SEO Weekly: Fred Update, Bildersuche, 404s und die Entwicklung von Seitenhacks

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick von dem vermeintlich neuen Google Update namens Fred, der erfolgreichen Nachprüfung nach einem Hackerangriff, die fehlerhafte Google Bilder Darstellung und die Einstufung des Fehlercodes 404.

Informationen zum Google Update "Fred"

Am 08.03. wurde ein vermeintlich neues Google Update ausgerollt. Deutlich wurde dies durch signifikante Traffic Einbrüche von 50 bis 90 Prozent auf mehreren Websites. Das Update wurde von Google nicht bestätigt. Gary Illyes äußerte sich lediglich in einem Twitter Posts darüber, dass ab jetzt alle Updates, außer es wird explizit anders benannt, den Namen Fred tragen.

Da Google sich nicht zum Fred Update äußert, haben SEOs versucht herauszufinden, was die betroffenen Seiten gemein haben. Im Großen und Ganzen ist man sich einig darüber, dass der Fokus auf der Content Qualität und der ausgespielten Werbung liegt. Barry Schwartz stelle fest, dass eine Vielzahl der Seiten mit Inhalten arbeiten, sei es im Blog-Format oder Ähnliches. Dabei setzen all diese Seiten sehr stark auf Werbung und die daraus folgenden Werbeeinnahmen. Dies führt zu der Annahme, dass Seiten betroffen sind, die rein auf Werbeeinnahmen aus sind und mit den dargestellten Inhalten keinen wirklichen Mehrwert für den Nutzer bieten.

Außerdem weisen die am stärksten betroffenen Seiten ein recht schwaches Linkprofil auf.

Ob es sich tatsächlich um ein neues Update handelt, oder eine Vielzahl an bereits bestehenden Signalen zu den Einbrüchen geführt haben bleibt offen.

84% der Anträge auf "erneute Überprüfung" gehackter Seiten sind erfolgreich

Google hat im Zuge der #NoHacked Kampagne die Zahlen der gehackten Seiten im Jahr 2016 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 32%. Google warnt, dass diese Zahl in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird. Dies ist auf das immer aggressivere Vorgehen der Hacker zurückzuführen.  

Die Folgen eines solchen Hacks wirken sich negativ auf das Ranking der betroffenen Seite aus.

Der Webmaster kann jedoch dagegen angehen und seine Seite von dem Schaden befreien. Im Zuge dessen kann eine Nachprüfung angefordert werden. Diese ist in 84% der Fällen erfolgreich.

Google wies jedoch darauf hin, dass es bei 61% der Webmaster nicht möglich ist, diese von einem Seiten-Hack zu informieren, da ihre Seiten nicht mit der Google Search Console verknüpft sind.

Fehlerhafte Darstellung in der Google Bilder Suche

Seit letzter Woche beschwerten sich mehrere Nutzer der Google Bilder Suche über eine fehlerhafte Darstellung. Buttons wie “Seite besuchen”, “Bild ansehen” oder “Teilen” waren verschwunden.

Der Bug scheint abhängig vom Browser oder vom Betriebssystem zu sein, wir konnten keinen Fehler bei der Google Suche feststellen.

So sollte die Bilder Suche im Optimalfall aussehen, mit den Action-Buttons rechts neben der Großanzeige des Bildes.

optimale Darstellung der Bildersuche

Quelle: Google Bildersuche

404 Fehlercodes stehen nicht automatisch für schlechte Qualität

Seit Jahren versucht Google klar zu machen, das 404-Seiten (Seiten, die nicht gefunden werden können) einen ganz normaler Teil des Webs darstellen. Seiten haben keine unendliche Lebensdauer, somit sind 404 Fehlercodes nicht zu vermeiden und sollten als etwas Normales hingenommen werden.

Auch John Mueller äußerte sich in diesem Zusammenhang und stellt fest:

“404s are not a signal of low quality site”. (404s sind kein Indiz für eine qualitativ-minderwertige Seite)

twitter aussage john mueller zu 404s

Quelle: Twitter Antwort von John Mueller auf den Tweet von Klaus Wockenfoth

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