SEO Weekly: Unser Wochenrückblick der KW 43

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick über die EMEA Performance SummitIcons, die neuerdings an den Sitelinks zu sehen sind, Insights von denen Ex-Googler Jonas Weber in einem aktuellen Interview berichtet und ein neues Update bei Google Maps.

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Mobiles Marketing beherrscht den EMEA Performance Summit

Auf dem diesjährigen EMEA Performance Gipfel in Dublin haben 100 der leitenden, europäischen Werbetreibenden und Agenturen darüber diskutiert, welche Themen in den kommenden zwölf Jahren den Markt dominieren werden. Im Mittelpunkt stand dabei die mobile Websuche. Des Weiteren wurden auf dem Summit neue Studien und Tools relaunched, um Unternehmen bei der Optimierung der Nutzererfahrung auf mobilen Endgeräten zu unterstützen.

Die mobile Websuche spielt eine immer größere Rolle. Derzeit erwerben täglich 3,4 Millionen Menschen ein neues, internetfähiges Mobilgerät. Studien gehen davon aus, dass bis 2021 rund 6 Milliarden Menschen einen Internetzugang besitzen werden. Google möchte dazu beitragen das mobile Web so benutzerfreundlich und schnell wie möglich zu gestalten. Dementsprechend können Verbindungsprobleme, eingeschränkte Rechnerleistungen und lange Ladezeiten die Qualität von Websites massiv negativ beeinträchtigen, was wiederrum einen negativen Einfluss auf das Ranking von Google haben kann. Studien gehen davon aus, dass rund 30% der Nutzer erwarten, dass eine Seite innerhalb von maximal einer Sekunde geladen sein muss. 18% erwarten ein sofortiges Laden der Seite und 9 von 10 Usern verlassen eine Seite, wenn sie das Gesuchte darauf nicht sofort finden. Bestätigt wird diese Annahme durch die Statistik, die die Nutzererfahrung einer der am häufigsten besuchten Websites Europas umfassend untersucht:

Aus dieser Statistik lässt sich schließen, dass Webmaster Kunden verlieren könnten, weist eine Website eine schlechtere Leistung über das Smartphone als über den Desktop auf. Um diese Probleme zu beheben, hat Google das Tool https://testmysite.withgoogle.com/intl/de-de veröffentlicht, das Unternehmern dabei helfen soll, die Leistung ihrer eigenen Internetpräsenz mit führenden Websites via Click-to-Message-Anzeigen zu vergleichen. Das Tool erstellt eine Gesamtbewertung über die Punkte Optimierung für Mobilgeräte, Geschwindigkeit auf Mobilgeräten und Desktop-Computern. Aus diesen Werten lässt sich schließen, ob die Leistung durch Caching, Komprimierung oder Bildoptimierung noch weiter gesteigert werden kann.

Ist Ihre Website Mobile Friendly?

Schlussfolgerung: Die Optimierung von Websites für mobile Endgeräte ist unausweichlich und wird in den nächsten zwölf Monaten einen zentralen Bestandteil des Online Marketings und in der Vorgehensweise von Google darstellen.

Google testet Icons für Sitelinks

Sergey Alakov hat Screenshots auf Twitter gepostet, die zeigen, dass Google eine neue Darstellung der Sitelinks für die mobile Suche testet.

Auf dem Screenshot ist zu sehen, dass die Sitelinks nun auf der linken Seite mit einem sogenannten Icon versehen sind. Für verschiedene Standard-Sitelinks gibt es nun jeweils Symbole. Z.B “Kontakt”, “Über uns”, “Karriere” oder “Anfahrt”

Der Vorteil dieser Sitelink-Icons besteht darin, dass die Aufmerksamkeit der User geweckt wird und das wiederum würde vielen Websites zugute kommen.

Hier ein aktueller Screenshot:

Was genau Google bestraft und welche Gegenmaßnahmen für Abgestrafte am effektivsten sind - Ex-Googler Jonas Weber berichtet mit Insights zum Penguin 4.0 Update in einem Interview

Nach 2 Jahren ist das Penguin 4.0 Update endlich da, dies weckt verschiedene Emotionen in der SEO-Szene. Einige sind deutlich erleichtert, andere wiederum angespannter denn je.

Man erinnert sich an den Vorfall mit Home24 zurück, die wirklich hart von der Abstrafung betroffen waren und das sorgt jetzt natürlich für heiße Diskussionen. Ex-Googler Jonas Weber äußert sich dazu in einem Interview und gibt Betroffenen sogar noch einige Tipps mit auf den Weg.

Jonas Weber ist selbständiger SEO Berater und hat in der Vergangenheit auch viele Opfer des Google Penguin Updates beraten. Zuvor arbeitete er selbst bei Google und war Teil des Search Quality Teams in Dublin, aus diesem Grund kann er uns auch guten Gewissens einige Dinge über das neue Google Penguin Update erzählen.

Recht zu Anfang des Interviews spricht er die hitzigen Diskussionen an, über die er scheinbar gar nicht erfreut ist. Für ihn ist es nicht nachvollziehbar warum Google an allem Schuld sei, jeder müsse selbst die Konsequenzen für seine Fehler tragen.

Google ginge es darum alle Websites fair zu behandeln und Websites, die unnatürlichen Linkaufbau betreiben (was ganz klar ein Verstoß gegen die Richtlinien von Google ist), abzustrafen. Schließlich ist das unfair gegenüber der Websites die auf ehrliche Weise ranken.

Für die, die nicht wissen was Penguin ist: Penguin ist ein automatisierter Filter, welcher die Verlinkungen, die nicht Google konform sind, entwertet. Gibt es allerdings von den Low Quality Links im Vergleich zu den guten Backlinks zu viele, ist die gesamte Website betroffen und wird von Google abgestraft. Zum einen werden die Low Quality Links natürlich entwertet und zum anderen kann das auch zu einer künstlichen Herabstufung des Rankings in den Suchergebnissen führen, weil Google diese Website als “nicht vertrauenswürdig” eingestuft hat.

Dieser quantitative Linkaufbau über Webkataloge, Artikelverzeichnisse, Linkkauf, Bookmarkverzeichnisse & Kommentar/Forenspam war natürlich immer schon ein Verstoß gegen die Google Richtlinien. Die meisten Beteiligten waren sich dessen auch bewusst. Deswegen kann ich das ganze Gejammere jetzt nur sehr begrenzt nachvollziehen.

Vor diesem Update gab es überwiegend manuelle Abstrafungen, doch gegen dieses aggressive Linkbuilding, welches auch mit Hilfe automatisierter Tools gemacht wird, kommt Google manuell nicht mehr an, es wäre utopisch weiterhin mit manuellen Prozessen dagegen anzugehen. Deswegen ein automatisierter Filter, der Google die Arbeit um einiges erleichtert, außerdem kommt Penguin 4.0 gerade den bereits abgestraften Websites zugute, denn nun haben die Betroffenen eine Möglichkeit sich relativ schnell wieder von der Abstrafung zu erholen.

Das Paradebeispiel dafür ist Home24, die sehr aggressiv Backlinks aufgebaut haben, von denen die Meisten nicht Google konform waren. In einer Facebook Diskussion wurde bestätigt, dass diese Vorgehensweise nicht unbewusst war. So konnte Home24 das Ranking kurzzeitig deutlich verbessern, bis Google davon Wind bekam und natürlich hat Home24 eine deftige Abstrafung von Google bekommen.

Die Sache hatte nur einen Haken, denn der Penguin Filter hat sich nicht gelöst, dafür war ein Update seitens Google nötig und das hat leider 2 Jahre gedauert. Natürlich ist das keine Absicht von Google gewesen, schließlich ist so ein Update mit sehr komplexen Prozessen verbunden und bevor so ein Updaten final online geht, wird dieses ausgiebig getestet.

Hinzuzufügen ist, dass Home24 vollkommen zu Recht abgestraft wurde und Aussagen wie “Google habe einzelne Websites auf dem Kieker und wird deswegen nicht aus dem Filter gelassen” sind fachlich nicht korrekt. Sobald die Website die Grenzwerte wieder unterschritten hat, die durch die Überschreitung dieser Grenzwerte erst in den Filter aufgenommen wurden, wird diese auch aus dem Filter gelassen.

Wenn man tatsächlich von einer Abstrafung betroffen ist, gibt es zwei Punkte die dafür stark berücksichtigt werden sollten: Zum einen ist es wichtig die unnatürlichen Links mit dem Disavow File zu entwerten oder im besten Fall sogar abzubauen und zum anderen neue qualitativ hochwertige Backlinks aufzubauen. Alles andere wäre nicht hilfreich.

Wird festgestellt, dass die Website nicht mehr so stark rankt muss das kein Zeichen für eine Abstrafung sein, es kann auch sein, dass dies technisch bedingt ist. Nichts desto trotz sollte man einen gründlichen Audit durchführen um der Sache auf den Grund zu gehen und rechtzeitig handeln zu können.

Meiner Meinung nach war das Penguin Update eines der erfolgreichsten von Google. Gerade nicht Google konforme SEO Methoden hat es hier hart getroffen. Mit Linkdoping gestützte Websites wurde der Boden unter den Füßen weggezogen.

Jonas Weber ergänzt außerdem, er habe noch nie gesehen, dass eine Website von einer Abstrafung betroffen war, die nie zuvor mit unnatürlichen Links gearbeitet habe.

Tipps von Jonas Weber

Am besten vermeidet man eine Abstrafung wenn die Google Richtlinien eingehalten werden. Um auch nachhaltig Erfolge zu erzielen sind noch weitere Punkte zu beachten.

  • Content
  • Linkreputation
  • User Signals
  • Meta Daten
  • Ladezeiten
  • Serververfügbarkeit

Außerdem ist es wichtig, dass die Site technisch sauber aufgesetzt wird. Crawling und Indexing muss einwandfrei möglich sein und auch die Nutzerfreundlichkeit geht mit in die Bewertung ein, das ist ein weiterer Vorteil von Penguin 4.0. Denn es wird darauf geachtet, wie lange ein User sich auf der Website aufhält und wie hoch die Absprungrate ist. Das wiederum ist sehr fair, da niemand ehrlicher ist, als der User selbst.

Einer der wichtigsten Ranking-Faktoren ist inzwischen der Besucher selbst geworden. Suchmaschinen wie Google können über verschiedene Mittel unterschiedliche Nutzer-Signale auswerten. Je mehr Besucher eine Website bekommt, desto schneller kann Google den Ranking-Faktor mit einbeziehen.

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Google Maps Update

Es scheint so als hätte Google das Suchergebnis Interface in Google Maps aktualisiert. Eine erwähnenswerte Veränderung ist, dass sich die Suchergebnisse auf der linken Seite ständig aktualisieren, wenn man die Map mit dem Mauszeiger bewegt.

Außerdem hat es weitere Updates für den “next button click” gegeben. Nun gibt es eine Checkbox, mit dieser hat man die Möglichkeit, das ständige Aktualisieren der Suchergebnisse zu stoppen, wenn man die Map bewegt und auch die Website Icons haben jetzt eine eigene Bedeutung.