Advertising News

Advertising News – Header Grafik

Hier erfährst Du, was sich aktuell in der digitalen Paid Advertising Szene tut. Wir fassen für Dich Aktuelles zu den Themen PPC, TKP, CPO & Co. zusammen.

Was Du zu Google Ads, Facebook, Instagram und Entwicklungen der Branche wissen solltest:

Januar 2022

Google Ads – Update bei Smart Bidding Strategien bei Suchkampagnen

Google wird die schon länger angestrebte Überarbeitung der Gebotsstrategien zu Beginn des Jahres 2022 abschließen (wir berichteten). Nach den jüngsten Anpassungen werden die einzelnen Strategien Ziel-CPA und Ziel-ROAS wegfallen und nur noch als optionale Ausrichtungen in die beiden Strategien Conversions maximieren und Conversion-Wert maximieren integriert.
Leistungsziel
Aktuelle Gebotsstrategie
Geänderte Gebotsstrategie
Anzahl der Conversions mit einem festgelegten Budget maximieren
Conversions maximieren
Conversions maximieren – Optionaler Ziel-CPA
Anzahl der Conversions mit einem Ziel-CPA maximieren
Ziel-CPA
Converions maximieren – Optionaler Ziel-CPA
Conversion-Wert mit einem festgelegten Budget maximieren
Conversion-Wert maximieren
Conversion-Wert maximieren – Optionaler Ziel-ROAS
Conversion-Wert mit einem Ziel-ROAS maximieren
Ziel-ROAS
Conversion-Wert maximieren – Optionaler Ziel-ROAS

Quelle: Google

In der Praxis soll dies für Dich allerdings keinen Kontrollverlust bedeuten. Vielmehr sieht Google in der neuen Ordnung eine Fokussierung auf die Ziele Conversions und Conversion-Wert, während die automatische Gebotsabgabe durch die Analyse von Echtzeitsignalen gestützt wird. Wählst Du in Zukunft die Option Ziel-CPA oder Ziel-ROAS, werden die angewendeten Optimierungen so ausfallen, wie Du sie von den alten Strategien Ziel-CPA und Ziel-ROAS her kennst.
Quelle: adseed

Pinterest: Voraussetzungen für Pinterest Shopping

Shopping auf Pinterest ist schon länger ein beliebtes Mittel, um Produkte an die Zielgruppe heranzuführen.  Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um eine Shopping Kampagne auf Pinterest schalten zu können?
Ähnlich wie bei anderen Netzwerken muss Deine Website zunächst verifiziert werden, um den Grundstein für das Tracking zu legen. Nach der Freigabe geht es rüber zum Hochladen Deines Produktkataloges, wobei stets auf die Einhaltung der Richtlinien von Pinterest geachtet werden muss.
Dieser Produktkatalog dient als Datenquelle für die Erstellung der dynamischen Pins. Der Vorteil dabei ist, dass Produktkataloge, die bereits bei Facebook verwendet werden, lediglich den Anforderungen für Pinterest angepasst werden müssen, um unkompliziert Shopping Ads schalten zu können.
Neben dem Produktkatalog werden zudem Produktgruppen benötigt, um das Ausspielen der dynamischen Anzeigen erst möglich zu machen. Diese Gruppen werden aus dem Katalog erstellt und müssen vor Beginn der Kampagne festgelegt werden. Angenehm bei der Erstellung ist dabei, dass auch die Möglichkeit der automatischen Erstellung von Produktgruppen besteht. Hierbei sollte jedoch immer individuell betrachtet werden, ob die gesamte Kontrolle dem System überlassen werden kann.
Der wichtigste Punkt bei dem Ganzen ist, zu messen, wie rentabel die Anzeigen waren. Wie funktioniert das am einfachsten? Richtig, über das “Pinterest-Tag”.
Mithilfe des Tags können alle wichtigen KPIs gemessen werden und auf Basis der Daten Entscheidungen über neue Ausrichtung oder Erweiterungen der Kampagne getroffen werden.
Quelle: Thomas Hutter

Neues Tool für Richtlinienkonformität Deiner Google Ads

Google bietet ein neues Tool an, mit dem Du stets Gewissheit darüber hast, ob Deine Ads den Google Werberichtlinien entsprechen. Mit dem Disapproved Ads Auditor Tool kannst Du Deine Anzeigen überprüfen und nicht konforme Ads erkennen und löschen.

Zur Einbindung und Verwendung des Tools sind zwar einige Vorkenntnisse mit Python 3.9+, BigQuery API, Google Ads API und OAuth 2.0 erforderlich, aber der Aufwand lohnt sich.
Das Tool bietet Dir die Möglichkeit, Deine Ads stets nach den aktuell geltenden Google Werberichtlinien prüfen zu lassen. Im Audit Mode werden Dir die abgelehnten Anzeigen ausgegeben, während Du im Remove Mode die abgelehnten Anzeigen automatisch löschen lassen kannst.
Google Disapproved Ads Auditor Tool
Bildquelle: Github
Gerade bei der Verwaltung vieler großer Konten kann Dir das Tool eine Hilfe sein. Technische Details sowie die Implementierungsanleitung findest Du in den folgenden Links.

Weitere Paid Advertising News im Januar

  • Bing Ads x Shopify
    Im vergangenen Oktober wurde es seitens Microsoft angekündigt – jetzt ist es offiziell live! Bing Ads ermöglicht es zwischen Millionen verschiedener Produkte und Merchants auszuwählen, ähnlich wie bei Google Shopping Ads, allerdings alles basierend auf Shopify. Ein Unterschied dabei ist, dass über die Anzeigen das Produkt direkt in den Warenkorb gelegt werden kann und der Kaufprozess gestartet wird.
    Quelle: Bing
  • Google Ads AAR
    Der Empfehlungstab ist in jedem Google Ads Konto zu finden und wer diesen Tab regelmäßig aufruft, dem ist mit Sicherheit schon die Ankündigung aufgefallen, dass manche Empfehlungen automatisch von Google umgesetzt werden. Dieser Bereich nennt sich “Auto-Applied-Recommendations” und lässt sich allerdings weiterhin vom Nutzenden steuern, ob diese automatischen Anpassungen tatsächlich umgesetzt werden. 
    Quelle: adseed
  • So bleibst Du 2022 bei Social Media im Bild
    Damit Dein Social Media Content auch in 2022 performt, zeigen wir Dir hier einmal die wichtigsten Bildformatvorgaben der verschiedenen Plattformen.

Social Media Agentur mso digital

Du interessierst Dich für Social Media Advertising für Dein Business? Dann melde Dich bei uns!

Dezember 2021

Google Ads: Bild Erweiterungen mit neuen Features

Mit der Bild Erweiterung ist es möglich, Deine Anzeigen auch visuell besser zu unterstützen und präsenter darzustellen. Und diese Funktion bekommt nun einige Neuerungen.
Professionelle Bilder lassen Deine Anzeige sowie Dein Produkt oder Deine Dienstleistung in einem hochwertigen Kontext erscheinen. Zusätzlich setzt Du Dich mit den Google Ads Bilderweiterungen von dem Wettbewerb ab.
Google Ads Bilderweiterungen - Advertising News Dezember 2021 mso digital
Die Bilderweiterungen für Google Ads
Nun werden diese Bilderweiterungen nicht nur mobile, sondern im Laufe der nächsten Wochen auch für Desktop Endgeräte verfügbar sein. Als Funktionen stehen Dir dabei die dynamische Bilderweiterung in allen Sprachen, der Bild-Upload eigener Bilder sowie die Auswahl an frei verwendbaren Stockbildern zur Verfügung.

Dynamische Bilderweiterung

Die dynamische Bilderweiterung ist bereits verfügbar, allerdings ist der Rollout der Auswahl aller Sprachen mit sofortiger Wirkung neu.
Damit haben Advertiser die Möglichkeit – mittels Googles Machine Learning – die jeweils zur Anzeige relevantesten Bilder einer Landing Page auswählen zu lassen.

Verwendung von Stockbildern

Google ermöglicht nun auch die Verwendung von Stockbildern. Damit wird es Advertisern leichter gemacht, hochwertige und lizenzfreie Bilder als Erweiterung zu ihren Anzeigen auszuwählen.

Bild-Upload eigener Bilder

Selbstverständlich ist es auch möglich, dass Du Deine eigenen Bilder als Bilderweiterung Deinen Suchkampagnen zuordnest.
Quelle: Google

Facebook Ads: Neue Funktion und Targeting Einschränkungen

Neuigkeiten aus dem Bereich der Facebook Ads: Künftig gehören separate Kampagnen für Web und App Events der Vergangenheit an. So wird es möglich sein, beim Erstellen der Werbeanzeigen auf einen gemeinsamen Ort des Conversion Events zu optimieren. Cross Channel Conversion Optimierung – eine Neuerung, die den Kampagnenaufbau vereinfacht, bei gleichzeitiger Verarbeitung von mehr Daten. Einzige Voraussetzung: Die Conversion Events müssen auf beiden Seiten, sprich auf der Website und in der App, konfiguriert sein.
Auch hinsichtlich der Targeting Optionen kommt es bei den Facebook Werbeanzeigen zu Änderungen bzw. Einschränkungen. So hat Meta beschlossen, Nutzer:innen ab dem 19. Januar 2022 mehr Kontrolle über die ihnen angezeigte Werbung zu bieten; das heißt, Nutzer:innen sollen künftig besser beeinflussen können, welche Ads ihnen entlang der persönlichen Interessen ausgespielt werden. Targetings wie „Gesundheitliche Ursachen“, „Sexuelle Orientierung“, „Religiöse Praktiken und Gruppen“ sowie „Politische Überzeugungen, soziale Themen, Ursachen, Organisationen und Zahlen“ können ab dem Stichtag im Januar nicht mehr ausgewählt werden. Da die Targeting Optionen fortlaufend überprüft werden, ist davon auszugehen, dass sich weitere Targetings der Liste hinzugesellen werden.
Quelle: adseed

Social Media Agentur mso digital

Du interessierst Dich für Social Media Advertising für Dein Business? Dann melde Dich bei uns!

Instagram: Videos in Stories bald bis zu 60 Sekunden am Stück möglich

Es ist offiziell: Instagram hat einen Live-Test gestartet, der es ermöglicht, 60-Sekunden-Videos in den Stories zu verwenden.
War es bislang so, dass längere Clips in 15-Sekunden-Segmente gesplittet wurden und die Unterteilung der Segmente dabei häufig an unpassenden Stellen erfolgte, können Kurzvideos im Rahmen des Tests nun ohne Unterbrechung bis zu einer maximalen Länge von 60 Sekunden abgespielt werden.
Ein Feature, das vermuten lässt, dass es mit der Integration von Reels in den Stories unter Umständen nicht mehr weit her ist, um es so mit Konkurrent TikTok aufnehmen zu können.

Weitere Paid Advertising News im Dezember

  • Google Ads Asset Bibliothek: Neues Feature zur Verwaltung genutzter Display Anzeigenformate. Quelle: adseed
  • YouTube: Das sind die Top Performing Videos und Content Creators der Videoplattform in 2021. Quelle: Social Media Today

PPC Agentur mso digital

Hast Du weitere Fragen oder benötigst Du Unterstützung bei der Optimierung Deiner Paid Advertising Kampagnen? Dann melde Dich bei uns!

Oktober/November 2021

Facebook Ads Manager – diese Neuerungen stehen Dir jetzt zur Verfügung

In regelmäßigen Abständen aktualisiert Facebook die Features seines Werbeanzeigenmanagers, um Nutzer:innen von einer verbesserten Messung ihrer Marketingziele sowie einer gesteigerten Performance profitieren zu lassen.
Mit der Einführung von Apples AppTracking Transparency (ATT) und den damit verbundenen Einschränkungen für die View-Through-Attribution wurden die Attributionseinstellungen angepasst. So unterstützt Facebook standardmäßig nun nur noch das Attributionsfenster 7 Tage (Klick). Auf die Ausspielung soll die Anpassung keine direkte Auswirkung haben.
Auch im Bereich der Instagram Story Ads gibt es Neuerungen. So können Stories mit organisch erstelltem Countdown-Sticker ab sofort als Werbeanzeige verwendet werden. Das interaktive Element lässt sich im Ads Manager oder der API auswählen. Alternativ ist ein Bewerben über die mobile App möglich.
Wer als Unternehmen mit einem Creator Branded Content Ads erstellen möchte, darf sich über vereinfachte Berechtigungen und Voraussetzungen freuen. So versprechen nicht nur Berechtigungen auf Kontoebene ein leichteres Handling und eine verbesserte Reichweite des Branded Contents, dauerhafte Businesspartner:innen können zudem Werbeanzeigen erstellen, ohne dass es eines bereits vorhandenen Beitrags durch den Creator bedarf. Um die gemeinsame Werbung noch einfacher und effektiver zu gestalten, lassen sich organische Beiträge mit markiertem Creator in Partnerschafts-Label Ads umwandeln. Zudem kann die benutzerdefinierte Zielgruppe des Creators im Rahmen der Anzeigenauslieferung ein- bzw. ausgeschlossen werden.
Quelle: adseed

Social Media Agentur mso digital

Du interessierst Dich für Social Media Advertising für Dein Business? Dann melde Dich bei uns!

Facebook: Einschränkung des Targetings für spezifische Anzeigenkategorien

Zum Schutz vor Diskriminierung im Bereich der Anzeigen für Immobilien-, Job- und Kreditangebote beschränkt Facebook das Targeting. So müssen Werbetreibende diese spezifischen Anzeigenformate künftig als spezielle Anzeigenkategorien deklarieren und haben keine Möglichkeit mehr, nach persönlichen Daten wie beispielsweise Alter, Geschlecht oder Postleitzahl zu filtern.
Auch die Optionen im Bereich der Interessen wurden stark eingeschränkt. Wer eine Anzeige mit ortsbezogener Ausrichtung plant, muss einen Mindestradius von 25 Kilometern für den jeweiligen Ort in Kauf nehmen und auch der Zugang zu Lookalike Audiences, die auf bestehenden Custom Audiences basieren und die Auslieferung der Werbeanzeige an Zielgruppen ermöglichen, die den Bestandskunden ähneln, ist nicht mehr gegeben. Die geplanten Einschränkungen sollen am 7. Dezember 2021 in Kraft treten.
Quelle: Hutter Consult

Digitale News!

Mit unserem Digital Arrow bist Du immer exklusiv vorab informiert.

Instagram: Verlinkungen jetzt in Stories für jeden möglich

Waren Verlinkungen innerhalb der Stories bislang Accounts mit mindestens 10.000 Followern sowie verifizierten Accounts vorbehalten, sollen schon bald alle Nutzer:innen von der Möglichkeit profitieren, einen externen Link in die eigene Story einzubinden. So wurde der Sticker-Tab um einen Link-Sticker ergänzt, der sich an beliebiger Stelle platzieren lässt und es Usern ermöglicht, interessante Inhalte zu teilen.
Die neue Link-Funktion verspricht mehr Gleichberechtigung, wird neuen Accounts sowie Accounts, die in der Vergangenheit bereits negativ aufgefallen sind und gemeldet wurden, jedoch nicht zur Verfügung stehen, um Gefahrenquellen zu minimieren.
Quelle: Industry Dive

Pinterest TV: Shopping Live Streams angekündigt

Mit dem Format „Pinterest TV“ hat die Plattform Pinterest eine neue Serie gestartet und folgt mit dieser dem Live Shopping Trend.
Die Serie, die seit dem 8. November von Montag bis Freitag unter iOS und Android läuft und sich mit den Themen Fashion, Beauty, Interior, Food und mehr beschäftigt, kann über ein TV Symbol in der linken oberen Ecke der Pinterest App angeschaut werden.
Während der Sendung haben Zuschauer:innen die Möglichkeit, via Chat Fragen zu stellen und mit den Gastgeber:innen live zu interagieren. Jede Episode wird aufgezeichnet und steht Pinnern auch zu einem späteren Zeitpunkt noch zur Verfügung.
Patagonia, All Birds, Crown Affair, Melody Ehsani, Outdoor Voices, Mented und mehr: Jeden Freitag wird die Sendung zum Shopping Livestream und ermöglicht es Zuschauer:innen, Produkte bekannter Brands direkt über die App zu beziehen.
Quelle: Industry Dive

Weitere Paid Advertising News im Oktober/November 2021

  • Microsoft Advertising – Diese Updates sind jetzt verfügbar: Mit View Through Conversions in den Microsoft Audience Ads Reportings und dem Preismodell CPM stehen zwei Neuerungen im Audience Network zur Verfügung. Für das Audience Targeting kann auf autogenerierte Remarketing Listen zurückgegriffen werden. Darüber hinaus wird ab dem 30 Juni 2022 nur noch RSA als alleiniger Anzeigentyp unterstützt (Quelle: adseed)
  • YouTube: Mit Video Action Campaigns den Umsatz erhöhen – Best Practices. Mit der Ausweitung der Video Action Kampagnen auf Connected TV Geräte nutzen Werbetreibende die Vorteile von YouTube jetzt auch auf dem TV-Bildschirm (Quelle: Google)
  • Instagram: Reels Ads werden in die Marketing API hinzugefügt. Facebook hat ein Update zur Platzierung von Reels Ads über die Instagram Marketing API vorgestellt (Quelle: Social Media Today)

PPC Agentur mso digital

Hast Du weitere Fragen oder benötigst Du Unterstützung bei der Optimierung Deiner Paid Advertising Kampagnen? Dann melde Dich bei uns!

Google Consent Mode – legales anonymes Tracking bei Cookie-Ablehnung

Google Consent Mode - Header Grafik

So viele Rätsel um den Google Consent Mode (GCM). Seit August 2020 ist das neue Google Feature, im Deutschen auch unter dem Namen Einwilligungsmodus bekannt, released und weiterhin in der Beta. Der Google Consent Mode wirbt als “Must Have” mit anonymem und natürlich legalem Tracking bei Cookieverweigerung für die Google Tools. Aber welche Tools können wirklich den Consent Mode verwenden? Welche Voraussetzungen gibt es für die Nutzung des Google Consent Modes und wann ist er überhaupt sinnvoll?

Wichtige Fakten zum Google Consent Mode

Der Google Consent Mode bzw. Einwilligungsmodus (Beta) hat zwei wichtige Funktionen.

Zum einen Google Tags dynamisch an die jeweilige Nutzer:innen-Einwilligung anzupassen und zum anderen Conversion-Lücken in Google Tools, wie z. B. Google Ads per Machine Learning zu modellieren.

Google erläutert, dass mit Hilfe des Einwilligungsmodus das Verhalten der Google-Tags an den Einwilligungsstatus der User dynamisch angepasst wird. Somit werden bei Nutzer:innen-Einwilligung Messtools nur für die angegebenen Zwecke verwendet. Nach Google ist der Consent Mode für die folgenden Tools verfügbar:
  • Google Ads (einschließlich Google Ads-Conversion-Tracking und -Remarketing, Unterstützung für Anruf-Conversions steht noch aus)
  • Floodlight
  • Google Analytics
Welche Daten dann trotzdem bei aktiviertem Einwilligungsmodus und Cookieverweigerung übergeben werden, wird der folgende Absatz erläutern.
Die zweite wichtige Funktion ist die Modellierung von Conversion-Lücken, vor allem in Google Ads. Die modellierten Conversions erscheinen dann zusammen mit den zugestimmten Conversions in den Kampagnenberichten in der Conversion Spalte. Dabei kann allerdings nicht unterschieden werden, welche Conversions modelliert und welche echt sind.
Damit das Machine Learning funktioniert, müssen zunächst genug Daten von Nutzer:innen vorhanden sein, die Cookies zugestimmt haben, um somit ebenfalls die Attributionspfade der User zu modellieren, die keine Einwilligung erteilt haben.

Wichtige Voraussetzungen für die Conversionmodellierung in Ads sind nach Google:

  • Schalten von Werbung im Europäischen Wirtschaftsraum oder im Vereinigten Königreich
  • Der Einwilligungsmodus wurde wie vorgesehen aktiviert oder Version 2.0 des Transparency & Consent Framework (TCF) des IAB (Interactive Advertising Bureau) korrekt eingebunden (siehe folgender Absatz)
  • Und das Erzielen von mindestens 100 Anzeigenklicks pro Tag, Land und Domaingruppierung
Falls diese Bedingungen erfüllt sind, modelliert der Consent Mode Conversions wie folgt in Ads:
Conversion Modellierung bei aktiviertem Google Consent Mode
Conversion-Modellierung bei aktiviertem Google Consent Mode
Die Abbildung von Google zeigt, dass zwischen Einwilligungs- und Conversion-Raten ein Zusammenhang besteht: Nutzer:innen, die nicht zugestimmt haben, führen normalerweise seltener eine Conversion aus. In diesem Fall beträgt die Einwilligungsrate 50 %. Normalerweise würden 12 Conversions nicht erfasst werden, da hier kein Consent gegeben wurde. Durch die Conversion-Modellierung können allerdings immerhin 9 modelliert werden, was einer Conversion-Rate Steigerung von 18 % entspricht.

Tracking bei Ablehnung – Was wird trotzdem erfasst?

Google hat dazu folgende Daten veröffentlicht:
ad_storage=’denied‘ – Marketing Ads Tags abgelehnt
Web
Mobile Apps
Es dürfen keine neuen werbebezogenen Cookies geschrieben werden
Werbe-IDs, IDFAs oder IDFVs dürfen nicht erfasst werden
Bereits vorhandene, eigene Cookies für Anzeigenvorgaben dürfen nicht gelesen werden
Über die Funktionen für Google-Signale werden keine Daten für diese Zugriffe erfasst
Anfragen werden über eine andere Domain gesendet, um zu verhindern, dass zuvor festgelegte Drittanbieter-Cookies in Anfrageheadern übermittelt werden
IP-Adressen werden zum Ableiten des IP-Landes verwendet. Sie werden jedoch von unseren Google Ads- und Floodlight Systemen nicht protokolliert, sondern sofort nach der Erfassung gelöscht. Hinweis: In Google Analytics werden IP-Adressen im Rahmen der normalen Internetkommunikation erfasst.
Von Google Analytics werden keine Google Ads-Cookies geschrieben oder gelesen und über die Funktionen für Google-Signale werden keine Daten für diese Zugriffe erfasst
Die vollständige Seiten-URL, die möglicherweise Informationen zu Anzeigenklicks in URL-Parametern (z. B. GCLID/DCLID) enthält, wird erfasst. Die Daten zu Anzeigenklicks werden nur verwendet, um die Zugriffe noch genauer zu messen
IP-Adressen werden zum Ableiten des IP-Landes verwendet. Sie werden jedoch von unseren Google Ads- und Floodlight-Systemen nicht protokolliert, sondern sofort nach der Erfassung gelöscht. Hinweis: In Google Analytics werden IP-Adressen im Rahmen der normalen Internetkommunikation erfasst.¹
analytics_storage=’denied‘ – Analytics Tags abgelehnt
Web
Mobile Apps
Es werden keine eigenen Analytics-Cookies gelesen oder geschrieben
Ereignisse ohne Geräte- oder User-IDs werden für zukünftige Messungen an Google Analytics gesendet. In Google Analytics 4 werden solche Ereignisse zur Modellierung verwendet
Pings ohne Cookies werden für zukünftige Messungen an Google Analytics gesendet. In Google Analytics 4 werden Pings ohne Cookies zur Modellierung verwendet
Google Optimize ist von dieser Einstellung nicht betroffen

Consent Mode im Google Tag Manager – Funktionsweise der Google Tags

Der Google Tag Manager (GTM) ist eines der wichtigsten Werkzeuge für die Nutzung des Google Consent Mode. Im GTM haben die Google Tags bei aktivierter Einwilligungsübersicht (siehe folgende Abbildung) automatisch integrierte Consent Einstellungen.

Containereinstellungen - Einwilligungsübersicht im Google Tag Manager aktivieren
Einwilligungsübersicht im GTM aktivieren

Die Consent Einstellungen können anschließend jederzeit über Tags > Symbol rechts oben eingesehen werden. Das Symbol erscheint erst, sofern die Einwilligungsübersicht wie oben aktiviert wurde.

Symbol zur Einwilligungsübersicht - Google Consent Mode
Symbol zur Einwilligungsübersicht im GTM
Folgend können dann in der Einwilligungsübersicht die verschiedenen Consent Modi der Tags eingesehen werden. Google Tags haben dann automatisch integrierte Consent Einstellungen, wie z. B. ad_storage oder analytics_storage.
Einwilligungsübersicht im GTM
Einwilligungsübersicht im GTM
Nicht-Google-Tags können ebenfalls zusätzliche Einwilligungen erhalten und werden somit nur bei den entsprechenden Zustimmungen gefeuert. Im Tag selbst können zusätzliche Einwilligungen unter Erweiterte Einstellungen > Einstellungen zur Nutzereinwilligung (Beta) unten eingefügt werden. Google Tags zeigen hier bereits automatisch integrierte Einstellungen und brauchen entsprechend keine zusätzlichen Einwilligungen.
Consent Einstellungen in den Tags im GTM
Google Tags werden auch bei Ablehnung der Cookies mit integriertem Consent Mode bei den entsprechenden Events feuern. Dann werden Pings an die Google Tools gesendet, die anonymisiert Daten bzw. Conversions modellieren (soweit alle Voraussetzungen gegeben sind). Nicht-Google-Tags hingegen werden bei Ablehnung nicht feuern. In den zugehörigen Tools werden folgend auch keine Conversions modelliert oder ähnliches.

Zusammengefasst kann der Google Consent Mode also für alle Tags (inkl. von Drittanbietertools) für eine leichte unkomplizierte Consent-Berücksichtigung & Kontrolle im Tag Manager genutzt werden. Zusätzlich verfügen die Google Tools: Google Ads, Google Analytics und Floodlight über automatisch integrierte Consent-Einstellungen und Conversion Lücken können innerhalb von Google Ads mit Hilfe von Machine Learning modelliert werden.

Der Consent Mode in Google Analytics (4)

Bisher haben wir kaum Erfahrungen in Bezug auf anonymes Tracking und Daten Modelling in Google Analytics sammeln können. Anscheinend sollen jetzt aber neu in Google Analytics 4 (was Machine Learning verwendet) ebenfalls Conversion-Lücken modelliert werden, ähnlich wie es in Google Ads der Fall ist.

Viele Irrtümer erscheinen mit dem Thema Cookieless Tracking, was Google unter dem Punkt ausweist:Pings ohne Cookies werden zu grundlegenden Mess- und Modellzwecken an Google Analytics gesendet.” Der Google Consent Mode blockiert bei Cookieless Tracking keine Google Hits, sondern nur den Storage Zugriff (Cookies, Local Storage und andere Browserspeicher). So werden bei Cookieablehnung keine Cookies beim User gesetzt, die Google Tags werden allerdings trotzdem gefeuert.

Cookieless bedeutet insofern, dass jeder Page Reload eine neue Sitzung erzeugt, die eine neue und somit DSGVO-konforme Client-ID enthält und als neuer User in Google Analytics zählt.

Die Aussage, dass User bei dem anonymen Tracking (wenn sie Cookies abgelehnt haben) bei jedem Seitenaufruf als neuer Nutzer:in erfasst werden, gilt vielleicht für das Cookieless Tracking, wird aber auf keinen Fall in Analytics modelliert! Wäre das der Fall, würden viel zu viele “neue” Nutzer:innen erkannt werden und die Daten in Analytics verunreinigen. Es würde quasi zu einem Nutzer:innen-Boost kommen.
Entsprechend werden daher erst einmal alle Daten von Nutzer:innen, die Cookies nicht zugestimmt haben, von Google im Hintergrund  gesammelt, jedoch nicht in Echtzeitberichten oder ähnlichen Berichten ausgewiesen. Nur Conversions werden wohl anhand der anonymen Daten modelliert.

Linktipp: Google Analytics 4 – die Übersicht zur neuen Version des Analyse Tools

Implementierung: Google Consent Mode ersetzt keine Consent Management Platform (CMP)

So verlockend es auch scheint, einfach den Google Consent Mode zu implementieren und allen Tags per Klick eine Consent Bedingung hinzuzufügen. Das alles ist nicht ohne die Verwendung einer voll funktionsfähigen CMP-Software auf der Website möglich. Die Implementierung setzt also ein offizielles CMP voraus, um sicherzustellen, dass die Einwilligung der User für jede Technologie erfasst wird. Die Einholung der Nutzer:innen-Einwilligung liegt weiterhin in der Verantwortung des Website-Betreibenden.

Der Google Consent Mode kann über das Global Site Tag (gtag.js) oder den Google Tag Manager implementiert werden. Viele CMPs (siehe Liste weiter unten), die mit dem Consent Mode kompatibel sind, stellen dann eigene Implementierungsanleitungen zur Verfügung, die die Integration des Consent Modes erleichtern.

Generell werden für die Google Consent Mode Implementierung dabei aber immer die folgenden 4 Steps berücksichtigt:

DataLayer- und gtag-Initialisierung

Zunächst muss der DataLayer initialisiert werden. Wichtig ist, dass dieser Code vor dem Google Tag Manager oder gtag.js lädt.

Standardeinstellungen senden

Als erstes werden dann die Default-Einstellungen implementiert, die alle Consent-Speicher ablehnen (‘denied’) und gelten soweit noch keine Nutzer:innen-Einwilligung existiert. Wer mit dem GTM arbeitet, sollte hierfür entweder ein kompatibles CMP oder Templates der Community Template Gallery nutzen. Bei Nutzung von gtag-Befehlen, ist es nicht zu empfehlen, diese in benutzerdefinierten HTML-Tags über den GTM auszuspielen. Stattdessen müssen diese dann auf jeder Seite hart gecodet werden.

Nutzer:inneneinstellungen auslesen

Implementierung Nutzereinstellungen auslesen

Folgend werden dann die ersten Nutzer:innen-Einwilligungen ausgelesen, die das Speichern der entsprechenden Cookies entweder erlauben (‘granted’) oder verweigern (‘denied’) bei Ablehnung.

Update von Consent-Änderungen

Falls die initiale Einwilligung vom User geändert wird, muss das ebenfalls an die Consent Mode API übertragen werden. Dies geschieht auch mit dem update-Kommando:

Zusätzlich kann eine Wartezeit definiert werden,  falls das CMP asynchron geladen wird und somit möglicherweise nicht immer vor den Google-Tags ausgeführt wird. Dem Setup wird dann mit Hilfe des Befehls wait_for_update und einem Millisekundenwert etwas Zeit gegeben, den Consent der Nutzer:innen auszulesen, bevor die Tracking-Tags gemäß der Nutzer:innen-Einstellungen feuern.

Implementierung Update von Consent-Änderungen 02
Für die Implementierung empfehlen wir schließlich den Google Tag Manager, da so Tags zentral konfiguriert und verwaltet werden können. Dennoch wird der Google Consent Mode über CMPs eingebunden, wobei bisher nur die folgenden CMPs offiziell mit dem Consent Mode kompatibel sind:
Plattform
Verfügbare Einwilligungsarten
Tag Manager-Community-Vorlage verfügbar
In Aktualisierungsaufrufe für Einwilligungen eingebunden
In Standardaufrufe für Einwilligungen eingebunden
Commanders Act
ad_storage analytics_storage functionality_storage personalization_storage security_storage
✓ (im Produkt eingebunden)
Consent Manager
ad_storage analytics_storage
✓ (im Produkt eingebunden)
Cookie Information A/S
ad_storage analytics_storage
✓ (im Produkt eingebunden)
Cookiebot (Cybot)
ad_storage analytics_storage functionality_storage personalization_storage security_storage
✓ (im Produkt eingebunden)
Crownpeak
ad_storage analytics_storage
✓ (im Produkt eingebunden)
Didomi
ad_storage analytics_storage
✓ (nur für Neukunden verfügbar)
iubenda
ad_storage analytics_storage
✓ (nur als In-Page-Codebeispiel verfügbar))
OneTrust
ad_storage analytics_storage
✓ (nur als In-Page-Codebeispiel verfügbar)
Usercentrics
ad_storage analytics_storage
✓ (nur als In-Page-Codebeispiel verfügbar)
Diese Liste wird von Google stetig aktualisiert und befindet sich hier.

Fazit

Mit Hinblick auf die Anfangsfragen können folgende Erkenntnisse präsentiert werden:
Wichtig ist der GCM vor allem für die Conversion-Modellierung in Google Ads, für User die mit ihren Seiten mindestens 100 Anzeigenklicks pro Tag, Land und Domaingruppierung generieren. Folgend werden sich die Conversionwerte der Kampagnen wahrscheinlich nach und nach verbessern. Welche Conversions dabei allerdings per Machine Learning modelliert werden, ist nicht nachvollziehbar. Bei Nutzung des Google Consent Mode kann ebenfalls der Optiscore in Ads für Kampagnen erhöht werden.

Zudem hat jetzt auch neu Google Analytics 4 die Möglichkeit über den GCM, Conversions ohne Nutzer:innen-Einwilligung per Machine Learning zu modellieren, ähnlich wie in Google Ads. Erfahrungen unsererseits stehen hier allerdings noch aus.

Für die Implementierung des Google Consent Mode wird ein offizielles CMP vorausgesetzt. Aber das sollte ohnehin jeder Website- oder App-Betreibende besitzen, der Nutzer:innendaten erhebt, da sonst Bußgelder in Höhe von 20 Mio. Euro oder 4% des weltweiten Vorjahresumsatzes drohen.

Für die Einbindung über den GTM sollte möglichst ein kompatibles CMP vorliegen. Falls das nicht vorhanden ist, wäre nur noch die Variante über das Transparency & Consent Framework 2.0 (TCF) möglich. Hierfür müsste dann nach der Anmeldung auf der TCF 2.0 Plattform (also für ein CMP) das TCF Code Snippet vor dem allgemeinen Website-Tag bzw. dem Google Tag Manager-Code eingefügt werden.

Schließlich empfehlen wir den Consent Mode in Verbindung mit einem kompatiblen CMP für eine erleichterte Consent-Aussteuerung der Tags im Google Tag Manager sowie die Conversion Modellierung in Google Ads und Google Analytics 4.

Weiterführende Artikel:

Du benötigst Unterstützung bei Deinem Web Analytics?

Local SEO: Die 10 wichtigsten Tipps

Local SEO - Die 10 wichtigsten Tipps

Die lokale Suche hat enormes Potenzial für regionale KMUs: Eine Studie aus 2020 zeigt, dass 46 Prozent aller Suchanfragen bei Google eine lokale Intention haben. Jede zweite führt sogar zu einem Besuch im Geschäft¹. Grund genug, Local SEO intensiver unter die Lupe zu nehmen. In diesem Beitrag geben wir Dir zehn wertvolle Tipps an die Hand, mit denen Du Dein lokales Ranking auf Google langfristig verbessern kannst.

Lokale Suchanfragen - Grafische Darstellung

Was bedeutet „Local SEO"?

Local SEO beschreibt ein Teilgebiet der Suchmaschinenoptimierung mit Fokus auf regionalen Treffern. Ziel der lokalen Suche ist es, Suchanfragen so zu beantworten, dass die Nutzer:innen auf den SERPs möglichst relevante Ergebnisse ausgespielt bekommen. Konkret bedeutet das, dass Nutzer:innen Websites, Unternehmen und Dienstleister angezeigt bekommen, die sich geografisch in der Nähe der Nutzer:innen oder in dem von ihm gesuchten Ort befinden.

Die Ergebnisse werden im sogenannten “Local Pack” – einer Karte mit einer Liste der relevantesten Treffer – ausgegeben. Die Suchmaschine orientiert sich dabei an verschiedenen Kriterien: Am Standort der Nutzer:innen, an der Relevanz des Ergebnisses für die Nutzer:innen und an der Bekanntheit der Einträge.
So sieht ein Local Pack bei Google aus:
Das Local Pack ist immer identisch aufgebaut: Ganz oben auf der Suchergebnisseite wird die Karte und eine Liste mit üblicherweise drei bis fünf örtlichen Unternehmen aufgeführt, die mit der Suchanfrage des Users bzw. der Userin verknüpft sind. Dein Ziel sollte es sein, genau hier gelistet zu werden!
Es gibt auch lokale Suchanfragen ohne spezifische Ortsangabe. Gibt ein:e Nutzer:in beispielsweise den Begriff “Hotel” in die Suchzeile ein, werden ihm / ihr Suchergebnisse aus der jeweiligen Region ausgespielt, in dem sich der/ die Suchende zum Zeitpunkt der Anfrage aufhält.
Doch wie kannst Du sicherstellen, dass Deine Firma in den relevanten Suchergebnissen gelistet wird? Die nachfolgenden zehn Tipps geben Dir eine wichtige Hilfestellung.

10 Tipps zur Optimierung Deiner Local SEO Strategie

Optimiere Deine NAP-Daten

Die Abkürzung NAP steht für Name, Address, Phone Number. Diese zentralen Informationen sind für Google ausschlaggebend und es ist wichtig, dass diese Daten auf allen Plattformen, auf denen sie erscheinen, immer gleich aussehen. Achte daher auf eine einheitliche Schreibweise und vermeide unterschiedliche Formate, wie beispielsweise +49 und 0049 bei Angabe der Telefonnummer.

Pflege Deinen Google My Business Eintrag

Der Google My Business Account ist ein zentraler Punkt Deiner Local SEO Strategie. Im Grunde ist dies Googles eigenes Online-Branchenverzeichnis und sorgt so dafür, dass Dein Unternehmen in Google Maps und den Google Local Listings angezeigt wird. Da diese oberhalb der anderen organischen Suchergebnissen eingeblendet werden, erhalten sie deutlich mehr Aufmerksamkeit. Besonders praktisch: Die Registrierung bei Google My Business ist kostenlos. Fülle Dein Profil möglichst vollständig aus und halte dieses – und auch Deine NAP-Daten – stets aktuell. Je mehr Informationen Du in Google My Business angibst, umso besser sind Deine Chancen auf ein gutes Ranking Ergebnis. Solltest Du mehrere Standorte haben, lege für jede Filiale einen einzelnen Eintrag an.

Wähle die richtigen Keywords

Die Basis eines erfolgreichen lokalen Rankings ist die Wahl der geeigneten Keywords. Zunächst solltest Du daher mit einer Keyword Recherche unter Einbeziehung der örtlichen Komponente beginnen.

Dafür gibt es verschiedene Herangehensweisen:  Das relevanteste Tool um herauszufinden, ob hinter einem Begriff ein tatsächliches Suchvolumen liegt, ist der Keywords Planner von Google Ads. Eine andere Möglichkeit ist Google Suggest, die Vorschlagssuche bei Google. Tippst Du beispielsweise in die Suchleiste den Begriff “Kühlschrank” ein, werden Dir sogleich Suchanfragen mit einem hohen Volumen angezeigt, wie etwa “Kühlschrank mit Gefrierfach” oder “Kühlschrank mit Eiswürfelspender”.

Kleiner Hinweis: Wenn Dein Unternehmen mehrere Standorte hat, kann es regionale Unterschiede in der Bezeichnung einer Dienstleistung oder eines Produktes geben, die Du bei der Keyword Recherche berücksichtigen solltest. Möchte beispielsweise eine überregionale Sanitär- und Heizungsinstallations Firma ihr Ranking verbessern, sollte sie in Norddeutschland den Begriff “Klempner” und in Süddeutschland “Spengler” nutzer. Die nachfolgende Grafik aus Google Trends veranschaulicht deutlich die regionalen Unterschiede bei der Suche.
Local SEO - Die richtige Keyword Recherche

Erstelle pro Filiale eine Local SEO Landing Page

Wenn Dein Unternehmen mehrere Filialen oder Standorte hat, ist es ratsam, für jeden Standort eine eigene Landingpage zu erstellen. Das ist nicht nur wichtig, um damit zu passenden Suchanfragen zu ranken, sondern Du benötigst die einzelnen Landingpages auch für Deine jeweiligen Google My Business Einträge.
Deine Webseite solltest Du zudem mit lokalen Inhalten anreichern. Hast Du vielleicht Fotos vom Standort oder der Mitarbeitenden vor Ort? Gibt es regionale Veranstaltungen, auf die Du hinweisen kannst? Super, denn diese können den lokalen Bezug für Google verstärken. Für eine optimale Performance sollte Deine Landingpage mindestens folgende Informationen beinhalten:
  • Erwähnung des Standortes in den Meta-Daten, wichtigen Überschriften, in der URL und im Fließtext
  • Bilder zum Standort: Beachte, dass der Standort auch in den alt- und title-Tags der Bilder vorkommt
  • Standortkarte, z. B. über eine Google Maps Einbindung
  • Adresse des Standortes unter Berücksichtigung der NAP-Angaben
  • Kontaktmöglichkeiten wie eine Telefonnummer oder ein Kontaktformular
  • Vorstellung der angebotenen Dienstleistungen, bzw. Produkte an dem Standort
  • Vorstellung des Standortteams
  • Call-to-Action
  • Social Media Verknüpfungen

Nutze schema.org und stelle strukturierte Daten bereit

Strukturierte Daten helfen Google, die Website besser zu verstehen. Deshalb empfehlen wir Dir die Verwendung von schema.org. Damit kannst Du auf Deiner Website Deine HTML-Daten wie Adressen, Öffnungszeiten, etc. so auszeichnen, dass Suchmaschinen sie besser erkennen und interpretieren können.
Wir empfehlen Dir, mindestens die folgenden Daten auszuzeichnen:
  • type (Local Business Type)
  • name (Name Deines Unternehmens gemäß der NAP-Angaben)
  • url (inkl. HTTP bzw. HTTPS-Protokoll)
  • image
  • logo
  • address
  • openinghoursspecification

Erhalte relevante Backlinks von regionalen Websites

Externe Links spielen auch im Local SEO eine zentrale Rolle. Wichtig: Damit die lokale Relevanz Deiner Website gestärkt wird, empfehlen wir Dir, insbesondere auf regionale Backlinks zu setzen. Lokale Links können beispielsweise von örtlichen Online-Medien, lokalen Verzeichnissen und Institutionen oder auch Kooperationspartner:innen und privaten Blogs kommen. Aber denk dran: Die Voraussetzung um gute Links zu erhalten ist, dass Du Inhalte auf Deiner Seite hast, die relevant sind und die es sich zu verlinken lohnt. Stichwort: Qualität vor Quantität!

Du bist auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, um lokale Backlinks zu erhalten? Wie wäre es beispielsweise mit dem Sponsoring eines regionalen Events oder dem Verfassen eines Gastartikels, zum Beispiels für einen regionalen Blog – natürlich mit Bezug zu Deinem Produkt / Deiner Dienstleistung?

Verknüpfe Deine Website mit sozialen Netzwerken

Social Signals spielen eine große Rolle im Hinblick auf das Ranking bei Suchmaschinen. Wichtig ist, dass Du Dein Unternehmen nicht nur auf den sozialen Netzwerken registrierst, sondern diese auch aktiv bespielst und auf Anfragen möglichst schnell reagierst. Denn das sendet positive Signale an die Suchmaschine und hat folglich auch eine positive Auswirkung auf das Ranking. Wird kein neuer Content veröffentlicht, fällt das positive Signal weg und entsprechend bleibt auch der positive Effekt in Bezug auf die Rankings aus. Dementsprechend sind Social Media Kanäle nur dann eine sinnvolle Marketingstrategie in Bezug auf Local SEO, wenn Ressourcen und die finanziellen Mittel für den zu leistenden Aufwand vorhanden sind.

Pflege Local Citations

Einträge in lokale Verzeichnisse, sogenannte Local Citations, steigern die Relevanz Deines Unternehmens. Dabei kann es sich um übergreifende Branchenverzeichnisse wie Gelbe Seiten oder Yelp handeln, die bekannt und vertrauenswürdig sind. Besonders interessant sind auch Verzeichnisse, die thematisch relevant für die Branche Deines Unternehmens sind. Google nutzt den thematischen Bezug als wichtiges Signal für die Bekanntheit Deiner Website. Für alle Verzeichnisse gilt: Stelle sicher, dass die eingetragenen Daten jederzeit aktuell sind und mit den Daten auf Deiner Unternehmensseite übereinstimmen.

Manage Kundenbewertungen

Auch positive Bewertungen zu Deinem Unternehmen steigern Deine Sichtbarkeit in der lokalen Suche. Denn nicht nur Nutzer:innen lesen Bewertungen und entscheiden sich auf Grund dessen für Deine Dienstleistungen oder Produkte, auch Google stützt sich auf Rezensionen, um die Relevanz Deines Unternehmens zu bewerten. Bei Unternehmen mit mindestens sechs Bewertungen zeigt Google zudem automatisch die durchschnittliche Bewertung in Form von Sternchen in den Suchergebnissen an.
Dabei ist es vollkommen in Ordnung, auch die ein oder andere durchschnittliche oder auch negative Bewertung zu erhalten – dies lässt Dein Unternehmen gegenüber Kund:innen authentischer wirken. Wichtig ist in dem Fall jedoch, dass Du zeitnah und konstruktiv auf die Bewertung reagierst.

Optimiere Deine Website für mobile Endgeräte

Der Großteil der lokalen Suchanfragen wird unterwegs via Smartphone getätigt. Damit Du auch gefunden werden kannst, ist es daher wichtig, dass Deine Website für mobile Geräte optimiert ist, schnell lädt und alle Elemente intuitiv bedienbar sind.

Je nach Deinem Unternehmensschwerpunkt können dabei verschiedene Dinge wichtig sein. Führst Du eine lokale Unternehmensseite, spielt der Bereich der Website eine wichtige Rolle, der auf dem ersten Blick – sprich ohne Scrollen – für die Nutzer:innen sichtbar ist (sog. “Above the Fold”) und die NAP-Daten. Hast Du aber einen lokalen Shop und führst auch einen kleinen Onlineshop, ist es ratsamer, den Kund:innen direkt ansprechende Angebote darzustellen und auf Daten wie Öffnungszeiten und Adresse erst später einzugehen.

Nicht zu vergessen: Bing Maps und Apple Maps

Indem Du Dein Unternehmen für die lokale Suche von Google optimiert hast und es in relevante Online-Verzeichnisse eingetragen hast, erreichst Du bereits einen großen Teil Deiner potenziellen Kund:innen. Aber denk dran: Nicht jede:r verwendet Google, weshalb wir Dir empfehlen, Dich zusätzlich auch mit Bing Maps und Apple Maps auseinanderzusetzen. Bing verfügt mit Bing Places für Business – analog zu Google – über sein eigenes Branchenverzeichnis, in dem Du einen kostenlosen Eintrag für Dein Unternehmen anlegen kannst. Damit erscheint Dein Unternehmen auch in den Local Listings der Bing Suche und in Bing Maps.

Local SEO Checkliste

Hol Dir die besten 10 Local SEO Tipps inkl. umfassender Checkliste jetzt auch als kostenloses Whitepaper!

Fazit – Wieso sich Local SEO für Dich auszahlt

Jedes Unternehmen, welches lokale Dienstleistungen anbietet oder ein physisches Geschäft führt, sollte unbedingt auf Local SEO setzen. Mit wenig Aufwand und geringen finanziellen Mitteln hast Du die Möglichkeit, Deine lokalen Rankings effektiv zu verbessern und damit noch mehr potentielle Kund:innen zu erreichen.

Du benötigst Unterstützung, um lokal besser gefunden zu werden? Mit langjähriger Erfahrung, zertifizierten Spezialist:innen und individuell auf Deine Bedürfnisse angepasste Maßnahmen befördern wir Deine Website nach ganz oben! Fordere ganz einfach eine SEO-Beratung an oder kontaktiere Colin, unseren SEO-Experten.

Quelle: ¹Dr. Web

SEO Agentur mso digital

Hast Du weitere Fragen oder benötigst Du Unterstützung bei der SEO-Optimierung Deiner Website? Dann melde Dich gerne bei uns!