DomainKeys

DomainKeys ist ein spezielles Identifikationsprotokoll. Es wurde vom E-Mail Anbieter Yahoo entwickelt und erstmals 2004 eingesetzt. Es dient zur Signierung von E-Mails und damit dazu, die Authentizität der Absender von E-Mails sicherzustellen. Das Protokoll wurde ursprünglich konzipiert, um unerwünschte E-Mails wie zum Beispiel Spam und Phishing einzudämmen. In der aktuellen Version ist es unter dem Namen DomainKeys Identified Mail (DKIM) bekannt. Das Protokoll an sich ist nicht dazu geeignet, Spam zu filtern. Vielmehr hilft es dabei, die Verschleierung von E-Mail-Adressen zu erschweren. Denn bei Verwendung des Protokolls ist der Nutzer in der Lage festzustellen, von welcher Domain die eingehende E-Mail tatsächlich versandt wurde. Diese Nachvollziehbarkeit allerdings lässt sich dazu nutzen, die Funktion von nativen Spamfiltern zu verbessern, indem deren Bewertungskriterien und Filtertechniken wirkungsvoller gestaltet werden.

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Funktionsweise von DomainKeys

Die Basis von DomainKeys bildet eine asymmetrische Verschlüsselung. Jede E-Mail wird mit einer digitalen Signatur ausgestattet. Im Domain Name System (DNS) der sendenden Domäne ist ein öffentlicher Schlüssel vorhanden, mithilfe dessen die Signatur verifiziert werden kann. Wenn diese Verifizierung fehlschlägt, können der Mail Transfer Agent (MTA) oder das E-Mail-Programm des Empfängers die Annahme der betreffenden E-Mail verweigern oder diese alternativ aussortieren. Wichtig für die korrekte Funktion des Verfahrens ist es, dass der MTA des Senders die E-Mail im DomainKey-Signature-Header mit der nötigen digitalen Signatur ausstattet.

Die Erzeugung der für die Signatur notwendigen Hashwerte kann mit den Hashfunktionen SHA-1 und SHA-256 erfolgen. Beide werden von DKIM akzeptiert. Vorzugsweise sollte jedoch SHA-256 verwendet werden. Aus dem Hashwert wird mittels Verschlüsselung im Verfahren RSA schließlich die Signatur erzeugt. Diese wird mit Base64 kodiert, damit die Darstellung im für den E-Mail- Versand notwendigen ASCII-Zeichensatz erfolgen kann.

Geht die E-Mail beim Empfänger ein, wird die Signatur zunächst wiederum mit Base64 dekodiert. Anschließend erfolgt eine Entschlüsselung mit dem öffentlichen Schlüssel der angeblich sendenden Domäne und dabei wird der Hashcode der E-Mail neu berechnet. Stimmen nun der gelieferte und entschlüsselte, sowie der selbst entschlüsselte Hashcode überein, dann erkennt DKIM, dass die E-Mail tatsächlich vom angeblichen Absender stammt. Hierzu erfolgt eine Publizierung der öffentlichen Schlüssel im DNS-Eintrag der sendenden Domain. Der DNS fungiert also in diesem Fall als Zertifizierungsstelle. Mittels DKIM kann also zweifelsfrei festgestellt werden, ob die im Absender angegebene Domäne tatsächlich der Sender der eingegangenen E-Mail ist. Zusätzlich wird durch das Verfahren sichergestellt, dass die E-Mail während des Versands nicht verändert wurde.

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