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Was ist ein Backlog?

Ein Backlog ist eine Liste von noch zu erledigenden Aufgaben innerhalb eines Projektes bzw. noch zu erfüllenden Anforderungen eines Produktes. In Scrum wird unterschieden zwischen einem Product Backlog und einem Sprint Backlog.

Scrum Grundlagen einfach erklärt

Scrum ist die wahrscheinlich bekannteste Methode, wenn es um das agile Projektmanagement geht. Viele weltweit bekannte Unternehmen nutzen Scrum für ihre Projekte. Wiederholbare und regelmäßige Arbeitsabläufe, auch Sprints genannt, stehen hier im Vordergrund.

Der Product Backlog

Ein Product Backlog enthält die Anforderungen an das finale Produkt. Also in der Softwareentwicklung zum Beispiel alle Funktionen der finalen Software. Generell kann man davon ausgehen, dass bei einer höheren Qualität des Backlogs, auch die Qualität des finalen Produktes höher ist.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass ein Backlog immer weitergeführt und gepflegt wird. Dies geschieht durch den Product Owner und ein Backlog ist somit kein normales Lastenheft, sondern eine dynamische Liste.

Product Backlog – Einträge

Die sogenannten Product Backlogs Items sind verschiedene Einträge innerhalb des Product Backlogs. Einige Items sind spezifischer als andere und haben dann auch meist eine höhere Priorität. Items mit einer hohen Priorität werden oft beim Sprint Planning Meeting mit in den nächsten Sprint aufgenommen.

Hier einige Beispiele:

  • User Stories
  • Qualitätsanforderungen
  • funktionale Anforderungen
  • Verbesserungen
  • Bugs bzw. Fehler die noch bestehen
scrum-product-backlog

Aufbau eines Product Backlogs, je kleiner das Requirement (dt. Anforderung) desto ausgearbeiteter ist es.
Quelle: https://www.scrum.org/

Product Backlog – Eigenschaften

Generell hat ein Backlog fünf verschiedene Eigenschaften die ihn ausmachen:

  1. Priorisiert: Die Einträge sind von oben nach unten priorisiert, damit das bearbeitende Team weiß, welche Aufgaben und Anforderungen wichtig für den Product Owner sind.
  2. Unterschiedlich detailliert: Die oberen Einträge sind sehr detailreich während sie nach unten hin immer gröber und ungenauer werden. Das ist wichtig, da die oberen Einträge sehr wahrscheinlich mit in den nächsten Sprint kommen werden. Oftmals ist es auch so, dass ein grober Eintrag in mehrere kleine und detaillierte Einträge aufgeteilt wird.
  3. Geschätzt: Der Arbeitsaufwand des Product Backlog Items wird vom Team, welches das Item auch bearbeitet, geschätzt. Die Aufwandsschätzung der oberen Einträge ist auch hier wieder präziser. Der Arbeitsaufwand kann von “sehr geringer Aufwand” bis “extrem hoher Aufwand” gehen.
  4. Bewertet: Items die weniger aufwendig sind, dafür aber einen großen Nutzen bzw. Wert für den Product Owner haben, rutschen in der Liste weiter nach oben.
  5. Dynamisch: Da es sich beim Product Backlog um eine Art dynamische Liste handelt, ist es zu jeder Zeit möglich, dass Einträge hinzugefügt oder auch entfernt werden. Bereits abgeschlossene Items werden mit “done” gekennzeichnet.
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Der Sprint Backlog

Die im Product Backlog stehenden Anforderungen werden nach und nach in Sprints bearbeitet. Welche Anforderungen in welchem Sprint abgearbeitet werden sollen, wird im Sprint Planning Meeting entschieden. Besagte Anforderungen werden nach dem Aussuchen im Sprint Backlog festgehalten. Dieser wird nach dem Sprint vom Product Owner im Sprint Review Meeting überprüft und alle nicht erfüllten Aufgaben und Anforderungen kommen wieder in den Product Backlog.

Im Endeffekt beinhaltet der Sprint Backlog also die zu umsetzenden Projektaufgaben des entsprechenden Sprints.

Für den Sprint Backlog ist das Scrum Team (also das Entwicklungsteam) verantwortlich welches eigenständig bestimmt, wie es die zuvor festgelegten Aufgaben und Anforderungen erfüllt. Außerdem pflegt und aktualisiert das Scrum Team den Sprint Backlog, sobald neue Informationen vorhanden sind. Zu jedem Zeitpunkt des Sprints können sich neue Aufgaben auftun.

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