Rückblick 2015 & Zukunft 2016

Kategorie: Online Marketing

Wie war das digitale Jahr 2015? Und was wird 2016 für uns interessant werden? Unser Leitungsteam um Schahab Hosseiny, Cord Westmeyer, Marc Cormann, Mario Rose und Andre Merz gibt seine ganz persönlichen Rück- und Ausblicke.

Das Jahr 2015

Das Jahr 2015 stand dabei erneut im Zeichen des Datenschutzes, aber auch Begriffe wie „Internet of things“ und unterschiedliche Monetarisierungsmodelle wurden in der Presse diskutiert. Gleichzeitig beeinflusst die Nutzung mobiler Endgeräte immer weitere Geschäftsmodelle.


Schahab Hosseiny

Schahab Hosseiny, CEO

Das Marketing hat 2015 endlich verstanden, dass der Konsument uns unlängst überholt hat und verzweifelt nach Vertrauen sucht. Das Private Web, wozu das Marketing bisweilen wenig bis keinen Zugang hat, wächst mit einer dramatischen Geschwindigkeit und wird in den nächsten Jahren annähernd so groß wie das Public Web. Der Konsument zwingt uns somit endlich im Marketing über die Nutzung von großen Datenmengen mit einer wesentlich höheren Sensibilisierung nachzudenken. Dennoch war der Skandal um Ashley Madison wohl erst der Anfang.

 

 


Cord Westmeyer

Cord Westmeyer, COO

Das Jahr 2015 war über große Strecken das Jahr der Buzzwords. Kaum eine Person oder Gesellschaft die nicht dem Big Data Datenschatz durch das Archiv nachjagte. Nicht wenige wollten in Meetings und Gesprächen ihre Produkte, die scheinbar zum „Internet of Things“ oder gar dem „Internet of Everything“ zugehörig sein sollten, unmittelbar mit „Neural Networks“ dem „Mashine Learning“ zuführen. Tatsächlich und greifbar umgesetzt wurde indes wenig. Wirkliche Bewegungen sah man hier eher im Nutzungsverhalten der User. Hier ist Online ehrlich und braucht sich nicht profilieren. Mobile wird in allen Disziplinen wichtiger und schickt sich an, die nahende Dominanz über alle Zielgruppen in 2016 sicher zu bestätigen und auszubauen.

 

 


Marc Cormann

Marc Cormann, Head of Online Marketing

Das Thema Mobile Advertising ist endlich angekommen. Unternehmen haben verstanden, dass sich Nutzer mobil informieren und auch mobil konsumieren. Das Thema Bewegtbild wurde sehr stark von den zwei großen Playern Google und Facebook vorangetrieben. Vor allem Amazon aber auch ebay sind in vielen Bereichen des E-Commerces nicht mehr wegzudenken. Es gibt Plattformen für gute und effiziente Online Werbung abseits von Google. Diversifikation ist gut!
Buzzword des Jahres: Digitale Transformation.

 

 


Mario Rose

Mario Rose, Head of Sales & Marketing

Die Entwicklung des lokalen Online Marketing-Markts hat sich insbesondere durch die rasante Zunahme mobiler Endgeräte deutlich beschleunigt. Unternehmer mit regionaler Zielgruppe haben verstanden, dass Kunden digitale und mobile Informationsprozesse zur Entscheidungsfindung nutzen und insbesondere in diesem Prozess für passende, lokale Angebote empfänglich sind. Die Location Based Advertising Strategien von u.a. Facebook & Google haben die Marketingmöglichkeiten von KMUs daher erheblich erweitert, jedoch ist die Umsetzungsgeschwindigkeit der Unternehmer zumindest in DACH noch zu gering. Search ist und bleibt damit weiterhin Online-Marketingthema Nummer 1 im KMU Bereich.

 

 


Andre Merz

Andre Merz, Head of Yield Management

Sowohl Advertisern als auch Publishern ist es im Jahr 2015 nicht gelungen das eigene Ökosystem auf die anhaltende Verschiebung der Internetnutzung von stationären zu mobilen Endgeräten zu optimieren. Kleinere Displayflächen, in sich geschlossene Applikationen, fehlende funktionierende Monetarisierungsmodelle & ein noch nicht vollends ausgereiftes Cross-Device Ad-Tracking führen noch immer zu größeren Streuverlusten in der individuellen oder zielgruppensegmentierten Kundenansprache.

 

 


Das Jahr 2016

Bereits jetzt lassen sich zahlreiche Tendenzen für das neue Jahr ableiten. Neben einem Fortschritt im Bereich virtuelle Realität bleiben vor allem im Bereich Advertising viele neue Herausforderungen. Neue Plattform entstehen beinah täglich – damit wird die optimale Planung für effiziente Omni-Channel-Kampagnen relevanter. Gleichzeitig ist dies nur bei einer höheren Automatisierung und soliden Datenquellen möglich; womit auch im Jahr 2016 die effektive Nutzung von Daten im Marketing präsent bleiben sollte.


Schahab Hosseiny

Schahab Hosseiny, CEO

Dass Oculus Rift nun endlich auf den Markt kommt, ist nur der Anfang einer weltweiten VR Bewegung. 2016 wird das Fundament gesetzt für eine fantastische globale Revolution von Virtual Reality in den nächsten fünf Jahren. VR wird als Game-Changer aus der Nische heraus aggressiv damit beginnen, erste Themenumfelder dominanter zu besetzten, als es Mobile heute schafft. Kommunikationsanwendungen werden dabei einer der zentralen Beschleuniger für die Akzeptanz im Massenmarkt einnehmen. Oculus hat additiv dazu zweifellos durch die Nähe sowie Vormachtstellung von Facebook im Messenger-Markt eine grandiose Position zur Sensibilisierungs-Beschleunigung für das Thema VR. Damit löst sich auch sukzessive die subjektive Wahrnehmung der Co-Existenz zwischen Online und Offline auf. Mittelfristig wird dies auch große gesellschaftliche Veränderungen treiben, so sind beispielhaft plötzlich Bildungs- oder Medizin-nahe Themen blitzartig mit wesentlich geringeren monetären sowie geografischen Einsätzen auf hohem Niveau möglich.

 

 


Cord Westmeyer

Cord Westmeyer, COO

In 2016 wird das Werben in Umfeldern endgültig sterben und das Targeting nach unterschiedlichsten Parametern noch weiter an Relevanz zunehmen. Fraglich bleibt wer hier am Ende die Nase vorn haben wird. Google mit seiner gigantischen Reichweite? Facebook mit seiner detaillierten Nutzerkenntnis oder bundesweite Zusammenschlüsse aus Vermarkternetzwerken und Publishern, die sich gegen das Monopol von Google und Facebook auflehnen wollen? Auch bleibt fraglich, wie sich in diesem Markt der Vertrieb in den nächsten 12 Monaten entwickeln wird. Face2face oder Programmatisch? Eindeutig ist, dass nur ein mehrdimensionales, deviceübergreifendes Denken zielführend die maximale Performance erbringen wird.

 

 


Marc Cormann

Marc Cormann, Head of Online Marketing

Online Marketing wird noch viel technologischer und datengetriebener werden, als es heute schon ist. Dabei spielen Themen wie Multichannel, Cross Device und Automatisierung von Marketingprozessen eine herausragende Rolle. Diese Themen müssen nicht nur technologisch bewältigt und relevant eingesetzt, sondern auch branchenspezifisch mit Datenschutzthemen in Einklang gebracht werden. Eine weitere sehr praxisnahe Herausforderung in diesem Zusammenhang, ist der Aufbau von Know How und die Bindung von Mitarbeitern in E-Commerce- oder Multichannel-Unternehmungen.

 


Mario Rose

Mario Rose, Head of Sales & Marketing

Einhergehend mit der weiterhin wachsenden mobilen Internetnutzung, bleibt in 2016 definitiv Mobile Marketing eine wichtige Hausaufgabe für alle Unternehmen – insbesondere für KMUs (mit regionaler Zielgruppe), die hier großen Nachholbedarf haben. Abseits der klassischen Search-Kampagnen werden für KMU Themen wie Bewegtbildkreation und -distribution über bspw. YouTube, datengetriebenes Display Advertising sowie Facebook Advertising unter Performanceaspekten eine hervorgehobene Rolle spielen. Standortbasierte Werbemöglichkeiten (bspw. Facebook Local Awareness Ads) in Kombination mit den außergewöhnlich granularen Targetingmöglichkeiten der o.g. Online Marketing Disziplinen werden klassische Marketingkanäle auch auf regionaler Ebene zu immer größeren Teilen ersetzen. Der Hidden Champion für dem KMU Bereich ist dabei Instagram – das soziale Netzwerk mit den aktuell höchsten Responsequoten bei Advertisings.

 

 


Andre Merz

Andre Merz, Head of Yield Management

Die Weiterentwicklung der individuellen Kundenansprache an jedem Touchpoint zum Unternehmen hin zu einem perfekten “seamless Commerce” stellt für mich die zentrale Herausforderung im Jahr 2016 dar. Der E-Commerce braucht eine exzellente Infrastruktur um dem sich wandelnden Nutzungsverhalten seiner Kunden gerecht zu werden. Second-Screen Informationsbeschaffung, individuelle Preisfindung, die Ausbreitung mobiler Pay-Systeme sowie der Customer Support über soziale Netzwerke sind Beispiele für die Komplexität der Herausforderungen einer omnipräsenten Kundenkommunikation.

 

 


Fazit

Facebook oder Google, Oculus Rift, Cross-Device und -Channel – das Jahr 2016 wird noch einige Überraschungen für uns bereit halten. Fakt ist: Das Marketing wird technischer als je zuvor, intelligente Datennutzung ist zum Tagesgeschäft geworden. Unternehmen jeder Größe – vom lokalen Gärtner bis zum international agierenden Industrieunternehmen – werden diese Daten nutzen und sich effizient von der Konkurrenz absetzen. Wir halten euch hier im Blog auf dem Laufenden, was die neuen Entwicklungen angeht!