SEO Weekly: Unser Wochenrückblick der KW 33

Kategorie: SEO Weekly

In dieser Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick vom Bing-Update zum Thema „Recht auf Vergessenwerden“, einer interessanten Funktion für Seitenbetreibern von Accelerated Mobile Pages und einer grundlegenden Keyword Planer Änderung, die sich auch auf viele SEOs auswirken wird.

Bing verbessert "Recht auf Vergessenwerden“

Microsoft Bing erweitert Funktionen zum „Recht auf Vergessenwerden“ in der EU. Laut dem Rechtsspruch des EuGH aus dem Jahr 2014, können personenbezogene Daten unter bestimmten Voraussetzungen auf Verlangen der Betroffenen aus den Suchergebnissen der Suchmaschinen gelöscht werden. Hierzu haben die Suchmaschinenanbieter, wie Google und Bing „Antragsformulare für die Entfernung von Suchergebnissen“ erstellt, auf dessen Grundlage geprüft wird, ob die in den Suchergebnissen enthaltenen Informationen über den Antragsteller veraltet sind bzw. keines öffentlichen Interesses entsprechen.

Die Erweiterungen der Internet-Suchmaschine Bing schließt eine bisher unbeachtete Datenschutzlücke: Betroffene Inhalte, welche seitens Bing für die EU-Domains entfernt wurden, konnten weiterhin über Bing.com recherchiert werden. Die Daten wurden somit auch an Benutzer innerhalb der europäischen Union ausgespielt.
Nach Erweiterung der Funktionen ist Bing in der Lage anhand der IP-Adresse den Wohnort des Users festzustellen und die entfernten Inhalte nicht weiter anzeigen zu lassen.

Google hat diese Funktion bereits für sein Formular umgesetzt.

Google zeigt Seitenbetreibern Implementierungsfehler für AMP an

Sollte es zu einem Implementierungsfehler für Accelerated Mobile Pages (kurz AMP) kommen, zeigt der Suchmaschinengigant Google dieses direkt in den Suchergebnissen an. Die Ausspielung des Hinweises erscheint in den SERPs direkt unterhalb der URL und wird nur dem Seitenbetreiber angezeigt. Er verweist auf ein Help Dokument von Google wo beschrieben wird wie die auftretenden Probleme zu lösen sind.

AMP Implemetierungsfehler

Google hat in jüngster Vergangenheit damit begonnen, auch außerhalb der Top Stories, Accelerated Mobile Pages für mobile Suchergebnisse auszuliefern. Laut Google werden  Webseiten welche die AMP Technologie bei den Suchergebnissen bislang noch nicht bevorzugt, wenn es jedoch 2 gleiche Artikel zu einem Thema geben sollte, dann wird derjenige bevorzugt welcher schneller zu laden ist – was in den meisten Fällen die AMP Version sein dürfte.

Amp-Demo

AMP doesn’t mean adopt AMP and get a massive boost in search ranking. That is not the case. All of the other signals need to be satisfied as well. But without question speed matters. If we had two articles that from a signaling perspective scored the same in all other characteristics but for speed, then yes we will give an emphasis to the one with speed because that is what users find compelling.

Diese Bemühungen, Seitenbetreiber für AMP zu begeistern kann zum einen als Reaktion auf Facebooks Instant-Artikel verstanden werden, zum anderen eventuell auf eine Erweiterung der Suchalgorithmen von Google hindeuten. Wir sind gespannt, welche Neuerungen und Features dieses Thema in Zukunft noch bereithält.

Google Adwords limitiert den Zugriff auf Keywordplaner für Konten mit geringem Umsatz

Google Adwords Community Managerin CassieH hat im Advertiser Community Forum ein Update des Keyword Planer bestätigt. Demnach erhalten Adwords-Nutzer mit geringen monatlichen Werbebudget eine eingeschränkte Dateneinsicht mit dem Ergebnis, dass genaue Werte über Suchanfragen nicht mehr zur Verfügung stehen.
CassieH gibt an, dass die technischen Probleme der vergangenen Tage bereinigt wurden und die meisten Advertiser Angaben zum Suchvolumen wieder regulär angezeigt bekommen.
Die Nachricht, über die sich nicht jeder freuen dürfte, ist die Aussage zur Verfügbarkeit der Daten für User mit niedrigen Ausgaben.

 Advertisers with lower monthly spend may see a limited data view in the Keyword Planner…

Ihrer Aussage nach, werden die Werte für AdWords-Nutzer mit niedrigen monatlichen Werbeausgaben nun wie folgt ausgewiesen:

  • 0
  • 1–100
  • 100–1K
  • 1K–10K
  • 10K–100K
  • 100K–1M
  • 1M+

Google macht keine näheren Angaben wie hoch die monatlichen Ausgaben sein müssen, um die vollständigen Daten einzusehen. Es ist anzunehmen, dass die meisten Werbekunden die Inhalte wie gewohnt dargestellt bekommen.

Wichtiger Hinweis: Für viele SEOs, die das Tool für die Keyword-Recherche benötigen, ohne Adwords-Anzeigen zu schalten, bedeutet das eine deutliche Einschränkung der Nutzbarkeit.