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SEO Weekly: Unser Wochenrückblick der KW 8

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick über die Abschaffung der Google Site Search, ein neues Google Update, die “Selbstverpflichtung”, die Google in Großbritannien eingeht und die Reaktivierung der Emojis in den Google Suchergebnissen.

Google stellt die Site Search Funktion ein

Die Google Site Search ist eine kostenpflichtige Funktion für den Webmaster, die er in sein Angebot einbinden kann, um den Nutzern eine interne Suchfunktion zu bieten. Auf Grundlage der Google Technologie werden dem User sinnvolle Ergebnisse ausgespielt. Jährlich zahlt der Webmaster für diese Funktion eine Pauschale, die sich anhand der getätigten Suchanfragen berechnet.

Jedoch entschloss sich Google dazu, diese Funktion zukünftig nicht mehr anzubieten. Die Nutzer der Google Site Search wurden per E-Mail darüber benachrichtigt, dass sich ihre Lizenz nicht verlängern wird. Ab April können auch keine neuen Lizenzen erworben werden. Im 4. Quartal wird Google die Unterstützung dann vollständig einstellen.

site-search-Mail

Google hat sich gegenüber Search Engine Land bereits zu dieser Thematik geäußert:

We are winding down the Google Site Search product over the next year, but will provide customer and technical support through the duration of license agreements. For GSS users whose contract expires between April 1st and June 30th, 2017, we are providing a free 3-month extension with additional query volume to allow more time for them to implement the necessary changes to their site. GSS customers may also take advantage of our Custom Search Engine solution, an ads-supported model that offers similar functionality. We continue to build out new functionality and invest in new technology that make enterprise search a great experience for our customers. Just recently, we introduced the general availability of Google Cloud Search for G Suite customers.

Offensichtlich möchte Google damit erreichen, dass Kunden von der Google Site Search hin zu neuen Produkten wechseln. Zum einen besteht für Google so die Möglichkeit, ihre Werbeeinnahmen durch die kostenlos zur Verfügung gestellte Custom Search Engine zu erhöhen. Zum anderen können mehr Kunden für die kostenpflichtige G Suite gewonnen werden.

Google könnte mit diesem Plan Erfolg haben, da Webmaster nicht auf die ausgereifte Technologie verzichten möchten. Eine Suchmaschine zu programmieren, die mit Google konkurrieren kann wäre schwer möglich und würde zudem viel Zeit in Anspruch nehmen. Somit könnte Google zahlreiche Kunden für die kostenpflichtige G Suite gewinnen.

Am 7. Februar soll es ein Phantom Update gegeben haben

Am 7. Februar gab es möglicherweise ein Google Phantom Update. Glenn Gabe hat bereits tiefere Analysen über das potenzielle Update (möglicherweise Panda oder Phantom) online gestellt. Google hat allerdings bisher nichts von all dem bestätigt und möchten sich auch nicht dazu äußern, ob es zukünftig ein weiteres Panda Update geben wird. Es sieht aber ganz danach aus, als würde sich das Update nicht auf Links, sondern auf die Content Qualität beziehen.

Auch Searchmetrics hat schon Analysen über das neue Update veröffentlicht, sie betiteln es als Phantom 5 Update. Natürlich kann auch Searchmetrics nicht zu 100% bestätigen, dass es sich hier um ein Phantom Update handelt, da es keinerlei Äußerungen seitens Google bezüglich dieser Thematik gibt.

So äußerte Glenn sich zu dem neuen Update:

The 2/7/17 update was significant and many sites saw substantial movement (either up or down). If you’ve been negatively impacted by the update, go back through my post, and my other posts about Google’s core ranking updates, to better understand what could be causing problems. Then work hard to analyze your site objectively and weed out the problems. Maintain a long-term view for improving your site quality-wise. Don’t put band-aids on the situation. Make significant changes to your site to improve quality overall. That’s how you win.

 

Das ist die Aussage von Searchmetrics: Google seems to have genuine difficulty evaluating the relevance of large pages, when looking at brand and short head keywords. It looks like the parameters for measuring quality are adjusted at regular intervals, meaning that the SEO Visibility of the domains affected is subject to major fluctuations. These domains are likely less than amused if this is impacting keywords that are relevant to them and their traffic. On the other hand, it hardly makes sense for many affected companies to rank for other brand names besides their own. This might lead to a higher overall SEO Visibility, but it is unlikely to create any relevant traffic. It may be this conundrum that Google is attempting to solve.

For now, we’re buckled up and looking forward to the next part of this rollercoaster ride. Will it be coming to an end any time soon? Only the Phantom knows!

Beide Analysen sind sehr nützlich. Zusammengefasst sprechen beide hauptsächlich von Faktoren wie Content Qualität und Site Usability, die von dem neuem Update betroffen sind.

Großbritannien zwingt Google dazu eine Selbstverpflichtung zur Manipulation der Suchergebnisse zu unterzeichnen

Seit einigen Jahren kämpfen Suchmaschinen wie Google damit, die Spam- und Piraterie-Seiten aus den Suchergebnissen zu verbannen. Weil Qualität für Google an erster Stelle steht, haben sie das bisher freiwillig gemacht. Das ist für Großbritannien nun nicht mehr genug. Google und Microsoft mussten sich, als die beiden größten Suchmaschinen-Betreiber, dazu verpflichten, solchen Links keine Chance mehr zu geben und zensieren ihre Ergebnisse freiwillig.

Dass der Kampf zwischen den Suchmaschinen und den Piraterie-Webseiten schon seit Jahren anhält ist gewiss kein Geheimnis, es scheint ein ewiges Hin- und Her zu sein. Doch das bisherige System, welches gegen unerwünschte Links angeht, scheint der Medienindustrie nicht schnell genug zu gehen. So holte sich die britische Insel gesetzliche Unterstützung heran – mit Erfolg.

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Vor allem in den USA und Großbritannien hat die Medienindustrie es ganz stark auf die Suchmaschinen abgesehen und beschäftigt zahlreiche Mitarbeiter damit, lediglich Piraterie-Webseiten aufzuspüren um diese letztlich aus den Suchergebnissen  der großen Suchmaschinen zu löschen. Das passierte in der Vergangenheit auf freiwilliger Basis, mit dem neuen Gesetz wird dort allerdings ein neuer Wind wehen und das Vorgehen gegen die Piraterie-Webseiten wird auf das nächste Level gebracht.

Google und Microsoft verpflichten sich nun alle Seiten, die urheberrechtlich geschützten Inhalt aufweisen, zumindest von der ersten Seite der Suchergebnisse zu verbannen. Im Klartext bedeutet das, dass die Links nicht gelöscht werden, sondern ihnen nur die Prominenz entzogen wird. Auch die Autovervollständigung wird nun so angepasst, dass die Suchvorschläge, die häufig zu solchen Seiten führen, nicht mehr angezeigt werden.

Für den Nutzer hat das keine großen Auswirkungen Das einzige was sich nun ändert ist, dass Google sich in die Positionierung der Suchergebnisse mehr oder weniger reinreden lässt. Was bisher einzig und allein von den neutralen Algorithmen bestimmt wurde, wird nun auch manuell von Google beeinflusst. Da die Briten vermutlich ein viel strengeres Gesetz ins Leben gerufen hätten, wenn Google und Microsoft nicht kooperiert hätten, blieb den beiden Unternehmen nichts anderes übrig als sich dem zu fügen.
Über den Transparency Report gewährt Google einem schon seit längerer Zeit tiefen Einblick in die gelöschten Links aus dem Index und welches Unternehmen auf diesen Link hingewiesen hat. Nur im vergangenen Jahr wurden fast 1 Milliarde Links gelöscht. Das war für Google ein immenser personeller und auch finanzieller Aufwand. Ob und wann andere Länder von dieser Manipulation betroffen sein werden ist noch nicht geklärt.  

Reaktivierung der Emojis in den Suchergebnissen

In den Jahren 2014 und 2015 beschwerten sich immer mehr Nutzer über die Emojis. Die kleinen Emoji Charaktere gewannen bei den Webmastern immer mehr an Beliebtheit und so nutzte sie fast jeder. Doch durch die Vielzahl an Emojis wurden die Suchergebnisse immer unübersichtlicher. Nach zahlreichen Beschwerden und mehreren Versprechen handelte Google und deaktivierte die Emojis.

emojis-comeback

Jetzt wurden von einigen SEOs wieder Emojis in den Suchergebnissen gesichtet. Anfänglich ging man von einem Bug aus, doch dem ist nicht so. Google hat seine Meinung geändert, dies gab ein Google Sprecher bekannt. Die Emojis werden reaktiviert, sind aber nur dann sichtbar, wenn es auch sinnvoll ist.

Ob Google es wirklich schafft die Emojis in den Suchergebnissen so auszuspielen, dass es thematisch Sinn ergibt wird sich zeigen. Wenn es ihnen gelingen sollte, sind die Emojis sicherlich ein positiver Nebeneffekt.

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