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Google Analytics 4 – die Übersicht zur neuen Version des Analyse Tools

Autor

Adrian Lemme
Adrian Lemme

Erstveröffentlichung, 11.12.2020
Update durch Valerie Sawatzki

Web Analysten und Marketer aufgepasst: Mit Google Analytics 4 (GA4) kommt die neue Version des Tracking und Analyse Tools. Sofern vorhanden, werden die App + Web Property nun vereint dargestellt.

Ein Großteil der weltweit aktiven Websites setzt seit jeher auf das kostenfreie Analyse Tool des Suchmaschinenriesen aus Kalifornien. Nun wird die aktuelle Universal Analytics Version um zwei wesentliche Features erweitert: Zum einen liegt der Fokus auf Machine Learning und zum anderen auf maximaler Datenschutzkonformität, um auch in Zeiten ohne Cookie Tracking den Websitebetreibenden tiefgründige Analyse- und Optimierungspotenziale zu liefern.

In diesem Artikel stellen wir Dir einmal die neuen Features, auch im Vergleich zu der bisherigen Analytics Version, vor und sprechen Dir unsere Empfehlung zur Nutzung von Google Analytics 4 aus.

Was ist neu in Google Analytics 4?

Google Analytics 4 bringt so einige Neuerungen mit. Welche genau das sind, zeigen wir Dir in der folgenden Übersicht:

Google Analytics 4 in der BETA

Gleich vornweg: Google Analytics 4 ist noch in der BETA Version. Es wird fortlaufend weiterentwickelt und einige Funktionen wie z. B. Custom Channel Grouping und Anbindung an die Search Console sind noch nicht verfügbar. Seit dem Release im Oktober 2020 hat sich auch das Menü im Interface bereits einmal geändert. Google strebt einen Wechsel auf GA4 als Haupt-Analysetool für 2022 an. Wahrscheinlich wird es aber noch in den nächsten ein bis zwei Jahren möglich sein UA-Properties anzulegen und zu nutzen. Google empfiehlt daher GA4 zunächst einmal parallel zu bestehenden UA-Properties einzurichten.

Neue Kontostruktur und neues Interface

Hinsichtlich der Kontostruktur zeigt GA4 eine wesentliche Neuerung, denn es gibt keine Datenansichten mehr. Alle Daten und das Interface befinden sich jetzt auf Property-Ebene. Warum?
Google Analytics 4 möchte möglichst Rohdaten sammeln, die je nach Kundenanforderungen sortiert und durch benutzerdefinierte Berichte aufbereitet werden können. Bedeutet: Weniger Standardberichte und mehr Arbeit in Custom Reports stecken.

Die neue Hauptnavigationsstruktur in GA4 besteht jetzt aus fünf Kategorien: Berichte, Erkunden, Werbung, Konfigurieren und ganz unten Verwaltung. Zudem integriert das Interface nun auch eine Suchleiste, die ebenfalls Fragestellungen auswerten kann.

Die folgenden Abschnitte erklären Dir entsprechend der Kategorien die wichtigsten Neuerungen.

Berichte: Weniger Standardberichte & mehr Custom Reports

Die Berichte legen einen starken Fokus auf den Lebenszyklus, Nutzer und Ereignisse. Wie bereits erwähnt wurden die herkömmlichen Berichte in UA (Universal Analytics) stark vereinfacht, sodass jetzt deutlich weniger Standardberichte existieren. In diesem Sinne zielt GA4 auf die eigene Erstellung von Reports ab, die entweder durch “Bericht anpassen” (oben rechts)konfiguriert oder im zweiten Menüpunkt “Erkunden” erstellt werden können. Hier werden umfangreiche Analysen ermöglicht. Einzelne Segmente können zusätzlich unter der Option “Vergleich hinzufügen” integriert werden.

Echtzeit Analysen

Wie in UA gibt es weiterhin Echtzeit-Berichte in GA4, welche jedoch um einiges detaillierter sind. In UA sieht man, je nach Bericht, die aktuellen Live-Daten während GA4 die Nutzerdaten der letzten 30 Minuten (und diese auch in Teilen pro Minute) betrachtet. In dem Echtzeit-Bericht findest Du Antworten auf folgende Fragen:
  • Wie viel Nutzer:innen waren in den letzten 30 Minuten auf meiner Seite?
  • Woher kommen die Nutzer:innen? Dabei kann die Quelle, das Medium oder die Kampagne betrachtet werden.
  • Wer sind die Nutzer:innen? Nach Zielgruppe.
  • Mit welchem Inhalt interagieren die Nutzer:innen auf meiner Seite?
  • Welche Ereignisse lösen die Nutzer:innen aus?
  • Welche Conversions haben die User in den letzten 30 Minuten ausgelöst?

Über “Nutzerübersicht anzeigen” oben rechts können ebenfalls Echtzeit-Aktivitäten-Streams von zufälligen Nutzer:innen aufgerufen werden.

Akquisition

Die Akquisitionsberichte wurden ebenfalls reduziert, z. B. gibt es keinen Bericht mehr zu Landingpages. Diese müssen nun über das Ereignis session_start gefiltert werden.
Die Absprungrate (Bounce Rate) wie in UA wurde ebenfalls nicht übernommen, sondern durch die Engagement Rate (unter Bindung) ersetzt. “Nutzer-Engagement” erfolgt wenn ein Nutzer mehr als 10 Sekunden auf der Seite war oder eine Conversion durchgeführt hat oder mind. 2 Seiten aufgerufen hat. Die Berichte Engagement und Bindung entsprechen dem in UA genutzten Verhalten.
Ein Wert, der einem ebenfalls ins Auge fällt ist der Lifetime-Wert. Hier wird der durchschnittliche Umsatz durch neue Nutzer:innen in den ersten 120 Tagen dargestellt, um so den zusätzlichen Umsatz zu erfahren. Beispiel: Ein Nutzer bzw. eine Nutzerin besucht eine Website, kauft ein T-Shirt und in der nächsten Woche eine Hose. Der Lifetime-Wert umfasst beide Käufe.
Grundsätzlich werden unter der Akquisition zwei Detailberichte aufgeführt:
  • Statistiken zur Nutzergewinnung: Hier sind Daten zu neuen Nutzer:innen basierend auf dem Ereignis first_visit oder first_open zu sehen.
  • Und Neu generierte Zugriffe: Hier sind Sitzungsdaten basierend auf dem Ereignis session_start zu sehen.
Hinsichtlich des Channel Grouping ist anzumerken, dass es noch kein Custom Channel Grouping gibt, sodass für das Default Channel Grouping die fest definierten Regeln für UTM Parameter von Google zu beachten sind, siehe: Google Support
Zudem kann die Search Console noch nicht verknüpft werden.

Bindung (neu)

GA4 möchte mit dem neuen Bericht Bindung einen besonderen Fokus auf Nutzer:innen setzen, wobei natürlich die Nutzerbindung und der Customer Lifecycle wichtige Elemente darstellen. Der Bericht zur Nutzerbindung führt auf welcher Prozentsatz der Nutzer:innen regelmäßig wiederkommt, z. B. an Tag 1, 2, .. bis Tag 42. Die bereits genannte Engagement-Rate (auch nach Kohorte) wird aufgeführt und der Lifetime-Wert wird integriert.

Engagement

Die Engagement Berichte werten die Ereignisse der Nutzer:innen im Zeitverlauf aus. Ereignisse, die entsprechend als Conversion / Zielvorhaben markiert wurden erscheinen dann im Bericht Conversions und können hier analysiert werden. Der Bericht “Seiten und Bildschirme” bietet die Möglichkeit Seiten wiebeispielsweise Landingpages auszuwerten, die in den Akquisitions-Berichten nicht mehr auftauchen. Hierzu muss die Spalte “Ereignis-Anzahl” nach session_start gefiltert werden.

Monetarisierung

Unter Monetarisierung befindet sich der E-Commerce Bereich, der jetzt Web und App Datastreams darstellt. Publisher können unter dem neuen Bericht “Publisher Anzeigen” ebenfalls ihre Werbeeinnahmen aus der mobilen App einsehen.

Nutzer:innen

Im Gegensatz zu UA, wo der Fokus auf Sessions gelegt wurde, liegt der Fokus von GA4 klar auf den Nutzer:innen. In den Nutzerberichten werden übergeordnet die demografischen Daten und die Technologie analysiert, die bereits aus UA bekannt sind.

Erkunden: Neue Explorative Datenanalysen

Hier können explorative Datenanalysen wie z. B. Trichteranalysen, Pfadanalysen, Segmentanalysen, freie Analysen und mehr erstellt werden. Die eigene Berichterstellung erfordert etwas mehr Zeit und Expertise. Berichte können somit aber flexibler erstellt werden. Das Analyse Feature war bis dato nur in Google 360 vereinfacht verfügbar. Wahrscheinlich werden wir alle diesen Bereich zukünftig häufig nutzen. Daher gerne schon einmal ausprobieren.

Werbung: Werbeberichte, Auswertung unterschiedlicher Attributionsmodelle, aber kein Custom Channel Grouping

Die Werbeberichte geben Einblicke in die Conversions der unterschiedlichen Channels. Es können Auswertungen zum Umsatz aus den Channels und verschiedene Attributionsmodelle (Linear, First und Last Klick etc.) berücksichtigt werden. Zudem sind (automatische) Statistiken zu Werbemaßnahmen verfügbar.
Aber wie bereits erwähnt gibt es noch kein Custom Channel Grouping.

Konfigurieren: Flexible Events, die einfach als Zielvorhaben aktiviert werden können, Zielgruppen Forecasts und der DebugView – Perfekt für den GTM Vorschaumodus

Hier befinden sich die Berichte zu Ereignissen, Conversions, Zielgruppen, Benutzerdefinierte Definitionen und der DebugView.
GA4 basiert auf einer Ereignisstruktur, sodass jetzt quasi jeder Hit ein Ereignis ist. Das beste ist allerdings, dass Ereignisse ganz einfach als Conversion, also als Zielvorhaben per Checkbox aktiviert werden können. Diese erscheinen dann unter dem Reiter “Conversions”. Das Purchase-Ereignis wird schon automatisch als Conversion markiert und ist somit ein Zielvorhaben.
Zielgruppenanalysen inklusive Forecasts (siehe nächsten Abschnitt) können erstellt werden und wie in UA können benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte angelegt werden. Für Nutzer:innen des Google Tag Managers (GTM) ist besonders der DebugView ein nützliches Feature, das die Aktivitäten bzw. Events mit den dazugehörigen Parametern im Vorschau Modus modelliert.

Prognosemesswerte und Maschinelles Lernen

Um Kundendaten noch zugänglicher und aussagekräftiger zu gestalten, wird nun in GA4 Maschinelles Lernen eingesetzt. GA4 prognostiziert dabei die drei Messwerte:
Kaufwahrscheinlichkeit, Abwanderungswahrscheinlichkeit und Umsatzvorhersage.
Prognosemesswerte sind in Zielgruppenlisten und im explorativen Analysetool verfügar.
Voraussetzung für die Verwendung der Prognosemesswerte sind:
  • Mindestens 1.000 wiederkehrende Nutzer:innen müssen in den letzten 28 Tagen an 7 Tagen die Bedingung „Vorhersagbar“ ausgelöst haben und mindestens 1.000 Nutzer:innen nicht (Mindestanzahl von positiven und negativen Beispielen für Käufer und abgewanderte Nutzer:innen)
  • Modellqualität muss über einen bestimmten Zeitraum konstant bleiben
  • Das Ereignis “purchase” (mit den Parametern value und currency) muss implementiert sein/ gesendet werden, damit Daten zur Kauf- und Abwanderungswahrscheinlichkeit für eine Property zurückgegeben werden können (in_app_purchase wird automatisch erfasst)

Neuerungen im Google Tag Manager und flexiblere Events

Google Analytics 4 Einstellungen werden im GTM nun nicht mehr über eine Variable, sondern über ein extra Tag abgebildet. In GA4 ist die Datenschutzeinstellung “anonymize IP” schon automatisch integriert und muss nicht mehr wie in den UA Einstellungen angelegt werden.
Auch GA4 Events haben eine eigene Tagvorlage. Diese werden jetzt nicht mehr über Kategorie, Aktion, Label und Wert definiert, sondern über eigens festzulegende Parameter. Ein Event kann maximal 25 Parameter enthalten und somit sehr flexibel gestaltet werden.
Problematisch ist jedoch, dass E-commerce DataLayer-Variablen umbenannt und anders strukturiert wurden. Zum Beispiel ist aus UA die bekannte “id” jetzt in GA4 “item_id” oder “transaction_id” etc. Die Umstrukturierung des DataLayer hat zur Folge, dass für den Umstieg von UA auf GA4 entweder E-commerce Codes neu implementiert werden müssen oder aufwändigere GA4 Konfigurationen im GTM vorgenommen werden müssen.

Automatisches Tracking (optimierte Analysen)

Eine wichtige Änderung ist sicherlich, dass viele Metriken nun als Events gemessen werden und nicht mehr als Standard-Interaktion eines Nutzers bzw. einer Nutzerin gelten.

Einige Events, wie Seitenaufrufe, Scrolls, Klicks auf externe Links, Website-Suche, Engagement mit Video und Dateidownloads werden in GA4 nun automatisiert beim Einrichten unter “Optimierte Analysen” aktiviert. Dafür sind keine Codeänderungen erforderlich. Diese lassen sich unter Verwaltung > Datenstreams > Optimierte Analysen bei Bedarf auch deaktivieren.
Ein neues Feature in Google Analytics 4: Optimierte Analysen

Kostenlose Verknüpfung zu Google BigQuery

Eine Anknüpfung von Analytics Daten an BigQuery konnte bislang nur in Google Analytics 360 stattfinden und war somit nur für Premium Nutzer:innen zugänglich. Seit neuestem wird es allen Google Analytics 4 Usern möglich sein, Rohdaten in BigQuery zu exportieren. Die umfangreichen Datensätze können in BigQuery gespeichert, mit anderen Datenquellen zusammengeführt und abgefragt werden. Dabei entstehen keine Kosten, es sei denn man überschreitet die Sandbox-Limits.

Du hast Fragen zum neuen Google Analytics 4?

Neuigkeiten zum Datenschutz: IP Adressen sind automatisch anonymisiert & Cookieless Tracking

Google Analytics 4 zielt auf Cookieless Tracking ab, also die Sammlung von Daten auch ohne Cookies oder andere „Identifier“. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten laut Russell Ketchum (Head of Product Management für Google Analytics) Einschränkungen durch DSGVO oder EU-Cookie-Law durch Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning korrigiert werden und nicht-personenbezogene Daten wie Gerät, Zeit oder Interaktionstyp durch sogenanntes Modeling zusammengeführt werden.
Die Ablaufzeit der Cookies hat sich auch in GA4 verändert, sodass nur noch eine Cookie-Laufzeit von 2 oder 14 Monaten eingestellt werden kann (unter Verwaltung > Property > Dateneinstellungen > Datenaufbewahrung). Bisher hatten Google-Anwender eine Auswahlmöglichkeit zwischen 14, 26, 38 und 50 Monaten.
Zudem werden, wie bereits erwähnt, IP Adressen jetzt automatisch in GA4 anonymisiert.
Google bietet neuerdings auch den eigens entwickelten Consent Mode an, der auch ohne Zustimmung zu Cookies gewisse Daten anonymisiert erfasst. So werden zwar ohne Analytics-Zustimmung Seitenaufrufe und Events erfasst, aber komplett anonymisiert und rein auf aggregierter Basis. (Micro)-Conversions oder andere Interaktionen können damit keiner Sitzung und keinem User zugeordnet werden. Dennoch ist der Consent Mode in der BETA und steht bisher nicht in Google Analytics zur Verfügung. Bisher kann dieser nur in Google Ads für anonymisierte Conversion Modellierung genutzt werden. Es ist anzumerken, dass der Consent Mode KEIN Ersatz für CMP (Consent Management Platform) ist. Im Gegenteil, er funktioniert nur zusammen mit einem CMP.

Ob das ganze auch vollständig DSGVO konform ist, solltest Du mit Deinem Datenschutzbeauftragten klären.

Universal Analytics und Google Analytics 4 in der direkten Gegenüberstellung

UA
GA4
Kontostruktur
Accounts, Properties, Datenansichten
Accounts, Properties
Messung
Events, Pageviews, Transaktionen, Sozial…
Nur noch Events (Pageviews sind z. B. auch Events)
Berichte
Viele Standardberichte
Wenig Standardberichte, aber es können viele Custom Reports angelegt werden
Events
Events beinhalten Kategorie, Aktion, Label, Wert, keine automatisch gemessenen Ereignisse
Flexible Events: „Kategorie, Aktion, Label“ werden durch zu definierende Parameter (max. 25) ersetzt, automatisch gemessene Ereignisse
Absprungraten
Absprungraten Metrik
Engagement Rate Metrik (User gilt als „engaged“, wenn > 10 Sekunden auf Seite ODER ein Event auslöst ODER min. 2 Seiten besucht
Filter
Filter möglich (durch Datenansichten), Bot Traffic wird nicht automatisch gefiltert
Bis auf interne IP-Adressen Filter sind NOCH keine Filter möglich, aber Daten können durch benutzerdefinierte Berichte „gefiltert“ werden. Bot Traffic wird automatisch gefiltert
Channel Grouping
Channel Grouping vorhanden
NOCH nicht vorhanden
Search Console
Integration mit Search Console möglich
NOCH nicht möglich
Trichter
Trichter haben wenig Customization Features
Trichteranalysen können unter benutzerdefinierte Berichte erstellt werden, diese sind besser anzupassen und performanter
Zielvorhaben
Zielvorhaben müssen über Ziel URLs oder gecodete Events angelegt werden
Event können leicht unter „Konfigurieren“ als Conversion bzw. Zielvorhaben aktiviert werden
E-Commerce
Unter Menüpunkt „Conversions“ Developer Bezeichnung: Enhanced und normales E-Commerce
Unter Menüpunkt „Monetarisierung“ Developer Bezeichnung: nur E-Commerce, allerdings alle Enhanced E-Commerce Events
DataLayer Variablen
DataLayer benutzt „id“ und „currencyCode“
DataLayer benutzt zum Teil andere Variablennamen, z. B. „item-id“, „transaction-id“ und „currency“
Cross Domain Tracking
Cross Domain Tracking muss über extra Code oder den GTM konfiguriert werden, keine Suchleiste
Cross Domain Tracking kann in GA4 konfiguriert werden
Suchleiste
Keine Suchleiste
Integrierte Suchleiste mit Frageoption
DebugView
nicht vorhanden
vorhanden, z. B. für das Testen des GTM im Preview Mode
Gruppierung nach Content
möglich durch Codeanpassung, Extraktion (Title oder URL) oder durch Regeldefinition
nicht vorhanden, aber möglich durch die Erstellung von GA4 Ereignissen und eine anschließende Dimensionszuweisung
„Anpassung“
Menüpunkt für „Benutzerdefinierte Berichte“ und Dimensionen
Nicht mehr vorhanden. Durch „Erkunden“ ersetzt. Allerdings finden sich hier viel mehr Analysevorlagen
Teilmengen Daten (anschauen, vergleichen)
Segmente (durch Dimension, Dimensionswert, Messwerte und metrische Werte definiert), können angelegt und in Berichten analysiert/verglichen werden
Vergleiche (durch Dimensionen und Dimensionswerte definiert) sind stärker mit Zielgruppen integriert, Datenstreams wie Web und App können auch verglichen werden
Statistiken
auf der Startseite oben rechts bei Daten
oben rechts neben dem Teilen Symbol
Datenschutz
kein Cookieless Tracking, anonymizeIP muss eingestellt werden, Datenaufbewahrung für 14, 26, 38 oder 50 Monate
Cookieless Tracking, anonymizeIP ist immer automatisch aktiviert, Datenaufbewahrung für 2 (default) oder 14 Monate
Machine Learning
nicht möglich
möglich mit Prognosen für die Messwerte: Kauf- und, Awanderungswahrscheinlichkeit und Umsatzvorhersage

So erstellst bzw. verbindest Du die Google Analytics 4 Property

Zuerst solltest Du beachten, dass GA4 noch sehr neu und in der Beta-Phase ist. Die Integration des GTMs steckt noch in den Kinderschuhen und ein gewisses Know-how bezüglich Tagging und dem richtigen Umgang mit dem DataLayer wird vorausgesetzt.

Eine Google Analytics 4 Property erstellen oder verbinden

  1. Klicke auf Verwaltung (dabei sollte das gewünschte Konto ausgewählt sein, falls nur ein Google Analytics-Konto existiert, ist es bereits ausgewählt)
  2. In der Spalte Property die Universal Analytics-Property auswählen (über die derzeit Daten für die Website erhoben werden)
  3. Unter Property auf “Assistent zum Einrichten einer GA4-Property” klicken
  4. „Ich möchte eine neue Google Analytics 4-Property erstellen“ auswählen
  5. Wenn das gtag.js-Tag auf der Website eingebunden wurde, kann die Datenerhebung unter Verwendung dieses Tags aktiviert werden. Wenn jedoch ein Website-Builder, ein CMS (z. B. WordPress) oder Google Tag Manager eingesetzt wird oder die Website mit analytics.js getaggt ist, kann das vorhandene Tagging nicht genutzt werden und das Tag muss selbst eingefügt werden (siehe folgender Abschnitt)
  6. Auf „Property erstellen“ klicken
Danach geschieht mithilfe des Assistenten Folgendes:

a. Es wird eine neue Google Analytics 4 Property erstellt.

b. Property-Name, Website-URL, Zeitzone und Währung werden aus der Universal Analytics-Property kopiert.

c. Wenn auf der Website gtag.js eingebunden wurde ‒ wie oben in Schritt 5 beschrieben und “Datenerhebung unter Verwendung der vorhandenen Tags aktivieren” ausgewählt wurde, wird ein verbundenes Website-Tag für die UA- und GA4-Properties erstellt.

d. Die beiden Properties werden miteinander verbunden. ABER die neue GA4-Property wird nicht mit Verlaufsdaten gefüllt, sondern trackt erst ab dem Tag der Erstellung.

e. Optimierte Analysen werden in der GA4-Property aktiviert.

f. Oben auf der Seite „Assistent zum Einrichten einer Google Analytics 4-Property“ erscheint die Meldung “Ihre Properties sind jetzt verknüpft”. Klick auf “GA4-Property aufrufen”, um zum Einrichtungsassistenten in der neuen Google Analytics 4-Property weitergeleitet zu werden

Beispiel GA4-Tag Konfiguration im Google Tag Manager

  • Tags > Neu > Tag-Konfiguration > Google Analytics: GA4-Konfiguration
  • Mess-ID eingeben (unter Verwaltung > Property > Datenstreams)
  • Optional: unter Festzulegende Felder Parameter anlegen, “anonymizeIP ist NICHT mehr notwendig, GA4 anonymisiert IP Adressen jetzt automatisch
  • Optional: spezielle Eigenschaften konfigurieren (max. 25 pro GA4 Property), Hinweis: Einige Nutzereigenschaften werden von Analytics automatisch erfasst
  • Optional: unter Erweiterte Einstellungen eine Priorität für die Tag-Auslösung festlegen oder die Option Tag-Reihenfolge aktivieren, um das Konfigurations-Tag vor anderen Ereignis-Tags auszulösen, die davon abhängen
  • Trigger auswählen z. B. „Alle Seiten“
  • Tag-Konfiguration speichern und Container veröffentlichen

Eine neue Property erstellen – in 3 Schritten zur GA4 Property

Um eine komplett neue GA4 Property zu erstellen, die nicht mit einer vorhandenen UA Property verbunden wird, kannst Du:
  1. In der Propertyebene oben auf “+ Property erstellen” klicken. Hier wird automatisch eine neue GA4 Property (nicht mehr UA Property) angelegt. Nur unter “Erweiterte Optionen einblenden” (sehr versteckt) kann eine UA Property erstellt werden.
  2. Gib einen Namen für die Property ein, wähle die Zeitzone und die Währung für die Berichterstellung aus.
  3. Klicke auf Weiter und wähle die Kategorie der Branche und die Unternehmensgröße aus
  4. Klicke auf Erstellen und akzeptiere die Nutzungsbedingungen und den Zusatz zur Datenverarbeitung von Analytics.
Nachdem eine GA4 Property erstellt wurde, kann diese auch nachträglich über den “Assistent zum Einrichten einer GA4-Property” mit einer bestehende UA Property verknüpft werden (auf UA Property Ebene).
  • Unter „Ich möchte eine Verbindung mit einer vorhandenen Google Analytics 4-Property herstellen“ muss die gewünschte Property ausgewählt werden
  • Dann auf „Properties miteinander verbinden“ klicken. Das führt dazu, dass in Analytics eine Verbindung zwischen der UA- und der GA4-Property hergestellt wird.
  • Du wirst dann zum Setup-Assistenten in Deiner neuen Google Analytics 4-Property weitergeleitet. Hier findest Du dann die verfügbaren Optionen für die Migration von Konfigurationseinstellungen und für das Tagging.

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Unsere Empfehlung für Dein Business bei der Nutzung von Google Analytics 4

Mit dem neuen Google Analytics 4 stellt Google den Websitebetreibern eine verbesserte Version zur Verfügung. Die genannten Neuerungen und die Umstellung von Universal Analytics auf GA4 sind definitiv spürbar und bedürfen einer gewissen Vorbereitung. Google bringt zudem immer noch das ein oder andere Upgrade ein, was darauf schließen lässt, dass aktuell ein kompletter Wechsel zu früh kommt.

Wir empfehlen daher, zum jetzigen Zeitpunkt weiter mit Universal Analytics zu arbeiten, aber parallel schon einmal GA4 zu implementieren.

  • Google empfiehlt bereits jetzt eine GA4 Property anzulegen, um so mehr Daten zu sammeln und zu profitieren. Dem stimmen wir zu, da Du Dich parallel mit den neuen Funktionen vertraut machen kannst und einen reibungslosen Übergang von Universal Analytics zu GA4 hast. Außerdem bist Du bestens vorbereitet, wenn komplett umgestellt wird.
  • Das parallele Tracking erhält die bisherige Struktur und bietet die Möglichkeit, früh Insights in GA4 zu gewinnen.
  • Die Umsetzung eines E-Commerce Setups in GA4 ist (nach unserer bisherigen Erfahrung) nicht ganz so trivial zu lösen. Auch hier empfehlen wir, dass Du Dich von Beginn an mit der neuen Materie direkt vertraut machst.

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