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Absprungrate

Die Absprungrate (englisch: Bounce Rate) gibt Auskunft über das Verhältnis zwischen Nutzern, die nur eine Seite einer Domain aufrufen, und denjenigen, die mehr als eine Seite betrachten. Eine hohe Absprungrate wird häufig mit minderwertigen Inhalten oder einer schlechten Nutzererfahrung assoziiert.

Wie es zum Absprung kommt

Zu einem Absprung kann es auf unterschiedliche Weise kommen. Ein Beispiel sind Besucher aus Suchmaschinen, die in den SERPs auf ein Ergebnis klicken und unmittelbar durch Klicken des Zurück-Buttons zu den Suchergebnissen zurückkehren. Führen Sie keine weitere Aktion wie das Anklicken eines internen Links oder einen Download aus, wird diese Aktion von Analyse-Tools als Bounce beziehungsweise Absprung gewertet. Die Absprungrate wird auch durch Nutzer erhöht, die eine Seite einer Domain aufrufen und sie über einen externen Link wieder verlassen. Bei der Bewertung der Absprungrate empfiehlt es sich, die Verweildauer der Benutzer mit einzubeziehen. Denn eine hohe Verweildauer in Kombination mit einem Absprung spricht eher dafür, dass der Nutzer gefunden hat, was er suchte.

Mögliche Ursachen für eine hohe Absprungrate

Eine überdurchschnittlich hohe Absprungrate kann verschiedene Ursachen haben. Als häufigste gelten:

– Probleme mit der Einbindung des Trackings: Der Tracking-Code des Analyse-Tools muss auf jeder Unterseite korrekt eingebunden werden. Eine fehlerhafte Einbindung kann bei der Auswertung der Absprungrate zu falschen Werten führen.
– schlechtes Design/Layout: Finden Besucher auf einer Seite nicht direkt das, was sie suchen, kann das zum Absprung führen. Um die Absprungrate zu senken, sollten Inhalte direkt und ohne Scrollen verfügbar sein. In vielen Fällen kann mit einem Re-Design der Website die Absprungrate gesenkt werden.
– falscher oder schlechter Content: Top-Rankings verlangen nach Inhalten, die zur jeweiligen Suchanfrage passen und das Bedürfnis des Besuchers befriedigen. Erwartet ein Nutzer Bilder oder Videos und erhält Textinhalte, springt er erwartungsgemäß ab. Gleiches gilt für Suchanfragen, bei denen der Nutzer die Intention hat, etwas zu kaufen, jedoch auf einem Ratgeber landet.
– zu viel Werbung: Eine mit zu viel oder unpassender Werbung überfrachtete Website schreckt Besucher ab und verschlechtert die Nutzererfahrung, was in der Folge zu einer höheren Absprungrate führt.
– zu lange Ladezeiten: Verschiedene Ursachen können dazu führen, dass eine Website langsam lädt. Häufig sind große Bilddateien, eine schlechte Anbindung des Servers oder externe Scripte dafür verantwortlich.

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Absprungrate und SEO

Die Bedeutung der Absprungrate für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist umstritten. Offiziell ist die Bounce Rate kein Ranking-Faktor, allerdings betrachten die Suchmaschinen bei der Bewertung einer Website die Nutzererfahrung als Ganzes [1]. Die Absprungrate ist dennoch ein wichtiger Wert für den Webmaster, denn sie gibt Aufschluss darüber, welche Inhalte möglicherweise verbessert werden müssen, um die Absprungrate zu verringern und damit auch die Nutzererfahrung zu verbessern.

Nicht verwechseln: Absprünge und Ausstiege

Häufig werden Absprungrate und Ausstiegsrate miteinander verwechselt. Die beiden Werte haben jedoch völlig verschiedene Bedeutungen [2]. Während die Absprungrate Auskunft darüber gibt, wie hoch der Prozentsatz der Nutzer ist, die nur eine Seite aufrufen und die Domain danach wieder verlassen, zeigt die Ausstiegsrate an, wie viele Besucher die Domain über eine bestimmte Seite verlassen.

Weitere Informationen und Links

[1] http://www.searchmetrics.com/de/knowledge-base/ranking-faktoren/
[2] https://support.google.com/analytics/answer/2525491?hl=de