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Google Florida Update (2003)

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Google Florida Update (2003)

Was ist das Florida Update?

Mit dem Florida Update im November 2003 kündigte Google erstmals offiziell eine große Veränderung seines Suchalgorithmus an. Vor allem Seiten, die bis dahin bei Backlinks und bei der Nutzung von Keywords auf Masse statt auf tatsächlichen Nutzen gesetzt hatten, bekamen die Veränderungen zu spüren.

Was war das Ziel?

Mit der Anpassung des Algorithmus wollte Google nicht content-basierte oder nicht user-orientierte SEO-Methoden bestrafen und so den Nutzern relevantere Inhalte anzeigen. Dies steht in Einklang mit Googles Mission “die Informationen der Welt zu organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar zu machen”. 

Mit Hilfe der kritischeren Bewertung von Backlinks sollte in Zukunft die Relevanz und Zuverlässigkeit von Informationen verbessert werden.

Mit der Bestrafung von Keyword-Spamming sollten Texte leichter zu lesen sein. Weitere Inhalte wie Meta-Titles oder –Descriptions sollten zur Bereitstellung relevanter Informationen über die jeweilige Website genutzt werden.

Wie funktionierte das Florida Update?

Über die genaue Funktionsweise kann, wie bei Google Updates üblich, nur spekuliert werden. Durch die Untersuchung der Veränderungen auf der Ergebnisseite und der Rankings verschiedener Websites, kann man aber Hinweise zu den Anpassungen sammeln.

Auswirkungen auf Backlinks

Aus diesen Beobachtungen lässt sich ablesen, dass Google es geschafft hatte, u.a. Backlinks nach ihrer Relevanz zu beurteilen. So wurde die massenweise Verwendung von Backlinks durch sogenannte Blackhat Methoden wie Linkfarmen, Linktausch und Linkerwerb bestraft. Verlinkungen mit relevanten und themenverwandten Seiten führten nach dem Update zu einem besseren Ranking.

Auswirkungen auf Keyword-Evaluation

Zudem hatte Google verschiedene Keyword-Stuffing Methoden identifiziert. Dazu gehörten u.a. Techniken wie die überzogene Wiederholung der Keywords im Content oder verstecktes Wiederholen der Keywords, ohne dass diese für den Nutzer überhaupt sichtbar waren (sogenannter hidden content). Auch die Verwendung der relevanten Begriffe in den Meta-Informationen einer Seite wurde neu bewertet. 

Das Florida Update machte diese Techniken nicht nur unbrauchbar, sondern bestrafte sie auch mit einer Abwertung. So mussten Seiten, die bisher Erfolg mit diesen Modellen hatten, nach dem Update mit großen Verlusten in ihren Rankings kämpfen.

Fazit

Was können wir aus heutiger Sicht aus dem Florida Update lernen? Dass man heute keine Linkfarm etc. mehr nutzen sollte, gehört für SEO-Spezialisten zum Basiswissen.

Wichtig ist im Nachhinein, dass Google seit jeher versucht, reine SEO-Maßnahmen wirkungslos zu machen, und stattdessen den Nutzer und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Speziell in Hinblick auf Florida, sollten Betreiber die Anwendung von Techniken, die nur der Suchmaschinenoptimierung dienen, überdenken. Der Fokus sollte auf Anpassungen liegen, die dem Nutzer und Google stattdessen einen Mehrwert bieten.

Gemeinsamkeiten mit Florida Update 2?

Rein technisch haben das erste Florida Update aus 2003 und das sogenannte Florida Update 2 aus 2019 nicht viel gemeinsam. Die gemeinsame Bezeichnung kommt daher, dass auch das neuere der beiden Updates während der Pubcon in Florida veröffentlicht wurde, nur eben 16 Jahre später. Hierbei handelte es sich um ein Core-Update, welches die Suchergebnisse im Allgemeinen verbessern sollte.