SEO Weekly: Unser SEO Wochenrückblick der KW 40

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick von einem aktuellen Statement von Google zum Thema Penguin 4.0 und dem Disavow File, einem erweiterten Verifikationsprozess für Maps Kategorien im Bereich Google My Business und einer Zusammenführung von aktuellen Google News in einem zentralen Blog.

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Google: Statement von John Mueller zum Thema Penguin 4.0 und dem Disavow File

Im letzten SEO Weekly berichteten wir über das Penguin 4.0 Release und dem damit verbundenen Änderungen. Insbesondere eine Aussage von Gary Illyes hat in diesem Zuge für Verwirrung gesorgt. Wenn man seine Aussagen richtig interpretiert, wäre der Disavow File, der originär zur Entwertung von unnatürlichen Links dient, zumindest für die Behandlung von Penguin Abstrafungen hinfällig.

Nach Aussagen der Google Mitarbeiter straft das Google Penguin 4.0 Update unnatürliche Links nicht mehr ab, sondern entwertet diese “nur” noch. Demzufolge würde das Disavowen von Links keinen Effekt mehr besitzen, da man damit nichts anderes macht als die Links, die unnatürlich wirken, manuell zu entwerten. Dies führt jetzt das Penguin 4.0 automatisch durch.

John Mueller, Webtrends Analyst von Google, hat dazu ein Statement auf Twitter  abgegeben, indem er mitteilt, dass sich “nichts am Disavow geändert hat”. Nach Gary Illyes’ Aussagen ergibt sich aber eben doch zumindest in Bezug auf das Penguin Update eine größere Änderung. Google empfiehlt die Nutzung aber weiterhin für andere Algorithmen und manuelle Maßnahmen.

Im Google Webmaster Hangout vom Dienstag hat er darüber hinaus des öfteren über den Disavow File gesprochen. In Minute 23:20 sagt er, dass man den Disavow File weiterhin verwenden sollte. Obwohl Penguin 4.0 unnatürliche Links automatisch entwertet, können Links aus verschiedenen anderen Gründen disavowed werden.

Now that Penguin runs real time would we be correct in thinking that if we found a few bad links on our site and we disavowed them we should see a rankings benefits relatively quickly? Also has Penguin now just devalue those low-quality links as opposed to punish you for them?

So I guess first thing to keep in mind is that Penguin is a web spam algorithm in general. It’s not just specific to links. We look at web spam overall. So we try to figure out what we need to do when it when it comes to web spam. And if these are problematic links that are affected here and use the disavow file, then that’s a good way for us to pick that u and to seek recognize, ok, this link is something you don’t want to have associated with your site. So that when we recrawl that that page that’s linking to you we can drop that link from essentially our link graph.

With regards to devaluing those low-quality links as opposed to punishing you for them. In general we try to figure out what what kind of spammy tactics are happening here and we say well we just will will try to ignore this part with regards to your website.

Anschließend wurde er gefragt, ob es Sinn macht den Disavow File komplett zu entfernen:

That sounds like a particularly bad strategy. So if if this is something that you really don’t want to have associated with your website then you should keep that in your disavow file. So that’s not something where I’d say for this one specific algorithm Google is able to kind of kind of devalue those and handle them on our own. Therefore i won’t tell Google anything about the problematic links that I found. I think that’s that’s a bad idea.

So I’d keep the disavow file, I’d use the disavow file for any links that you really don’t want to be associated with and then you’re sure that they’re not taking into account across-the-board.

Ein Webmaster kommt sogar auf die Idee alle Links zu entwerten. John Muellers Statement hierzu:

I know there’s some sites that have gone in and said okay we’ll just going to disavow everything that’s been linking to us. And that was probably a bad strategy before and is just as bad strategy now. That’s something you might want to clean up but in general if you’re using the disavow file for what it was meant to be used I would continue to use it.

Der vollständige Google Webmaster Hangout:

Der Disavow File lässt sich also weiterhin verwenden, allerdings nicht mehr spezifisch für Penguin, sondern wahrscheinlich insbesondere für manuelle Maßnahmen im Rahmen des Reconsideration Requests.

Google testet erweiterten Verifikationsprozess für “spammy” Kategorien in Google Maps

Google My Business kämpft gegen Betrug und Spam in Google Maps Einträgen mit einem erweiterten Verifikationsprozess. In Form eines Tests im Raum San Diego müssen sich Klempner und Schüsseldienste diesem Prozess unterziehen.

Diese beiden Branchen werden explizit adressiert, da hier verstärkt Spam in Google Maps und den lokalen Ergebnissen zu sehen ist. Die Unternehmen haben bis zum 1. November Zeit auf eine Anfrage von Google zu reagieren und werden innerhalb von 2 Wochen benachrichtigt, ob sie den Verifikationsprozess bestanden haben oder nicht. Sollte der Test nicht bestanden werden, führt dies zum Verlust der Verifizierung und einer Entfernung aus Google Maps.

Warum gerade Schlüsseldienste und Klempner?

 

Gerade im Bereich der Schlüsseldienste werden Kunden häufiger Opfer von betrügerischen Machenschaften. “Sogenannte” Schlüsseldienste versuchen das “schnelle Geld” zu machen, indem sie vorgeben ein Schlüsseldienst zu sein, es aber in Wirklichkeit nicht sind. Google adressiert diese Probleme jetzt durch den erweiterten Verifikationsprozess.

Im Fall der Schlüsseldienste läuft der Betrug so ab:

  • Nachdem man sich aus dem eigenen Haus oder der eigenen Wohnung ausgeschlossen führt man über das Smartphone eine Suche bei Google durch
  • Google spielt eine Liste an AdWords und Google My Business Einträgen zurück, die günstige Tarife versprechen.
  • Ruft man einen dieser günstigen Anbieter an, wird man ein ausgelagertes Call Center weitergeleitet, die den Anrufer an einen lokalen Anbieter weiterleiten, der anschließend zu Hause vorbeikommt.
  • Der Schlüsseldienst sperrt unvermittelt die Tür auf, ohne weitere Optionen zu zu lassen, und fordert eine hohe Summe für den Service ein.
  • Anstatt den günstigen Tarif, den man über das Internet gefunden hatte, erhalten zu haben, bezahlt man jetzt eine deutlich höhere Gebühr für den lokal ansässigen Schlüsseldienst.

Dieser Betrug im Bereich der Schlüsseldienste ist bereits seit Jahren sehr gut dokumentiert und wurde auch bereits in der New York Times in einem Artikel näher beschrieben. Der erweiterte Verifikationsprozess sollte diesem Betrug entgegenwirken und die betrügerischen Einträge reduzieren.

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Neuigkeiten von Google in einem zentralen Blog zusammengefasst

Googles offizieller Blog, jetzt unter dem Namen “The Keyword” veröffentlicht, kombiniert Artikel aus 19 separaten Blogs des Unternehmens auf einer einzigen Website. Es ist jetzt nicht weiter notwendig zunächst für beispielsweise News über Google AdWords auf den AdWords Blog zu springen, anschließend für Google Maps News in den Maps Blog zu wechseln etc.

Wenn man sich zukünftig über News von Google informieren möchte, kann man dies nun zentral über “The Keyword” unter blog.google.com  tun. Das Ziel dahinter dürfte klar sein: Google versucht dem Benutzer Neuigkeiten über das eigene Unternehmen, die eigenen Produkte und weitere Innovationen einfacher zugänglich zu machen.

The Keyword is all the stuff we had across 19 blogs, in one place — so you don’t have to hop from one blog to another to find the latest update. If you’re looking for something from Google from now on, chances are it’s here.

Wenn man nicht an allen Informationen interessiert ist, kann man weiterhin die einzelnen Themenfelder aufrufen. Dazu wählt man über das Menü “Topics” aus und erhält eine Übersicht der Themen des Blogs. Über den Menüpunkt “Products” erhält man darüber hinaus Informationen zu einem bestimmten Google Produkt gefiltert dargestellt.