SEO Weekly: Dauer der Entfernung von URLs bei Google, Facebook vs. Google, Neuigkeiten bei GMB und Google PageSpeed

Kategorie: SEO Weekly

In diesem SEO Weekly Wochenrückblick berichten wir über das Entfernen von URLs per Anfrage über die Search Console, Social Media und Google im Kampf um die Spitze hinsichtlich Local Search, Neuigkeiten bei Google My Business und Google PageSpeed.

Entfernen von URLs dauert weniger als einen Tag nach einer Anfrage in der Search Console

Google hat kürzlich aufgedeckt, wie lange es dauert bis eine URL aus den Suchergebnissen gelöscht wird, wenn eine Entfernung über die Search Console beantragt wurde. Für das Löschen einer spezifischen URL aus den Suchergebnissen, können Webmaster eine Anfrage stellen. Google bestätigte, dass dieser Prozess in weniger als einem Tag abgeschlossen sei.

Das Tool zur Entfernung von URLs ist zwar nicht neu, wurde aber in den vergangenen Jahren deutlich optimiert. Verfügbar ist dieses Tool bereits seit 2007, damals dauerte der Prozess jedoch noch 3-5 Tage.

Dabei darf man nicht vergessen, dass die Entfernung der URLs nur temporär ist – nach 90 Tagen ist diese URL wieder in den Suchergebnissen verfügbar, wenn keine weiteren Maßnahmen ergriffen wurden.

Der Vorteil dieses “Removal Tools” in der Search Console ist, dass dieser Prozess deutlich schneller abgeschlossen ist. Weitere Maßnahmen, wie z.B. ein noindex Tag oder eine Seite auf 404 zu setzen führt zwar zu einer langfristigen Entfernung, kann aber mehrere Tage dauern, da man warten muss bis Google die Seite erneut crawlt.

Social Media drängt Google von der Spitze hinsichtlich Local Search

Die meisten Suchergebnisse werden von Google dominiert, jedoch nicht die lokale Suche. Was die Entwicklung angeht führt Google weiterhin in vielen Bereichen, wodurch die lokale Suche auch gestört werden kann. Zunehmend werden Entwicklungen wie die Künstliche Intelligenz, virtuelle Realität, the Internet of Things, Sprachsuche und Cloud-Technologie von Verbrauchern und Unternehmen gleichermaßen genutzt. In einem Bereich steht Google jedoch nicht an der Spitze und das ist Social Media.

Google versuchte bereits mehrfach einen Fuß in die Welt der sozialen Medien zu setzen – jedoch Erfolglos. Unter anderem mit Orkut, Dodgeball, Buzz und Latitude. Den meisten werden diese Namen vermutlich nichts sagen, das sagts bereits genug über ihren Erfolg aus. Die einzige Ausnahme ist Google+, was Google noch nicht aufgegeben hat. Die User, die die Android App aktiv nutzen, scheinen sie auch zu mögen und bei der Umfrage des American Consumer Satisfaction Index (ACSI) im letzten Jahr hat Google+ unter den Social-Media-Unternehmen, den ersten Platz belegt.

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Schaut man sich jedoch die Nutzerzahlen an, liegt Google+ ziemlich weit hinten. Laut eigenen Aussagen hatte die Plattform Ende 2013 ganze 540 Millionen aktive User pro Monat. Im Jahre 2017 wären es laut Smartlnights, die Daten von StaticBrain (Paywall) schätzungsweise nur noch 4-6 Millionen User gewesen.

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SEO Weekly: Dauer der Entfernung von URLs bei Google, Facebook vs. Google, Neuigkeiten bei GMB und Google PageSpeed

Im Klartext bedeutet das, Google’s Social Media Präsenz ist nicht einmal 0,4% von Facebooks.

Warum aber ist Facebook eine so große Konkurrenz für Google hinsichtlich der lokalen Suche?

82% der Verbraucher verlassen sich auf Empfehlungen, Suchmaschinen werden wiederum mit 92% am häufigsten Verwendet. Jedoch vertrauten die Verbraucher weit mehr auf Empfehlungen, als auf andere Quellen, dies belegte die Nielsen-Studie “Global Trust in Advertising” aus dem Jahr 2015

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In den USA vertrauten 82% der Befragten auf Empfehlungen von Personen, welche sie kennen. Im Vergleich dazu, vertrauen 66% den Online-Bewertungen der Verbraucher (Reviews), 61% vertrauen Marken-Websites, 49% Search Ads und 39% Mobile Ads.

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Wir wissen jetzt, dass die User mehr auf Empfehlungen von Freunden vertrauen und das ist in der Social-Media-Welt leichter umzusetzen, da die User dort ohnehin mit ihrem Umfeld interagieren. Auf der anderen Seite sind die Nutzer aber auch sehr bequem und würden gerne alles in einer App zur Verfügung gestellt bekommen. Hier nun die Frage, ist es wahrscheinlicher, dass Google soziale Nutzer anzieht oder dass Facebook Search und Commerce in seine Plattform aufnimmt? Google war bisher nicht sehr erfolgreich in den sozialen Medien. Facebook hat bereits Karten, Bewertungen und Empfehlungen in seine Plattform integriert. Und das scheint auch bei den Usern gut anzukommen, denn laut einer aktuellen Studie des Social-Media-Giganten, besuchen 2 von 3 Nutzern die Seite eines lokalen Unternehmens oder Events pro Woche.

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Wie kombiniert Facebook nun die lokale Suche mit den Empfehlungen der Freunde? Bei Facebook hat es in der Vergangenheit sehr signifikante Veränderungen gegeben, wodurch die lokale Search Experience drastisch verbessert wurde. Gute Standortdaten und Indexierung von Facebook-Business-Seiten reichten aber nicht aus. Facebook wollte keine abgespeckte Version der Google Suche sein und musste sich somit klar unterscheiden. Es brauchte schon etwas mehr als nur die Bequemlichkeit der User auszunutzen, sodass diese die App nicht mehr verlassen brauchen.

Möchte ein Nutzer also eine Empfehlung erhalten, so kann dieser in der Map auf den Button “Ask” klicken um seine Freunde um eine lokale Empfehlung zu bitten. Die Freunde des Users erhalten anschließend einen gekennzeichneten Newsfeed-Post, sodass für die Freunde ersichtlich ist, dass der User eine Empfehlung sucht.

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Der Funktionalität wird aber um weitere Features ergänzt. Im Kommentarfeld kann nun direkt nach lokalen Unternehmen gesucht werden, die sie empfehlen möchten. Wenn man dieses  Symbol anklickt, wird ein Menü ähnlich einem Check-in angezeigt, dort wird nicht nur ein Suchfeld angezeigt, sondern auch Orte aufgelistet, die man bereits besucht hat.

Facebook ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Social Media auf lokaler Ebene den Marktanteil Stück für Stück erobert. Außerdem zeigt es einige Trends auf, wie sich die lokale Suche entwickelt und dass die Relevanz weitaus wichtiger ist als Suchvolumen um die gewünschten Ergebnisse zu liefern.

Rückgabebedingungen tauchten kürzlich in den Google My Business-Einträgen auf

Google zeigt neuerdings Rückgabebedingungen in Google My Business-Einträgen in lokalen Suchergebnissen an.

Erstmals wurde das von Sergey Alakov entdeckt, der seine Entdeckung auf Twitter bekanntgab.

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Jedoch scheinen diese Rückgaberichtlinien nicht bei jedem Shop vorhanden zu sein. Außerdem sieht es ganz danach aus, dass dieser Inhalt nicht von der Website stammt. Vielmehr handelt es sich um einen eigenständigen Text seitens Google oder um ein Pilotprogramm, bei dem eine begrenzte Anzahl von Einzelhändlern diesen Text editieren können.

Zumindest kann man mit Sicherheit sagen, dass es sich um keine Funktion handelt, die für alle Brancheneinträge verfügbar ist.

Google PageSpeed kumuliert Geschwindigkeitsdaten, die für jeden abrufbar sind

Google PageSpeed Insights ermöglicht einem nun die tatsächliche Geschwindigkeit der gesamten Website herauszufinden, da man jetzt die kumulierten Daten zur Seitengeschwindigkeit über den gesamten Domainnamen sehen kann. Es gibt 2 Möglichkeiten: a) mit der Syntax origin:https://www.domain.com oder b) man stellt eine Abfrage für eine beliebige URL. Hierfür stellt Google einem einen Link zur Verfügung.

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