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Facebook Attribution Tool vs. Werbeanzeigenmanager und Google Analytics

Autor

Robin Senger
Robin Senger

Mit dem Facebook Attribution Tool k√∂nnen¬† verschiedenste Marketingaktivit√§ten √ľberwacht werden. Das Tool erm√∂glicht es, die einzelnen Touchpoints der unterschiedlichen Werbekan√§le zu erfassen und abzubilden. Auch Kontakte √ľber verschiedene Ger√§te werden gemessen.

facebook attribution vs google analytics

Das Tool im √úberblick

Da unsere Kaufentscheidungsprozesse heutzutage h√§ufig √ľber viele verschiedene Kan√§le beeinflusst werden und wir uns dabei mit mehreren unterschiedlichen Ger√§ten im Internet sowie auf Social Media bewegen, ist es f√ľr Marketer entscheidend, die¬†Customer Journey¬†nachvollziehen zu k√∂nnen. Denn nur, weil ich zuletzt √ľber die organische Google-Suche auf die Webseite gelangt bin und dann dort einen Kauf abgeschlossen habe, ist die organische Suche nicht zwangsl√§ufig der wichtigste Einflussfaktor auf meine Kaufentscheidung gewesen. Ich kann im Rahmen des Kaufprozesses √ľber verschiedene Ger√§te sowie Kan√§le (z.B. Social Media oder Display-Anzeigen) bereits Kontakt zur Marke und dem Produkt gehabt haben. Als Marketing Manager sollten wir dies nat√ľrlich in unsere Strategie mit einbeziehen.

Plattform√ľbergreifende Analysen

Hierbei kann uns das Facebook Attribution Tool helfen. Denn neben den Daten der Facebook-Werbekan√§le (Facebook, Instagram, Whatsapp, Audience Network) k√∂nnen auch weitere Werbeplattformen einbezogen werden. Verweise von anderen Seiten sowie organischer Traffic werden √ľber UTM Parameter durch den Facebook Pixel erfasst, wenn dieser zuvor mit dem Facebook Attribution Tool verbunden wurde.

Um tief gehende Daten, wie Kosten, Klicks und Impressionen von weiteren Werbeplattformen zu erfassen, m√ľssen diese im Tool angelegt werden. Facebook bietet hier eine vorgefertigte L√∂sung f√ľr die wichtigsten Kan√§le, wie beispielsweise Google Ads.

Welche Ber√ľhrungspunkte gab es vor der Conversion?

Nach Einrichtung des Tools k√∂nnen wir uns im ‚ÄúPerformance‚ÄĚ Tab anschauen, wie Conversions bei uns zustande gekommen sind, welche Kan√§le Conversion Touchpoints hatten und ob es View Through Conversions gibt. Zudem erm√∂glicht uns das Facebook Attribution Tool, verschiedene Attributionsmodelle (gleichm√§√üige/lineare Attribution, positionsbasierte Attribution, Zeitverlauf, letzter Klick, datengetriebene Attribution, u.v.m.) sowie unterschiedliche Attributionsfenster zu betrachten.

Eine weitere Funktion ist die Erstellung von benutzerdefinierten Berichten im Tab ‚ÄúBerichte‚ÄĚ. Hier√ľber lassen sich auch Metriken, wie z.B. der ROAS (Return on Adspend) analysieren, die im Tab ‚ÄúPerformance‚ÄĚ nicht angezeigt werden.

Ger√§te√ľbergreifende Conversions, sogenannte Cross-Device-Conversions, lassen sich im Bereich ‚ÄúGer√§te√ľbergreifend‚ÄĚ untersuchen.¬†

Einrichtung des Facebook Attribution Tools

Du möchtest das Facebook Attribution Tool ausprobieren?
Wir erklären Dir hier, wie man das Tool einrichtet.

Die Einrichtung ist im Prinzip ganz einfach. Um das Facebook Attribution Tool nutzen zu können, benötigst Du Folgendes:

  • Ein Facebook Werbekonto
  • Einen Facebook Pixel, Facebook SDK oder eingerichtete Offline-Conversions
  • Conversion Events

In der folgenden Anleitung erkl√§ren wir Dir Schritt f√ľr Schritt, wie Du das Facebook Attributions Tool einrichtest und es anschlie√üend mit Google Ads verkn√ľpfst.

Jetzt die komplette Anleitung herunterladen‚Äč

Analysen im Facebook Attribution Tool

Du hast Facebook Attribution eingerichtet oder hast es noch vor, aber fragst Dich, was Du Dir dort anschauen kannst? Wie bereits beschrieben, hast Du die Möglichkeit, Dir verschiedene Berichte anzuschauen und Deine Daten auf Basis verschiedener Attributionsmodelle und Attributionsfenster zu analysieren.

Was zeigt mir das Performace-Dashboard an?

Im ‚ÄúPerformance‚ÄĚ-Dashboard erh√§ltst Du eine √úbersicht zu dem Volumen von Besuchen, Conversions, Conversion-Werten und Quellen der Besuche. Standardm√§√üig sind hier die letzten 30 Tage eingestellt. Hier erh√§ltst Du auch auf einen Blick die Einsicht, wie sich die Kennzahlen auf bezahlten, organischen oder direkten Traffic verteilen und kannst Dir die Ansicht ganz einfach nach bezahlten oder organischen Kan√§len filtern. Die Zuordnung von Quellen als bezahlten, organischen oder direkten Traffic l√§sst sich leider nicht beeinflussen. In den Einstellungen kann man jedoch verweisende Domains wie ‚Äúpaypal.com‚ÄĚ ausschlie√üen, sodass diese in die Auswertungen nicht mit einflie√üen.

√úber ein Drop-Down-Men√ľ l√§sst sich das Performance-Dashboard einfach f√ľr verschiedene Conversion-Events anzeigen. Facebook zieht sich da automatisch die eingerichteten Pixel-Events, die auch zur Kampagnen-Optimierung genutzt werden, wie ‚ÄúAdd To Cart‚ÄĚ oder ‚ÄúPurchase‚ÄĚ. Dar√ľber hinaus kann man Custom Conversions bei der Einrichtung des Tools hinzuf√ľgen. Mit Custom Conversions kannst Du bestimmte Events nach URL-Ma√ügaben oder Wert-Parametern filtern und damit detailliertere Ergebnisse in Deine Analysen einbeziehen. Ein Beispiel f√ľr eine Custom Conversion k√∂nnte die Filterung aller gemessenen K√§ufe nach verschiedenen Warenkorbwerten sein.

√úbersicht verschiedener Attributionsmodelle

Au√üerdem kannst Du Dir die √úbersicht ebenso einfach f√ľr verschiedene Attributionsmodelle und Attributionsfenster anzeigen lassen. Bei den Attributionsmodellen hast Du die Wahl zwischen den g√§ngigen Modellen, die insgesamt etwas detaillierter zur Verf√ľgung stehen:

  • Gleichm√§√üige Wertanteile
  • Erster Klick oder Besuch
  • First Touch
  • Letzter Klick oder Besuch
  • Last Touch
  • Positionsbasiert 30 %
  • Positionsbasiert 40 %
  • Zeitverlauf 1 Tag
  • Zeitverlauf 7 Tage
  • Datengesteuerte Attribution (nur f√ľr Facebook-Kampagnen)

Ergänzung um First Touch und Last Touch

First Click und Last Click-Modelle sind nicht neu, aber Facebook bietet außerdem eine erweiterte Konfiguration dieser Attributionsmodelle um den First Touch und den Last Touch. Der Unterschied von First Touch bzw. Last Touch zu den klassischen First Click zw. Last Click Modellen ist, dass bei einem Touchpoint auch eine Impression gezählt werden kann. 
Das bedeutet konkret: Wenn in der Customer Journey kein Klick oder Besuch stattfindet, aber eine Impression, dann wird dem Kanal mit der Impression die Conversion zu 100% zugeschrieben. Da Facebook allerdings nur die View Through Conversions der eigenen Anzeigen erkennen kann, wird diese Messung eher die Facebook-Kampagnen bevorzugen. Aber seien wir mal ehrlich, welche Customer Journey basiert heutzutage nur auf Views und dem direkten Traffic?
Das positionsbasierte Attributionsmodell lässt sich in den Konfigurationen 30% und 40% auswählen. Diese prozentualen Verteilungen beziehen sich auf den ersten und letzten Touchpoint. Das 30 %-Modell gewichtet die dazwischenliegenden Touchpoints insgesamt also mehr, als die 40 %-Konfiguration. 

 

Zwei Konfigurationen im Zeitverlaufsmodell

Auch das Zeitverlaufsmodell wird in zwei Konfigurationen mitgeliefert: Der eint√§gigen und siebent√§gigen Halbwertszeit. W√§hlt man das Modell ‚ÄúZeitverlauf 7 Tage‚ÄĚ, erh√§lt man ein insgesamt gleichm√§√üiger verteiltes Ergebnis. Bei dem Modell ‚ÄúZeitverlauf 1 Tag‚ÄĚ werden die Kan√§le kurz vor der Conversion deutlich st√§rker gewichtet, als Kan√§le, die zeitlich weiter von der Conversion liegen. Im Detail bedeutet das, dass Touchpoints einen Tag vor der Conversion 50 % des Wertes erhalten und Touchpoints mit zwei Tagen Abstand nur noch 25 %.

 

Große Auswahl bei Attributionsfenster

Besonders interessant wird es bei dem Attributionsfenster, denn hier gibt es sehr viele Optionen. W√§hrend man im Werbeanzeigenmanager nur die Wahl zwischen 1, 7 und 28 Tagen Klick- und / oder View-Conversions hat, ist man im Attribution-Tool deutlich flexibler. Die Auswahl startet bei der Zuordnung ‚Äú1 Tag Klick und Besuch, 1 Tag Impression‚ÄĚ und endet bei ‚Äú90 Tage Klick und Besuch, 90 Tage Impression‚ÄĚ. Dazwischen lassen sich Klicks und Besuche von 7, 14, 28 und 30 Tagen einstellen und Impressionen komplett herausfiltern oder im Rahmen von 4 Stunden, 1 Tag, 7 Tage, 30 Tage oder dem selben Zeitraum wie die Klicks hinzurechnen. Leider lassen sich die Zeitr√§ume f√ľr Klicks und Impressionen nicht einzeln einstellen sondern nur in den von Facebook vorgegebenen Kombinationsm√∂glichkeiten. Dennoch ist die Auswahl hier deutlich gr√∂√üer als im Werbeanzeigenmanager und bezieht eben alle Kan√§le ein.¬†

 

Wirf einen Blick in die Customer Journey ‚Äď ger√§te√ľbergreifend!

Im Tab ‚ÄúConversion-Pfade‚ÄĚ kannst Du Dir im Detail anschauen, wie die Customer Journey tats√§chlich aussieht (siehe Bild) . Auch hier hast Du die M√∂glichkeit, nach Conversion-Events zu filtern und verschiedene Zeitr√§ume sowie Attributionsmodelle und -fenster einzustellen. Au√üerdem kannst Du die Conversion-Pfade danach filtern, welche Kan√§le enthalten sein sollen oder nicht und mit welchem Kanal die Customer Journey starten oder enden soll. Eine Filterung von Pfaden, die mehr als einen Touchpoint bedienen, ist leider nicht m√∂glich.¬†

 

Ein weiterer spannender Bericht in demselben Tab ist die √úbersicht von ‚ÄúGer√§te√ľbergreifenden Pfaden‚ÄĚ. Hier wird visuell anschaulich dargestellt, wie sich die Customer Journey auf Basis verschiedener Ger√§te darstellt. Zum einen erh√§ltst Du eine √úbersicht dessen, wie viele Conversion-Pfade sowohl Mobile- als auch Desktop-Touchpoints beinhalten. Zum anderen wird sehr sch√∂n dargestellt, wie Interaktionen auf verschiedenen Ger√§ten stattfinden und dann zu einer mobilen Conversion f√ľhren und wie die Interaktionen auf verschiedenen Ger√§ten zu einer Desktop-Conversion f√ľhren. Diese Einsichten sind durchaus interessant zu analysieren, denn selten ist der Anteil der Desktop-Interaktionen f√ľr mobile K√§ufe h√∂her als der Anteil mobiler Interaktionen f√ľr Desktop-K√§ufe.¬†

 

Oder lege individuelle Berichte an

Last but not least kannst Du eigene Berichte anlegen und Dir dabei verschiedene Kennzahlen in Tabellenform oder als Diagramm mit selbst ausgew√§hlten Zeilen darstellen lassen. Diese Berichte lassen sich ebenfalls mit verschiedenen Attributionsmodellen und -fenstern anpassen. F√ľr eine Anreicherung der detaillierten Berichte ist es n√∂tig, Verkn√ľpfungen zwischen dem Facebook Attribution Tool und den anderen Plattformen herzustellen.

Anleitung ‚Äď Verkn√ľpfung des Facebook Attribution Tools mit Google Ads

Die Verkn√ľpfung von Google Ads mit dem Facebook Attribution Tool ist sinnvoll, wenn Daten aus dem Google Ads-Konto in Facebook Attribution importiert werden sollen. Conversion Events, Besuche sowie der Conversion-Wert, werden durch das Attribution Tool und den Facebook Pixel automatisch Google Ads und weiteren Kan√§len zugeordnet. Andere Kennzahlen, wie Impressionen, Klicks und Kosten lassen sich aber nur durch einen Import darstellen. Wenn Du also beispielsweise den ROAS in Deine Analyse mit einbeziehen m√∂chtet, musst Du das Facebook Attribution Tool mit Google Ads verkn√ľpfen.

In der folgenden Anleitung erkl√§ren wir Dir Schritt f√ľr Schritt, wie du Facebook Attribution mit Google Ads verkn√ľpfen kannst. Jetzt kostenlos herunterladen.

Jetzt die komplette Anleitung herunterladen‚Äč

Facebook Werbeanzeigenmanager vs. Facebook Attribution Tool

Wie bereits angesprochen lassen sich im Facebook Werbeanzeigenmanager ebenfalls andere Attributionszeitfenster einstellen, um die Bewertung der Kampagnen detaillierter zu betrachten. Allerdings sind die Optionen begrenzt auf 1, 7 und 28 Tage Klick bzw. View. Hier kann man sich in der Kampagnendarstellung bis hin auf Ad-Ebene anzeigen lassen, wie sich die Zuordnung von Conversions durch die verschiedenen Zeitfenster verändert.

Zudem lassen sich im Werbeanzeigenmanager keine Attributionsmodelle, andere Kan√§le oder Conversion-Pfade darstellen. Das ist f√ľr den Zweck des Werbeanzeigenmanagers, in dem die Kampagnenerstellung die Hauptaufgabe ist, auch nicht notwendig. Aber wieso lassen sich die verschiedenen Zeitr√§ume einstellen? 


Warum die Zeitraum-Einstellungen so wichtig sind

Standardm√§√üig werden die Ergebnisse im Werbeanzeigenmanager auf Basis des Last Click-Modells und des Zeitfensters ‚Äú28 Tage Klick und 1 Tag View‚ÄĚ zugeordnet. Das bedeutet, dass die Kampagne, das AdSet und die Anzeige, die zuletzt an der Conversion beteiligt waren, die Conversion zugeschrieben bekommen, sofern zwischen Klick und Conversion max. 28 Tage liegen bzw. zwischen Impression und Conversion max. 1 Tag. 

Im Werbeanzeigenmanager werden die Kampagnen erstellt und fortlaufend optimiert. F√ľr die Optimierungen ist es enorm wichtig, in welchen Zeitfenstern die Conversion stattgefunden hat, denn auf AdSet-Ebene l√§sst sich das Conversion-Fenster einstellen. Das Conversion-Fenster ist im Gegensatz zum Attributionsfenster der Zeitraum, der dem Algorithmus zur Optimierung dient. Man kann zwischen ‚Äú1 Tag Klick und 1 Tag View‚ÄĚ bzw. ‚Äú1 Tag Klick‚ÄĚ sowie ‚Äú7 Tage Klick und 1 Tag View‚ÄĚ bzw. ‚Äú7 Tage Klick‚ÄĚ w√§hlen. Je enger das Conversion-Fenster gew√§hlt wird, umso mehr wird der Algorithmus eingeschr√§nkt. Um bewerten zu k√∂nnen, ob eine solche Einschr√§nkung sinnvoll ist, kann man sich eben diese Ergebnisse im Werbeanzeigenmanager anschauen und analysieren, ob der Algorithmus trotz der Einschr√§nkung des Conversion-Fensters gen√ľgend Daten hat, um in eine Optimierungsphase zu gelangen und damit die bestm√∂glichen Ergebnisse innerhalb des AdSets erzielen kann. 

Das Attributionsfenster wiederum dient einem anderen Zweck, nämlich der Zuordnung der Ergebnisse zu verschiedenen Kanälen und der Abbildung der daraus resultierenden Customer Journey. Mit Facebook Attribution lässt sich somit bewerten, welche Cookie-Laufzeiten sinnvoll sind und welche Kanäle tatsächlich inwieweit beteiligt sind.

Google Analytics vs. Facebook Attribution Tool

Customer Journey, Conversion-Pfade, Cookie-Laufzeiten, Zuordnung zu verschiedenen Kan√§len und damit ganzheitliche, kanal√ľbergreifende Analyse von Online Marketing Aktivit√§ten ‚Äď bietet das nicht auch Google Analytics? Kurz gesagt: Ja. Brauchst Du dann noch Facebook Attribution? Kurz gesagt: Ja. Um es auf den Punkt zu bringen, ist der Vergleich von Facebook Attribution und Google Analytics genauso sinnvoll wie der Vergleich von zwei Paar Schuhen, also beispielsweise Sneaker vs. Laufschuhe. Die Laufschuhe kannst du heutzutage prima auch im Alltag anziehen, ohne schief angesehen zu werden und einige ziehen ihre Sneaker wiederum auch zum Laufen oder im Fitnessstudio an. Es √§ndert aber nichts an der Tatsache, dass Sneaker eher f√ľr den Alltag gedacht sind und Laufschuhe speziell zum Laufen produziert wurden.¬†

 

Okay, nochmal einen Schritt zur√ľck: Facebook Attribution vs. Google Analytics. Google Analytics deckt prinzipiell den selben Grundgedanken ab: Eine ganzheitliche Darstellung und Zuordnung von Ergebnissen √ľber alle Kan√§le hinweg. In Google Analytics l√§sst sich auch die Customer Journey erkunden und mit dem Modellvergleichstool k√∂nnen zudem andere Attributionsmodelle und -fenster miteinander verglichen werden. Hinweise auf ideale Cookie-Laufzeiten basierend auf dem Nutzerverhalten k√∂nnen ebenfalls aus Google Analytics herausgezogen werden.¬†

 

Google Analytics weist viele weitere Berichte auf

Neben den Analysen und Kennzahlen, die Facebook Attribution ebenfalls anbietet, weist Google Analytics dar√ľber hinaus viele weitere Berichte auf. Beispielsweise lassen sich die Kennzahlen nicht nur auf Kanal- oder Kampagnen-Ebene anzeigen, sondern auch basierend auf dem Nutzerverhalten. Ergebnisse lassen sich beispielsweise zu verschiedenen Ger√§ten (auch bis hin zum konkreten Ger√§temodell) oder auch demografischen Angaben wie Geschlecht oder Altersgruppe zuordnen und analysieren. Au√üerdem k√∂nnen Online-Shops perfekt ihren Kaufprozess in Google Analytics abbilden und damit die Ausstiege an verschiedenen Stellen gezielter analysieren. Google Analytics bietet noch viel mehr M√∂glichkeiten als Facebook Attribution. Und jetzt kommt der Plottwist: Daf√ľr hat Facebook ein weiteres Tool, n√§mlich Facebook Analytics. Mit Facebook Analytics k√∂nnen aggregierte Daten zu technologischen und demografischen Aspekten analysiert werden, sowie verschiedene Funnel und Journeys beispielsweise eingerichtet und betrachtet werden.¬†

Google Analytics vereint damit in einem Tool die Möglichkeiten, die Facebook Attribution und Facebook Analytics zusammen bieten und noch etwas mehr. Bleiben wir aber bei dem Vergleich Facebook Attribution vs. Google Analytics. Welche Funktionen decken beide ab? 

 

 Gemeinsame Funktionen

Das Performance-Dashboard

Das Performance-Dashboard bei Facebook gibt nur Daten her, wenn auch wirklich Conversions √ľber das Pixel gemessen werden. Ohne Conversions, die Facebook im Werbekonto erkennt, werden auch Besuche nicht den verschiedenen Kan√§len zugeordnet. Zudem l√§sst sich die Zuordnung zu Kan√§len kaum beeinflussen, lediglich der Ausschluss von Kan√§len und Verweisen kann selbst gesteuert werden.¬†In Google Analytics gibt es ebenfalls Verweisausschlusslisten, um beispielsweise Zahlungsanbieter wie PayPal aus den Verweisen und der Customer Journey auszuschlie√üen.¬†Dar√ľber hinaus kann die Zuordnung von Kan√§len ebenfalls angepasst werden √ľber das Channel Grouping.¬†

Dar√ľber hinaus kann die Zuordnung von Kan√§len ebenfalls angepasst werden √ľber das Channel Grouping.¬†Im Gegensatz zu Facebook Attribution kann Google Analytics unabh√§ngig von der Conversion-Messung genutzt werden. Sobald das Analytics-Tag auf der Seite eingebunden ist und Daten erfasst werden, werden die vorhandenen Daten bereits sichtbar den Kan√§len zugeordnet. F√ľr die Berichte des Multi-Channel-Trichters werden jedoch ebenfalls Conversions ben√∂tigt.

Kennzahlen

Facebook Attribution bietet die M√∂glichkeit, sich auf Kanal-Ebene Besuche, Conversions und Conversion-Werte sowie daraus resultierende KPIs wie Besuch-Conversion-Rate anzeigen zu lassen. Dar√ľber hinaus k√∂nnen Kosten und Impressionen und daraus resultierende KPIs wie der ROAS mit aufgef√ľhrt werden, sofern die relevanten Kanalverkn√ľpfungen erfolgreich vorgenommen wurden.

In Analytics lassen sich ebenfalls Sitzungen, Conversions und Conversion-Werte anzeigen. Sofern Google Ads mit Google Analytics korrekt verkn√ľpft ist, k√∂nnen auch Klicks und Impressionen sowie Kostendaten von Google Ads importiert werden, um die Berichte anzureichern. Bei Google Analytics ist es allerdings nicht m√∂glich, Kostendaten oder Klicks z.B. aus Microsoft Ads oder Display-Anbietern wie Criteo zu integrieren. Ein Vorteil von Google Analytics ist dagegen die Anreicherung aller Kan√§le mit Kennzahlen zum Nutzerverhalten wie der Absprungrate, der Sitzungsdauer oder der besuchten Seiten pro Sitzung.¬†

 

Die Conversion-Pfade

In Facebook Attribution lassen sich die Touchpoints √ľber verschiedene Kan√§le als Conversion-Pfad darstellen. Hierbei gibt es Filterm√∂glichkeiten, um bewusst Kan√§le aus der Betrachtung ein- oder auszuschlie√üen. Auch ger√§te√ľbergreifende Conversions werden visuell ansprechend sichtbar gemacht.¬†

In Google Analytics k√∂nnen die Conversion-Pfade ebenfalls betrachtet und gefiltert werden. Die Filterm√∂glichkeiten sind dabei jedoch um einiges weitreichender und auch die Betrachtungsweise ist vollumf√§nglicher, zum Beispiel durch die Darstellung von Kampagnenpfaden, welche Facebook Attribution nicht bietet. Auch ger√§te√ľbergreifende Conversions k√∂nnen in Analytics dargestellt werden.¬†

Bez√ľglich der ger√§te√ľbergreifenden Conversions muss sich hier aber die Frage vor Augen gef√ľhrt werden, woher die einzelnen Plattformen wissen, dass derselbe Nutzer √ľber verschiedene Ger√§te mit der Website interagiert hat.

Die Attributionsmodelle

Die vorhandenen Attributionsmodelle in Facebook Attribution haben wir bereits besprochen. Da es sich dabei um die klassisch bekannten Attributionsmodelle handelt, kann auch Google Analytics dieses Repertoire anbieten. Im Gegensatz zu Facebook kann Google Analytics allerdings bei ausreichender Datenbasis auch das datengetriebene Attributionsmodell auf verschiedene Kan√§le anwenden, w√§hrend Facebook Attribution das Modell nur f√ľr die Facebook Kampagnen anbietet. Au√üerdem bietet Google Analytics auch bei den anderen Modellen wie beispielsweise der positionsbasierten Attribuierung die M√∂glichkeit, diese manuell zu konfigurieren, also dem ersten und dem letzten Touchpoint auch jeweils eigene Gewichtungen zu liefern und beim Zeitverlaufsmodell eine eigene Halbwertszeit einzutragen und so die Attributionsmodelle ideal auf das Nutzerverhalten anzupassen.¬†

Die Datengrundlage

Wer sich der Einfl√ľsse von View-Through-Conversions bewusst ist, wird bei Facebook Attribution einen klaren Vorteil sehen, n√§mlich die Einbeziehung von (sichtbaren) Ad-Impressions. Auch f√ľr Google Ads-Displaykampagnen bietet Facebook eine L√∂sung an, die Sichtbarkeit √ľber View-Tags mitzumessen ‚Äď auch wenn diese L√∂sung recht komplex ist. M√∂chte man die Einfl√ľsse von View-Through-Conversions nicht mit einbeziehen in die Attribuierung, l√§sst sich das √ľber das Attributionsfenster anpassen.¬†

Bei Google Analytics besteht diese M√∂glichkeit der Einbeziehung von View-Through-Conversions nicht, denn √ľber die Einbindung von UTM-Parametern k√∂nnen nur geklickte Anzeigen von anderen Kan√§len als Google Ads Daten an Google Analytics senden.

 

Fazit

Das Facebook Attribution Tool bietet insbesondere f√ľr die Einordnung der Facebook Ergebnisse in das Gesamtbild aller Online Marketing Ma√ünahmen spannende und gut aufbereitete Informationen. Die Einbeziehungen von Ad Impressions auf Facebook und in Google Ads Displaykampagnen bietet zudem die M√∂glichkeit, auch deren Effekte in der Customer Journey zu analysieren.¬†

Google Analytics kann jedoch nicht vollst√§ndig mit Facebook Attribution verglichen werden, da nur bestimmte Teilbereiche von Google Analytics f√ľr einen direkten Vergleich herangezogen werden k√∂nnen, n√§mlich die Attribution-Beta und den Multi-Channel-Trichter. F√ľr einen kompletten Vergleich von Google Analytics und Facebook Tools, m√ľssten zu dem Facebook Attribution Tool noch Facebook Analytics herangezogen werden.¬†

Wir m√ľssen uns aber dennoch nichts vormachen: Google und Facebook setzen mit ihren Analyse-Tools verschiedene Brillen auf die gesammelten Online Marketing Ma√ünahmen auf. Alleine die Einbeziehung von View-Through-Conversions zeigt schon unterschiedliche Sichtweisen auf und es werden niemals dieselben Zahlen in verschiedenen Analysetools auftauchen, unabh√§ngig davon, ob wir Google mit Facebook vergleichen oder auch andere Anbieter wie Econda mit in den Vergleich aufnehmen. Das einzig wahre Ergebnis wird kein Anbieter aufgrund der verschiedenen Anbindungen und Messmethoden liefern.

Und auch bei der Auswahl des Attributionsmodells gibt es nicht das einzig Wahre. Aber durch verschiedene Vergleiche und Analysen lässt sich das ideale Attributionsmodell in Bezug auf die Customer Journey herausfinden.

 

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