Videowerbung – Was ist der Unterschied zwischen InStream und OutStream?

Kategorie: Online Marketing, Yield Management

In den letzten Jahren hat der Konsum von Videos im digitalen Bereich stetig zugenommen und der Trend setzt sich fort.
Insbesondere die jungen Millennials treiben die Zahlen vom Videokonsum auf mobilen Geräten wie Smartphones in die Höhe. Die Online-Video-Werbung, die den Nutzern angezeigt wird, kann in zwei große Kategorien eingeteilt werden. Hierbei ist egal, auf welchem Gerät sie surfen.

1. InStream

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um Videowerbung, die innerhalb eines Streams vor, nach oder in der Mitte eines Content Videos ausgespielt wird.

Am häufigsten wird die Pre-Roll-Positionierung vor dem Videoinhalt von Advertisern gebucht, da hier die Reichweite am größten und die Durchsichtsrate erwartungsgemäß am besten ist. Dies trifft vor allem dann zu, wenn das Video-Werbemittel keine Möglichkeit zum Überspringen oder Schliessen enthält und das Werbevideo somit bis zum Schluss angeschaut werden muss, um das anschließende Content-Video sehen zu können.

Die Post-Roll Positionierung ist sozusagen das Gegenstück zum Pre-Roll, da hier die Viedeowerbung ganz am Ende ausgeliefert wird, wenn der User das Content-Video vollständig gesehen hat. Durchsichtsraten und Klicks auf das Video sind im Benchmark zum Pre-Roll schlechter, allerdings ist es für Advertiser umso aussagekräftiger, wenn die Werbung trotz dieser Positionierung eine stabile Durchsichtsrate hat. Denn in diesem Fall kann man davon ausgehen, dass der Nutzer das Werbevideo aus Interesse weiter angesehen hat, es für die Zielgruppe somit eine hohe Relevanz hatte.

Das Mid-Roll kennt man vor allem aus der Fernsehwelt, in der viele Programminhalte mit einem oder mehreren Werbeblöcken unterbrochen werden. Allerdings sind die meisten Videos im Internet nicht annähernd so lang wie die Sendungen im Fernsehen, sodass es vom Verhältnis her nicht nutzerfreundlich wäre, die oftmals nur 1-3 Minuten langen Videos mit einem 20 oder sogar 30 Sekunden langen Werbespot zu unterbrechen. Deshalb ist es für Publisher mit Videoinhalten auf der Seite im eigenen Interesse, festzulegen, ab welcher Videolänge ein Mid-Roll eine Werbeunterbrechung auslösen darf, zum Beispiel erst ab einer Videolänge von fünf Minuten.

2. OutStream

Im OutStream-Bereich unterscheidet man die zwei Subkategorien “In-Page” und “In-Feed”. Die In-Page-Videoplatzierungen werden auch oft sehr bezeichnend “In-Banner” Videos genannt, da sie innerhalb von klassischen Displayflächen angezeigt werden.

Das In-Feed hingegen wird oft auch als “In-Read” oder “In-Article” Video bezeichnet, da es mitten im Herzen des redaktionellen Inhalts zwischen Artikeln oder Absätzen platziert wird. Durch seine zentrierte Positionierung zwischen den Inhalten hat dieses Format in der Regel eine hohe Sichtbarkeit. Der Video-Player öffnet sich beim Scrollen automatisch, sobald der dafür vorgesehene Abschnitt (z.B. nach dem ersten oder zweiten Absatz) mindestens zu 50% sichtbar ist. Wenn der Nutzer weiter scrollt und weniger als 50% vom Videospot sichtbar sind, schließt sich der Videoplayer wieder.

Beide Kategorien bieten in jedem Fall eine Lösung für Webseiten, die keinen eigenen Video-Player mit Video-Inhalten haben, sodass InStream-Videowerbung keine Option ist.

OutStream-Videowerbung ermöglicht es somit auch Publishern ohne Video-Player und Videoinhalt, zusätzliche Erlöse mit höheren TKPs im Vergleich zu Display zu generieren.

Folgend sind die Unterschiede noch einmal komprimiert und übersichtlich dargestellt:

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InStream-Video-Ads sind definitiv zu empfehlen, wenn ein Videoplayer und eigener Videoinhalt vorhanden sind, da die TKPs in dieser Rubrik wesentlich attraktiver sind als im OutStream-Bereich. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass insbesondere in der programmatischen Monetarisierung die TKPs eines PreRolls deutlich höher liegen als im Mid- und PostRoll-Bereich.

Für Publisher, die keine eigenen Videoinhalte erstellen und publizieren können, bildet OutStream eine smarte Alternative. Sie stellt zusätzlich, im Vergleich zu den sonst genutzten Display-Flächen, ein abwechslungsreiches Feature auf der Seite des Publishers dar.

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