SEO Weekly: Unser SEO Wochenrückblick der KW 41

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick über die Entfernung der Sitelink-Abwertung aus der Google Search Console, einem aktuellen Statement von Google zum Thema „Kennzeichnung von Links“ und über das vollständig ausgerollte Penguin 4.0 Update.

Google entfernt “Abwertung von Sitelinks” aus der Google Search Console

Google hat sich nach einigen Diskussionen und Analysen dazu entschieden die Funktion zur Abwertung der organischen Sitelinks aus der Search Console zu entfernen.

Organische Sitelinks sind Links, die sich für bestimmte Suchanfragen , unterhalb des eigentlichen Suchergebnis bilden um den Benutzern mehr Zugriffsmöglichkeiten zu bieten. Diese treten vor allem auf, wenn Google die Seite bezogen auf die Suchanfrage, für als sehr relevant erachtet. Häufig treten diese daher für navigationale Queries (z.B. Brand Anfragen) auf. In den letzten Jahren sind die Algorithmen deutlich besser geworden, so dass es jetzt nicht mehr für notwendig erachtet wird, diese Funktion in der Search Console anzubieten.

Der Prozess der Sitelink Erkennung und Anzeige ist vollständig automatisiert und lässt sich nicht (mehr) manuell beeinflussen. Wenn die Struktur einer Site allerdings nicht gut aufgestellt ist, der Crawler und die Algorithmen also keine relevanten Sitelinks identifizieren können, dann zeigt Google keine Sitelinks an.

Best Practices um die Qualität der eigenen Sitelinks zu verbessern:

  1. Es sollte eine klare Struktur der Website zur Verfügung gestellt werden, indem relevante interne Links und Linktexte genutzt werden. Diese sollten informativ und kompakt sein sowie Wiederholungen vermeiden.
  2. Wichtige Seiten sollten für Google zum Crawling und zur Indexierung freigegeben werden. Die Funktion “Abruf wie durch Google” kann genutzt werden, um das Rendering der Seite zu überprüfen.
  3. Wenn eine Seite komplett aus der Suche entfernt werden soll, dann kann “noindex” im Robots-Meta-Tag verwendet werden.

Sollte man auf unerwünschte Sitelinks für typische Suchanfragen stoßen, dann bietet Google an, sich im Webmaster Hilfeforum mit Google oder anderen Webmastern auszutauschen um entsprechend Hilfe zu erhalten.

Quelle: https://plus.google.com/+GoogleWebmasters/posts/b4WcMeLgbAL

Google Penguin 4.0 ist vollständig ausgerollt

Wie wir schon in der KW 39 berichtet haben, hat Google das Penguin 4.0 Update am 23.09.2016 in die Wege geleitet. Etwa am 28.09.2016 hat man die ersten Veränderungen feststellen können. Nun haben alle Datencenter die neuen Codes und die unnatürlichen Links sollten entsprechend gewertet werden. Wenn man bisher nicht aus der Abstrafung von Google herausgekommen ist, sollte man seine Links gründlich überprüfen und das Linkprofil bereinigen. Die unnatürlichen Links sollten entweder mit dem Disavow Tool entwertet werden oder vom Webmaster der externen Site gelöscht werden.

Penguin achtet sehr stark auf die Quelle des Links – Sollten also viele unnatürliche Links (Spammy Links) auf einer Website vorhanden sein, ist es wichtig diese zu bereinigen um aus der Abstrafung herauszukommen.

Diejenigen, die davon betroffen sind – beginnend mit der ersten Version Penguin 1.0 vom 24.04.2012, bis hin zu Penguin 3.0 vom 17.10.2014 – dürften jetzt feststellen, dass sich das Bereinigen der Links positiv auf das Ranking auswirkt.

Das Penguin 4.0 Update, welches in der Echtzeit läuft ist somit vollständig ausgerollt.

Google kennzeichnet die Links, als “Footer” oder als “Penguin Link”

Gary Illyes äußert sich in einem Gespräch und teilt uns mit, dass Google Links (intern oder extern) mit einer Kennzeichnung (Label) versieht. Die Links werden klassifiziert und mit Attributen gekennzeichnet. Beispielsweise ob es sich um einen “Footer Link”, um einen “Penguin Link” oder um sonstige Arten von Links handelt. Ein Link kann auch mit mehreren Kennzeichnungen versehen werden, es kommt sowohl auf den Wert des Links, als auch auf die Bedeutung an, welche letztlich den Ausschlag für das Ranking geben.

Das “Manual Action Team” schaut sich die Kennzeichnungen / Labels der Links tiefer gehend an um zu überprüfen ob es sich um unnatürliche Links handeln könnte und diese somit entwertet werden müssen, oder nicht. Dennoch fügt Illyes hinzu, dass er nicht sehr eng mit diesem Team zusammenarbeitet und sich somit nicht sicher ist wie der tägliche Prozess genau aussieht. Dies relativiert wiederum seine bisherige Aussage.  

Hinzuzufügen ist, dass Illyes drei Kennzeichnungen von Links explizit genannt hat: “Penguin real time”, mit welcher der aktuelle Penguin 4.0 Algorithmus gemeint sein dürfte; “Footer Links”, diese helfen Google um zu bestimmen wie relevant der Link ist (z.B. ob der Link im Footer oder im Inhalt angesiedelt ist); und “disavow” – wenn der Link als solcher durch den Webmaster über den Disavow File entwertet wurde. Natürlich gibt es noch viel mehr Kennzeichnungen für Links, doch mehr hat Gary Illyes uns nicht mitgeteilt.

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Google: John Mueller bestätigt, dass einige Suchalgorithmen auch die historischen Veränderungen einer Website detaillierter betrachten

Googles John Mueller hat am 07.10.2016 zu einer Frage bezüglich der Häufigkeit der Updates der Google Ranking Signale Stellung bezogen. Er bestätigte hier, dass die Historie einer Seite oder Website eine Rolle spielt, wenn Suchalgorithmen die Seite bewerten und ranken.

Hier der genaue Wortlaut:

And the various algorithms that we have, they do try to be fast and responding to what’s out there on the web, but some of them are fast, some of them are a bit slower, and some of them like to take into account more of the history of what has been changing there.

SEOs haben lange spekuliert, ob länger zurückliegende Veränderungen an einer Seite erst zu einem späteren Zeitpunkt doch noch einen Einfluss haben können. Während der offensichtlichste Einfluss Veränderungen am Inhalt sein könnten, hat Google erst kürzlich bestätigt, dass Websites, die durch das Panda Update betroffen sind, nach einer Optimierung der Qualität sehr schnell Verbesserungen für individuelle Seiten sehen sollten.

Die Frage bleibt also bestehen, welche weiteren historischen Signale berücksichtigt werden. Interne oder externe Links? Spezifische Content Signale? Oder eins der anderen über 190 Signale? Mit Sicherheit können wir davon ausgehen, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen, da John Müller definitiv in der Mehrzahl gesprochen hat.

Wir wissen, dass zurückliegende Veränderungen einen Einfluss auf manuelle Maßnahmen von Google nehmen können. Wenn Google zum Beispiel sieht, dass Webmaster, die von einer manuellen Maßnahme betroffen sind, sehr schnell Links disavowen, anschließend den Antrag zur Wiederaufnahme in den Suchergebnissen stellen und damit erfolgreich sind, einige Tage nach der Wiederherstellung den Disavow File entfernen. Dies kann in der Zukunft zu deutlichen härteren Abstrafungen durch Google führen.