google Tag Manager m├Âglich
  • Vorsicht bei der Linkjuice Vererbung von Canonical-Tags

Search Experience Optimization - UX- und Performance-Refactoring und die Auswirkungen auf die SEO-Strategie

11:00 ÔÇô 11:30 Kay Spiegel

Die Hauptfrustration der Suchenden ist, wie war es anders zu erwarten, zu lange Seitenladezeiten und st├Ârende Pop-ups. L├Ądt eine Seite l├Ąnger als 3 Sekunden, haben ├╝ber 50% der Suchenden schon keine Lust mehr und verlassen die Seite wieder. Daher sollte man als Seitenbetreiber seine Ladezeit definitiv mal getestet haben – zum Beispiel mit webpagetest.org┬á(auch nicht unbedingt was Neues).

Wenn man mit WordPress arbeitet sollte einem bewusst sein, dass viele Plugins, auch wenn sie deaktiviert sind, sich negativ auf die Seitenladezeit auswirken. Zudem spielen auch die Bildgr├Â├čen eine wichtige Rolle. Mit dem Tool tinypng.com┬ák├Ânnen Bilder einfach komprimiert werden. Zudem lohnt sich die Implementierung von „lazyload“. Hierbei werden Datenobjekte erst bei konkreter Anfrage oder wenn sie im Viewport liegen wirklich geladen.

Fazit:

  • auf Ladezeiten achten
  • bei WordPress darauf achten, dass die Seitenladezeit nicht unn├Âtig verlangsamt wird (Plugins, gro├če Bilder etc.)
  • mit lazyload arbeiten

Neue SEO Erfolge mit holistischen Landingpages

11:40 ÔÇô 12:10 Marco Janck

Holistische Landingpages …

Der neue Schrei (zumindest nach Marco Janck). Doch was genau steckt denn dahinter? Holistische Landingpages sollen umfangreiche, umfassende und ganzheitliche Informationen zu einem Thema/Marke/Produkt etc. bieten. Schlussendlich soll Content geboten werden, der begeistert und allumfassend informiert, sodass der Kunden ihn gerne konsumiert und im besten Fall teil. Der Seitenaufbau einer holistischen Landingpage sieht dabei wie folgt aus:

H1 mit Hauptkeyword und CTA, Untergliederung des Themas in Abschnitte mit H2 ├ťberschriften, H3 anhand von W-Fragen.

Schlussendlich braucht es zwischen 3000-5000 W├Ârter, um eine ad├Ąquate holistische Landingpage zu erstellen. Ob Nutzer sich schlussendlich 5000 W├Ârter aufmerksam durchlesen bleibt die andere Frage …

Fazit:

  • holistisch = ganzheitlich
  • holistische Landingpages sollen Themen/Marken ganzheitlich und umfassend beschreiben
  • Textl├Ąnge von ca. 5000 W├Ârter optimal

Links, die echten Traffic generieren und dessen Auswirkungen auf die Rankings

Motto des SEO Days 2017 - hier flie├čt seo wissen12:20 ÔÇô 12:50 ÔÇô Mario Jung

Hauptmessage des Vortrags von Mario Jung: Linkveredelung ist super! Linkveredelung – was ist denn damit gemeint?

Bei der OffPage-Optimierung muss es nicht immer nur darum gehen neue Links aufzubauen, sondern auch bestehende Links nochmal anzugehen und zu „veredeln“. Dabei ist der erste Schritt auf den jeweiligen Linkpartner zu zugehen und ihm anzubieten, den bestehenden Content zu optimieren, den Link prominenter zu machen oder ├Ąhnliches. Durch das Verfahren der Linkveredelung minimiert man zudem die Gefahr einer Abstrafung von Google und man ist f├╝r den Wettbewerb schwerer zu durchschauen.

Fazit:

  • Linkaufbau ist nicht alles
  • Linkveredelung von bestehenden Links
  • auf Linkpartner zugehen (Content optimieren, Linkposition, interne Verlinkung etc.)

Raus aus der SEO-Filterblase - auf Basis von Umfragen & Daten schauen wir von au├čen auf Google und SEO.

14:00 ÔÇô 14:30 ÔÇô Johannes Beus

F├╝r seinen Vortrag hat Johannes Beus Google Surveys als Anhaltspunkt genommen. Abgefragt wurde die Grundeinstellung gegen├╝ber Google und Google Produkten. Auf welche Anwendung oder auf welches Produkt k├Ânnen Nutzer und Suchende im Alltag nicht mehr verzichten? Unterm Strich ein durchaus positiv Ergebnis f├╝r Google. Die allgemeine Einstellung gegen├╝ber Google ist durchaus positiv und nur 9% der Befragten k├Ânnten sich ein Leben noch ohne Google vorstellen. Hurray Google… alles richtig gemacht!

Fazit:

  • Einstellung gegen├╝ber Google ist bei den Befragten zu 85% positiv
  • Ein Leben ohne Google – undenkbar bei vielen Befragten!
  • Was SEO ist, war dem Gro├čteil der Befragten jedoch unbekannt

Welcome to a new world: Crawling, Indexing & Ranking im Zeitalter von Mobile First

14:40 ÔÇô 15:10 Bastian Grimm

Dies war, in meinen Augen, einer der spannendsten Vortr├Ąge, weil er nat├╝rlich auch die Aktualit├Ąt des bevorstehenden mobile first Index aufgreift. So richtig klar, wie, wo, wann ist das Ganze jedoch noch keinem. Klar ist, auch mit mobile first soll es nur einen Index geben und er soll global eingef├╝hrt werden. Wann genau eine Seite umgezogen wird, wird nicht bekannt gegeben. Sollte es jedoch zu Problemen w├Ąhrend des Umzugs kommen, soll der Seitenbetreiber (h├Âchstwahrscheinlich)┬áinformiert werden. Ein weiteres Learning, Google crawlt mit einer Aufl├Âsung von 1024. Das bedeutet – achtet auf eure Breakpoints! Weiteres wichtiges Stichwort – time to meaningful paint. Bedeutet soviel wie den wichtigen, relevanten Content schneller darzustellen.

Auch Bastian Grimm wies nochmals auf die Bedeutung von schnellen Ladezeiten hin. Zudem betonte er nochmal, dringend auf https umzustellen (wer das nicht sowieso schon getan hat), da ab Mitte Oktober bei Google Chrome http-Seiten deutlich als „unsicher“ markiert werden. Seine Tipps f├╝r die Vorbereitung auf mobile first:

  • ├ťberlegt euch, welche Variante sich am ehesten anbieten (responsive, dynamic, independent mobile site),
  • Beachtet die richtige Auswahl an Keywords f├╝r das entsprechende Device,
  • Pr├╝ft die Kompatibilit├Ąt mit allen m├Âglichen Tools und Anwendungen die euch zur Verf├╝gung stehen!

Fazit:

  • Google rendert mit einer Aufl├Âsung von (nur) 1024
  • time to meaningful paint beachten
  • Performance = UX
  • auf https umstellen
  • sich langsam aber sicher auf mobile first einstellen

9 Online Marketing Kniffe, die Deinen Umsatz sofort steigern k├Ânnen.

15:20 ÔÇô 15:50 ÔÇô Julian Dziki

Gut, zugegeben in diesem Vortrag wurde das Rad der SEO-Welt nicht neu erfunden. Ein paar hilfreiche Tipps gab es trotzdem. Julian Dziki legte den Zuh├Ârern ans Herz, bei der Nennung von USPs in der Description oder auch auf der Website immer konkrete Angaben zu machen. So w├Ąre die Angabe „schnelle Lieeferzeiten“ zu schwammig, besser klappen w├╝rde „Lieferzeit innerhalb von 3 Tagen“. Au├čerdem versuchte er die Hemmschwelle zu verringern, unn├╝tzen und schlechten Content auch tats├Ąchlich zu l├Âschen, oder zumindest zu ├╝berarbeiten!

Fazit:

  • konkrete USPs
  • Pinterest nutzen (wenn es Sinn ergibt)
  • Storytelling
  • alten Content nochmal anfassen und gegebenenfalls ├╝berarbeiten
  • schlechten Content, der nicht konsumiert wird l├Âschen!

Google Strafen verstehen und vermeiden - erkl├Ąrt vom ehemaligen Search Quality Googler

16:00 ÔÇô 16:30 ÔÇô Kaspar Szymanski

Der ehemalige Search Quality Googler erkl├Ąrte in seinem Vortrag die Bedeutung hinter den Strafen und Meldungen, die Seitenbetreiber erhalten, wenn sie Google negativ auffallen. Diese reichen von Major Spam ├╝ber hacked content bis hin zum unnatural inbound link. Wichtig beim Angehen und Verargumentieren aller verh├Ąngten Strafen: Schritte der Behebung dokumentieren und die Beweisf├╝hrung kurz, knapp und sachlich halten. Nicht drohen, nicht leugnen und auch bitte nicht die Emotionskarte ausspielen, denn das bringt nichts. Wichtig ist: Einsicht zeigen!

Fazit:

  • Schritte bei der Behebung der Google Strafe dokumentieren
  • Ruhe bewahren
  • Beweisf├╝hrung kurz und knapp halten
  • sachlich bleiben
  • nicht emotional oder ungehalten werden

Die Relaunch-SEO-Checkliste: Stolperfallen bei neuen Websites vermeiden

17:00 ÔÇô 17:30 Markus Hoevener

F├╝r Markus Hoevener ist es nach wie vor kaum zu glauben, wie h├Ąufig heutzutage ein Relaunch noch in die Hose geht oder gehen kann. Sein Tipp ist sich an Checklisten und Standards zu orientieren, denn davon gibt es gen├╝gend im Web zu finden. Und ganz wichtig: Weiterleitungen korrekt einrichten! Wirklich ganz wichtig!

Hoevener selber unterteilt den Relaunch-Prozess in verschiedene Phasen: Planung, hei├če Phase, GoLive und Nachsorge. Und dabei immer wichtig: korrekte Weiterleitungen! (so genug darauf hingewiesen)

Fazit

  • an bestehenden Checklisten orientieren
  • im Vorfeld die Domain-Strategie analysieren und ├╝berarbeiten
  • Inhalte konsolidieren
  • 301 einrichten und pr├╝fen!
  • Rendering pr├╝fen (Stichwort Google Search Console)
  • Markups pr├╝fen
  • SSL pr├╝fen
  • und nochmal 301 pr├╝fen!

Einfach gefunden. Sch├Ânere Google-Rankings durch herausragende Inhalte.

17:40 ÔÇô 18:10 Rene Dhemant

Rene Dhemant gewann den Speaker-Preis des SEO Days 2017 als Top-Speaker. Es war ein sehr lebendiger Vortrag, mit viel Inhalt f├╝r wenig Zeit. Dementsprechend war auch seine Sprechgeschwindigkeit.

Die Hauptaussage: SEO-Texte gibt es nicht. Schreibt immer f├╝r den Nutzer, schreibt immer vollumpf├Ąnglich (holistische Landingpage hin oder her). Au├čerdem: educate first, sell later und push statt pull. Auch wichtig sind Inhaltsverzeichnisse! Diese machen den Inhalt sowohl f├╝r den Nutzer als auch f├╝r die Suchmaschine verst├Ąndlicher und bieten die M├Âglichkeit sch├Ânere Snippets zu erzeugen. Win-Win also!

Fazit:

  • strukturierte Texte (Abs├Ątze, Inhaltsverzeichnis etc.)
  • SEO-Texte gibt es nicht
  • schreibe immer f├╝r den Nutzer, nicht f├╝r die Suchmaschine
  • verwende bei der Content-Erstellung Tools um auch relevante Inhalte zu bieten (answerthepublic.com, buzzsumo, google trends um nur ein paar zu nennen)

Finale: SEO-Battle

Location des SEO Days 2017 - Rheinenergie-StationDas gro├če Finale sollte das Battle zwischen den zwei SEO-Giganten Christian Tembrink (netspirits.de) und Maximilian Muhr (urlaubspiraten.de) sein. Da Chris leider in Barcelona „gestrandet“ war┬áaufgrund einer Flug Stornierung, wurde es ein recht einseitiges Battle. Trotzdem ein netter Abschluss des SEO Days 2017 in K├Âln. Ganz sch├Ân sp├Ąt ist es dann doch geworden, um 20:30 Uhr kommen dann aber die Lichter im Rheinenergiestation nat├╝rlich besonders sch├Ân zur Geltung :)

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