SEO Weekly: gescheiterte SEO-Geschäftsmodelle, AI-Algorithmus, Pagespeed, fehlerhafte Event Markups und vieles mehr

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick über gescheiterte SEO Geschäftsmodelle, fehlerhafte Event Markups, Pagespeed und die Problematik des AI Algorithmus.

Postleitzahlensuche adé

Geschäftsmodelle, die durch organischen Traffic leben, sind vom Aussterben bedroht. Strukturierte Daten bilden die Basis für Seitentypen wie Branchenbücher, Wetterdienste, Filmverzeichnisse oder auch Postleitzahlverzeichnisse. Für Google sind diese Seiten ideal auszuwerten und dem Nutzer direkt in der Ergebnisliste auszugeben. Ein Beispiel bietet die Film- oder Kinosuche. Sucht ein Nutzer nach einem Kinofilm erhält er direkt in der SERP Informationen und Details zu Inhalt, Darstellern und teilweise sogar dem Kinoprogramm.

filmsuche google

Ein Klick auf Filmverzeichnisse oder spezielle Kinoseiten wie kino.de wird damit überflüssig, da der Suchende all seine Informationen bereits in der Ergebnisliste erhält.

Seit längerer Zeit gehört auch die Postleitzahlsuche zu den direkten Antworten, die Google in der SERP liefert. Dies macht Postleitzahlportale wie suche-postleitzahl.org oder plz-postleitzahl.de obsolet.

postleitzahlsuche google

Tippt der Nutzer “plz” in Verbindung mit einem Ort in die Suchmaske ein, löst dies die Postleitzahlsuche bei Google aus. Dem Nutzer wird dann eine Auswahl an Postleitzahlen geboten, die klickbar sind (siehe Screenshot).

Sobald der Klick auf eine Postleitzahl ausgeführt wird, zeigt die Google Maps Einbindung rechts das spezielle Gebiet an, sowie die dort ansässigen Hotels und Restaurants (siehe Screenshot).

postleitzahlsuche google1

Vom SEO Geschäftsmodell der Postleitzahlensuche können wir uns in nächster Zeit somit höchstwahrscheinlich verabschieden.

Das Problem mit irreführenden Event Markups

Webmaster, die mit irreführenden Ereignis Markups arbeiten, können von Google abgestraft werden. Denn so etwas sieht Google nicht gern!

Die Bestrafung fällt so aus, dass Google die Ausspielung von Rich-Snippets für die gesamte Seite unterbindet.

Das Problem der irreführenden Event Markups ist speziell im Bereich Coupons und Gutscheine auffällig geworden.

“Die Verwendung von Ereignis Markierung zur Beschreibung von Ereignissen, die kein Ereignis sind, führt zu einer schlechten Benutzererfahrung” schrieb Google

Suchende erwarten bei einem Event ein spezielles Geschehen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort. Gutscheine und Coupons die fehlerhaft als Event markiert sind, können dieser Erwartung somit nicht gerecht werden.

Sollten Seitenbetreiber mit dem Feuer spielen und diese fehlerhafte Auszeichnung einsetzen, muss mit einer manuellen Abstrafung gerechnet werden. Sollte es zu solch einer Abstrafung kommen, wird Google es in der Search Console mitteilen und der Seitenbetreiber hat die Möglichkeit, das Markup von seiner Seite zu entfernen.

Seitengeschwindigkeit - Wichtig ist wann Nutzer mit der Seite agieren können

Es gibt zahlreiche Tools mit denen die Seitenladegeschwindigkeit gemessen werden kann. Letztendlich ist es für den Benutzer jedoch wichtig, ab welchem Moment er die Seite benutzen kann, auch ohne das alle Inhalte bereits vollständig geladen sind.

John Mueller äußert sich hinsichtlich der Seitenladegeschwindigkeit wie folgt:

Bezüglich Seitenladegeschwindigkeit wirkt sich dies nur wirklich langsamen Seiten negativ auf das Ranking aus.

Gerade bei diesem Aspekt steht der Nutzer definitiv im Vordergrund. Zu einer guten Usability und UX gehört es einfach dazu, dass Nutzer schnell mit den wichtigsten Elementen der Seite interagieren können.

Die Komplexität der künstlichen Intelligenz

Seit langem spricht Google davon, von einer mobile first Welt zu einer Welt zu wechseln, die auf künstliche Intelligenz setzt. Bezogen auf die Suche und den Suchalgorithmus wird dies jedoch noch dauern.

Ein Tweet von Paul Haahr, seit über 15 Jahren Suchmaschinen Ingenieur bei Google, sorgte letzte Woche für Aufsehen. Er zitierte einen Artikel der NY Times dessen Headline wie folgt lautete “Can AI get teached to explain it”. Nach Haahr ist dieser Artikel eine gute Einführung in die Problematik der künstlichen Intelligenz.

Auf der SMX 2017 äußerte sich Paul außerdem dazu, dass RankBrain noch nicht vollständig verstanden werden. Und da RankBrain auf künstlicher Intelligenz basiert, sieht man in diesem Punkt die Verbindung zu seiner Äußerung bezüglich des NY Times Artikels.

Wenn Google nun aber selbst nicht versteht, wie der Algorithmus besser werden kann und und bestimmte Entscheidungen trifft, wie kann Google dann Fehler im Algorithmus glatt ziehen, wenn etwas schief geht?

Im Verständnis und im Wissen hinsichtlich künstlicher Intelligenz sind noch Lücken vorhanden, die gefüllt und beseitigt werden müssen. Denn erst wenn AI verstanden wird, können AI-Algorithmen verbessert und optimiert werden.

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