Kategorie: Daten

Datenbasierte Evaluation

Zur Optimierung von (Online-)Angeboten ist die datenbasierte Evaluation ein unverzichtbares Werkzeug. Dabei handelt es sich um die systematische Evaluation anhand von Daten, die zwecks Erstellung sinnvoller Indikatoren erhoben wurden. Die Analysen können deskriptiver Natur sein oder aber komplexere, statistische Modelle umfassen.

Nutzen der datenbasierten Evaluation

Im Online- wie auch Offline-Bereich sollten Angebote bei Ineffizienz und im Falle von Nutzungsbarrieren schnell angepasst werden können. Dafür werden beispielsweise Methoden wie Fokusgruppentests oder Fragebögen eingesetzt. Während sich die heuristische Evaluation auf das Urteil von internen Evaluierern und Experten stützt, führt die datenbasierte Evaluation zu Kenntnissen aus der Nutzererfahrung.

Dies kann einerseits formativ oder andererseits summativ geschehen. Formative Evaluation wird entwicklungsbegleitend durchgeführt. Summative Evaluation bezeichnet die Evaluation nach der Produktentwicklung. Letztere Form der Evaluation birgt den Vorteil, dass Nutzungsdaten eher die Erfahrung des späteren Endnutzers widerspiegeln.

Methoden der datenbasierten Evaluation

Die Methoden der datenbasierten Evaluation sind vielfältig: Daten aus Eye-Tracking- und Attention-Tracking-Experimenten können genauso wie einfache Survey-Daten eingesetzt werden. Mit am Anfang stehen Methoden wie die Aufgabenanalyse, bei der basierend auf den Aufgabenbereichen einer Website mögliche Charakteristika der Zielgruppe abgeleitet werden. Dies führt zur Erstellung von Use Cases, die alle möglichen Szenarien beim Erreichen eines Ziels umfassen sollen.

Basierend auf diesen können dann Usability-Tests verschiedener Art durchgeführt werden. Kontextanalysen etwa beobachten einen Nutzer in seiner natürlichen Umgebung, wo er seine Erfahrung mit dem Produkt in strukturierten Interviews wiedergibt. Ähnliches gilt für Nutzertagebücher. Weniger aufwändig, dafür aber auch durch Kontextfreiheit konfundiert sind Befragungen mittels Fragebögen. Basierend auf derlei Daten können sogenannte Personas erstellt werden. Bei diesen handelt es sich um Nutzertypen, deren Bedürfnisse als Zielparameter für die weitere Entwicklung und Anpassung gesehen werden.

Neben zahlreichen weiteren Analysemöglichkeiten gibt es auch rein digitale Analysemöglichkeiten wie die Logfile-Analyse. Diese haben den Vorteil, die Nutzung ohne Störfaktoren der Befragung direkt beobachten zu können.

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Auswertungsmöglichkeiten der datenbasierten Evaluation

Qualitative Daten wie etwa Interviews werden interpretativ ausgewertet, während standardisierte Daten mittels klassischer statistischer Methoden ausgewertet werden können. Dies kann einerseits deskriptiv-darstellend und andererseits mittels komplexerer Modelle geschehen. Vorteilhaft ist, dass Daten aus A/B-Tests und multivariaten Tests, bei denen verschiedene Testläufe unter Veränderung einzelner Elemente mit Probanden durchgeführt werden, wie wissenschaftliche Experimente behandelt werden können. Statistische Methoden wie die Varianzanalyse, verschiedene Formen der Regressionen und weitere sind daher einsetzbar, um signifikante Erkenntnisse zu Problemen herauszustellen.

Weitere Informationen und Links

Die Internetseite usability.gov (englischsprachig) bietet einige Tutorials zu einzelnen Fragen der datenbasierten Evaluation.