SEO Weekly: Der Launch des Mobile-first-Indexes verschiebt sich ins Jahr 2018, weitere Neuigkeiten zu dem mobilen Index und eine Aussage von Gary Illyes in Bezug auf das Fred Update

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick über einige Neuigkeiten in Bezug auf den geplanten Mobile-first-Index und eine Aussage von Gary Illyes über das Fred Update.

Der Mobile-first-Index wird vermutlich nicht vor 2018 ausgerollt werden

In der Vergangenheit hat Google schon angekündigt, dass Desktop und Mobile separat indexiert werden soll. Nach und nach sollte ein Mobile-first-Index eingeführt werden, der den hauptsächlichen Index im mobilen Bereich ersetzen sollte. Das führt natürlich auch zu unterschiedlichen Suchergebnissen, je nachdem ob man die Suche mobil oder über einen Desktop ausführt. Geplant war diese Aufteilung schon für das Jahr 2017, doch darauf müssen wir scheinbar noch etwas länger warten.

Googles Webmaster-Trend-Analyst Gary Illyes verkündete auf der SMX Advanced, dass man noch einige Quartale von den getrennten Indizes entfernt sei – denn die Planung gehe weit in das Jahr 2018 hinein. Jedoch sollte das für die SEO-Experten kein Grund sein um in Panik auszubrechen, denn es wird einige Zeit dauern bis der mobile Index tatsächlich ein reiner Mobile-first-Index ist und Webseiten, die nicht mobil optimiert sind abstraft – Gary Illyes sprach auf der SMX von etwa 5 Jahren.

Auf jeden Fall versicherte der Analyst, dass die Umsetzung behutsam erfolgen soll und auch mit Publishern weitestgehend kommuniziert wird. Er schnitt auch noch einmal das Thema Responsive Webdesign an, denn eine responsive Site ist schon die halbe Miete, weil der Content auf der Desktop-Version größtenteils derselbe ist – die Struktur wird zukünftig entscheidend sein, denn der Inhalt der Webseite soll aufbereitet und übersichtlich für die mobile Version präsentiert werden.

Wer vom Fred Update betroffen ist, sollte sich die Qualitätsrichtlinien von Google genauer anschauen

Seit dem das Fred Update (welches Google nur bedingt bestätigte) ausgerollt wurde ist einige Zeit vergangen. Es wird vermutet, dass Fred sich um den 07./08. März 2017 auf Low-Quality-Content  bezog. Nun stellte sich heraus, dass eine beachtliche Menge an SEOs von diesem vermeintlichen Update betroffen sind.

In der Vergangenheit erklärte Google, dass es Diskrepanzen mit den Qualitätsrichtlinien geben muss um von diesem Update betroffen zu sein. Gestern erzählte der Google Webmaster-Trend-Analyst Gary Illyes, dass es schon reichen würde wenn man sich die Richtlinien von Google durchliest und die Webseiten basierend darauf ausbessert.

Die Ladegeschwindigkeit der Webseiten in der mobilen Version gewinnt an Relevanz

Der geplante Mobile-first-Index sorgt für ordentlich Verwirrung – ein umstrittenes Thema ist die Ladegeschwindigkeit der Webseiten, ist das ein relevanter Faktor für den Mobile-first-Index oder nicht? Zu Anfang verneinte Google diese Frage, nun scheint es aber doch eine größere Rolle zu spielen.

Es sieht ganz danach aus, als würde Google die Messungen für die Ladegeschwindigkeit der Webseiten überarbeiten. Aktuell bezieht sich die Geschwindigkeit nämlich nur auf auf die Desktop-Version, auch da möchte Google jetzt scheinbar klar zwischen Mobile und Desktop differenzieren. Laut Illyes sei die Ladegeschwindigkeit der mobilen Version sogar deutlich wichtiger als die der Desktop-Version.

Google überlegt Desktop-Signale mit in den Mobile-first-Index aufzunehmen

Auf der SMX erwähnte Gary Illyes außerdem, dass die Überlegung da ist einige Signale des Indexes, der auf die Desktop-Version ausgerichtet ist auch vorübergehend für den zukünftigen Mobile-first-Index zu verwenden

Das klingt erst einmal merkwürdig, warum sollte Google das tun? Ganz einfach: Es gibt momentan zu wenig Links und Content, sodass es zu starken Fluktuationen führen wird und es nicht möglich ist ein neutrales Ranking zu generieren.

Kurz gesagt bedeutet das: die mobile Version hat weniger Links im Gegensatz zu ihrem Gegenpendant der Desktop-Version und wenn Google nun die mobilen Webseiten crawlt und keine Desktop-Signale berücksichtigt, dann werden sie nicht genügend Links indexieren können.

Genauso berücksichtigt der Desktop-Index aktuell auch mobile Signale. Im Grunde genommen dreht Google also nur den Spieß um und nutzt Desktop-Signale für den mobilen Index. Das ist natürlich erstmal nur hypothetisch, denn bis es soweit ist wird noch einige Zeit vergehen, wir sind gespannt wie Google diese Herausforderung meistern wird.

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