Google Multiplex Ads – Alternative zu Outbrain und Taboola

Google Multiplex Ads – Header Grafik
Für viele Publisher sind Content Recommendations zu einer wichtigen Einnahmequelle in der Monetarisierung der eigenen digitalen Reichweite geworden. Der Smart Feed von Outbrain und/oder der Taboola Feed sind die derzeit von Publishern am häufigsten eingesetzten Empfehlungsformate, zumeist unterhalb eines Beitrags / Artikels im nicht sofort sichtbaren Bereich einer Seite. Im Folgenden zeigen wir Dir auf, wieso Du als Publisher auf die Integration nativer Content-Recommendations setzen solltest. Darüber hinaus stellen wir Dir eine Alternative vor: die Google Multiplex Ads.
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Welche Vorteile bringen Content-Recommendations mit?

Der Einbau von Content-Recommendations (auf deutsch: Inhalte-Empfehlungen) verfolgt dabei aus Publisher-Sicht zumeist zwei Ziele: Zum einen Steigerung des Werbeumsatzes, indem der Besucher bzw. die Besucherin die Werbeanzeigen innerhalb des Feeds anklickt. Zum anderen Erhöhung der Anzahl der Seitenaufrufe und damit der Verweildauer pro Sitzung, indem der Besucher bzw. die Besucherin anstatt die Seite zu verlassen einen weiteren empfohlenen Artikel anklickt.

Insbesondere für das zweite qualitative Ziel ist es dabei besonders wichtig, dass der Feed mittels Technologie in der Lage ist, hochwertige und passende Inhalte zu dem vom User aufgerufenen Artikel zu empfehlen. Denn nur dann gelingt mittels einer guten CTR eine erhöhte Time-on-Site auf der Seite. Da einige Publisher, so Rückmeldungen, die uns erreichten, insbesondere mit der Empfehlungs-Technologie nicht einverstanden waren, haben sie kurzerhand selber, zumeist in WordPress, eigene Empfehlungen programmiert und implementiert. Diese basieren auf dem Userverhalten auf ihrer Seite.

Die Vor- und Nachteile von Outbrain und Taboola

Das Geschäft mit Content Recommendations im Web boomt. Im letzten Jahr stand eine Fusion von Outbrain und Taboola kurz bevor, ehe die Verhandlungen auf der Zielgeraden ins Stocken gerieten. Im September 2020 wurde der Deal dann endgültig abgeblasen. Bericht: „Geplante Fusion zwischen Outbrain und Taboola geplatzt

Warum sollte man also als Publisher auf die Integration nativer Content-Recommendations setzen? Wir haben hier einmal Vor- und Nachteile einer Outbrain oder Taboola Integration gegenübergestellt:

Vorteile:

  • Ein weiterer stabiler Erlös-Kanal neben den Einnahmen aus der Banner-Vermarktung
  • Steigerung wichtiger SEO-KPIs wie „Anzahl Seitenaufrufe pro Sitzung“ und „Verweildauer auf der Seite“
  • Mehrwerte für die Besucher:innen, da passende Inhalte/Ergänzungen zum Artikel empfohlen werden (nativ an das Design der Seite angepasst)
  • Möglichkeit eigene Artikel oder Beiträge im Feed zu „pushen“
  • Umfangreiche Auswertungs- und damit einhergehende Optimierungsmöglichkeiten

Nachteile:

  • Qualität und Auswahl der Werbeanzeigen stößt auf Kritik
  • Verpflichtung zu längeren Vertragslaufzeiten nach vorheriger Testphase
  • Wenig Flexibilität in der Feed-Integration (vertraglich fixiert an welcher Position und in welcher Form die Integration zu erfolgen hat) – zumeist direkt nach Ende des Artikels
  • Schwacher Empfehlungscharakter, da die Empfehlungsqualität zum aufgerufenen Artikel nicht immer höchsten Ansprüchen genügt

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Alternativen zu der marktbeherrschenden Stellung von Taboola und Outbrain sind für Publisher kaum zu finden. Google offeriert über ihr AdSense – Programm mit den AdSense Contentempfehlungen eine Alternative. Diese kann man nativ, an das CD der Seite angepasst, wahlweise mit und ohne integrierten Werbeanzeigen, als Publisher auf der Seite implementieren. Im Gegensatz zu den AdSense Contentempfehlungen, wirken die in einer BETA-Phase bei Google befindlichen Google Multiplex Ads moderner, aufgeräumter und qualitativ hochwertiger.

Was sind Google Multiplex Ads?

Multiplex Werbeanzeigen sind in einer bestimmten Art und Weise angeordnete Werbeanzeigen ohne Inhalte-Empfehlungen, die sich nativ an das Design der Seite angepasst, in eine Website einfügen lassen.

Häufige Implementierungen findet man auf Desktop unterhalb des Artikels, in der Navigationsleiste oder mobile unterhalb eines Artikels – Beispiele:

Google Multiplex Ads – Desktop unterhalb des Artikels
Google Multiplex Ads auf Desktop unterhalb des Artikels.
Google Multiplex Ads auf Desktop in der rechten Navigationsleiste.
Google Multiplex Ads – Mobile unterhalb des Artikels
Google Multiplex Ads mobile unterhalb des Artikels.

Wie kann ich Multiplex Ads implementieren?

Aktuell befinden sich die Google Multiplex Ads in einer BETA-Phase, was bedeutet, dass dieses Feature separat von Google im jeweiligen AdManager freigeschaltet werden muss. Ist eine Freischaltung erfolgt, kann die Konfiguration wie folgt vorgenommen werden:

Konfiguration Google Multiplex Ads

  1. Nach Login in den Google AdManager → Klick auf “Auslieferung” → “Nativ” → “Neue Native Anzeige” → “Multiplex-Anzeige”
  1. Gestaltung der Multiplex-Anzeige
Gestaltung Multiplex Ads
Hier gibt es Möglichkeiten, die Werbeanzeigen zu individualisieren. Im ersten Schritt muss ein Name für das Multiplex – Design und das Layout (Vorschaubreite und/oder Vorschauhöhe) für Desktop oder Mobile festgelegt werden. Schließlich soll über die rechte Spalte noch “Größe und Layout” sowie “Schriftarten und Farben” definiert werden. In beiden Fällen offeriert Google die Option, das Layout, die Schriftarten als auch die Farben von Google automatisch anpassen und optimieren zu lassen.
  1. Auswahl Targeting
Im nächsten Schritt muss das Multiplex Ad auf einen bestehenden Anzeigenblock oder einen hierfür neu erstellten Anzeigenblock ausgerichtet werden. Sobald dies erstellt ist, kann mit Klick auf “Speichern und Fertigstellen” die Konfiguration abgeschlossen werden.
  1. Erstellung Werbebuchung

Zum Schluss muss noch eine Werbebuchung im AdManager auf den im Auswahl Targeting hinterlegten Anzeigenblock ausgerichtet werden. Dies erfolgt über eine mit der Web-Property verknüpften Google AdExchange. Wichtig zu beachten ist hier, dass als “erwartetes Creative” die Einstellung “Native programmatische Anzeigen” ausgewählt wird:

Was muss ich bei der Integration auf meiner Seite beachten?

Für eine fehlerfreie und mit dem Aufbau und dem Design der Website kompatible Auslieferung ist bei der Integration auf der Seite wichtig zu beachten:
  • Keine feste Höhe
  • Implementierung Anzeigenblock in einem übergeordnetem Container
  • Container skaliert in der Breite auf 100%
Code Multiplex Ads bei Google

Welche Performance kann ich bei Google Multiplex Ads erwarten?

Unsere ersten Testintegrationen auf Seiten von Publishern ergab, abhängig von der Gerätekategorie, unterschiedliche Ergebnisse. Im Bereich Desktop/Tablet konnten Klickraten (“CTR”) von durchschnittlich 0,3 % mit einem TKP von ca. 1,50 € erreicht werden. Sowohl Klickrate als auch der erreichte TKP lagen im Mobile-Bereich niedriger, wobei beide Werte umso größer waren, wenn der Publisher gängige Standards wie “Lazy Loading” und/oder Platzierungen nah am Inhalt der Seite berücksichtigt und vorgenommen hatte.

Da wir uns mit den Google Multiplex Ads aktuell allerdings noch immer in einer BETA-Phase befinden, sind Daten und Erfahrungswerte begrenzt, sodass die oben genannte Performance auf anderen vergleichbaren Seiten signifikant besser oder auch schlechter ausfallen kann. Es ist auch zu erwarten, dass Google während der BETA-Phase weitere Anpassungen und Optimierungen an dem Produkt vornimmt, um die Performance stets weiterzuentwickeln.

Wie kann mso digital mich bei Google Multiplex Ads unterstützen?

Als Google Certified Publishing Partner kannst Du jederzeit bei Deinem Accountmanager bzw. Deiner Accountmanagerin Kontakt zu mso digital aufnehmen. Wir beraten Dich umfassend und Du kannst die Multiplex Ads völlig unverbindlich mit und/oder über uns testen. Denk bitte daran, dass Multiplex Ads keine Content-Recommendations sind, sondern eine Art neues Format den Google Demand in neuen Werbeanzeigen-Produkten darzustellen und auszuliefern, was unmittelbar die folgenden Vorteile mit sich bringt:

Vorteile Zusammenarbeit mso digital und Google Multiplex Ads im Überblick

  • Keine restriktiven Verträge
  • Keine Gefahr qualitativ minderwertiger Ads und daraus resultierend minderwertiger UX
  • Sichere, pünktliche und unkomplizierte Auszahlungsströme
  • Management der Multiplex Ads über den Google AdManager
  • Zugriff auf Google Demand – dem weltweit größten Pool an Werbetreibenden

Yield Agentur mso digital

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Die app-ads.txt für Apps erstellen

app-ads.txt-header-grafik

Nach der Authorized Digital Sellers, kurz ads.txt, ist nun auch die Authorized Sellers for Apps, kurz app-ads.txt, aus der IAB-Initiative hervorgegangen. Analog zur ads.txt sichert die app-ads.txt ihr App-Anzeigeninventar vor Werbebetrug. Im nachfolgenden möchten wir euch Einbau und Nutzen genauer beschreiben.

Was ist die app-ads.txt-Datei?

Die app-ads.txt ist eine Datei, in der alle Werbenetzwerkpartner von Applikationen verzeichnet sind, die eine Erlaubnis in Form einer Autorisierung zur Vermarktung und Anzeigenschaltung von dem App-Entwickler erhalten haben. Die Verwendung ist nicht verpflichtend, wird aber empfohlen, insbesondere dann, wenn ihr Manipulationen fürchtet und euer Werbeanzeigeninventar schützen möchtet. Mit Hilfe dieser Datei soll dem Advertiser die Sicherheit gegeben werden, dass seine Anzeige in der App ausgeliefert wird, für die diese ursprünglich gebucht wurde.

Wie implementiere ich die app-ads.txt?

Die app-ads.txt muss auf der Stammdomain der Website des App-Enwicklers eingebaut und hochgeladen werden, welche im Google Play Store und/oder im iOS App Store gelistet ist (z.B.: ihredomain.de/app-ads.txt).

Den offiziellen Einführungsleitfaden des Interactive Advertising Bureau findet ihr hier: IAB Tech
Lab.
 Wenn ihr die app-ads.txt mit eurem AdManager erstellen möchtet, werdet ihr hier fündig.

Wie ist die app-ads.txt aufgebaut?

Der Aufbau der app-ads.txt-Datei ist bzgl. Syntax analog zur ads.txt. Zunächst müssen alle nötigen Informationen der Netzwerkpartner und Vermarkter, denen ihr App-Inventar zur Verfügung stellen möchtet, gesammelt werden. Diese wichtigen Informationen werden in 4 Felder aufgeteilt und sind wie folgt definiert:
  • <FELD#1>: Der Domainname des Vermarktungsnetzwerks, welches zum Verkauf des Werbeinventars zugelassen ist. (Pflichtfeld)
  • <FELD#2>: Die individuelle Publisher Account ID, welche bei den Transaktionen immer übereinstimmen muss. (Pflichtfeld)
  • <FELD#3>: Hier wird der Beziehungstyp festgelegt. Handelt es sich um „DIRECT“ heißt das, dass die Website euch gehört und ihr z.B. einen eigenen AdMob Account habt, mit dem die Monetarisierung der Website abgewickelt wird. Steht dort hingegen „RESELLER“, dann handelt es sich um externe Vermarkter oder Dienstleister, denen ihr euer App-Inventar zur Monetarisierung zur Verfügung stellt. Die Partner vermarkten optimiert das Inventar im Auftrag des Kunden, sind aber nicht Inhaber der Domain oder App. (Pflichtfeld)
  • <FELD#4>: Die Zertifizierungs-Account-ID für geprüfte Werbesysteme, welche das System als geprüft identifiziert. Solch eine zertifizierte Prüfstelle kann z.B. die Trustworthy Accountability Group (TAG) sein. (optionales Feld)
Eine Zeile mit den 3 Pflicht- und dem letzten optionalen Feld kann dann am Beispiel von Google wie folgt aussehen:

google.com, pub-0000000000000000, DIRECT, f08c47fec0942fa0

oder als Reseller:

google.com, pub-0000000000000000, RESELLER, f08c47fec0942fa0

Wie finde ich meine individuellePublisher-ID?

Was mache ich, wenn ich meine Publisher-ID nicht kenne? Die Publisher-ID kann wie folgt
ermittelt werden:

  • AdMob: unter Einstellungen und dann Account Informationen.
  • Google AdManager: unter Admin > Globale Einstellungen > AdExchange-Einstellungen. Da steht die ID unter der Publisher-ID.

Weiterführende Informationen findet ihr ebenfalls in der Google AdManager Hilfe unter diesem Link.

Crawling der app-ads.txt

Sobald für eure App eine app-ads.txt konfiguriert wurde, wird der Crawler von Google:

  • alle 24 Stunden die Datei crawlen
  • den Inhalt der Datei analysieren, um Verkäufer-ID’s zu ermitteln, die zur Monetarisierung eures App-Inventars autorisiert sind
  • den Status des Crawling-Prozesses könnt ihr z.B. in eurem Google AdManager unter Admin > ads.txt-Verwaltung > app-ads.txt einsehen
  • Status grün bedeutet, dass die app-ads.txt-Datei für AdMob gefunden und verifiziert wurde
  • Status grau bedeutet, dass keine app-ads.txt Datei gefunden wurde
  • Status rot meint, dass eine app-ads.txt-Datei gefunden wurde, jedoch ohne korrekte Publisher-ID. Diese fehlt und muss zwingend hinzugefügt werden

Google ändert Auktionsmodell – Hin zur First Price Auction

Die Ankündigung seitens Google war bereits zu erwarten. Nun geht es in diesem Jahr bereits ganz schnell: Wie Google in seinem Blogpost  kommuniziert, ändert das Unternehmen Ende des Jahres das Auktionsmodell in der programmatischen Monetarisierung digitaler Reichweite in der Google Ad Exchange bzw. im Google Ad Manager (ehemals DFP: DoubleClick for Publishers). Wurde bisher das digitale Werbe-Inventar der angeschlossenen Publisher mit einer Second Price Auction (Abkürzung: SPA) verauktioniert, switcht Google nun zu einer First Price Auction (Abkürzung: FPA). Was sind die Hintergründe dieser Änderung? Welche Google Produkte sind davon betroffen und was bedeutet diese Änderung für Publisher?

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Native Advertising: Man sieht sie – Man sieht sie nicht

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DoubleClick Ad Exchange Anmeldung

Mit DoubleClick Ad Exchange (AdX) stellt Google einen intelligenten Marktplatz zur Verfügung, der Publisher bzw. Websitebetreiber mit Advertisern bzw. intelligenten Werbenetzwerken verbindet. Wer als Publisher Zugang zur Google Ad Exchange erhalten möchte, muss zwingend einige Voraussetzungen erfüllen. Dieser Artikel zeigt die korrekte Anmeldung bei DoubleClick Ad Exchange.

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