SEO Weekly: Unser SEO Wochenrückblick der KW 3

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick über Gary Illyes Erklärung zum Crawl Budget, ein neues Google-Patent und die neuen Videos in der mobilen Bildersuche.

Gary Illyes erklärt Googlebot Crawl Budget

Der Begriff “Crawl Budget” ist ein häufiger Begriff in der SEO-Szene, doch die Bedeutung dieses Begriffs ist nicht ganz klar. Tatsächlich hat Google selbst keine genaue Definition für den Begriff “Crawl Budget”

Deshalb hat Gary Illyes, der Google Webmaster Trends Analyst, eine recht lange Erklärung verfasst in der er zum Einen erklärt, was das “Crawl Budget” ist und zum Anderen wie es mit dem Googlebot zusammenhängt.

Crawlt der Googlebot eine Website, gibt es eine Anzahl von gleichzeitigen Verbindungen, die ausgeführt werden können und er legt eine Zeit fest, die zwischen den Abrufen gewartet werden muss. Dies wird als “Crawling Rate Limit” bezeichnet, somit ist das Limit jeder Website eindeutig.

Das Crawling-Limit definiert sich durch zwei Faktoren. Der erste Faktor ist die “Crawl-Gesundheit” das bedeutet, wenn die Website schnell reagiert kann der Googlebot mehr Verbindungen verwenden. Verringert sich die Geschwindigkeit aufgrund des Crawlen, so verringern sich auch die Verbindungen, damit die Benutzerfreundlichkeit nicht beeinträchtigt wird.

Der zweite Faktor ist die Search Console – Webmaster können die Search Console nutzen um über die “Site Settings” ein Crawl Rate Limit manuell festzulegen

Das Crawl-Rate-Limit verliert an Priorität, wenn keine Indizierungsanforderung vorhanden ist. Ist die Nachfrage niedrig, so verringert sich auch die Aktivität des Googlebots. Auch hier wird die Crawling-Nachfrage wieder durch zwei entscheidende Faktoren beeinflusst: Beliebtheit und Verbrauchtheit. Google bemüht sich den gefragten Content aktuell im Index zu halten, während alter Content davor bewahrt wird zu veralten.

Allerdings kann man die Crawl-Nachfrage durch Site-Wide Events steigern, weil der Googlebot die neuen URLs im Index aktualisiert.

Damit Ihre Website ein optimales Crawl-Budget beibehält, empfiehlt Illyes, die Ressourcen nicht auf Low-Value-URLs zu verschwenden, die die Crawl-Aktivitäten von Ihren qualitativ hochwertigen Content stehlen können. Als Low-Value-URL’s bezeichnet Illyes: Facettenartige Navigations- und Sitzungskennungen, On-Site duplicate Content, Soft-Fehlerseiten, gehackte Seiten, unbegrenzte Leerfelder und Proxies, qualitativ schlechter Content und Spam Content.

Merke:

  • je schneller die Website, desto höher die Crawl-Rate
  • Die Crawl Error Reports in der Search Console sollten überwacht werden und Server Error sollten möglichst gering gehalten werden
  • Crawling ist kein Ranking Faktor
  • Alternative URL’s, AMP URL’s, eingebetteter Content und lange Umleitungsketten haben einen negativen Einfluss auf das Crawl Budget
  • Seiten, die mit “nofollow” markiert sind, können dennoch gecrawlt werden, deshalb hat es keinen Einfluss auf das Crawl Budget.

Quelle: https://www.searchenginejournal.com/googlebot-crawl-budget-explained/183782/

Neues Google-Patent bezüglich der sprachbasierten Suche

Die Suchmaschine hat schon seit längerer Zeit eine sprachbasierte Suche, allerdings wurden nur die einzelnen Worte verstanden. Aufgrund unterschiedlicher Betonungen kann sich jedoch die Bedeutung und Intention der Suchanfrage verändern. Das stellte Google vor eine weitere Herausforderung.

Nun kann in der sprachbasierten Suche die Betonung verschiedener Pronomina erkannt und auch genutzt werden, diesen Mechanismus beschreibt das neue Google-Patent.

Zitat: “Methods, systems, and computer-readable media are provided for collective reconciliation. In some implementations, a query is received, wherein the query is associated at least in part with a type of entity. One or more search results are generated based at least in part on the query. Previously generated data is retrieved associated with at least one search result of the one or more of search results, the data comprising one or more entity references in the at least one search result corresponding to the type of entity. The one or more entity references are ranked, and an entity result is selected from the one or more entity references based at least in part on the ranking. An answer to the query is provided based at least in part on the entity result.”

Als Beispiel:

  1. Suchanfrage: “Wer hat das Telefon erfunden” – Antwort: “Alexander Graham Bell”
  2. Suchanfrage: “Wer war Alexander Graham Bells Vater?” – Antwort: “Alexander Melville Bell ”
  3. Suchanfrage: “Wann wurde ER geboren?” – Antwort: “Alexander Melville Bell wurde am 1. März 1819 geboren”

In diesem Beispiel lag die Betonung auf das Pronomen “ER” und so konnte das System erkennen, dass es sich auf Alexander Melville Bell bezog. Etwas Komplexer ist das Ganze trotzdem, denn hier werden verschiedene Parameter ermittelt, die ausschlaggebend sind um die Betonung richtig zu verstehen. Bestandteil dessen sind Lautstärke, Frequenz, Pausen zwischen einzelnen Wörtern und Tonhöhe. Das wiederum wird mit einem Schnellwert verglichen und somit kann festgestellt werden, ob ein Wort tatsächlich Betont wurde oder eben nicht.

So kann das System nun unterscheiden ob sich eine Phrase auf die zuletzt getätigte Suchanfrage oder auf eine früher getätigte Suchanfrage bezieht.

Es zeigt sich also, dass sich die Spracherkennung mit recht großen Schritten weiterentwickelt. Google und noch weitere Anbieter werden die Intentionen der Nutzer zukünftig immer besser erkennen und somit der wachsenden Bedeutung der Sprache in der Suche Rechnung tragen.

Quelle: https://www.seo-suedwest.de/2177-google-patent-die-bedeutung-betonter-pronomen.html

Google testet YouTube-Video in Dauerschleife für die Mobilen Suchergebnisse

In den vergangenen Jahren hat sich bei YouTube nicht wirklich viel getan, es sieht aus wie gehabt. Allerdings ist Nutzern nun aufgefallen, dass die YouTube-Videos über den Suchergebnissen als Dauerschleife abgespielt werden.

Bisher bestand die Bildersuche nur aus starren Bildern, vermutlich hätten jegliche Animationen zu einer Ablenkung geführt. Das hat bisher auch niemanden gestört. Jetzt scheint Google doch etwas mehr Wert auf bewegten Content zu legen und so werden die YouTube-Videos in einer Dauerschleife abgespielt. Möglicherweise sind GIFs nicht mehr zeitgemäß.

YouTube-Videos als Dauerschleife über den Google Suchergebnissen

Im Screenshot ist zu erkennen, dass direkt über den Suchergebnissen diese YouTube-Videos gezeigt werden und man hat scheinbar auch keine Möglichkeit diese Dauerschleife zu stoppen. Jedoch ist sie Tonlos, sodass man sich nicht allzu sehr davon gestört fühlen dürfte. Klickt man nun auf dieses Video gelangt man direkt zu YouTube.

Bisher ist es noch unklar wie Google auf diese Idee kommt und welcher Sinn dahinter steckt. Hier könnte man nur vermuten, dass möglicherweise eine neue Werbeform zur Monetarisierung der Bildersuche getestet wird oder es geht schlichtweg um eine Integration von passenden Kurzvideos in die Bildersuche.

Bisher wurden diese Banner nur in der mobilen Version gesichtet und scheinbar auch nur wenn die Suchanfrage irgendetwas mit Mode zutun hatte. Verwundert ist man allerdings schon über diese “Entdeckung” da es in der Bildersuche ein wenig fehl am Platz sein könnte. Sinnvoller wäre es vermutlich wenn die Suche in “Mediensuche” umbenannt wird, aber dazu hat sich Google bisher noch gar nicht geäußert.

Was letztlich genau dahinter steckt wissen wir erstmal nicht, eins ist jedoch klar: Auf Dauer könnte es die Nutzer (auch wenn die Videos tonlos sind) nerven, denn es wird eine Menge unnötigen Traffic verbrauchen. Außerdem steht es im Widerspruch mit Projekten wie z.B. AMP Lite, die darauf ausgelegt sind den Traffic möglichst gering zu halten.

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