SEO Weekly: Unser Wochenrückblick der KW 2

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick von den verschiedenen Möglichkeiten, Abstrafungen für aufdringliche mobile Interstitials zu vermeiden, den Google Anzeigen von Rich Cards und den kommenden Erweiterungen des Google Assistenten.

10 Wege, um Googles Abstrafungen für aufdringliche mobile Interstitials im Januar zu entgehen

Google kündigte bereits im August 2016 an, dass 2017 Websites mit aufdringlichen Interstitials in der mobilen Websuche entwertet werden sollen. Google empfahl daraufhin, dass auf mobilen Seiten nur Interstitials verwendet werden sollten, die eine “vernünftige” Menge an Platz auf dem Bildschirm beanspruchen. Folgende Konzepte gehören nicht dazu:

Beispiel für ein aufdringliches alleinstehendes Interstitial

Beispiel für ein aufdringliches allein stehendes Interstitial

Weiteres Beispiel für ein aufdringliches allein stehendes Interstitial

Seitdem hatten Webmaster genügend Zeit, um sich auf dieses Update vorzubereiten. Sollten bislang jedoch noch keine Veränderungen an der Website vorgenommen worden sein, folgen zehn Experten-Ratschläge, die sicherstellen, dass eine Website von den Interstitial-Abstrafungen seitens Google verschont wird:

1. Inhalte müssen sofort verfügbar sein

Inhalte auf den Websites, die in der mobilen Suche indexiert wurden, müssen sofort verfügbar sein, sobald ein Nutzer sich auf die Seite klickt. Seiten, deren Inhalte zu langsam laden, werden von Google seit dem 10. Januar mit einem schlechteren Ranking bestraft.

2. Gesetzlich vorgeschriebene Pop-Ups sind weiterhin erlaubt

Ben Silverman gab bekannt, dass einige Popups immer noch akzeptabel sind, wenn sie gesetzlich vorgeschrieben sind. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Altersüberprüfung des Nutzers oder um kleine Banner an der Spitze der Seite handeln, solange sie den Hauptinhalt auf der Seite nicht beeinträchtigen.

3. Verstecken von Inhalten mit Anzeigen verstößt nun gegen die Google-Richtlinien

Google zielt mit dem Update nun die meiste Zeit über auf Overlays, die den Inhalt unter sich ausgrauen, sodass die Website nicht mehr gelesen werden kann, wie The Verge feststellte. Diese Overlays decken den Inhalte der Seite dabei für ein paar Sekunden ab oder lassen sich nur über ein kleines “X” schließen.

Für Publisher bedeutet das, dass Anzeigen, die über dem Hauptinhalt einer Seite angezeigt werden, nicht länger erlaubt sind. Das betrifft Anzeigen, die beim Aufrufen einer Seite erscheinen, sowie Anzeigen, die beim Scrollen einer Seite angezeigt werden.

4. Anzeigen-Publisher müssen sich anpassen und neue Strategien suchen

Vermarkter sollten die mobile Suchmaschinenoptimierung ab sofort zuerst vornehmen, rät auch HubSpot’s Senior Product Marketing Manager Marcus Andrews. Das Entfernen von Einnahmen generierenden Interstitials kann für Werbetreibende vorerst unangenehm erscheinen, ist aber unabdinglich, um einen Traffic-Verlust über die organischen Suche zu vermeiden. Auf einen längeren Zeitraum betrachtet kann ein Traffic-Verlust über die organische Suche zu weitaus höheren finanziellen Schäden führen als das Entfernen der Einnahmen generierenden Interstitials. Webmaster sollten dementsprechend ihre Sites anpassen und nicht-intrusive Wege finden, um ihre Einnahmen zu generieren.

5. Page-to-Page-Interstitials werden nicht bestraft

Wie John Müller auf Twitter bekannt gab, ist Google nur auf der Suche nach Seiten, die Nutzer über die Suchergebnisse erreichen können. Demnach ist es immer noch erlaubt ein Interstitial anzuzeigen, wenn ein Benutzer von einer Ihrer Seiten zu einer anderen navigiert:

 6. Entwickeln einer Content-Marketing-Strategie für die Generierung von Einnahmen wird umso wichtiger

Sitepoint gibt Webmastern den Rat, dass die konsequente Erstellung und Verteilung von relevanten Inhalten Nutzer anzieht. Gemeint ist damit insbesondere Content, der Publikum anziehen und den Kaufprozess fördern soll. Dabei kann es sich um Blog-Posts, Round-Ups, Tutorials, Videos, Infografiken etc. handeln. Eine eingängige Content-Strategie ist hilfreich, um Nutzer langfristig an eine Seite zu binden, anstatt aufdringliche Pop-Up-Anzeigen zu schalten und Nutzer dadurch zu verscheuchen.

7. Das Mobile-Friendly-Label wurde für alle Websites entfernt, aber mobile-freundlich sein ist immer noch von großer Wichtigkeit

Da mittlerweile über 85% aller Seiten in den mobilen Suchergebnissen die Kriterien “Mobile-Friendly” erfüllen, hat Google das dazugehörige Label am 10. Januar 2017 entfernt. Doch auch ohne Label ist es für Webmaster nachwievor unabdinglich, mobil-friendly zu bleiben, wie auch Syed Balkhi erklärte. Demnach wird zwar nicht mehr auf den ersten Blick über einen Button ersichtlich, ob eine Website mobile-friendly ist, doch anhand des Rankings in den mobilen Suchmaschinenergebnissen lässt sich diese Tatsache dennoch feststellen.

8. Intrusive Interstitials sind nicht zulässig auf dem Smartphone, aber für den Desktop immer noch erlaubt

Pop-Up-Anzeigen und Interstitials müssen nicht direkt vollständig entfernt werden. Icegram rät Webmastern, Anzeigen-Targeting-Regeln in ihren Popup-/ Interstitial-Programmen zu verwenden und diese nur auf dem Desktop und größeren Bildschirmen ausspielen zu lassen, da es für den Desktop keine Abstrafungen durch Google für derartige Werbeformate gibt. Auf Smartphones hingegen sollen derartige Popups und Interstitials eingestellt werden und stattdessen kleinere Meldungen, wie Banner, Inlines oder Slide Ins, verwendet werden.

9. WordPress Plug-Ins müssen an die Google-Richtlinien angepasst werden

Webmaster und WordPress-Nutzer, die auf ihrer Website Plug-Ins verwenden, um Pop-Up Nachrichten anzuzeigen, sollten die Google-Größenrichtlinien mit den Plug Ins abgleichen. Dabei ist es egal, ob es sich um Coupons, Mitgliedschaftsangebote, Promotions oder um andere Werbeform handelt. Sarah Gooding von WP Tavern rät Webmastern einen anderen Ansatz zu finden, um Besucher zu erreichen.

10. Interstitials, die durch Exit Intent ausgelöst werden, sind weiterhin zulässig

John Mueller von Google gab außerdem auf die Nachfrage, ob die neuen Abstrafungen auch für Seiten mit einem interstitiellen Triggering auf Exit-Absicht gelten würden, hin bekannt, dass Interstitials, die durch Exit-Intent ausgelöst werden, weiterhin zulässig sind. Demnach sucht Google nur Interstitials, die erscheinen, wenn ein Nutzer über die Google Suchergebnisse auf einer Seite landet, nicht aber, wenn ein Nutzer auf einem anderen Weg auf eine Website gelangt.

Fazit

Google ist immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, die Sucherfahrung für Nutzer zu verbessern. Die Absicht hinter der Ranking-Abstrafung von Seiten mit aufdringlichen Interstitials ist der, Nutzer bei ihrer Websuche davor zu bewahren, beim Aufrufen einer Seite mit Pop-Ups bedrängt zu werden. Schlussendlich kann die Veränderung im Umgang mit Interstitials und Pop-Ups dazu führen, mehr Seitenaufrufe pro Besuch und eine niedrigere Absprungrate zu erzielen.

Google-Anzeigen von Rich-Cards sind in über 10% der Suchergebnisse enthalten

Das Software-basierte Google Tracking-Tool “Rank Ranger” gab über Twitter bekannt, dass Google allem Anschein nach seit Anfang des Jahres mehr Rich Cards in den Suchergebnissen anzeigt.

Auf eine Überprüfung konnte Rank Ranger feststellen, dass im Durchschnitt in über 10% der Suchanfragen Rich Cards platziert wurden. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 7,9% der Abfragen:

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In Kürze wird der Google-Assistent auf Android TV und vielem mehr verfügbar sein

Mit der Einführung des Google-Assistenten versprach der Konzern, dem Nutzer dabei helfen zu wollen, Dinge zu erledigen, die an verschiedenen Orten, in verschiedenen Kontexten und in verschiedenen Situationen durchgeführt werden. Nun soll ein Update für den Google Assistenten erscheinen, wodurch der Assistent in den kommenden Monaten auch den Android-TV erobern soll. Dadurch muss der Nutzer eines Android unterstützenden Fernsehgeräts in Zukunft nicht mehr selber tippen oder suchen, um das zu bekommen, was er sucht. Dabei wird der Google Assistent folgende Dinge übernehmen können:

  • Inhalte abspielen: “Spiele Stranger Things über Netflix ab!”
  • Inhalte entdecken: “Suche nach Jimmy Kimmel auf YouTube.”
  • Antworten geben: “Erzähl mir etwas über Jurassic Park.”
  • Die richtige Stimmung schaffen: “Dimme das Licht”
  • Für den Tag bereit machen: “Wie lange brauche ich heute zur Arbeit?”

In den kommenden Monaten wird der Google-Assistent für Android TV auf die NVIDIA SHIELD zusammen mit allen Android-TVs in den USA, mit Android 6.0 Marshmallow oder Android 7.0 Nougat, wie der AirTV-Player, Sharp Aquos, Sony Bravia, Xiaomi Mi Box erscheinen. Im Laufe der Zeit soll der Google Assistent dann auch weitere Oberflächen, wie Smartwatches, Android-getriebene In-Car-Infotainment-Systeme und viele andere Geräte, erobern.

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