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Was ist Linkbuilding? Linkaufbau einfach erklärt

Unter dem Begriff “Linkbuilding” oder auch “Linkaufbau” versteht man in der Suchmaschinenoptimierung eine Maßnahme aus der OffPage Optimierung, die darauf abzielt, externe Verlinkungen (sogenannte “Backlinks”) für seine Website zu gewinnen. Das Linkbuilding hat sich in den Jahren stark verändert.

Wofür brauche ich heute noch Backlinks?

Backlinks sind auch heute noch für Suchmaschinencrawler ein wichtiger Rankingfaktor. Das gesamte Internet besteht primär aus Links und Verlinkungen. Backlinks sind wichtig, damit eine Website im Internet gefunden werden kann. Verlinkungen werden deshalb von Suchmaschinen als Empfehlung interpretiert, anhand derer sie die Relevanz einer Website zu einem ausgewählten Themengebiet bewerten können.

Vor einigen Jahren hat es noch ausgereicht, seine Website in diversen Linkverzeichnissen im Internet eintragen zu lassen. Es galt: Quantität über Qualität. Doch das Google Penguin Update aus dem Jahr 2012 hat das Linkbuilding für immer verändert. Beim Google Penguin Update handelt es sich um einen Spamfilter, der Teil von Googles Kernalgorithmus geworden ist. Der Google “Penguin” ermittelt die Qualität von Verlinkungen. Diese lässt sich anhand von verschiedenen Metriken messen.

Das Linkbuilding bezieht sich auf das Setzen von externen Verlinkungen. Der Unterschied zwischen externen und internen Verlinkungen besteht in der Zielseite, auf die verlinkt wird:

externer-interner-link-unterschied

Wichtige Metriken beim Linkbuilding

Links beim Linkbuilding sind immer unterschiedlich zu beurteilen. Um in der Suchmaschinenoptimierung Links bewerten zu können, sollten nachfolgende Eigenschaften analysiert werden:

Eigenschaften
Themenrelevanz Kommt der Link von einer thematisch verwandten Domain?
Content Ist der Content, in dem der Link gesetzt wird/gesetzt wurde, hochwertig?
Land, Sprache, TLD Passt die Sprache der verlinkenden Seite zu meiner?
Domain Authority Die Domain Authority sagt aus, wie relevant eine Site für das Thema der eigenen Website ist.
Ankertext Das Keyword, mit dem auf die eigene Website verlinkt wird, wird Ankertext genannt. Dieses sollte passend zur Zielseite, auf die verlinkt wird, ausgewählt werden.
DomPop Die Domainpopularität gibt Auskunft darüber, wie häufig eine Domain von anderen Domains (Rootdomains) verlinkt wurde.
Power Misst die Stärke einer Website, die auf der Anzahl und der Leistung von Links basiert. Die genaue Bezeichnung kann je nach Toolanbieter abweichen.
Trust Misst die Vertrauenswürdigkeit eines Links, die auf dem Erbgut von vertrauenswürdigen Websites basiert. Die genaue Bezeichnung kann je nach Toolanbieter abweichen.
Power*Trust Kombiniert die Werte Power und Trust, indem die Werte multipliziert werden und gibt so einen guten Gesamteindruck von der Wirkung eines Links. Die genaue Bezeichnung kann je nach Toolanbieter abweichen.
Linkwachstum Ein Indikator, der Veränderungen im Link-Wachstum einer Website beschreibt.
PageRank Bezeichnet ein Verfahren, das Websites auf Basis ihrer eingehenden Backlinks bewertet. Das Verfahren basiert auf einem Google Patent, das früher öffentlich von Google kommuniziert wurde.
Social Signals Die Anzahl von Likes, Shares oder Kommentaren, die von Sozialen Netzwerken oder Blogs stammen.

Der Unterschied zwischen follow und nofollow

Beim Linkaufbau wird einem immer wieder die Bezeichnung “dofollow” beziehungsweise “nofollow” begegnen. Hinter diesen Begriffen stecken Attribute, die einer Suchmaschine zu verstehen geben, ob sie einem Link in einem Dokument folgen sollen oder nicht. Das bedeutet, dass der Suchmaschinencrawler, der beim Crawling auf einen Link stößt, diesem entweder zu der Zielseite folgt oder diesen überspringt.

Das Attribut hat Auswirkungen auf den Linkjuice einer Website und wurde 2005 von Google eingeführt, um Webmastern eine größere Kontrolle über die Linkverteilung auf der eigenen Seite zu geben. Nofollow-Links werden insbesondere dann verwendet, wenn die Zielseite vom Webmaster als irrelevant oder nicht förderlich für das eigene Ranking eingestuft werden. Oftmals sind die Verlinkungen bei Kommentarfeldern oder in Foren mit nofollow-Attributen ausgestattet, um den Missbrauch (Spam) einzuschränken. Es gibt keine klare Meinung darüber, ob zu viele nofollow-Links einer Website schaden.

Arten des Linkbuildings

Heutzutage gibt es diverse unterschiedliche Arten Linkbuilding für seine Website zu betreiben. Diese reichen von Whitehat bis zu Blackhat Methoden und werden von Suchmaschinencrawlern unterschiedlich bewertet. Eine bekannte Methode des Linkbuildings ist der so genannte Linkkauf. Bei dieser Methode werden Links auf relevanten anderen Websites “eingekauft”. Doch auch Kommentare in Foren und Blogs, Artikel-Marketing, Gastbeiträge, das Kaufen von Expired Domains, Influencer Marketing oder Web-Directory-Links können zu der eigenen Linkbuilding Strategie gehören.

Gute Links sind insbesondere die, die die eigene Konkurrenz noch nicht hat. Das hängt damit zusammen, dass die Einzigartigkeit und die Seltenheit von Verlinkungen ebenfalls von Suchmaschinen erkannt wird. Weiterleitungsketten können dafür sorgen, dass ein eigentlich guter Link an Linkjuice und damit an Relevanz verliert. Dies ist vom jeweiligen Statuscode abhängig. Deshalb ist es wichtig, beim Linkaufbau stets den Überblick zu behalten und auch bereits gesetzte Links immer mal wieder zu kontrollieren. Dabei können unterschiedliche Tools, wie zum Beispiel ahrefs, Majestic oder die LinkResearchTools, unterstützend wirken. Mit diesen Tools kann das Linkwachstum einer Website und die Linkgeber nachvollzogen werden.

Was tun bei einer Abstrafung aufgrund schlechter Links?

Als Abstrafung bezeichnet man die Maßnahme von Suchmaschinen, wenn die Qualitätsansprüche nicht mit den Ansprüchen des Alogirthmuses und der Suchmaschine übereinstimmen. Beispielsweise kann eine Website abgestraft werden, wenn sie viele “schlechte” Backlinks von als Spam gekennzeichneten Seiten erhalten hat. Gelegentlich kann es auch vorkommen, dass Webmaster für ihre Konkurrenten bewusst schlechte Links einkaufen und auf diese Websites weiterleiten, um ihre Konkurrenten auszuschalten. Eine Abstrafung hat zur Folge, dass die Website in den SERP nicht mehr so gut wie zuvor zu finden ist und Rankings verloren gehen. Aus einer Abstrafung wieder heraus zu kommen kann ein ein sehr komplexes Unterfangen sein.
Ein erster Schritt wäre es, einen Disavow File in den Webmaster Tools von Bing oder in der Google Search Console von Google hochzuladen, um schädliche Links zu entwerten. Sollte dies noch keine Wirkung zeigen, ist man oft am besten damit beraten, sich an fachkundige Experten zu wenden, die einem bei diesem Unterfangen helfen.

Sie benötigen Hilfe beim Linkbuilding oder einer Abstrafung? Fragen Sie uns!

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