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Homeoffice in 1220 KM Entfernung

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MSO Digital
MSO Digital

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Das dachte sich im Frühjahr 2019 auch Lisa Knäuper. Seit Ende Dezember 2019 arbeitet die Projektmanagerin von MSO Digital von Südfrankreich aus. 

Alltag im Homeoffice - Arbeiten im digitalen Zeitalter

Lisa, während wir gerade telefonieren, sitzt Du in Frankreich, ich in Osnabrück, wo auch Deine Kollegen* von MSO Digital arbeiten. Warum bist Du so weit weg?

Ich hatte schon immer den Traum, noch einmal ins Ausland zu gehen. Darüber hinaus stand die Sprache Französisch zu lernen noch auf meiner To-do-Liste. Die konkreten Überlegungen, es jetzt mit 29 Jahren durchzuziehen, kamen im letzten Frühjahr auf. Ich war und bin aber glücklich bei MSO Digital und wollte auch die Kollegen* nicht verlieren – denn diese sind in den letzten 4,5 Jahren, die ich schon hier bin, auch Freunde* geworden.

Also bin ich auf meine Chefs zugegangen. Ich habe ihnen erklärt, dass ich gerne ins Ausland gehen und mich dort verwirklichen möchte.

Wie haben Deine Vorgesetzten auf Dein Vorhaben reagiert?

Die haben natürlich geschluckt am Anfang. Es war auch für sie etwas Neues. Aber schon nach dem ersten „Anfangsschock“ kam von ihnen sofort: „Was spricht eigentlich dagegen? Wir sind in einem digitalen Zeitalter, in einer digitalen Agentur.

Wenn nicht hier bei uns, wo dann sollte so etwas möglich sein?"
Sven Beckmann
Sven Beckmann, CEO bei MSO Digital

Was viele jetzt erst durch Corona gelernt haben, erlebe ich schon seit meinem Umzug täglich: Durch die Tools kann ich meine Arbeit auch genau so gut von zu Hause aus machen. Außerdem werden auch viele unserer Kunden* immer internationaler und bewegen sich oft auf dem französischen Markt bzw. wollen hier wachsen. Die Kenntnisse über (Online-)Konsumentenverhalten kann man viel besser bewerten, wenn man in dem Land auch lebt.

Das heißt, auch für meine Kunden* bringt es in Zukunft immer mehr Vorteile mit sich, dass ich in Frankreich lebe.
Lisa Knäuper
Lisa Knäuper, Projektmanagerin bei MSO Digital

Wie sieht Dein Arbeitstag aus?

Ich arbeite ganz normal fünf Tage und 40 Stunden. Zu Hause habe ich mir mein Büro eingerichtet und von MSO Digital die notwendige Hardware und Software gestellt bekommen. Ich komme an sich mit dem Homeoffice gut klar – aber natürlich gehört hier Disziplin dazu und man ist irgendwo schon den ganzen Tag „allein“. Zum Glück habe ich mit meinem Hund Ernie jeden Tag einen tollen Homeoffice-Buddy, der mich auch dazu bewegt, in der Mittagspause vor die Tür zu kommen und abzuschalten.

Wenn Corona nicht gerade dazwischenfunkt, schaue ich normalerweise, dass ich nach Feierabend unter Leute komme und Abwechslung in den Alltag bringe. Die Umgebung ist traumhaft schön und abwechslungsreich, die Menschen sehr nett und offen.

Und wenn es mir zu Haus doch irgendwann zu langweilig wird, dann würde ich mich in Zukunft vielleicht nach einem Co-Working-Space umschauen.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Zusammenarbeit mit den alten Kollegen* und den Kunden* in Deutschland durch den fehlenden persönlichen Kontakt schwieriger wird...

Die Befürchtung gab es natürlich. Aber wir haben das in den ersten Monaten jetzt wirklich gut über Videochat und Telefonate gelöst. Dadurch, dass ich schon viele Jahre bei MSO Digital bin und wir alle freundschaftlich miteinander umgehen, ist der Connect zum Team und zu den Prozessen trotzdem sehr gut.

Mit meinen Kunden* hatte ich in Osnabrück auch schon vor meinem Umzug meist den Austausch in telefonischen Jour-fix-Terminen. Persönliche Kunden*termine finden zudem weiterhin vor Ort in Osnabrück statt. Und die Aufenthalte in der Heimat sind auch schön, um Kollegen* zu sehen, Mittagessen zu gehen und sich persönlich auszutauschen.

Sich selbst verwirklichen

War der Umzug für Dich auch ein Stück Selbstverwirklichung?

Auf jeden Fall. Ich war in der 11. Klasse ein Jahr in Spanien, wusste, dass ich mit Heimweh gut umgehen kann. Nach dem Abitur wollte ich als Au-pair ein Jahr nach Frankreich, das hat aus mehreren Gründen nicht geklappt. Ich wollte die Sprache aber unbedingt vor Ort lernen. Deswegen bin ich umso glücklicher, mir jetzt den Traum verwirklichen zu können und dabei nicht einmal mein tolles Team und eine Arbeit, die mir Spaß macht, aufgeben zu müssen.

Die Sprache lerne ich übrigens mit Kinderbüchern, die auch die Kinder hier für ihre Grammatik- und Schulübungen nutzen – und natürlich im Alltag. Das Gute ist, dass meine Cousine im Nachbarort wohnt und ich dadurch ein Stück Familie direkt in der Nähe habe. 

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