Der Einsatz von Remarketing in Google AdWords

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Kategorie: Suchmaschinenmarketing



Wie in meinem letzten Blogartikel über die Targeting-Optionen in Googles Display-Netzwerk angekündigt, stelle ich euch heute eine weitere Ausrichtungsmethode vor: Das Remarketing, die von Google gewählte Bezeichnung für das Retargeting.

Grundlegendes zum Remarketing in Google AdWords

Was genau ist eigentlich Remarketing? Durch den Einsatz von Remarketing können gezielt Personen angesprochen werden, die bereits die Website des Werbetreibenden besucht haben. Die Besucher der Websites werden hierbei durch den Einsatz von Cookies „markiert“ und können somit wieder erreicht werden. Die Ansprache erfolgt dabei über andere Websites, auf denen die jeweiligen Websitebetreiber Werbeflächen für Google (über AdSense) zur Verfügung stellen.

Funktionsweise von Remarketing

Funktionsweise von Remarketing

Vorgehensweise

1. Einfügen des Remarketing-Tags auf der Website

Um Google Remarketing einzusetzen, muss zunächst ein Remarketing-Tag – ein kleines Code-Snippet – generiert und im Quellcode der Website platziert werden. In der Regel wird das Tag auf jeder Seite der Website implementiert.

2. Erstellen der Remarketing-Listen

Nach der Einbindung des Remarketing-Tags können Remarketing-Listen angelegt werden. Um Besucher von speziellen Unterseiten, beispielsweise von Kategorieseiten, gezielt ansprechen zu können, legt man für jede Kategorie eine eigene Remarketing-Liste an. Diese Listen werden über den Aufruf bestimmter URLs bzw. über URLs mit bestimmten Parametern definiert.

3. Erstellen der neuen Display-Kampagne

Nach dem Anlegen der Listen sollte eine neue Display-Kampagne in Google AdWords erstellt werden. Die Anzeigengruppen innerhalb der Kampagne werden dann auf die jeweiligen Listen ausgerichtet, so dass je Anzeigengruppe eine andere Zielgruppe angesprochen wird.

Ein Beispiel:

Ein Shopbetreiber verkauft über seinen Shop unter www.beispielshop.de Sportbekleidung. Die Kategorie „Tennisbekleiung“ kann über die URL www.beispielshop.de/tennis aufgerufen werden. Um gezielt Besucher dieser Kategorieseite über Remarketing ansprechen zu können, wird eine neue Liste angelegt, mit der Bedingung, dass nur Websitebesucher in die Liste eingetragen werden, die eine URL des Shops aufgerufen haben, die den Parameter „/tennis“ enthält.

Durch diese Vorgehensweise kann man viele verschiedene Zielgruppen definieren, entweder für jede Kategorie des Shops oder auch sehr granular für Unterkategorien oder ganz speziell für einzelne Produkte. Die Zielgruppen sollten jedoch nicht immer ausschließlich nach Produkten bzw. Produktkategorien geclustert werden. Sinnvoll ist zum Beispiel auch eine eigene Zielgruppe für Personen, die den Kaufprozess auf der Website abgebrochen haben.

Remarketing für Suchanzeigen

Klassischerweise wird Remarketing im Google Display-Netzwerk eingesetzt. Seit 2012 gibt es jedoch auch die Möglichkeit, die Remarketing-Listen für Search-Kampagnen zu nutzen. Der Einsatz für diese Kampagnen läuft bei Google unter dem Titel „Remarketing Lists for Search Ads“, kurz RLSA. Während im klassischen Remarketing Websitebesucher von Bannern bzw. Textanzeigen verfolgt werden, erreicht der Werbetreibende bei den RLSA-Kampagnen die Besucher in der Google-Suche.

Um eine RLSA-Kampagne einzurichten, bedarf es keinem besonderen, zusätzlichen Aufwand. Das Vorgehen ist dasselbe wie bei der Einrichtung einer normalen Such-Kampagne. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Anzeigengruppen innerhalb der Kampagne auf die jeweils gewünschten Remarketing-Zielgruppen ausgerichtet und mit einer Gebotsanpassung versehen werden.

Shopbetreiber sollten immer die Möglichkeiten des Remarketings in Google AdWords nutzen. Mit der richtigen Zielgruppenauswahl und durch die Wiederansprache der Zielpersonen der Remarketing-Listen lassen sich oftmals zusätzliche, in vielen Fällen auch relativ kostengünstige Conversions generieren.