Kategorie: Usability

Interface Design

Interface Design ist ein Prozess, bei dem eine Benutzeroberfläche für den Austausch zwischen Anwender und verarbeitender Maschine nach verschiedenen Gesichtspunkten gestaltet und/oder optimiert wird. Das Endprodukt kann entweder schlicht als Interface oder komplexer als „Graphical User Interface“ (GUI) bezeichnet werden, wobei dieser Begriff inkludiert, dass es sich um eine auf grafischen Elementen basierende Benutzeroberfläche handelt. Beim Webdesign wird Interface Design dem Teilgebiet der Usability zugeordnet.

Interface Design früher und heute

In der Anfangszeit des Internets wurden Webseiten ausschließlich für Desktop-Computer gestaltet. Selbst Computermäuse gehörten noch nicht zum Standard, weswegen man im Regelfall auf ein reines Text-Interface zurückgriff, das mit vordefinierten Befehlen gesteuert wurde. Erst HTML und das etwas später erschienene JavaScript brachten die ersten GUIs hervor und erlaubten zum ersten Mal, eine Webseite aus unterschiedlichen, austauschbaren Elementen aufzubauen. Macromedia brachte mit Flash eine Plattform auf den Markt, die zusätzlich die Integration interaktiver Elemente wie Animationen, Videos oder Spiele erlaubte. Da rein auf Flash basierende Webseiten häufig zu verspielt und nicht gerade ressourcenschonend waren, standen sie häufig in der Kritik. Diese Ära sollte jedoch nicht lange währen, denn mit CSS (Cascading Style Sheets) stand bereits eine kleine Revolution vor der Tür. CSS hat vor allem den Begriff „responsives Webdesign“ geprägt. Gemeint ist damit eine Webseite, die sich an verschiedene Auflösungen und Geräte anpassen kann. Später brachten vor allem mobile Endgeräte Designer dazu, ihre Interfaces für Touchscreens zu optimieren, was zu One-Page-Designs und der Verwendung von Columns (Säulen) und Grids führte.

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Die Bedeutung des Interface Designs für das Online-Marketing

Ging es in den letzten Jahrzehnten vorrangig um den Content einer Webseite, ist heute auch das Interface Design ein wichtiger Bestandteil, der in Teilen sogar von Suchmaschinen und dessen Bots überprüft wird. So sollte man laut Google Quality Guidelines beispielsweise darauf achten, dass der Hauptcontent möglichst oben und mittig zu finden ist. Auch der „Mouseflow“ oder die „Clicks to Completion“ sind ein Indikator dafür, ob das Design gut funktioniert. Berücksichtigt werden unter anderem die Anordnung und die Verschachtelung der Schaltflächen, die Anordnung von Dokumenten und mögliche Leerfelder, die Platzierung von Bildern und die Nutzung von Schriftfonts und Farben.