SEO Monthly: Neue Google Search Console, Google Webmaster Hangouts mit neuen Insights und mehr

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Kategorie: SEO Weekly

Hinter uns liegen Monate voller Veränderungen am Google Algorithmus und an den Rankings. Der Suchmaschinen Konzern probiert viel rum und es sieht so aus, als würde diese Kette auch in naher Zukunft nicht abbrechen. Diesen Monat berichten wir über die neue GSC, die neuen Erkenntnisse aus den Google Webmaster Hangouts und die Verwendung von Hashtags in URLs.

Google Search Console sendet Warnungen über langsam ladende Seiten

Google sendet seit Oktober über die Search Console Warnungen an Webmaster und benachrichtigt sie über langsam ladende Seiten. Diese neuen Warnungen sind besonders deshalb interessant, weil sie Referenz-Messdaten aus dem Chrome User Experience-Bericht enthalten und insbesondere die Wichtigkeit der folgenden Messwerte erwähnen:

  • First Contentful Paint: Der Punkt unmittelbar nach der Navigation, wenn ein Browser Pixel auf dem Bildschirm rendert.
  • Time to Interactive: Die Zeit, zu der eine Seite visuell gerendert wird und zuverlässig auf Benutzereingaben reagieren kann.
  • First Input Delay: Der Zeitpunkt, zu dem ein Benutzer zum ersten Mal mit einer Website interagiert, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem ein Browser auf diese Interaktion reagieren kann.

Dies sind brandneue Messwerte, mit denen das Google Chrome-Team in diesem Jahr experimentiert hat. Die neuesten Warnungen von Google in der Search Console zeigen an, dass diese Messwerte erfasst und zur Messung der Seitengeschwindigkeit verwendet werden.

Eine Studie stellt fest: Google Local Services-Anzeigen erhalten 13% aller SERP-Klicks

Eine neue Studie von BrightLocal zur lokalen Suche stellt fest, dass Google Local Services Ads (LSAs) für 13,8% aller SERP-Klicks verantwortlich ist. Das beeinflusst auch die Anzahl der Klicks für alle anderen SERP-Typen. Denn wenn LSAs vorhanden sind, sind Klicks auf alle Suchtypen betroffen. Wenn keine LSAs vorhanden sind, beziehen sich nur 14% der Klicks auf bezahlte Ergebnisse. Das macht einen Unterschied von über 10% der Klicks auf bezahlte Ergebnisse aus.

Google Algorithmusveränderungen, Strafen und Rankingveränderungen

Im Oktober haben die Rankings vieler Websites so einiges mitgemacht. Webmaster konnten mehr oder weniger nur beobachten, wie ihre Rankings und Analysen auf- und abgeschwungen sind. Die SERP waren schon lange nicht mehr so instabil wie in den vergangenen vier Wochen. Da die Rankingveränderungen noch immer nicht nachgelassen haben, wird spekuliert ob die Schwankungen vielleicht durch Strafen auf Links oder Black-Hat-Taktiken erfolgt sind.

Die Keywordschwankungen werden auch in den nächsten Wochen vermutlich noch nicht abreißen. Es wird spekuliert, ob es ein neues Update gab oder Google nur kleinere Änderungen vornimmt. Die meisten automatisierten Tools zeigen derzeit nicht viel in Bezug auf Fluktationen oder Änderungen.

Google Webmaster Hangout 19.10.2018: Weiterleitungsketten, neue Google Search Console und das Impressum

Im letzten Google Webmaster Hangout wurde wieder ausgiebig über aktuelle Veränderungen in den SERP diskutiert. In dem Hangout kam unter anderem die Frage auf, ob es einen Link-Verlust durch Weiterleitungsketten geben kann. Diese Frage wurde sehr eindeutig verneint:

In der Regel ist das kein Problem für uns. Wir können Seitenranking durch 301- und 302-Weiterleitungen weiterleiten. Im Wesentlichen nutzen wir diese Weiterleitungen, um ein Canonical auszuwählen und durch das Auswählen des Canonicals konzentrieren wir alle Signale, die durch die URL zu der Canonical-URL führen. Wenn wir zum Beispiel auf Links eingehen, werden wir sagen, dass dieser Link zwischen dieser Canonical-URL und dieser Canonical-URL besteht und wir diesen individuellen Link dort behandeln. In dem Falle geht es mehr um Benutzerfreundlichkeit und Crawl-Fähigkeit. […]

Besonders mobil verlangsamt den Wechsel von Weiterleitungen sehr, wenn wir eine DNS-Suche zwischen einzelnen Weiterleitungen durchführen müssen, die zwischen Hosts und dann auf Mobilgeräten laufen. Ich würde mich darauf konzentrieren, dass es nicht so sehr darum geht, dass hier ein PageRank abfällt, sondern wie ich es so machen kann, dass es für Google und für Nutzer wirklich klar ist, welche URLs ich indexiert haben möchte. So wird die Anzahl der Änderungsweiterleitungen automatisch reduziert.

Auch wird später zum Thema Weiterleitungen ergänzt, dass Webmaster sich nicht nur auf die Berichte in der neuen Search Console verlassen sollten, da diese Berichte aktuell etwas verspätet eintreffen. Diese Verzögerungen sollten in den kommenden Wochen jedoch behoben werden.

Doch neben Weiterleitungen waren auch die Veränderungen in den SERP ein großes Thema. Immer wieder war von dem so genannten Trust-Update die Sprache. Das führte dazu, dass sich immer mehr Nutzer fragen, wie sie Trust-Werte ihrer eigenen Seite verbessern können. Unter anderem wurde behauptet, dass das Impressum ein Trust-Signal sein könnte, da eine Adresse für mehr Autorität stünde. Diese Annahme wurde von Google verneint.

Google Webmaster Hangout 05.10.2018: Bad Neighboorhood, Shared Hosting und mehr

In dem vorherigen Google Webmaster Hangout wurden sich ähnliche Fragen, auch in Bezug auf verschiedene Trust-Signale, gestellt. Unter anderem gab es die Frage, ob es schädlich für die SEO wäre, mehrere Seiten auf der gleichen Plattform zu haben. Die Webmaster haben darauf eine klare Antwort:

Das ist vollkommen ok und kommt häufig vor. Wenn Ihr zum Beispiel “Blogger” benutzt, dann nutzen offensichtlich all diese Blogs dieselbe Plattform und selbst wenn einige der Blogs auf der Plattform spammy sind oder mit geringeren Qualität, heisst dies noch lange nicht, dass das dann alle sind. Ähnlich wie bei WordPress, es gibt Unmengen von WordPress-Sites, die die gleichen Vorlagen oder Hosts auf einem Shared-Hosting verwenden, und das bedeutet nicht, dass diese Sites alle problematisch sind oder eine geringere Qualität aufweisen, nur weil sie eine gemeinsam genutzte Infrastruktur verwenden.

Auch sei es anscheinend kein Problem mehr, wenn mehrere Websites auf einer IP liegen, was bedeutet, dass auch eine Bad Neighborhood nicht mehr dieselbe Relevanz wie vor einigen Jahren hat.

Hashtags in URLs sollten dringend vermieden werden

Im Zeitalter von Instagram und Co. kommt man im Internet kaum noch vor den Hashtags davon. Gerade bei Instagram sorgen die Rauten dafür, dass man besser und schneller von mehr Nutzern gefunden wird. Was Websites angeht rät Google seinen Nutzern jedoch streng davon hab, diese in URLs zu verwenden. Das hat den Hintergrund, dass John Mueller bestätigte, dass das AJAX-Crawling-Verfahren nicht abgelehnt wurde. Gary Illyes bestätigte in einer Präsentation, dass die Verwendung von Hashtags schlecht für die Suche sei.

Nicht davon betroffen sind Sprungmarken oder Anker; bedeutet URLs, deren Inhalte beim ersten Laden bereits geladen wurde und die nur generiert werden, um die Seite nach unten oder zu einem anderen Ort auf der Seite zu scrollen.

Kurz und knackig

Google rät Webmastern, deren Seiten unter HTTPS laufen, bei einem Domainwechsel das Zertifikat der alten Domain zu behalten, weil es ansonsten zu Problemen mit Weiterleitungen kommen kann. [Mehr]

Der Server-Standort (übermittelt durch die IP-Adresse) spielt keine Rolle für Backlinks und das Suchranking. John Mueller von Google verneinte auf Twitter die Vermutung, die IP-Adresse hätte Einfluss auf lokale Rankings und auf die Relevanz von Backlink-Quellen. [Mehr]

Die mobile Startseite von Google.com ist nicht mehr nur ein Suchfeld, sondern zeigt jetzt den Google Discover-Feed. Diese Änderung kündigte Google bereits vor einem Monat an. Der Feed zeigt Themen und Neuigkeiten zu Elementen, die Sie, basierend auf Ihrer Browser-Historie, interessieren. [Mehr]

AMP-Seiten werden demnächst Video-Docking, Sticky Ads und mehr unterstützen. Das bedeutet, dass Webmaster gleichwertige AMP-Seiten erstellen können, die der ursprünglichen Website ähnlicher sind. [Mehr]

Virtuelle Assistenten und Chatbots eröffnen Marketingern eine völlig neue Welt, und die Sprachsuche ist erst der Anfang. Gerade in der SEO wird viel über die Sprachsuche diskutiert. Doch neben der Sprachsuche ist auch die Conversational AI ein relevanter Faktor für die organische Suche. [Mehr]

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