SEO Weekly: Unser Wochenrückblick der KW 42

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Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick vom Wandel des Mobilen Index zum primären Index der Suchmaschine Google, von den vermutlich wichtigsten SEO-Veränderungen im Jahr 2017 (Statement Google) und dem großen Google Flights Update.

Mobiler Index wird primärer Index der Google Suche

Seit der Liveschaltung von AMP in der mobilen Suche, spielt der Mobile Index der Suchmaschine für Webmaster eine elementare Rolle. Jetzt möchte Google den Desktop-Index gänzlich an Rang zwei rücken und damit den Mobilen Index zum primären Index der Suchmaschine machen. Die Ursache dafür ist im Surfverhalten der Nutzer zu begründen. Mittlerweile gehen mehr als 50 Prozent der deutschen Internetnutzer mit einem mobilen Endgerät ins Netz. Im Jahr 2011 lag dieser Wert noch bei knappen 8 Prozent.

Der Wandel in der Google Suche war zu erahnen. Google arbeitet bereits seit “Mobilegeddon” und dem AMP-Framework aus dem Jahr 2015 auf diese Veränderung hin. Dieses Jahr legte der Konzern seinen Fokus noch einmal verstärkt auf AMP. Mittlerweile ist die Mobile Optimierung einer der wichtigsten Rankingfaktoren für Websites geworden und damit für Webmaster unabdinglich. Zwar sucht Google bislang noch unabhängig von mobiler Optimierung nach dem besten Suchergebnis, wodurch in den mobilen SERPs immer noch Websites landen, die nicht mobil optimiert sind, doch in Zukunft werden diese Sites einen gravierenden Nachteil haben.

In Zukunft möchte Google den Hauptindex der Suchmaschine in einen Mobile und einen Desktop Index trennen und anschließend den Mobile Index als primären Index nutzen und diesem die obersten Prioritäten zuordnen. Das wird zur Folge haben, dass der Desktop Index weniger aktuell sein wird als der Mobile Index. Dementsprechend wird Google in Zukunft zuerst prüfen, ob eine mobile Webseitenversion verfügbar ist und erst im zweiten Schritt überprüfen, ob eine Desktop-Version vorhanden ist. Daraus folgt, dass Websites, die nicht auf die mobile Suche optimiert wurden, Nachteile bei der Indexierung haben werden und in der Websuche vermutlich keine Top-Platzierung erhalten werden. Die Änderungen werden innerhalb der nächsten Monate erfolgen.

Webmastern ist zu raten, die mobile Suche gegenüber der Desktop Suche zu priorisieren. Google gab dazu an, dass 53% der Nutzer eine Website verlassen, wenn sie nicht innerhalb von 3 Sekunden geladen ist. Dementsprechend ist jedem Webmaster geraten, eine AMP Version seiner Seite zu erstellen. Newsseiten sind außerdem dazu angehalten, sich in Google News listen zu lassen.

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Machine learning, AMP & strukturierte Daten spielen laut Google 2017 eine wichtige Rolle

Neben dem Release von Penguin 4.0 und dem Wandel in der mobilen Suche, hat das Jahr 2016 einige Veränderungen für Webmaster mit sich gebracht. Google Mitarbeiter Gary Illyes deutete nun bereits an, welche großen Veränderungen im kommenden Jahr eine wichtige Rolle für die SEO spielen werden. Insbesondere werden Machine Learning, AMP und Structured Data eine wichtige Rolle spielen.

Well I guess you can guess that we are going to focus more and more on machine learning. Pretty much everywhere in search. But it will not take over the core algorithm. So that’s one thing.
The other thing is that there is a very strong push for AMP everywhere. And you can expect more launches around that.
Structured data, again this is getting picked up more and more by the leads. So that would be another thing. – Gary Illyes

Daraus lässt sich folgern, dass mit der Liveschaltung von AMP in der mobilen Suche die Veränderungen in den Suchergebnissen noch nicht abgeschlossen sind und noch mehr Launches auf Webmaster zukommen werden. Gary Illyes gab jedoch auch an, dass die Veränderungen in der Google Suche nicht den Core Algorithmus betreffen werden.

Großes Update für Google Flights

Seit dem Jahr 2011, mit der Übernahme von ITA Software, betreibt Google eine eigene Suchmaschine für Flüge: Google Flights. Die Suche ermöglicht es dem Nutzer auf einfachem Wege passende und günstige Flüge zu finden. Doch auch zwischen den günstigen Preisen gab es innerhalb eines Tages drastische Schwankungen. Die Preise für Flüge können sich mehrfach am Tag merklich ändern. Deshalb bietet Google Flights dem Nutzer nun den perfekten Zeitpunkt zum Buchen eines Fluges, indem die Suchmaschine die seit Jahren gesammelten Flugdaten auswertet.

Quelle: http://www.googlewatchblog.de/2016/10/grosses-update-google-flights/

Google Flights gehört mittlerweile zu dem Urlaubsplanungsportal Google Destinations und kann dem Nutzer unter anderem auch Reisen per Bahn anzeigen. Für Flugreisen erstellt Google jetzt Muster für die Preisgestaltung in Form einer zusätzlichen Information, die angibt, ob der Flug in wenigen Stunden teurer oder günstiger wird. Diese Funktion beherbergt das Risiko, dass sich das System selbst ausspielt, sollten zu viele Nutzer gleichzeitig den perfekten Zeitpunkt abwarten und dadurch die Algorithmen der Airlines vollkommen andere Preise generieren oder Flüge ausgebucht sind.

Quelle: http://www.googlewatchblog.de/2016/10/grosses-update-google-flights/

Neben dem Preisvergleich bietet Google Flights dem Nutzer eine Funktion, die für ausgewählte Strecken Flugempfehlungen vorschlägt, durch die sich wiederum Geld sparen lassen. Des Weiteren lassen sich Flüge tracken, die noch nicht gebucht wurden. Diese Funktion bietet den Vorteil, dass der Nutzer über die App oder per E-Mail über Preisschwankungen informiert werden, um so den perfekten Zeitpunkt zum Buchen abpassen zu können. Die Google Hotelsuche ist darin mit inbegriffen, wodurch sich nachverfolgen lässt, wenn Preise eines Hotels gesunken sind. Für Hotels gibt es kein direktes Tracking und keine Vorhersagungen über Preisentwicklungen.

Das Update mit diesen Änderungen wird innerhalb der nächsten Tage für alle Plattformen ausgerollt.

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Google Abstrafungen für aufdringliche Interstitials auf Mobilgeräten werden sich auf die direkten Klicks über die Suche beschränken

Mit der zunehmenden Relevanz der mobilen Suche plant Google bereits seit Ende August dieses Jahres gegen Anbieter vorzugehen, die den Nutzer von mobilen Endgeräten mit zu viel Werbung belästigen. Seiten, die das betrifft, sollen mit einem schlechteren Ranking abgestraft werden. Zu aufdringlicher Werbung zählen Banner, die sich direkt über den Content einer Seite legen, ihn überwiegend bis gänzlich bedecken und nur einen kleinen Button zum Schließen haben; Overlays, die vom Inhalt der Seite ablenken und aufdringliche Interstitials, die den gesamten Bildschirm bedecken.

John Mueller verkündete nun im Google Hangout vom 18. Oktober 2016, in Minute 12, dass es die Abstrafungen für aufdringliche Interstitials auf mobilen Endgeräten in einigen Monaten geben wird und dass die Abstrafungen für die Interaktionen zwischen der Suche, dem Durchscrollen der Seite und dem Ansehen des Contents gelten werden:

Erscheint dementsprechend bereits wenige Klicks nach dem Aufrufen der Seite erneut ein aufdringliches Interstitial, liegt die Verantwortung für das weitere Vorgehen nicht bei Google, sondern bei dem Seitenbetreiber und dem Nutzer selbst.

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  • […] Die mobile Websuche spielt eine immer größere Rolle. Derzeit erwerben täglich 3,4 Millionen Menschen ein neues, internetfähiges Mobilgerät. Studien gehen davon aus, dass bis 2021 rund 6 Milliarden Menschen einen Internetzugang besitzen werden. Google möchte dazu beitragen das mobile Web so benutzerfreundlich und schnell wie möglich zu gestalten. Dementsprechend können Verbindungsprobleme, eingeschränkte Rechnerleistungen und lange Ladezeiten die Qualität von Websites massiv negativ beeinträchtigen, was wiederrum einen negativen Einfluss auf das Ranking von Google haben kann. Studien gehen davon aus, dass rund 30% der Nutzer erwarten, dass eine Seite innerhalb von maximal einer Sekunde geladen sein muss. 18% erwarten ein sofortiges Laden der Seite und 9 von 10 Usern verlassen eine Seite, wenn sie das Gesuchte darauf nicht sofort finden. Bestätigt wird diese Annahme durch die Statistik, die die Nutzererfahrung einer der am häufigsten besuchten Websites Europas umfassend untersucht: […]