Linkbuilding – Ein Ausblick auf das Jahr 2014

Kategorie: Suchmaschinenoptimierung



MSO Digital Penguin TodLinkbuilding 2014 – es vergeht kein Tag, an dem man nicht in irgendeinem Blog liest: „Linkbuilding ist tot“. Sicherlich ist Linkbuilding nicht sexy, sicherlich ist es mittlerweile auch verdammt aufwendig geworden und damit natürlich auch nicht mehr billig. Und dennoch ist Linkbuilding auch in 2014 weit davon entfernt auszusterben.

Die Penguin Updates haben ein von Google definiertes Ziel in die Tat umgesetzt: Das Abstrafen von Websites, die sich an manipulativen Linktaktiken und Linkbuilding Maßnahmen beteiligt haben. Einige schließen jetzt daraus, dass die einfachste und sicherste Antwort auf die Penguin Updates das vollständige Einstellen der Linkbuilding Aktivitäten ist. Doch das ist der falsche Ansatz. Matt Cutts selbst hat im Oktober in einem Interview mit Eric Enge (Link Building is not illegal or bad) bestätigt, dass Linkbuilding keineswegs gegen die Richtlinien verstößt. Vielmehr sind es nur bestimmte Linkbuilding Maßnahmen, die nicht akzeptiert werden und durch die Penguin Updates auch entsprechend adressiert werden.

2014 werden Links der wichtigste Part im Algorithmus bleiben

Der beste Weg, um die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen zu verbessern wird auch in 2014 weiterhin das Linkbuilding bleiben. Nach der aktuellsten Umfrage zu den wichtigsten Ranking Faktoren auf moz.com (Search Ranking Factors Survey Results From Moz) sind weiterhin Links der relevante Faktor, wenn es um die Verbesserung der organischen Suchergebnisse geht. Das angeführte Statement von Matt Cuts aus dem Oktober lässt aber auch noch einige weitere Implikationen zu relevanten Offpage-Faktoren in 2014 zu. Google wird immer stärker darin, Social Signals und Authority einer Website zu erkennen. In Zukunft werden diese Faktoren die SERPs immer stärker beeinflussen, aber nicht heute und vermutlich auch nicht signifikant in 2014.

Wie der Hummingbird das Linkbuilding verändert

Mit der Einführung des Knowledge Graph im Mai 2012 (Introducing the Knowledge Graph: things, not strings) begann Google damit, die Suchergebnisse mit semantisch relevanten Suchinformationen priorisiert auszuliefern. Damit konnte Google auf 500 Millionen Objekte und 3,5 Milliarden Fakten über die Beziehungen der Objekte untereinander zugreifen.
Höchstwahrscheinlich wurde der Knowledge Graph auch im Google Hummingbird Update aus dem September 2013 genutzt.

Angenommen, dies ist tatsächlich der Fall: Man könnte schlussfolgern, dass zukünftig die thematische Relevanz der Websites, die auf eine Domain verlinken, immer wichtiger wird. Gleichzeitig heißt das auch, dass der Kontext der Seite relevant ist und nicht mehr der genutzte Anchor-Text. Google verwendet hier den Satz: „Things, not Strings“. Durch die ständige Veränderung und Anpassung des Algorithmus sind Linkbuilding Maßnahmen, die in 2010 vielleicht noch funktioniert haben, plötzlich nicht mehr effektiv und können schnell in eine Penalty führen:
Folgende Maßnahmen im Linkbuilding verstoßen aktuell gegen die Google Richtlinien:

1. Der Kauf oder der Verkauf von Links, die PageRank abgeben.
2. Verwendung von automatisierten Programmen zur Erstellung von Links auf die eigene Website.
3. Verlinkung einer Seite ausschließlich zum Zweck, einen eigenen Backlink zurückzuerhalten.
4. Erstellung von Link Netzwerken.
5. Skalierbares Artikel-Marketing und Guest Posting mit Keyword-angereicherten Anchor-Texten.
6. Kauf von Advertorials und Artikeln, die Links enthalten, die PageRank abgeben.
7. Erstellung und Verbreitung von Presseartikeln mit optimierten Anchor-Texten.

Was sollte also gemacht werden?

1. Die extern aufgebauten Links müssen thematisch relevant sein. Das Publikum der ausgewählten Websites sollte ein echtes Interesse an der eigenen Website besitzen.
2. Qualität schlägt Quantität: Wenige Links von qualitativ hochwertigen Websites haben deutlich mehr Einfluss auf das Ranking als eine Unmenge an minderwertigen (Spam)-Links.
3. Aufbau von qualitativ hochwertigem Content, der Leser und Benutzer der eigenen Website dazu verleitet, von sich aus einen Link auf ihrer eigenen Website zu setzen. Dadurch können natürliche – oder natürlich wirkende – Links generiert werden

Fazit

Links waren der erste große „Off Page“ Ranking Faktor, der von Suchmaschinen genutzt wurde. Und sie sind es weiterhin. Trotz der zunehmenden Offpage-Faktoren (beispielsweise Social Signals) sind Links auch in 2014 weiterhin das wichtigste externe Signal für Suchmaschinen Rankings.
Linkbuilding im Jahr 2014 wird schwierig, zeitintensiv und teuer. Trotzdem wird es notwendig, diese Zeit zu investieren: Einfache Manipulationen mit geringem Aufwand, um Top-Positionen in den SERPs zu erreichen, sind nicht mehr möglich.

Comments
  • Patrick

    Linkbuildings 2014 wird nicht sterben, es geht nur einfach anders.