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Redirect

Ein Redirect (deutsch: Umleitung) bezeichnet eine client- oder serverseitige Weiterleitung eines Nutzers oder Suchmaschinen-Crawlers zu einer anderen URL. Vom Nutzer bleibt die Umleitung in der Regel unbemerkt. Einsatz finden Redirects beispielsweise beim Umzug von Websites, nach dem Löschen von Inhalten oder bei kurzfristigen Wartungen des Servers.

Formen des Redirects

Zur Realisierung von Redirects stehen Betreibern von Websites verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Grundsätzlich wird zwischen server- und clientseitigen Weiterleitungen unterschieden. Clientseitige Redirects lassen sich mittels des sogenannten Meta-Refresh Meta-Tags oder über ein JavaScript realisieren. Serverseitige Redirects werden mithilfe einer .htaccess-Datei umgesetzt.

Nutzen für die Suchmaschinenoptimierung

Korrekt eingesetzt sind Redirects ein mächtiges Tool bei der Suchmaschinenoptimierung. Um sie wirkungsvoll einsetzen zu können, ist es wichtig, die HTTP-Status-Codes und ihre jeweilige Auswirkung auf die Suchmaschinen-Crawler zu kennen. Aus SEO-Sicht sind nur serverseitige Redirects sinnvoll, da sich bei ihnen die Status-Codes gezielt über die Angaben in der .htaccess-Datei steuern lassen.

Am häufigsten kommt im SEO-Bereich die 301-Weiterleitung („moved permanently“) zum Einsatz. Sie signalisiert dem Suchmaschinen-Crawler, dass eine Umleitung permanent ist und die neue URL an die Stelle der bisherigen URL treten soll. Zudem erlaubt die 301-Weiterleitung, 90 bis 99 Prozent des Linkjuice einer URL auf die neue URL zu übertragen. Daher ist sie optimal geeignet, um:

– eine Website bei einem Relaunch auf eine neue Domain umzuleiten
– ungültige URLs (nach dem Löschen) auf eine neue URL weiterzuleiten
– tote Links umzuleiten, um weiterhin von dem Linkjuice zu profitieren

Die 302-Weiterleitung („moved temporarily“) konnte diese Vorteile nicht bieten und hatte deshalb kaum einen Nutzen für die Suchmaschinenoptimierung. Mittlerweile ist die 307-Weiterleitung („moved temporarily“) an ihre Stelle getreten. Der Status-Code 307 signalisiert dem Crawler, dass eine URL nur temporär, also beispielsweise im Falle einer Wartung nur für wenige Tage, unter der neuen URL erreichbar ist.

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Nachteile von clientseitigen Redirects

Clientseitige Redirects können sich – falsch eingesetzt – negativ auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken. Insbesondere JavaScript-Weiterleitungen werden von Suchmaschinen häufig als Spam- oder Cloaking-Versuch aufgefasst. Im schlimmsten Fall kann das eine Herabstufung im Ranking zur Folge haben. Ein weiterer Nachteil der clientseitigen Weiterleitungen ist, dass sie nicht zuverlässig funktionieren. Blockt ein Nutzer über eine Browsererweiterung den Meta-Refresh oder hat JavaScript deaktiviert, erfolgt keine Weiterleitung. Serverseitige Weiterleitungen funktionieren hingegen unabhängig von der Konfiguration des Nutzer-PCs immer. Und schließlich übertragen clientseitige Redirects keinen oder – je nach Expertenmeinung – nur einen Bruchteil des Linkjuice, der durch eine 301-Weiterleitung weitergegeben wird.

 

https://moz.com/learn/seo/redirection
https://support.google.com/webmasters/answer/2604723?hl=de

Weitere Informationen und Links

https://support.google.com/webmasters/answer/2721217?hl=de
http://httpd.apache.org/docs/2.0/howto/htaccess.html
http://www.redirect-checker.org/