SEO Weekly: Neue Details über den Mobile-First Index, Ausbau der Google News Initiative und mehr

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Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick über John Muellers Angaben zum Mobile-First Index, die Zukunft von Google News und das Entfernen der Suchergebnisse für Zeit, Berechnungen und Conversions in Google.

John Mueller enthüllt neue Informationen zum Mobile-First Index

Diese Woche hat die SMX in München stattgefunden. Einer der Speaker vor Ort war der Googles Webmaster Trends Analyst John Mueller, der dort neue Informationen zum Mobile-First-Index veröffentlichte.

Google plant, Webmaster über die Google Search Console zu informieren, sobald die eigene Website in den Mobile-First-Index verschoben wurde. Dies soll in Form von direkten Nachrichten und einer Anmerkung in der GSC erfolgen. Bis die Kommunikation ausgereift ist, kann es jedoch noch ein wenig dauern. Nichts desto trotz hat das Verschieben bereits begonnen. Anzeichen für eine Verschiebung sind bis dato:

  • Eine höhere Aktivität von der mobilen Version von Googlebot
  • Ein spürbarer Rückgang des Desktop-Datenverkehrs

Eine Website, die für den Mobile-First-Index bereit ist, erfüllt laut John Mueller folgende Kriterien:

  1. Responsive- und AMP-Inhalte werden bevorzugt
  2. Eine mobile Version der Website ist vorhanden
  3. Die Website verfügt über schnelle Ladezeiten
  4. Das Markup auf mobilen Websites ist wichtig (Die mobile und die Desktop-Version einer Website sollen beide in derselben Markup-Datei vorhanden sein)
  5. Der Content muss relevant sein

Webmastern, die aktuell noch keine mobile Version ihrer Website haben, rät John Mueller, nicht in Panik zu geraten und lieber erst dann eine mobile Version anzubieten, wenn diese auch wirklich ausgereift ist, statt eine halb-fertige Version den Nutzern anzubieten.

Google News Initiative: Google News werden in der Zukunft immer wichtiger

Suchmaschinen wie Google werden in erster Linie zur Informationsgewinnung und Informationserfassung genutzt. Die Einführung der Google News “Schlagzeilen”-Karussells war dementsprechend ein großer Schritt, um Nutzern relevante Inhalte besser präsentieren zu können. Zeitungen, Verlage und Blogger haben dadurch die Möglichkeit, in einer präsenten Form in den organischen Suchergebnissen zu erscheinen, wenn sie aktuelle Informationen anbieten. Die dadurch aufkommende, hohe Konkurrenz stellt den Journalismus unter Druck.

Google hat sich mit den Karussells von Verlagen und Nachrichtenorganisationen insofern abhängig gemacht, dass die Suchmaschine auf die relevanten und qualitativen Inhalten der Google News Publisher angewiesen ist, um die Existenz dieser Karussells weiterhin gewährleisten zu können. Diese haben einen großen Impact auf die Nutzererfahrung beim Suchen über die Suchmaschine. Search und YouTube sind also davon abhängig, dass es ein gesundes Ökosystem von Verlagen gibt, die großartige digitale Inhalte produzieren. Um das weiter zu fördern, möchte Google den News-Befüllern dabei helfen, nachhaltige Umsätze und Geschäfte zu erzielen. Im vergangenen Jahr beispielsweise zahle Google 12,6 Milliarden US-Dollar an seine Partner.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Nachrichtenbranche ist dabei sehr wichtig, um die Herausforderungen wie Open-Source-Beschleunigte Mobile-Seiten zu fördern, YouTube-Player zu verbessern und für Publisher die Kosten zu senken. Dafür wurde die Google News Initiative (BNE) ins Leben gerufen. Dies wird Produkte, Partnerschaften und Programme zusammenbringen, um die Branche weiterhin zu fördern. Die Initiative konzentriert sich auf folgende drei Ziele:

  1. Qualitätsjournalismus erhöhen und stärken
  2. Geschäftsmodelle entwickeln, die nachhaltiges Wachstum fördern
  3. Nachrichten Organisation durch technische Innovation ermöglichen

Das soll dabei helfen, akkurate und qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen und den Fluss von Fehlinformationen und Desinformationen zu stoppen. Konkret bedeutet das, dass Inhalte aus überprüften Nachrichtenquellen in einem “Top News”-Regal hervorgehoben werden.

Mit “Subscribe with Google” soll es Nachrichtenorganisationen ermöglicht werden, über die Werbeeinnahmen hinaus zu wachsen. Mit dieser Funktion sollen Nutzer verschiedene Nachrichtenagenturen einfach abonnieren können und Publishern dabei helfen, Leser in Google und im Web zu erreichen. Das ist ein großer Fortschritt im Abonnementprozess. Damit einhergehend testet Google aktuell “Neighbours to Subsribe”-Signale, die auf maschinellen Lernmodellen im Bereich DoubleClick basieren. Das soll Publishern helfen, potenzielle Abonnenten zu erkennten, um ihnen daraufhin die richtigen Angebote präsentieren zu können.

Dazugehörig hat Google “Outline” veröffentlicht, ein Open-Source-Tool von Jigsaw, mit dem Journalisten einen sicheren Zugang zum Internet bekommen sollen. Das Tool hilft dabei, ein eigenes VPN auf einem privaten Server einzurichten, ohne dabei technische Kenntnisse vorauszusetzen.

Zur Umsetzung dieser Ziele sollen in den nächsten drei Jahren rund 300 Milliarden US-Dollar eingesetzt werden. Nachrichten und Qualitätsjournalismus haben für Google die oberste Priorität. Die Zusammenarbeit mit der Nachrichtenbranche soll enger werden denn je. Natürlich steht auch dieser Prozess wieder unter dem Fokus, dem Nutzer eine bestmögliche Sucherfahrung bieten zu können.

Google hört auf Suchergebnisse für Zeit, Berechnungen und Conversions anzuzeigen

Google hat eine Weile Experimente an der Darstellungen von Antwort-Snippets durchgeführt:

Quelle: https://searchengineland.com/google-stops-showing-zero-search-results-time-calculations-conversions-294666

Diese wurden nun auf Eis gelegt und es werden aktuell gar keine Suchergebnisse mehr angezeigt; beziehungsweise wird nur die Antwort angezeigt, gefolgt von einer Schaltfläche zum Anzeigen aller Ergebnisse für Suchanfragen in Bezug auf Zeit, Berechnungen und Conversions. Damit sind auch die blauen Suchergebnislinks zurück:

Laut Danny Sullivan werden nun die Feedbackergebnisse aus diesen weltweiten Tests bei Google ausgewertet, damit den Nutzern dann, basierend auf den Ergebnissen daraus, später eine optimierte Version daraus zur Verfügung gestellt werden kann.

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