Google Penalty und Reconsideration Requests

Google Penalty und Reconsideration Requests

Eine Google Penalty ist eine Strafmaßnahme durch den Suchmaschinenriesen, mit der Verstöße gegen die Google Richtlinien geahndet werden. Eine solche Abstrafung kann entweder aufgrund eines Algorithmus, also automatisiert, im Rahmen der Panda- und Penguin-Updates erfolgen, oder sie wird als manuelle Penalty durch Google-Mitarbeiter verhängt. In der Regel ist das das Webspam-Team, das wiederum Meldungen von Nutzern nachgeht, die gemeldeten Seiten untersucht und dann im Falle eines Verstoßes gegen die Guidelines einen manuellen Penalty verhängt.

Je nach Schwere und Umfang des Verstoßes kann eine Google Penalty die Sichtbarkeit der Site komplett oder teilweise reduzieren, wodurch sie etwa bei einem bestimmten Keyword nicht mehr unter den ersten Suchergebnissen geführt wird, sondern sich um 20, 30 oder noch mehr Plätze verschlechtert.

Eine Keyword-Penalty wird erfahrungsgemäß dann verhängt, wenn Google Hinweise auf unerlaubtes Linkbuilding und Linkkauf findet. Daher kann eine Keyword-Penalty auch für mehrere Keywords einer Site gelten, sofern auch bei diesen der Verdacht der unerlaubten Manipulation besteht.

Welche Auswirkungen kann eine Google Penalty haben?

Bei unerlaubten OnPage-Optimierungen aus dem Repertoire des Black Hat-SEO oder wenn über eine bestimmte URL beispielsweise Malware verbreitet wird, kann Google eine komplette URL oder bestimmte Verzeichnisse abstrafen. Damit wird der betroffenen URL oder dem Verzeichnis die Fähigkeit genommen, im Google-Index zu ranken – sie lassen sich damit nicht mehr in den Suchergebnissen auffinden, zu keinem einzigen Keyword.

Noch weiter gehen Subdomain- und Domain-Penalties, bei denen die gesamte (Sub-)Domain aus dem Ranking genommen wird. Damit ist die Website zwar nach wie vor im Google-Index vorhanden, allerdings sind ihr Ranking und der durch Suchmaschinenoptimierung erzielte Traffic verloren.

Die drastischste Maßnahme ist die Deindexierung, denn eine Website, die komplett aus dem Index gestrichen werden, sind bei Google nicht mehr zu finden. Diese Google Penalty wird jedoch erfahrungsgemäß nur bei besonders schweren Verstößen gegen die Webmaster-Richtlinien vergeben.

Sie sind unsicher, ob Sie von einer Google Penalty betroffen sind oder durch bestimmte Maßnahmen Gefahr laufen, abgestraft zu werden? Verlieren Sie keine Zeit und nehmen Sie kurzfristig Kontakt zu unserem Penalty-Team auf.

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Wie erkenne ich eine Google Penalty?

Eine Penalty von Google ist nicht immer sofort und eindeutig zu erkennen. Am ehesten lässt sich eine Penalty erkennen, wenn Tools zum Monitoring der Sichtbarkeit eingesetzt werden: Zeigen diese deutliche und vor allem abrupt einsetzende Verluste auf, die in der Regel bei bestimmten Keywords und Keyword-Kombinationen festzustellen sind, dann ist das ein möglicher Hinweis auf eine Penalty und sollte überprüft werden.

Algorithmische Penalties

Der Google-Algorithmus unterliegt einer ständigen Veränderung und Anpassung, zudem ist Google mit Informationen zu Details sehr zurückhaltend. Dennoch haben vor allem zwei große Updates (Panda und Penguin) in den letzten Jahren für massive Veränderungen in den Suchergebnissen geführt. Diese Updates wurden nicht komplett, sondern in Etappen umgesetzt, meist zunächst in den USA, bevor sie auch in Deutschland und Europa ausgerollt wurden. Daher können auch Jahre nach dem ersten Panda-Update Websites, die bisher keine Penalty erhalten haben, plötzlich in Ranking und Sichtbarkeit einbrechen.

Manuelle Penalties

Automatische Penalties sind auch daran zu erkennen, dass unmittelbar nach dem Ausrollen eines neuen Updates deutliche Veränderungen zu erkennen sind. Anders bei manuell vergebenen Penalties, denn diese werden durch das Google Webspam-Team jeweils im Einzelfall festgelegt. Zudem informiert Google den Webmaster darüber in der Google Search Console und ebenso über die Gründe, die zu der Abstrafung führten – zum Beispiel unnatürlicher Linkaufbau.

Eine manuelle Google Penalty ist damit also schneller zu erkennen und kann bearbeitet werden. Die von Google kritisierten Maßnahmen müssen zurückgenommen und korrigiert werden, dann kann eine erneute manuelle Überprüfung stattfinden, um die Penalty zurückzunehmen. Dieses geschieht über einen so genannten Reconsideration Request, eine Anfrage zur Nachprüfung, die natürlich erst dann gestellt werden sollte, wenn auch tatsächlich die angesprochenen Probleme beseitigt wurden.

Google Updates

Das Google Penguin Update

Das Penguin Update von Google wurde entwickelt, um die Qualität der Backlinks auf Webseiten zu überprüfen. Seiten, deren Linkprofil auf unnatürliche Verlinkung schließen lässt, werden zurückgestuft: Sie verlieren an Sichtbarkeit, und das Ranking wird deutlich schlechter. Mit Hilfe von verschiedensten SEO-Tools kann festgestellt werden, ob die eigene Website vom Penguin-Update betroffen ist.

Hierzu kann zum einen geprüft werden wie sich die Rankings und organische Sichtbarkeit im Zeitverlauf verhalten haben. Starke Ausschläge nach unten sollten zumindest überprüft werden. Ferner sollte eine komplette Bewertung Ihres Backlinkprofils erfolgen um zu überprüfen ob Links aus unnatürlich wirkenden Quellen existieren. Typische Merkmale eines Linkprofils, die das Penguin Updates auslösen können, sind zum Beispiel:

  • Ein hohe Anzahl an Backlinks aus Artikelverzeichnissen, Foren, Gästebüchern oder Blogkommentaren.
  • Eine hohe Anzahl an Verlinkungen von diversen Spamseiten.
  • Eine hohe Anzahl an Links von themenfremden Websites, die offensichtlich gekauft sind.
  • Und insbesondere ein hoher Anteil an sogenannten Money-Keywords in den Ankertexten der Links auf Ihre Website.

Die angemessene Reaktion auf Abstrafung wegen des Penguin-Updates ist die Kontrolle und Überarbeitung des Linkprofils, also eine Linkbereinigung. Durch das Entfernen bzw. Abbauen von Spamlinks und anderen unnatürlichen Links gewinnen Sie das Vertrauen von Google zurück und bringen Ihre Seite erneut ins Rennen.

Das Google Panda Update

Panda ist der Name eines weiteren wichtigen Google-Updates. Das Panda-Update ist inzwischen fest im Google-Algorithmus verankert und kontrolliert regelmäßig Websites auf minderwertige und schwache Inhalte. Ferner kann das Panda Update durch einfach kopierte Inhalte (Duplicate Content) von anderen Quellen, interne Duplikate (also identische Inhalte auf der eigenen Website) sowie nahe Duplikate (intern/extern) ausgelöst werden. Bei schlechter Content Qualität droht eine Abstrafung.

Nach einer Abstrafung durch das Panda Update ist eine Onpage-Optimierung erforderlich. Durch technische und inhaltliche Optimierungsmaßnahmen lässt sich die Content- und Seitenqualität verbessern. Als Orientierungshilfe können unter anderem die Google Webmaster Guidelines dienen. Nach der erfolgreichen Optimierung kann die Seite zum früheren Ranking zurückkehren.

Was tun gegen die Google Penalty?

Ursachensuche

Um einer Google Penalty zu entkommen, müssen zunächst die Ursachen untersucht und beseitigt werden. Sind etwa zu viele schlechte Backlinks vorhanden, müssen diese erstem Schritt abgebaut werden. Da es nicht immer möglich ist, Backlinks auf fremden Seiten entfernen zu lassen, ist es parallel sinnvoll, das eigene Linkprofil durch gute Backlinks aufzuwerten.

Darüber hinaus bietet Google das sogenannte Disavow-Tool an mit dem sich einzelne Seiten oder ganze Domains aus dem eigenen Backlink Profil vollständig entwerten lassen. Die Nutzung des Disavow-Tools ist bei einer manuellen Abstrafung in so gut wie allen Fällen zu nutzen, damit Links auf Seiten von Webmaster, die nicht auf Ihre Abbau-Versuche reagieren oder nur gegen Entgeld den Link entfernen wollen, dennoch aus dem Backlink Profil Ihrer Domain entfernt werden können. Nur dann kann der Antrag zur erneuten Überprüfung (Reconsideration Request) erfolgreich sein.

Reconsideration Request

Wurde eine Penalty aufgrund zu vieler kommerzieller Links auf der eigenen Site ausgesprochen, ist die Behandlung deutlich einfacher. Denn hier reicht es oft aus, die Links zu kennzeichnen und mit einem bestimmten Attribut zu versehen (rel=“nofollow“), um Google zu signalisieren, die Signale verstanden zu haben und entsprechend zu reagieren.

Wichtig ist, die Maßnahmen nicht nur umzusetzen, sondern Google nach Abschluss der Maßnahmen zu kontaktieren und über die Bereinigung zu informieren.

Ein solcher Reconsideration Request kann ebenfalls über die Google Search Console eingereicht werden und wird dann manuell durch Google-Mitarbeiter geprüft. Das kann je nach Umfang der Maßnahmen und der Penalty einige Wochen dauern, besonders in schweren Fällen, wo die Indexierung der Website komplett aufgehoben wurde.

Quality-Guidelines

Um eine Google Penalty zu vermeiden, sollten Sie die Quality-Guidelines von Google kennen und beachten – und sich immer fragen, ob bestimmte Maßnahmen im Bereich OnPage- und OffPageOptimierung wirklich dazu beitragen, Ihre Zielgruppe besser zu informieren oder nur dazu dienen, Relevanz vorzutäuschen. Zudem sollten Sie auf den Aufbau vonautomatisierten und unnatürlichen Links verzichten, denn diese gelten den Google-Qualitätshütern als eindeutiges Signal, dass unerlaubte Optimierungen betrieben werden – und werden entsprechend hart sanktioniert.

Wenn Sie eine Google Penalty vermeiden wollen oder sich unsicher sind, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um das Ranking Ihrer Site zu verbessern: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir unterstützen Sie sowohl dabei, eine Penalty zu beseitigen, als auch bei der spannenden Aufgabe, mit zulässigen und wirkungsvollen Maßnahmen mehr Besucher auf Ihre Webpräsenz zu locken.

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Michael Möller

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