SEO Weekly: Googles Partnerschaft mit WordPress, Content auf Non-Canonical Seiten, Chrome denkt über Lazy Loading nach

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick über Googles Unterstützung für WordPress, Google Chrome und Lazy Loading und die Handhabe von Google hinsichtlich Canonical-Tags.

Googles Partnerschaft mit WordPress

Geschwindigkeit und das schnelle Laden von Websites ist ein wichtiger Aspekt für Google.

Im Juli 2017 wurde ein Speed Update eingeführt und die mobile Seitengeschwindigkeit als Rankingfaktor für die mobilen Suchergebnisse aufgenommen. Auch die Einführung des Mobile-First-Index bekräftigt die Annahme, dass die stark zunehmenden mobilen Anfragen mit einer schnellen Ladezeit punkten müssen, um eine gute Benutzererfahrung bieten zu können.

Aus diesem Grund will Google WordPress nun dabei unterstützen, die Performance und die Mobile Experience noch weiter auszubauen und zu verbessern. Das Google Team soll diesbezüglich extra erweitert werden, die offiziellen Stellenausschreibungen können hier eingesehen werden. Alberto Medina, Software Developer und Engineer bei Google schrieb auf seinem Blog:

Unsere WordPress-Vision deckt eine Menge spannender Arbeit über das gesamte WordPress-Ökosystem ab: Zusammenarbeit am WP-Kern, Entwicklung von Themen, Plugins und auf WP zugeschnittene Tools und Infrastruktur sowie Einbindung in die breitere WordPress-Community von Publishern.”

Mit knapp 59% und einem geschätzten Anteil von ⅓ aller Plattformen die Inhalte veröffentlichen ist das Open-Source-System WordPress von großer Relevanz.

Das AMP-Projekt zielt ebenfalls darauf ab, die Ladezeiten für mobile Besucher zu verbessern.

Durch die Partnerschaft mit WordPress erhofft sich Google jetzt, seine Ziele eines stärkeren, besseren und noch schnelleren Webs zu erreichen.

Für jeden, der mit WordPress schon einmal gearbeitet hat ist es kein Geheimnis, dass die Open-Source-Plattform im Laufe der Jahre des öfteren mit Code-Bloat, Sicherheit und Performance Problemen zu kämpfen hatte.

PageLoad WordPress
WordPress Performance

(Quelle:https://searchengineland.com/need-speed-google-dedicates-engineering-team-accelerate-development-wordpress-ecosystem-291214)

Der Kern-Code hat sich in den letzten Jahren bereits verbessert, kann aber noch immer nicht mit Nicht-WordPress-Webseiten mithalten. Das soll sich jetzt, durch Googles Hilfe, ändern.

Google Chrome Team denkt über Lazy Loading nach

Das Google Chrome Team denkt und arbeitet stetig an neuen Möglichkeiten zur Optimierung rund um das Surfen, speziell auf dem Smartphone.

Die nächste Idee ist das Lazy Loading. Dabei werden nur die notwendigen Teile einer Website geladen, die überhaupt aktiv im Sichtfeld des Nutzers sind. Der Rest der Website wird erst nach dem Scrollen nachgeladen. Dadurch können Ressourcen, Traffic und auch Zeit eingespart werden.

Die Komprimierung, die im Browser integriert sein soll, könnte 200 Petabyte an Daten einsparen.

Konkret stellt sich das Team das Ganze so vor, dass Bilder, iframes und vermutlich auch Videos erst geladen werden, sobald diese auch tatsächlich im Sichtfeld des Nutzers auftauchen. Davor soll lediglich das Website-Gerüst, ohne die Medien, geladen werden. Platzhalter in der Originalgröße werden für die Medien verwendet, die der Nutzer noch nicht sieht.

Google Chrome verspricht sich durch diese Komprimierung eine Traffic-Einsparung und eine Beschleunigung von 18-35 Prozent im Vergleich zum jetzigen Stand.

Solch eine Implementierung ist nicht leicht und wird eine lange Entwicklungs- und Vorlaufzeit in Anspruch nehmen. Außerdem kommt Kritik hoch, da es zu Komplikationen kommen kann. Viele Webseiten haben das Lazy Loading per JavaScript bereits umgesetzt und beklagen die Kollision mit Browser-Funktionen.

Es sind zudem noch viele Fragen ungeklärt:

  • Wie weit soll eine Webseite geladen werden?
  • Wo endet der Ladevorgang für das Lazy Loading, direkt am Displayende, 500 Pixel oder 1000 Pixel?
  • Was passiert wenn der Nutzer die Internetverbindung trennt?
  • Wie sieht es beim Speichern oder Drucken einer Website aus?

Es wird wohl noch ein langer, steiniger Weg, bis all diese Fragen und Probleme geklärt sind, doch früh oder später soll solch ein Feature kommen.

Google verwendet keine Inhalte von “Non-Canonical”-Versionen

John Mueller von Google äußerte sich diese Woche zur Verwendung und der Handhabung von Inhalten und Canonical-Tags auf Twitter. Seine Aussage:

“remember that the content on “non-canonical” versions generally doesn’t get used.”

Das bedeutet, dass bei einer Weiterleitung oder einem Canonical-Tag von Seite A auf Seite B, der Inhalt von Seite A nicht für das Ranking von Google beachtet wird. Sollte Seite A also über Ferien in Berlin, Seite B jedoch über Ferien in Potsdam berichten, wird Google den Inhalt zu Ferien in Berlin nicht übernehmen und an Seite B weitergeben.

Bei Twitter wurde explizit nach der Verwendung des kanonischen Tags für Produktvariationen wie beispielsweise Farbe gefragt. Wenn zwei Produkte identisch sind und den identischen Inhalt auf Ihrer Seite haben, sich jedoch nur in Farbe oder Größe unterscheiden wird häufig mit Canonical-Tags gearbeitet, um doppelten Inhalt zu vermeiden.

Wenn es nun zum Beispiel eine

  • Produktseite A mit der Farbe blau und
  • eine Produktseite B mit der Farbe rot gibt,

und die Seite A per Canonical-Tag auf Seite B leitet, wird Google eine Anfrage in Kombination mit der Farbe blau nicht ranken können, da der Inhalt und somit die Farbe der Seite keine Beachtung finden.

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