SEO Weekly: Strukturierte Daten verbessern das Targeting, der Einfluss von Tabellen auf Voice Search und Chaos in den SERPs

Kategorie: SEO Weekly

Diese Woche berichten wir in unserem SEO Weekly Wochenrückblick über die Vorteile von strukturierten Daten, den Einfluss von Tabellen auf Voice Search Rankings und verdächtige Unruhen in den Google SERPs.

Strukturierte Daten verbessern das Targeting, sind aber kein Rankingfaktor

Mit Hilfe von strukturierten Daten können Webmaster Datensätze auszeichnen sowie weiterführende Informationen anbieten, damit diese das Snippet auf der SERP inhaltlich als auch optisch aufwerten. Ob diese Aufwertung allerdings einen direkten Rankingvorteil mit sich bringe, ist in der SEO-Szene stark umstritten.

Jetzt meldete sich Googles John Mueller bei Twitter zu Wort und nahm offiziell Stellung:

In dieser Stellungnahme betont er, dass strukturierte Daten kein direkter Rankingfaktor seien, die Auszeichnung aber das Targeting verbessern würde. Das hätte zur Folge, dass Google die entsprechende Webseite in ihrer Relevanz zu entsprechenden Suchanfrage besser einstufen könne. Und wie wir alles wissen, ist Relevanz das entscheidende Stichwort in der Suchmaschinenoptimierung.

Google empfiehlt bei der Optimierung für Voice Search keine Tabellen

Webseiten, die Tabellen und eine unverhältnismäßige Anzahl an ausgehenden Links aufweisen, können bei spezifischen über Sprachassistenten gestellten Brand-Searches mit Rankingverlusten rechnen.

Sucht ein Nutzer nach der Brand in Verbindung mit dem Wort „Preis“, bestünde grundsätzlich die Möglichkeit, dass eine andere Website das Featured Snippet ergattert und vorgelesen wird, die keine Tabellen oder Linklisten aufweist.

Laut John Mueller sei der Grund hierfür, dass bestimmte Content-Formate, wozu auch Tabellen oder Linklisten gehören, für Voice Search schlichtweg ungeeignet seien und folglich nicht für entsprechende Suchanfragen auf den vordersten Positionen erscheinen.

Chaos in den Google SERPs mit interessanten Gewinnern

Dass es immer mal wieder starke Schwankungen in den deutschen als auch internationalen SERPs gibt, ist gang und gäbe in der SEO-Szene. Dass sich aber bei fast 14% aller großen Domains der Sichtbarkeitsindex um mindestens (!) 30% verändert, deutet auf mehrere Änderungen seitens Google hin.

Besonders hierbei: Bei den Gewinnern handelt es sich größtenteils um vermeintlich eher wenig seriöse Domains aus der Erotik-Szene, wovon eine sogar um 1795% an Sichtbarkeit gewonnen hat. Zeitgleich gab es für einige Websites entsprechende Verluste.

Planet-liebe.de (ein vergleichsweise sehr seriöser Vertreter der Szene) verlor beispielsweise ca. 20% der Sichtbarkeit.

Quelle: Sistrix News Blog

Weiterhin haben bilderlastige Websites wie beispielsweise pinterest.de oder auch istockphoto.com massiv an Sichtbarkeit verloren.

Pinterest Sichtbarkeitsverlauf

Sichtbarkeitsindex von Pinterest.de

Es scheint also noch nicht klar zu sein, wo die Reise hingeht und an welchen Stellschrauben Google dreht. Sicher ist jedoch, dass aufgrund des Zeitraums nicht das Core Update hierfür verantwortlich gemacht werden kann. Viel wahrscheinlicher sei laut Sistrix, dass eine Nachjustierung des Updates derartige Sichtbarkeitsänderungen zur Folge gehabt haben könne.

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